Steirisches Wurzelfleisch mit Safterdäpfeln

Das richtige Wurzelfleisch wird mit Bauchfleisch gekocht. Das ist mir zu fett, daher hier eine magerere Variante.

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Zutaten für Portionen

1 kg Schweinefleisch (Schulter, mit Knochen)
1 Liter Wasser
1 Bund Suppengrün
Bouquet garni (Lorbeerblatt, Salbeiblatt, Wacholderbeeren, Pfefferkörner)
Knoblauchzehe(n)
¼  Zwiebel(n)
300 g Karotte(n)
150 g Sellerie oder Petersilienwurzeln oder Pastinaken oder alles gemischt
150 g Lauch
1 EL Schlagsahne
¼ Stange/n Meerrettich
  Zitronensaft
1 kg Kartoffel(n), vorwiegend festkochende
  Petersilie

Zubereitung

Das Wasser mit dem geputzten Suppengrün (bündeln), dem Bouquet garni, der ungeschälten Knoblauchzehe, der Zwiebel und einem Radel Kren (Meerrettich) zum Kochen bringen, das Fleisch auf das Suppengrün legen (es sollte gut bedeckt sein). Schaum sofort abziehen. Leise köchelnd in etwa einer Stunde garen.

In der Zwischenzeit die Gemüse putzen, in Juliennestreifen schneiden (die hellen Wurzeln erst kurz vor der Verwendung).

Das Fleisch aus dem Sud heben und warm stellen. Den Sud durch ein Sieb gießen, auffangen. salzen und pfeffern. Die Gemüse darin knapp 10 Minuten knackig garen, dabei den Lauch zuletzt einlegen.

Knochen auslösen, evtl. den Speck dünner schneiden (ein wenig sollte aber am Fleisch bleiben), das Fleisch in Scheiben schneiden, gefällig auf einer Platte anrichten, die Gemüse daneben legen und mit etwas Brühe übergießen.

Beilage Erdäpfel (Kartoffeln): Die Erdäpfel schälen, in dickere Scheiben schneiden, in kochendem, leicht gesalzenem Wasser bissfest garen, in eine flache Schüssel geben, den Rest der Brühe darübergießen und mit fein gehackter Petersilie überstreuen.

Den restlichen Kren schälen, reiben, mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit dem geschlagenen Rahm vermengen.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 03.05.07
Rezept-Statistiken: 10.963 (9)* gelesen
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Verfasser:

midgard2kopf Chefkoch


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Kommentare anderer Nutzer

Steirerin21 Suppenkoch sagt:  
04.02.2008 18:35
Sehr gut beschrieben
Aber Wurzelgemüse wird mit dem Fleisch mitgekocht.Auch die Kartoffeln,davon kommt ja der typisch Geschmack des Steirischen Wurzelfleisches.Und Kren wird dann über das Fleisch darüber gerieben und so serviert

Lg Waltraud

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midgard2kopf Chefkoch sagt:  
05.02.2008 23:36
Das habe ich lange auch so gemacht, aber wenn man die Gemüse extra gart, kann man über die Garzeit den Biß sehr gut regeln. In Juliennestreifen geschnittenes Gemüse eine Stunde lang gegart ist einfach nur noch 'Füllung'.
Daher nehme ich lieber ausreichend grob geschnittenes Suppengemüse (das kann genauso zusammengesetzt sein wie die Julienne-Gemüse) und gare das Fleisch damit, so bekomme ich beides: Knackige Juliennestreifen und den typischen Wurzelfleich-Geschmack in der Bouillon. Außerdem dient das Suppengemüse (besonders der Lauch) beim Durchsieben der Brühe hervorragend als Filter.
Kartoffeln in der Kochbrühe machen diese leicht wolkig, daher koche ich die auch lieber extra, aber ich denke, das ist 'Ansichts'-sache

VG
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Steirerin21 Suppenkoch sagt:  
09.02.2008 22:15
Ich meine dass man Regionalkost nicht verstümmeln soll.Drum heist es auch so
Gemüse geb ich immer erst 10 min vor Schluss dazu.
Und es soll ja Steirisches Wurzlfleisch bleiben
Es soll ja nicht so viel Suppe auf den Teller sein dass es wolkig ausschaut.
Wurzlfleisch soll Wúrzlfleisch bleiben
Sonst ist es keines

