Saures Herz
Schweineherzen sauer zubereitet - ein Rezept aus der Oberpfalz| 5 | Herz(en) vom Schwein |
| 4 Liter | Wasser |
| 250 ml | Essig, hell |
| 4 TL | Zucker |
| 2 | Lorbeerblätter |
| 3 | Gewürznelken |
| 1 große | Zwiebel(n) |
| 100 g | Sellerie |
| 1 Stange/n | Lauch |
| 2 Stiel/e | Petersilie |
| 2 | Wacholderbeeren |
| 5 Körner | Pfeffer |
| Salz | |
| Butter | |
| Mehl | |
| 1 | Saucenkuchen |
| 1 Liter | Gemüsebrühe |
Zubereitung
Die Herzen mind. 1 Stunde in kaltem Wasser einlegen (evtl. das Wasser zwischendurch wechseln). Anschließend die Herzen in einen Topf geben, mit kaltem Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten leise köcheln lassen.
Die Karotten, den Sellerie und den Lauch in grobe Stücke teilen. Die Zwiebel abziehen, überkreuz einschneiden und mit den Nelken spicken. In einem großen Topf das Wasser, das vorbereitete Gemüse, den Essig und die Gewürze zum Kochen bringen.
Die Herzen aus dem Kochwasser nehmen (evtl. mit warmem Wasser abspülen) und in den Gemüsesud geben und ca. 1 Stunde leicht köcheln. Den Gemüsesud vom Herd nehmen und die Herzen anschließend über Nacht im Fond ziehen lassen.
Am Folgetag die Herzen aus dem Sud heben, von Fett und Adern befreien und in feine Streifen schneiden. Den Sud abseien und wieder erwärmen.
Den Soßenlebkuchen in einer kleinen Schüssel mit etwas warmem Sud auflösen. Mit Butter und Mehl eine dunkle Einbrenne (Mehlschwitze) herstellen. Etwa 500ml des erwärmten Suds langsam einrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Aufkochen und den aufgelösten Soßenlebkuchen einrühren. 10 Minuten einkochen lassen (bei Bedarf etwas Sud einrühren), dann mit Salz, Pfeffer und Essig (es sollte schon leicht säuerlich sein) abschmecken. Nun die klein geschnittenen Herzen beigeben und nochmals 15 Minuten ziehen lassen.
Dazu reicht man traditionell Semmelknödel, in unserer Region aber eher Kartoffelstampf (Püree).
Erläuterung: Die Zubereitung mag auf den ersten Blick etwas umständlich klingen. Wer mag, der kann auf das 10-minütige Vorkochen auch verzichten und direkt mit dem Gemüsesud beginnen. Auch wenn es ein „Arme-Leute-Essen“ ist, hat meine Mutter immer großen Wert auf diese Art der Zubereitung gelegt. Ich behalte es so bei, der Aufwand hat sich bisher immer gelohnt.
Die Karotten, den Sellerie und den Lauch in grobe Stücke teilen. Die Zwiebel abziehen, überkreuz einschneiden und mit den Nelken spicken. In einem großen Topf das Wasser, das vorbereitete Gemüse, den Essig und die Gewürze zum Kochen bringen.
Die Herzen aus dem Kochwasser nehmen (evtl. mit warmem Wasser abspülen) und in den Gemüsesud geben und ca. 1 Stunde leicht köcheln. Den Gemüsesud vom Herd nehmen und die Herzen anschließend über Nacht im Fond ziehen lassen.
Am Folgetag die Herzen aus dem Sud heben, von Fett und Adern befreien und in feine Streifen schneiden. Den Sud abseien und wieder erwärmen.
Den Soßenlebkuchen in einer kleinen Schüssel mit etwas warmem Sud auflösen. Mit Butter und Mehl eine dunkle Einbrenne (Mehlschwitze) herstellen. Etwa 500ml des erwärmten Suds langsam einrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Aufkochen und den aufgelösten Soßenlebkuchen einrühren. 10 Minuten einkochen lassen (bei Bedarf etwas Sud einrühren), dann mit Salz, Pfeffer und Essig (es sollte schon leicht säuerlich sein) abschmecken. Nun die klein geschnittenen Herzen beigeben und nochmals 15 Minuten ziehen lassen.
Dazu reicht man traditionell Semmelknödel, in unserer Region aber eher Kartoffelstampf (Püree).
