Heilbuttfilet an Tellerlinsengemüse

Varianten mit anderen Linsen- oder Fischsorten sind gut möglich

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Zutaten für Portionen

Fischfilet(s) (Heilbutt) ohne Haut, entsprechend groß
250 g Linsen (Tellerlinsen oder andere Linsensorten)
½ Liter Rinderbrühe oder Hühnerbrühe
¼ Liter Wein, weiß, kräftig, trocken
Paprikaschote(n), geputzt, gewürfelt
10  Tomate(n), klein, Cocktailgröße, geachtelt
1 TL Tomatenmark
1 m.-große Zwiebel(n), kleingehackt
Frühlingszwiebel(n), in dünne Ringe geschnitten
3 Spritzer Fischsauce
1 Spritzer Austernsauce
  Salz und Pfeffer
 etwas Petersilie, gehackt, zum Garnieren
 etwas Muskat von der ganzen Nuss
 etwas Zucker
 etwas Öl (Rapsöl)
 etwas Butter
20 g Speck, durchwachsener, in winzige Würfel geschnitten
 etwas Cayennepfeffer

Zubereitung

Den kleingewürfelten Bauchspeck in wenig Rapsöl knusprig ausbraten und herausnehmen. Die Pfanne mit Rapsöl und etwas Butter auffüllen und darin die kleingeschnittenen Zwiebeln weich braten. Die Linsen hinzugeben und mit dem Wein ablöschen. Das Tomatenmark und die Brühe dazugeben und so lange köcheln lassen, bis die Linsen weich sind (evtl. mit Brühe oder Wasser nachfüllen). Bei nicht eingeweichten Tellerlinsen etwa eine Stunde. Dann das Gemüse hinzugeben und mitkochen lassen.

Mit Salz sollte bereits frühzeitig abgeschmeckt werden, damit die Linsen auch innen Geschmack entwickeln. Es ist ein Märchen, dass sie nicht weich werden, wenn sie gesalzen sind!

In der Zwischenzeit das Fischfilet in Portionsstücke teilen, pfeffern und salzen und in einem Rapsöl-Buttergemisch in einer Pfanne sanft braten.

Das Linsengemüse mit den Gewürzen abschmecken, auf Tellern anrichten und die Fischportionen darauf anrichten. Mit kleingehackter Petersilie bestreuen.

Auf Essigzugabe bei den Linsen habe ich bewusst verzichtet, aber wer es lieber säuerlich mag, kann natürlich auch mit Essig würzen.

Dazu passt Ciabatta.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 26.01.07
Rezept-Statistiken: 15.015 (137)* gelesen
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Utee Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

casas Tellerwäscher sagt:  
02.10.2008 10:07
Mensch, das hört sich ja lecker an!
Was mich wundert ist das mit dem Salz an den Linsen, denn diese Empfehlung findet man ja teilweise sogar auf den Verkaufsverpackungen.
Nicht dass ich Dir nicht glauben würde, aber mich interessiert doch, ob andere bestätigen können, dass es sich hier um ein "unhaltbares Ammenmärchen" ;-)) handelt.

Werde am Samstag auf jeden Fall einen "Nachkochversuch" unternehmen!

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klaushoffmann Tellerwäscher sagt:  
02.10.2008 10:20
Linsen brauchen nie und nimmer eine Stunde zum garen, das hängt womöglich doch mit dem Salz zusammen.

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mastekie Tellerwäscher sagt:  
02.10.2008 11:53
Ammenmärchen?

Linsen werden während der Garphase niemals gesalzen!!!
Das ist auch keine Märchen!!

Es ist ganz einfach: Werden Linsen während der Garphase gesalzen, bekommt man sie durch längere Garzeiten schon weich (deshalb 1 Stunde, uneingeweicht!) . Der Unterschied besteht darin, dass sie ungesalzen gleichmäßig gar werden, das heißt, Schale und "Kern" werden als "eine Einheit" gleich weich.
Zudem können die Linsen, wenn gesalzen gegart nicht richtig binden, das heißt ich bekomme keine "Emulsion", was ein zusätzliches Abbinden mit Stärke nötig macht!

