Wolfsbarschfilet mit Maronenschuppen

auch Bar oder Loup de mer genannt, dazu Maronenpüree und Vanillejus

Zutaten für Portionen

600 g Fisch, Wolfsbarsch, möglichst dickes Filet am Stück, mit Haut
200 g Marone(n), gekochte
40 g Semmelbrösel
70 g Butter
Eigelb
200 ml Fischfond, kräftiger oder Krustentierfond
50 ml Balsamico
20 g Zucker
Vanilleschote(n)
40 g Butter
250 ml Milch
200 g Marone(n), gekochte
30 g Butter
20 ml Rum
  Salz und Pfeffer

Zubereitung

Das Fischfilet in vier gleichmäßige Stücke schneiden.
Die Maronen in dünne Scheiben schneiden. Die schönsten davon beiseite legen, es sollten so viele sein, dass man alle Filets schuppenartig mit einer dünnen Schicht belegen kann - erfahrungsgemäß gibt es da viel Bruch, aber nicht verzweifeln.
60 g der (Bruch) Maronenscheiben mit 30 Gramm Semmelbröseln im Blitzhacker fein zermahlen, dann 50 Gramm weiche Butter untermischen.
Die Fischschnitten mit der Haut nach unten in eine gebutterte flache Gratinform legen. Mit Eigelb bepinseln, dann jeweils mit einer ca. 2-3 mm dicken Schichten Maronenmischung bestreichen. Nochmals mit Eigelb bepinseln, dann die "schönen" Maronenscheiben schuppenförmig auflegen. Dünn mit den restlichen Semmelbröseln bestäuben, mit kleinen Butterflöckchen belegen. Kalt stellen.

Für den Vanillejus den Zucker in einer Kasserolle karamellisieren lassen. Mit dem Balsamessig ablöschen, Fischfond unterrühren, das Mark einer Vanilleschote unterrühren. Dicklich einkochen lassen, durch ein feines Sieb geben.
40 Gramm Butter in einer Stieltopf nussbraun werden lassen, den Sud unterschlagen.

Von den restlichen Maronen eine schöne pro Person beiseite legen. Die restlichen Maronen in der Milch mit einer aufgeschlitzten Vanilleschote sehr weich köcheln lassen, die Milch abgießen, beiseite stellen, Maronen pürieren, dabei so viel Milch zugeben, dass ein geschmeidiges Püree entsteht. 30 Gramm Butter und den Rum unterziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die beiseite gelegten Maronen in einem Pfännchen in etwas Butter rundum anbraten, evtl. karamellisieren.

Den Backofen auf 160° vorheizen. Fisch auf der mittleren Schiene je nach Dicke der Filets 8-13 Minuten garen, dann noch ein bis zwei Minuten unter dem sehr heißen Grill gratinieren.

Filets auf Tellerchen setzen, etwas Püree daneben geben, je eine Marone anlegen, mit etwas Vanillesud umgießen.

Das Rezept klingt komplizierter als es ist, Vanillesud, Maronencreme und Maronenpüree lassen sich ggf. schon am Vortag vor- bzw. zubereiten, auch die etwas frickelige "Montage" der Filets kann man einige Stunden im Voraus erledigen.

Ein toller, leichter Zwischengang, dazu passt ein Weißburgunder oder Chardonnay mit dezentem Holzeinsatz oder auch ein restsüßer, gereifter Riesling.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 18.03.07
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Verfasser:

JordiTin  Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

einsel1 Küchenjunge sagt:  
19.02.2009 10:12
Wow...! das klingt ja sehr edel und phantastisch, das habe ich mir gleich gespeichert und werde es bei passender Gelegenheit (vielleicht am Aschermittwoch, es sei denn, daß mich da mein Franz zum Fisch-Essen einlädt?) versuchen nachzukochen.
Aber meinst Du wirklich, daß 1 Stunde Zubereitungszeit ausreicht?
Schaun mer ma...
Gruß von der
Lisa aus dem/den tiefverschneiten Bergen

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JordiTin  Sternekoch sagt:  
19.02.2009 10:17
Hallo,

die Stunde ist ja reine Zubereitung ohne Garzeit, die reicht, man kann alles aber auch, wie gesagt, ne Weile im Voraus fertig stellen und dann nur noch garen.

Gruß, Tin

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KarlHofer Küchenjunge sagt:  
03.07.2009 11:40
Hallo,
hab schon länger den Gedanken, das Rezept mal auszuprobieren, aber mir ist aufgefallen, dass du 2x 200g Maronen angegeben hast. Ist das einmal komplett für den Fisch und einmal für das Püree?
Und was würde denn sonst noch dazu passen, ich denke einfach, dass 400g Maronen geschmacklich einfach sehr intensiv sind, vielleicht eher ein Süsskartoffelpüree? Oder wird das geschmacklich nicht so intensiv? Ich selbst mag Maronen, aber wenn das Essen nur komplett nach Maronen schmeckt ist es auch etwas eintönig :)
Gruß
Stefan

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