Erläuterung: Die Zubereitung mag auf den ersten Blick etwas umständlich klingen. Wer mag, der kann auf das 10-minütige Vorkochen auch verzichten und direkt mit dem Gemüsesud beginnen. Auch wenn es ein „Arme-Leute-Essen“ ist, hat meine Mutter immer großen Wert auf diese Art der Zubereitung gelegt. Ich behalte es so bei, der Aufwand hat sich bisher immer gelohnt.
| Tweet |
Kommentare anderer Nutzer
Leo_S
sagt:
sagt: 06.02.2008 11:22
Saures Schweineherz mit Semmelknödeln war in Kindertagen eines meiner Lieblingsgerichte (Bin in Bayern geboren).
Nachdem ich vor gut einem Jahr pensioniert worden bin habe ich das Regiment in der Küche übernommen und inzwischen einige Male Schweineherz zubereitet - auch für Gäste.
Beim Schlachter habe ich anfangs erstaunte Blicke verursacht, als ich Herzen kaufen wollte ("Frisst Ihr Hund das ?), inzwischen hat er selbst auch schon mein Rezept nachgekocht und ist - wie fast alle Preussen die ich damit bewirtet habe - begeistert.
Schade, dass so gute Sachen heute so selten auf den Tisch kommen.
Aber wenn die Mädels als Kockkenntnisse nur noch die Telefonnummer des nächsten Pizza-Service mit in die Ehe bringen, was willst dann machen !
Leo
Nachdem ich vor gut einem Jahr pensioniert worden bin habe ich das Regiment in der Küche übernommen und inzwischen einige Male Schweineherz zubereitet - auch für Gäste.
Beim Schlachter habe ich anfangs erstaunte Blicke verursacht, als ich Herzen kaufen wollte ("Frisst Ihr Hund das ?), inzwischen hat er selbst auch schon mein Rezept nachgekocht und ist - wie fast alle Preussen die ich damit bewirtet habe - begeistert.
Schade, dass so gute Sachen heute so selten auf den Tisch kommen.
Aber wenn die Mädels als Kockkenntnisse nur noch die Telefonnummer des nächsten Pizza-Service mit in die Ehe bringen, was willst dann machen !
Leo
Tigerrose56
sagt:
sagt: 04.07.2008 10:03
hi *ich koch gerne*
dieses Rezept kenne ich so ähnlich von meiner Mutter . Sie macht es als Suppe und tut da noch Pilze und Kartoffeln hinzu. Kann ich nur empfehlen . Saucenkuchen fehlt bei dem Rezept aber (kenne ich auch nicht)
Ich selber gebe dir vorab schon für dieses tolle Rezept 5 Sterne und habe jetzt endlich genaue Angaben,da meine Mutter immer alles frei nach Schnute macht .
Lg Edith
dieses Rezept kenne ich so ähnlich von meiner Mutter . Sie macht es als Suppe und tut da noch Pilze und Kartoffeln hinzu. Kann ich nur empfehlen . Saucenkuchen fehlt bei dem Rezept aber (kenne ich auch nicht)
Ich selber gebe dir vorab schon für dieses tolle Rezept 5 Sterne und habe jetzt endlich genaue Angaben,da meine Mutter immer alles frei nach Schnute macht .
Lg Edith
Mammutle
sagt:
sagt: 15.09.2008 12:14
Hallo,
bei uns in Oberfranken macht man dazu Baumwollene Klöß und auch keinen Soßenkuchen.
Für die saure Lake nehme ich zur hälfte dunklen Wein- Essig und die für die zweite Balsamico weiß
der ist immer ein bisschen süsslich so spare ich mir den Zuckker. Probiert mal mein Vorschlag und nehmt zu den Herzen die gleiche Menge an Schweine Nieren welche genau so zubereitet werden wie die Herzen
nur nicht so lange kochen, sie sollten auch noch etwas Biss haben.
MfG
Mammutle
bei uns in Oberfranken macht man dazu Baumwollene Klöß und auch keinen Soßenkuchen.
Für die saure Lake nehme ich zur hälfte dunklen Wein- Essig und die für die zweite Balsamico weiß
der ist immer ein bisschen süsslich so spare ich mir den Zuckker. Probiert mal mein Vorschlag und nehmt zu den Herzen die gleiche Menge an Schweine Nieren welche genau so zubereitet werden wie die Herzen
nur nicht so lange kochen, sie sollten auch noch etwas Biss haben.
MfG
Mammutle
Schokolinse
sagt:
sagt: 11.03.2010 13:53
Hallo Leo,
oh doch, wir Preußen (Berlin) kennen das Gericht sehr wohl. Vielleicht nicht alle!