Wers also perfekt machen will...immer auf Salz verzichten und die Linsen natürlich auch NICHT in Brühe gar kochen!!!
Besser ist hier sicherlich die Linsen in kaltem Wasser ansetzen, sobald das Wasser mit den Linsen kocht das Gemüse hinzugeben. Perfekt wird es von der Konsistenz her, wenn man geschälte, geraspelte Kartoffel(n) dazu gibt und mitkocht! Salz erst zum Schluß, dann wird es schön sämig!

Beim oberen Rezept empfehle ich einen tollen Balsamico (bitte keine Supermarkt-Billig-Plörre!) als Zugabe zu den Linsen (auch erst zum Schluß!) und evtl. eine Vanilleschote in den Linsen mitkochen.

Lg, Mastekie

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Utee Sternekoch sagt:  
02.10.2008 13:40
Ihr seht, man kann gar trefflich drüber streiten ... ;o).

Ich (und auch meine Familie) finde, dass in Brühe gekochte Linsen kräftiger und besser schmecken als in Wasser gekochte. Ob sie dann ein wenig länger brauchen, ist für mich dabei unerheblich: ich schmecke ab und zu mal rein und entscheide dann, wann sie fertig sind. Sämig muss dieses Gemüse auch nicht sein, auf gar keinen Fall gehört Mehl hinein!

Aber wenn's euch anders lieber ist ..., jeder nach seiner Façon! :o)

LG von UTee

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libellulia Kaltmamsell sagt:  
03.10.2008 14:20
coole reaktion :-)

wer sich über das "so ists richtig"-phänomen amüsieren will sollte mal "das echte wiener schnitzel" oder dergleichen nachschlagen, immer wieder schön! am besten wirds, wenn nach einer weile gegenseitigen "kann-nicht-sein"-bashings dann damit argumentiert wird, wer seit wie vielen generationen wo als ureinwohner seine rechte zur beantwortung dieser und anderer streitfragen erworben hat... ich nehm mich da selber nicht aus, liebgewordene gewohnheiten oder überzeugungen verteidigt man halt auch bereitwillig, um den rest der welt vor fatalen irrtümern zu bewahren ;-)

ich tät mal sagen, wer neugierig ist, probierts aus, wer nicht, wird auch ohne salzen glücklich werden - hauptsache es schmeckt :-)

so wie das rezept, die sorgfältige beschreibung und die betreuung der kommentare klingt, kann man davon ausgehen, dass es wohlüberlegt und getestet ist :-)

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Pfannemarie Tellerwäscher sagt:  
02.10.2008 15:12
Das Rezept werde ich garantiert schon bald nachkochen - kommt ja jetzt, wettermäßig, die Zeit, in der es wieder etwas deftiger auf unserem Teller sein darf.
Ich kann mir dazu auch Dörrfleisch oder Würstl vorstellen.
Das einzige "Problem" das ich sehe ist: Cocktailtomaten achteln!!! (Das wird ein Fieselspaß - die Betonung liegt auf Spaß).

MfG
Pfannemarie

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Utee Sternekoch sagt:  
02.10.2008 23:07
Das ist jeweils ein einziger Schnitt in jeder der drei Dimensionen. Überhaupt keine Fieselei .... ;o)

LG von UTee

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kerstbert Suppenkoch sagt:  
03.10.2008 12:31
Hallo,
ich fand das rezept ansprechend (weil ich linsen liebe) und würde es gerne nachkochen. Bin jetzt allerdings ein wenig verunsichert über kein salz, doch salz und brühe oder nicht.
Ich stelle mir die linsen als tellergericht eher nicht sämig vor, ist ja schließlich keine linsensuppe. Brühe kann ich mirzum kochen allerdings sehr gut vorstellen für den geschmack. Salzen ist aber doch nicht zwingend mehr notwendig bei der verwendung von brühe, oder?