Lg Waltraud

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midgard2kopf Chefkoch sagt:  
11.02.2008 10:05
Nur mal zum Nachdenken:

Wenn Du das Rezept mal ganz genau liest, wirst Du drauf kommen, daß das Wurzelfleisch richtiges Wurzelfleisch bleibt, auch wenn die Gemüse nicht zu Brei gekocht werden. Die Juliennes eine Stiunde lang zu kochen ist schlicht und einfach barbarisch. Ein wenig Biß mag da schon sein. Steirisch hin oder her(wobei ich als gebürtiger Grazer, der gezwungenener Maßen in der 'Fremde' leben muß, da sehr empfindlich bin, das kannst Du mir aber glauben!). Mit 'verstümmeln' hat das nichts zu tun.
Und kein Mensch hat gesagt, daß die Kartoffeln mit der Suppe auf dem Teller ertränkt werden. Aber wolkig ist sie nun mal, wenn die Kartoffeln drin gekocht werden. Wenn ich klare Brühe haben möchte, dann möchte ich das, wenn Du keine haben möchtest, dann möchtest Du das. Was also soll der Aufstand?
Purismus ist eine feine Sache, ich neige auch sehr dazu und kann mich -weiß der Himmel- auch darin wälzen, wirklich! Aber wenns geschmacklich besser ist, bin ich gerne bereit, etwas mehr Aufwand zu treiben.

Nix fia unguad

m2k

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roxalba  Kaltmamsell sagt:  
23.09.2009 10:38
Ich liebe dieses Gericht und habe es schon oft in den verschiedenen Regionen eures schönen Bundeslandes mit Genuss gegessen und immer war die Julienne als Beilage!!! knackig und farbfrisch, daher nehme ich an, dass sie auch extra gekocht wurde und das Fleisch wie oben beschrieben. Außerdem habe ich als Oberösterreicherin da mal ne Frage: Fast immer wurden als Beilage Kümmelerdäpfel serviert und in meinem steirischen Kochbuch stehen die auch als Beilagenvoraschlag drin und oft gab es auch den eigentl. oö Semmelkren dazu, also hab ich das auch immer so gemacht. Jetzt bin ich natürlich verunsichert :) - bitte helft mir, damit ich das Gericht nicht wirklich "verstümmelt" serviere, danke!

LG roxalba

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midgard2kopf Chefkoch sagt:  
23.09.2009 23:31
Hallo roxalba,
Du träufeslst Balsam auf meine Seele. Danke.

Kümmelerdäpfel: Sind traditionell richtig. Aaaaber meine Oma sagte immer, sie braucht (nicht mimmt !) zu guten Erdäpfeln keinen Kümmel. Ich finde, der erschlägt bei diesem Gericht die feinen Aromen der Gemüse. Deswegen lasse ich ihn weg.

Semmelkren... den OÖern sei er gedankt :-). Hier ists wie mit vielem andern auch: Wie mans kann, macht mans. Mir ist der frisch geriebene in geschlagenem Rahm lieber, da hab ich was von der feinen Fleischbrühe.

Zu Deiner Schlußfrage:
Originär gehören - so weiß ichs - zum steirischen Wurzelfleisch Kümmelerdäpfel und frisch gehobelter Kren. Doch da die Geschmäcker verschieden sind und man über Geschmack nicht streiten kann....

Ich habs in Graz auch schon zu Salzkartoffeln serviert bekommen. Naja..

VG
m2k

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roxalba  Kaltmamsell sagt:  
13.10.2009 09:38
Hach, bin ich erleichtert!!!;-)
Nachdem ich ja Kren in jeder Form mag, werde ich in Zukunft nun das Wurzelfleisch "fein" mit frischem od. Rahmkren servieren. Den Semmelkren gibts bei uns ja auch zum Tafelspitz, da gehört er warscheinlich "traditionell" wienerisch auch nicht dazu - is mir aber powidl, wenn's schmeckt - passt's, da geb ich Dir recht!
Danke für Dein leckeres Rezept!

LG
roxalba

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