Meine Mutter und Oma haben es schon gekocht.
Ich lege die Herzen allerdings - genau wie beim Sauerbraten - in Buttermilch für ca. 5 Tage ein mit allen Gewürzen, die dazugehören. (Zwiebel, Piment, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblatt). Nach dem Abschneiden aller nicht so appetitlichen Teile wird das Herz dann mit durchwachsenem Speck gespickt und geschmort. Wenn die Soße tieftdunkelbraun ist und das Fleisch weich, nehme ich es heraus und schneide es in mundgerechte Stücke. Dazu Klöße und Apfelrotkohl...... super!
Freundliche Grüße
von Schokolinse
oh doch, wir Preußen (Berlin) kennen das Gericht sehr wohl. Vielleicht nicht alle!
Meine Mutter und Oma haben es schon gekocht.
Ich lege die Herzen allerdings - genau wie beim Sauerbraten - in Buttermilch für ca. 5 Tage ein mit allen Gewürzen, die dazugehören. (Zwiebel, Piment, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblatt). Nach dem Abschneiden aller nicht so appetitlichen Teile wird das Herz dann mit durchwachsenem Speck gespickt und geschmort. Wenn die Soße tieftdunkelbraun ist und das Fleisch weich, nehme ich es heraus und schneide es in mundgerechte Stücke. Dazu Klöße und Apfelrotkohl...... super!
Freundliche Grüße
von Schokolinse
schmatz-schmatz
sagt:
sagt: 03.02.2011 14:57
So ein Mist, jetzt muss ich noch mal los. Karotten kaufen.
Die stehen nicht bei den Zutaten.
Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.
Bewertung kommt nach der Verkostung.
MfG
schmatz-schmatz
Die stehen nicht bei den Zutaten.
Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.
Bewertung kommt nach der Verkostung.
MfG
schmatz-schmatz
karsei
sagt:
sagt: 18.02.2011 14:51
Ich würde das Rezept gerne nachkommen, aber was um alles in der Welt ist Soßenkuchen?
Bitte um Aufklärung. Danke!
Bitte um Aufklärung. Danke!
schmettll
sagt:
sagt: 22.03.2011 11:28
Croccante
sagt:
sagt: 18.10.2011 19:43
Hallo
kleiner Tip: es kann auch brauner Lebkuchen - also Teile ohne Guß aus Zucker oder Schokolade verwendet werden, der darf durchaus auch etwas trocken geworden sein. Er wird in etwas Milch, Wasser oder Rotwein eingeweicht, bindet dann die Sauce und bringt zusätzliche Gewürznoten mit rein.
Ich mache Herz, Nieren, Leber sauer im Schnellkochttopf und ohne Vorkochen. Aber das wäre ein anderes Rezept. Schmeckt aber fast gleich.
Das hier ist auch sehr lecker. ich liebe schon seit Kindertagen saures Herz.
Ich sehe das nicht als arme Leute Essen - es ist etwas für Sparfüchse :)
Eure Croccante
kleiner Tip: es kann auch brauner Lebkuchen - also Teile ohne Guß aus Zucker oder Schokolade verwendet werden, der darf durchaus auch etwas trocken geworden sein. Er wird in etwas Milch, Wasser oder Rotwein eingeweicht, bindet dann die Sauce und bringt zusätzliche Gewürznoten mit rein.
Ich mache Herz, Nieren, Leber sauer im Schnellkochttopf und ohne Vorkochen. Aber das wäre ein anderes Rezept. Schmeckt aber fast gleich.
Das hier ist auch sehr lecker. ich liebe schon seit Kindertagen saures Herz.
Ich sehe das nicht als arme Leute Essen - es ist etwas für Sparfüchse :)
Eure Croccante
Passende Magazinartikel
Schlagworte für dieses Rezept
Ähnliche Rezepte
Rezeptsammlungen
Dieses Rezept ist in diesen Sammlungen gespeichert:
- Europa (13)
- Eintopf
- Europa (5)
- Hauptmahlzeit (5)
- Innereien
- Hauptgerichte
- traditionelle Hausmannskost
- binaslieblingsrezepte
- Deutsche Küche
- Fleisch
Weitere Rezeptsammlungen

Henglein
Rama Cremefine























Die in den Zutaten aufgeführte Gemüsebrühe versteht sich als Ausweichmöglichkeit für die Verwendung des Sudes bei der Zubereitung der Soße. Das habe ich leider vergessen zu erwähnen - somit nachgeholt.
Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten