Dortmunder Pfefferpotthast auf meine Art
Peäperpotthas met Eärappeln un Gürkskes| 1 Liter | Rinderbrühe, kräftig, selbst zubereitet (s. Rezept) |
| 1 ¼ kg | Rindfleisch, gute Qualität, mürbe, fein marmoriert |
| 500 g | Zwiebel(n) |
| 2 EL | Schweineschmalz |
| 1 TL | Salz, knapp |
| 1 TL | Pfeffer, schwarzer, frisch a.d. Mühle |
| 150 g | Brot, Vollkornbrot (ca. 3 Scheiben) |
| Thymian, gerebelter | |
| etwas | Zitronensaft |
| 1 Prise | Zucker |
| evtl. | Mehl, od. Speisestärke |
| 20 g | Gewürzmischung für Pfefferpotthast oder selbst gemachtes: |
| 2 TL | Salz |
| 2 TL | Pfeffer, schwarzer, frisch gemahlen |
| 2 | Lorbeerblätter, zerstoßen |
| 3 | Nelke(n) |
| Piment | |
| Koriander | |
| Selleriesalz | |
| 1 Prise | Zimt |
| 2 | Zitrone(n) -Scheiben, getrocknet, ganz fein zerkleinert |
| evtl. | Cayennepfeffer |
Zubereitung
Eine herzhaft aromatische Rinderbouillon für den Potthast ist sehr wichtig. Ihr solltet sie am Vortag unbedingt selbst herstellen. "Chemie" - Würfel, die ich ansonsten auch ab und an benutze, eignen sich hier nicht.
Das Fleisch für den Potthast in größere Würfel schneiden (ca. 6 cm Kantenlänge). Zwiebeln schälen, grob hacken. Das Vollkornbrot zerbröseln.
Schmalz in einem weiten Schmortopf zerlassen, Zwiebeln darin glasig schwitzen. Die Fleischwürfel dazu geben, kurz mit andünsten (nicht braten!). Salz, Pfeffer und die Brotbrösel zufügen, gut durchrühren. Das Brot ist für die Bindung zuständig; Potthast sollte nur leicht gebunden sein.
Nach 2 – 3 Min. Potthast-Gewürz und nach Geschmack Thymian zugeben, das Ganze mit 3/4 l Rinderbrühe aufgießen. Nochmals gut durchrühren. Wenn die Flüssigkeit siedet, den Topf schließen und den Pott bei milder Hitze 1 1/2 bis 2 Std. garen lassen, bis das Fleisch ganz weich ist.
Den restlichen 1/4 l Bouillon angießen, nochmals wenige Minuten durchschmoren lassen. Nur im Ausnahmefall, falls Euch das Ganze allzu dünnflüssig erscheint, den Potthast mit etwas Speisestärke oder dunkler Mehlschwitze, leicht abbinden.
Wenn man mag, kann man die mürbe gegarten Fleischwürfel nun ein wenig kleiner schneiden und sogar auch ein wenig fein geschnittenes mageres Suppenfleisch aus der Bouillon dazu geben. Ich tue beides zumeist. Dass das Suppenfleisch schon ein wenig ausgelaugt ist, tut dem guten Geschmack des Potts nämlich keinen Abbruch und er wird durch das feingeschnittene Fleisch schön sämig.
Mit Zitronensaft, Thymian, Zucker und evtl. auch noch Salz und Pfeffer abschmecken; der Potthast sollte eine pikante Schärfe haben.
Mit Salzkartoffeln, kleinen Gewürzgurken und evtl. roter Beete (eine klassische Beilage) sowie einem kühlen Glas Pilsener Bier zu Tisch geben. Für den kleinen Hunger genügt auch herzhaftes Brot dazu.
Mein Pfefferpotthast ist, obwohl die wichtigsten Komponenten des Dortmunder Ursprungsrezepts, damals von Henriette Davidis neu aufgelegt, erhalten wurden, in der Zubereitung und auch was die Würze angeht, etwas anders. Auch ein gut Teil schärfer als ein Potthast, wie man es für gewöhnlich hier im Dortmunder Raum bekommt. Versucht es; meine Gäste waren bisher ohne Ausnahme begeistert.
Noch ein Tipp: Falls das Potthast trotz allem mal nicht würzig genug und keine Würzmischung mehr zur Hand ist, ein harmonisch abgestimmtes Wildgewürz peppt ihn auf.
Das Fleisch für den Potthast in größere Würfel schneiden (ca. 6 cm Kantenlänge). Zwiebeln schälen, grob hacken. Das Vollkornbrot zerbröseln.
Schmalz in einem weiten Schmortopf zerlassen, Zwiebeln darin glasig schwitzen. Die Fleischwürfel dazu geben, kurz mit andünsten (nicht braten!). Salz, Pfeffer und die Brotbrösel zufügen, gut durchrühren. Das Brot ist für die Bindung zuständig; Potthast sollte nur leicht gebunden sein.
