Rustikaler Lammbraten
nicht nur zu Ostern| 1 ¼ kg | Lammschulter, mit Knochen |
| 2 | Zwiebel(n) |
| 2 | Tomate(n) |
| 10 | Knoblauchzehe(n) |
| ½ TL | Salz |
| ½ TL | Pfeffer, schwarzer, grob gemahlen |
| ½ TL | Basilikum, getrocknet |
| ½ TL | Thymian, getrocknet |
| ½ TL | Rosmarin, geschnitten, getrocknet |
| 5 Blätter | Basilikum, frisch |
| 100 ml | Lammfond, starker (der hier auch gleich vorgestellt wird) |
| 400 ml | Wasser |
| 250 ml | Wein, rot, trocken (z.B. Valpolicella) |
| 3 EL | Olivenöl, nativ |
| 2 EL | Saucenbinder, für dunkle Saucen |
| 3 EL | süße Sahne |
| 50 g | Suppengemüse für den Fond |
Zubereitung
Da dieses Rezept auf zweimal gekocht wird, bietet es sich an, die Zubereitung am Vortag zu beginnen.
Den Braten mit einem sehr scharfen Messer (!) von "innen" (die Seite ohne Fettrand) her so ausbeinen, dass ein Rollbraten entsteht. Mit etwas Übung geht das recht einfach.
Den Knochen (es darf ruhig noch etwas Fleisch dran sein) für den Fond beiseite legen.
Den Braten von möglichst viel Fett befreien - das Fett ist Träger des berühmt-berüchtigten Lammgeschmacks - dieser ist sozusagen durch die Menge des verbleibenden Fettes steuerbar.
Knoblauch stifteln. Mit einem kleinen Messer überall am Braten verteilt Löcher platzieren und in diese insgesamt etwa 2/3 des gestiftelten Knoblauchs hineinschieben. Nun den Braten mit den getrockneten Kräutern, Salz und Pfeffer von innen her würzen, die restlichen Knoblauchstifte dort verteilen und fest zusammenrollen. Mit 3-4 Rouladennadeln zusammenstecken.
Das Öl in einem schweren Gusstopf erhitzen und den Braten von allen Seiten scharf anbraten.
Wenden am besten mit zwei Pfannenwendern - niemals mit der Gabel!
Zwiebeln und Tomaten grob hacken und dazugeben - kurz mitbraten. Mit 2/3 des Rotweines ablöschen. Wasser und Fond hinzugeben. Deckel auflegen.
Dieses Gericht gewinnt ungemein an Geschmack und das Fleisch wird wunderbar zart, wenn man es auf zweimal schmort - natürlich geht es auch herkömmlich, daher folgende Zeitangaben für beide Varianten:
auf zweimal:
bei 150-160°C etwa 1,5 Stunden schmoren lassen - abschalten - auskühlen lassen - nochmal ca. 1,5 Stunden schmoren lassen (z. B. am Folgetag).
auf einmal:
bei 190-200°C etwa 2,5 Stunden schmoren lassen.
Den Braten aus dem Topf nehmen, Nadeln entfernen und vorsichtig in mehrere Lagen Alufolie wickeln. Den Sud in einen kleinen, hohen Topf umgießen, mit dem Mixstab pürieren, den restlichen Wein hinzufügen und kurz aufkochen. Die Sauce binden, mit der Sahne verfeinern und nochmals abschmecken. Nun kann angerichtet werden.
Dazu passen zum Beispiel böhmische Knödel und grüne Bohnen oder ein schöner griechischer Salat.
Der Fond:
Damit ich den schönen Knochen nicht wegwerfen muss, bereite ich mir immer – z. B. für den nächsten Lammbraten - einen einfachen Lammfond zu, den ich bis dahin einfriere:
Den Knochen und - je nach Geschmack - ein wenig des entfernten Fettes in etwa 2 l kaltes Wasser legen, 50 g Suppengemüse hinzufügen, salzen und pfeffern und eine Knoblauchzehe hineinpressen. Gut 2-3 Stunden simmern lassen. Dabei mehrfach abschäumen.
Den Knochen entnehmen und abpuhlen. Nun die Brühe unter heftigem Kochen auf etwa 250 ml eindampfen lassen, das Fleisch hinzufügen. Abkühlen lassen und für den nächsten Lammbraten einfrieren.
Den Braten mit einem sehr scharfen Messer (!) von "innen" (die Seite ohne Fettrand) her so ausbeinen, dass ein Rollbraten entsteht. Mit etwas Übung geht das recht einfach.
Den Knochen (es darf ruhig noch etwas Fleisch dran sein) für den Fond beiseite legen.
Den Braten von möglichst viel Fett befreien - das Fett ist Träger des berühmt-berüchtigten Lammgeschmacks - dieser ist sozusagen durch die Menge des verbleibenden Fettes steuerbar.
Knoblauch stifteln. Mit einem kleinen Messer überall am Braten verteilt Löcher platzieren und in diese insgesamt etwa 2/3 des gestiftelten Knoblauchs hineinschieben. Nun den Braten mit den getrockneten Kräutern, Salz und Pfeffer von innen her würzen, die restlichen Knoblauchstifte dort verteilen und fest zusammenrollen. Mit 3-4 Rouladennadeln zusammenstecken.