Lg,
Kerstbert

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libellulia Kaltmamsell sagt:  
03.10.2008 14:06
stimmt, wenn deine brühe schon an sich gut salzig ist, brauchst du vielleicht auch gar nicht mehr salz :-) entsprechend die formulierung "abschmecken" im repzept. bei salz (wie eigentlich bei allen gewürzen?) kann meiner erfahrung nach die als richtig empfundene dosierung stark variieren, kommt drauf an wie viel man gewöhnt ist (oder gewöhnt sein will ;-))

schönen feiertag und fröhliches kochen :-),
libellulia

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rainbird77 Smutje sagt:  
03.10.2008 14:40
Hallöchen!

Eine Frage: kann man der Kleinkinder-Tauglichkeit wegen den Weißwein durch mehr Brühe ersetzen oder wird es dann fade?

Viele Grüße

Steffi

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Utee Sternekoch sagt:  
05.10.2008 13:21
Hallo Steffi,

natürlich kannst du den Wein durch mehr Brühe ersetzen. Vielleicht (das hab ich jetzt aber nicht getestet!) einen ganz kleinen Spitzer Zitronensaft und evtl. ein klein wenig geraspelten Ingwer dazu?

LG von UTee

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juttaobst Kaltmamsell sagt:  
03.10.2008 18:18
Hi,

was libellulia sagt, stimmt, viel nachsalzen wäre nicht gut, da die Brühe schon gut würzt. Ich habe aber trotzdem ein wenig Salz beim Kochen beigegeben, und die Linsen sind definitiv weich geworden!

Liebe Utee, die Kombination Lisen und Fisch ist genial, ist alles alle geworden, am liebsten hätte mein Mann noch die Pfannen ausgeschleckt! Vielen Dank für das Rezept!

LG

Jutta

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juttaobst Kaltmamsell sagt:  
03.10.2008 18:20
P.S. Ich brauche für dieses Gericht auch nicht eine "Emulsion" hinzubekommen, ich will die Linsen noch mit der Gabel essen und nicht löffeln.

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Cleo13  Hendlgriller sagt:  
06.10.2008 08:55
Hi!

Also, Salz hin und her: Das Rezept ist richtig klasse! Hab' statt dem Heilbutt allerdings Lachs genommen, und der war etwas dezent für die kräftig gewürzten Linsen. Ich bin dem Salz- oder Kein-Salz-Problem aus dem Weg gegangen, indem ich Zeit gespart hab': Ich hab' meine Linsen wie immer gekocht, nämlich fünf Minuten in BRÜHE (so bekommen sie richtig Geschmack) im Schnellkochtopf. Nach fünf Minuten sind sie so weich, dass sie danach nur noch so lange wie das Gemüse gekocht werden müssen, also zehn Minuten oder so. Den Rest des Rezepts hab' ich exakt übernommen und auch Essig hinzugegeben. - Der war das Tüpfelchen auf dem i! Super!

LG
Cleo

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irmeli7 Kartoffelschäler sagt:  
10.10.2008 23:26
Salz hin und Salz her, wie's einem beliebt und wie's die Erfahrung will.
Ich habe mal eine kleine Frage:
Weshalb werden die Linsen Tellerlinsen genannt? Die kommen doch sowieso auf den Teller wie alles andere auch. sonst müßte man ja doch auch Tellerbohnen und Tellerkartoffeln und Tellermakaroni usw. sagen.
Oder ist das eine besondere Sorte von Linsen?
Das Rezept finde ich sehr gut, bin auch ein Linsenliebhaber, aber ich schmecke erst am Ende der Kochzeit mit Salz ab, andere Gewürze und Kräuter tue ich gleich zu Beginn mit hinein.
Ohne einzuweichen benötigen die Linsen dann eine halbe Stunde zum Garwerden.