Nach 2 – 3 Min. Potthast-Gewürz und nach Geschmack Thymian zugeben, das Ganze mit 3/4 l Rinderbrühe aufgießen. Nochmals gut durchrühren. Wenn die Flüssigkeit siedet, den Topf schließen und den Pott bei milder Hitze 1 1/2 bis 2 Std. garen lassen, bis das Fleisch ganz weich ist.
Den restlichen 1/4 l Bouillon angießen, nochmals wenige Minuten durchschmoren lassen. Nur im Ausnahmefall, falls Euch das Ganze allzu dünnflüssig erscheint, den Potthast mit etwas Speisestärke oder dunkler Mehlschwitze, leicht abbinden.
Wenn man mag, kann man die mürbe gegarten Fleischwürfel nun ein wenig kleiner schneiden und sogar auch ein wenig fein geschnittenes mageres Suppenfleisch aus der Bouillon dazu geben. Ich tue beides zumeist. Dass das Suppenfleisch schon ein wenig ausgelaugt ist, tut dem guten Geschmack des Potts nämlich keinen Abbruch und er wird durch das feingeschnittene Fleisch schön sämig.
Mit Zitronensaft, Thymian, Zucker und evtl. auch noch Salz und Pfeffer abschmecken; der Potthast sollte eine pikante Schärfe haben.
Mit Salzkartoffeln, kleinen Gewürzgurken und evtl. roter Beete (eine klassische Beilage) sowie einem kühlen Glas Pilsener Bier zu Tisch geben. Für den kleinen Hunger genügt auch herzhaftes Brot dazu.
Mein Pfefferpotthast ist, obwohl die wichtigsten Komponenten des Dortmunder Ursprungsrezepts, damals von Henriette Davidis neu aufgelegt, erhalten wurden, in der Zubereitung und auch was die Würze angeht, etwas anders. Auch ein gut Teil schärfer als ein Potthast, wie man es für gewöhnlich hier im Dortmunder Raum bekommt. Versucht es; meine Gäste waren bisher ohne Ausnahme begeistert.
Noch ein Tipp: Falls das Potthast trotz allem mal nicht würzig genug und keine Würzmischung mehr zur Hand ist, ein harmonisch abgestimmtes Wildgewürz peppt ihn auf.
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Kommentare anderer Nutzer
pbuggi
sagt:
sagt: 06.11.2006 12:19
Hallo Bernd,
na gut, ich verbessere mich mal: ein "Dortmunder Pils" ;-). Gibt es aber leider nicht mehr sooo viele - darf also auch ein Wa.......r oder V.....s oder so sein *g*.
Gutes Gelingen und guten Appetit
VG Petra
na gut, ich verbessere mich mal: ein "Dortmunder Pils" ;-). Gibt es aber leider nicht mehr sooo viele - darf also auch ein Wa.......r oder V.....s oder so sein *g*.
Gutes Gelingen und guten Appetit
VG Petra
HolgerIserlohn
sagt:
sagt: 01.01.2007 12:32
Bei uns stand Weihnachten dieses Jahr unter dem Motto "Westfälisches Weihnachten" und da darf dann natürlich auch Pfefferpotthast nicht fehlen. Dazu gab es dann sowohl die Gürkskes (von Kühne aus dem Glas) als auch die Rote Beete (http://www.chefkoch.de/rezepte/483591142433861/Rote-Bete-Salat-mit-Thymian.html)
Ich habe mir das Fleisch, obwohl mich mein Metzger etwas misstrauisch angeschaut hat, direkt von ihm in die großen Stücke schneiden lassen und habe sie dann nach dem Garen kleiner geschnitten und auch das Suppenfleisch der Brühe ganz klein geschnitten und beigegeben. Da ich relativ kleine Zwiebeln hatte, habe ich sie nur geachtelt. Ich habe den Potthast dann noch noch etwas mit Speisestärke gebunden.
Alle fanden den Potthast hervorragend und haben den Koch hoch gelobt und dieses Kompliment möchte ich natürlich dann auch gerne weitergeben.
Als Getränk gab es dazu Iserlohner Winterbier und für die Nicht-Biertrinker ein kalifornischer Cabernet Sauvignon aus dem Hause Gallo (Turning Leaf)
Ich habe mir das Fleisch, obwohl mich mein Metzger etwas misstrauisch angeschaut hat, direkt von ihm in die großen Stücke schneiden lassen und habe sie dann nach dem Garen kleiner geschnitten und auch das Suppenfleisch der Brühe ganz klein geschnitten und beigegeben. Da ich relativ kleine Zwiebeln hatte, habe ich sie nur geachtelt. Ich habe den Potthast dann noch noch etwas mit Speisestärke gebunden.
Alle fanden den Potthast hervorragend und haben den Koch hoch gelobt und dieses Kompliment möchte ich natürlich dann auch gerne weitergeben.
Als Getränk gab es dazu Iserlohner Winterbier und für die Nicht-Biertrinker ein kalifornischer Cabernet Sauvignon aus dem Hause Gallo (Turning Leaf)
pbuggi
sagt:
sagt: 01.01.2007 19:12
Danke Holger; das freut mich ;-)
LG Petra
LG Petra
19.01.2009 00:01
Hallo!