Das Öl in einem schweren Gusstopf erhitzen und den Braten von allen Seiten scharf anbraten.
Wenden am besten mit zwei Pfannenwendern - niemals mit der Gabel!
Zwiebeln und Tomaten grob hacken und dazugeben - kurz mitbraten. Mit 2/3 des Rotweines ablöschen. Wasser und Fond hinzugeben. Deckel auflegen.
Dieses Gericht gewinnt ungemein an Geschmack und das Fleisch wird wunderbar zart, wenn man es auf zweimal schmort - natürlich geht es auch herkömmlich, daher folgende Zeitangaben für beide Varianten:
auf zweimal:
bei 150-160°C etwa 1,5 Stunden schmoren lassen - abschalten - auskühlen lassen - nochmal ca. 1,5 Stunden schmoren lassen (z. B. am Folgetag).
auf einmal:
bei 190-200°C etwa 2,5 Stunden schmoren lassen.
Den Braten aus dem Topf nehmen, Nadeln entfernen und vorsichtig in mehrere Lagen Alufolie wickeln. Den Sud in einen kleinen, hohen Topf umgießen, mit dem Mixstab pürieren, den restlichen Wein hinzufügen und kurz aufkochen. Die Sauce binden, mit der Sahne verfeinern und nochmals abschmecken. Nun kann angerichtet werden.
Dazu passen zum Beispiel böhmische Knödel und grüne Bohnen oder ein schöner griechischer Salat.
Der Fond:
Damit ich den schönen Knochen nicht wegwerfen muss, bereite ich mir immer – z. B. für den nächsten Lammbraten - einen einfachen Lammfond zu, den ich bis dahin einfriere:
Den Knochen und - je nach Geschmack - ein wenig des entfernten Fettes in etwa 2 l kaltes Wasser legen, 50 g Suppengemüse hinzufügen, salzen und pfeffern und eine Knoblauchzehe hineinpressen. Gut 2-3 Stunden simmern lassen. Dabei mehrfach abschäumen.
Den Knochen entnehmen und abpuhlen. Nun die Brühe unter heftigem Kochen auf etwa 250 ml eindampfen lassen, das Fleisch hinzufügen. Abkühlen lassen und für den nächsten Lammbraten einfrieren.
Kommentare anderer Nutzer
pasiflora
sagt:
sagt: 11.11.2008 23:43
Hilfreicher Kommentar:
Hallo!
Mein erster Lammbraten und gleich supergelungen! Ich empfehle wirklich dieses 2-Stufen-Garen, am naechsten Tag ist alles wunderbar durchgezogen. Und das Fleisch war nicht nur lecker, sondern auch weich! Ich hatte nur die halbe Menge, habe die Garzeit deswegen halbiert und nicht vorher angebraten, hat prima geklappt! Ab jetzt gibt es kein anderes Rezept mehr...
LG aus Peru
Pasi
Mein erster Lammbraten und gleich supergelungen! Ich empfehle wirklich dieses 2-Stufen-Garen, am naechsten Tag ist alles wunderbar durchgezogen. Und das Fleisch war nicht nur lecker, sondern auch weich! Ich hatte nur die halbe Menge, habe die Garzeit deswegen halbiert und nicht vorher angebraten, hat prima geklappt! Ab jetzt gibt es kein anderes Rezept mehr...
LG aus Peru
Pasi
aloisia
sagt:
sagt: 04.04.2010 13:46
hat sehr gut geschmeckt. Ich habe das fleisch in kleinere stücke geteilt, und nach deiner angabe in den b Herd gegebnen. nach 1,5 stunden ausgeschalten und das Fleisch übe nacht im ofen gelassen. Es war total zart und die sosse schmeckt super .ich hab allerdings noch 3 Möhren und etws Sellerie und porre dazugetan
lg aloisia
lg aloisia
Maestro1969
sagt:
sagt: 05.05.2010 07:08
jörg87
sagt:
sagt: 21.12.2010 18:49
Hallo!
Ich habe eine ganz wichtige Frage: Mein Metzger kann die bestellte Schulter nun doch nicht besorgen (Grrrr...) und hat mir stattdessen Lammrücken angeboten...
Kann ich diesen Braten damit auch anfertigen und wie würde sich das auf die Garzeiten auswirken? Der Rücken soll dann um die 1,5 kg haben.
Wenn ich mich recht entsinne, ist der Rücken dünner oder?
Ich hoffe, mir kann noch jemand helfen, sonst hab ich ein großes Problem :(
liebe Grüße, Jörg
Ich habe eine ganz wichtige Frage: Mein Metzger kann die bestellte Schulter nun doch nicht besorgen (Grrrr...) und hat mir stattdessen Lammrücken angeboten...
Kann ich diesen Braten damit auch anfertigen und wie würde sich das auf die Garzeiten auswirken? Der Rücken soll dann um die 1,5 kg haben.
Wenn ich mich recht entsinne, ist der Rücken dünner oder?
Ich hoffe, mir kann noch jemand helfen, sonst hab ich ein großes Problem :(
liebe Grüße, Jörg
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wir haben das Rezept heute ausprobiert. Schmeckt einfach super.
LG
Serafin
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