Ich wünsche allen guten Appetit bei dem schönen Rezept.

LG Irmeli

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Utee Sternekoch sagt:  
11.10.2008 09:27
Ich vermute, Tellerlinsen bezieht sich auf die Form: die grünen sind flacher als die gelben oder roten.

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irmeli7 Kartoffelschäler sagt:  
15.10.2008 00:02
Danke Utee,
Die gelben und die roten Linsen sind ja auch kleiner, besonders die roten.
Und dann unterscheidet man noch grüne und braune Linsen, welche nur in der Farbe etwas voneinander abweichen.
Dann sind wohl diese beiden Sorten die Tellerlinsen?
Das Gericht schmeckt jedenfalls ausgezeichnet ... mit braunen oder grünen Linsen.
Besten Dank

Irmeli

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Simanu  Suppenkoch sagt:  
02.11.2008 17:04
Hatte das Gericht gestern als Vorspeise für 14 Personen. Dazu habe ich das Rezept für 6 Personen genommen. Anstelle von Tellerlinsen hatte ich rote Linsen . Diese habe ich vorher ca. 20 Minuten in Wasser garen lassen. Als Fisch gab es Lachsfilets in größere Würfel geschnitten. Von den Paprikaschoten und Frühlingszwiebeln habe ich etwas mehr genommen. Bis auf die Austernsoße habe ich die Gewürze aus dem Rezept verwendet. Die Lachswürfel hatte ich vor dem Anbraten mit einem etwas gröberen Fischgewürz (aus dem Asialaden) gewürzt, was dem ansonsten faden Geschmack von Lachs einen gewissen Pep gibt.
Serviert habe ich die Vorspeise auf Suppentellern, dekoriert mit geviertelten Cocktailtomaten und gehackter Petersilie und einige Ringe Frühlingszwiebeln.
Ach ja, einen kleinen Schuss Balsamicoessig habe ich auch dazugegeben. Ich habe vorher und nachher abgeschmeckt und muss sagen, dass der Balsamico das i-Tüpfelchen war.
Vielen Dank für das tolle Rezept. Alle waren begeistert.

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Utee Sternekoch sagt:  
02.11.2008 17:11
Eigentlich hast du auf der Basis meines Rezeptes dein eigenes, völlig neues kreiert.

Genau so verstehe ich diese Chefkoch-Datenbank und genau so mache ich das auch: ein Rezept raussuchen und es für meine Bedürfnisse ummodeln!

LG von UTee

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Stubentiger Kaltmamsell sagt:  
24.10.2010 14:38
Hallo!

Ich habe das Rezept auch probiert und fand es wirklich lecker!
Für mich hat kein Essig gefehlt, die Tomaten haben genug Säure gegeben.
Was mir erst beim Kochen bewusst geworden ist: was passiert mit dem krossgebratenen Speck? Der wird aus der Pfanne genommen und dann ist er plötzlich weg:-) Ich habe ihn einfach mit den Linsen gekocht, damit die Würze des Specks richtig zur geltung kommt. Genauso hätte ich ihn aber auch zum Schluss über das fertige Gericht streuen können.
An die Salz-Diskussion möchte ich mich jetzt mal anschließen: ich habe zum erstenmal meine Linsen in wirklich kräftiger Brühe bzw. mit Salz gekoch. Weich geworden sind sie, aber nach der dreifachen Zeit, die ich sonst benötige.
Danke für das Rezept sagt Stubentiger

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Utee Sternekoch sagt:  
24.10.2010 14:51
Oje, du hast Recht: ich habe die Speckwürfel unterschlagen. Man kann beides damit machen, wie du richtig schreibst: mitkochen mit den Linsen, dann werden die im Geschmack noch kräftiger, oder zum Schluss draufstreuen. Schmeckt beides lecker. Danke für deinen Kommentar!

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