War sehr gelungen, ich hatte das Gericht schon ewig nicht mehr gegessen und nun wiederentdeckt. Mein Schatz ist Bayer und kannte es noch gar nicht, er war genauso angetan. Lecker!!!!
LG aus Peru
War sehr gelungen, ich hatte das Gericht schon ewig nicht mehr gegessen und nun wiederentdeckt. Mein Schatz ist Bayer und kannte es noch gar nicht, er war genauso angetan. Lecker!!!!
LG aus Peru
pbuggi
sagt:
sagt: 19.01.2009 11:37
Hallo pasiflora,
so hat nun durch den CK mein "Dortmunder Hausfrauen-Pfefferpotthast" sogar den weiten Weg nach Peru und zudem in einen bayrischen Magen geführt ... ich bin begeistert :-)).
Freue mich sehr, dass es Euch geschmeckt hat und bedanke mich für die gute Bewertung.
Eine Frage habe ich: Hast Du in Peru all die nötigen Gewürze (z.B. Piment ? Selleriesalz?? Potthast-Gewürz???) bekommen? Oder das Rezept ein wenig abändern müssen?
LG Petra
so hat nun durch den CK mein "Dortmunder Hausfrauen-Pfefferpotthast" sogar den weiten Weg nach Peru und zudem in einen bayrischen Magen geführt ... ich bin begeistert :-)).
Freue mich sehr, dass es Euch geschmeckt hat und bedanke mich für die gute Bewertung.
Eine Frage habe ich: Hast Du in Peru all die nötigen Gewürze (z.B. Piment ? Selleriesalz?? Potthast-Gewürz???) bekommen? Oder das Rezept ein wenig abändern müssen?
LG Petra
28.01.2009 03:40
Hallo Petra!
Nein, die gleichen Gewuerze habe ich nicht zur Verfuegung, habe Piment, Koriander und Selleriesalz weglassen muessen, aber insgesamt alles pikant mit den anderen Gewuerzen abgeschmeckt. Nun, auch Schweineschmalz hatte ich nicht zur Verfuegung, und Oel genommen. Koennte mir schon vorstellen, das es mit Deinen Zutaten noch perfekter schmeckt. War aber auch so schon so lecker!
LG Pasi
Nein, die gleichen Gewuerze habe ich nicht zur Verfuegung, habe Piment, Koriander und Selleriesalz weglassen muessen, aber insgesamt alles pikant mit den anderen Gewuerzen abgeschmeckt. Nun, auch Schweineschmalz hatte ich nicht zur Verfuegung, und Oel genommen. Koennte mir schon vorstellen, das es mit Deinen Zutaten noch perfekter schmeckt. War aber auch so schon so lecker!
LG Pasi
pbuggi
sagt:
sagt: 28.01.2009 09:39
Hallo Pasi,
das dachte ich mir schon. Eigentlich schade, denn gerade Piment ist ein wesentlicher Bestandteil meines Potthast. Aber da er schließlich auch so geschmeckt hat, ist ja alles gut. Wahrscheinlich hast Du instinktiv die richtigen "anderen" Gewürze verwendet ;-).
LG Petra
das dachte ich mir schon. Eigentlich schade, denn gerade Piment ist ein wesentlicher Bestandteil meines Potthast. Aber da er schließlich auch so geschmeckt hat, ist ja alles gut. Wahrscheinlich hast Du instinktiv die richtigen "anderen" Gewürze verwendet ;-).
LG Petra
britmax
sagt:
sagt: 15.06.2009 11:56
hallo,
endlich wurde dieses Rezept nachgekocht und es war sehr gut!
Ich gebe auch sehr gerne das Lob meiner Mutter weiter, die auf mein Anraten dieses Rezept ausprobiert hat. Ausnahmslos allen Gästen hat es lecker geschmeckt und der Pf.-Potthast wird sicherlich gerne wiederholt :-))
Vielen Dank und liebe Grüße sendet Britmax
endlich wurde dieses Rezept nachgekocht und es war sehr gut!
Ich gebe auch sehr gerne das Lob meiner Mutter weiter, die auf mein Anraten dieses Rezept ausprobiert hat. Ausnahmslos allen Gästen hat es lecker geschmeckt und der Pf.-Potthast wird sicherlich gerne wiederholt :-))
Vielen Dank und liebe Grüße sendet Britmax
britmax
sagt:
sagt: 14.06.2011 09:30
hallo,
zu Pfingsten gab es endlich mal wieder Dein schönes Rezept.
Mein Mutter hat zum Essen geladen und ein Dutzen Leutchen haben es sich gut gehen lassen.
Es hat mich riesig gefreut, dass meine Mutter so lange gekramt hat bis sie Dein Rezept wieder gefunden hat (wo die älteren Herrschaften doch gerne ihre alt bewährten Rezept nehmen :-) )
Gruß Britmax
zu Pfingsten gab es endlich mal wieder Dein schönes Rezept.
Mein Mutter hat zum Essen geladen und ein Dutzen Leutchen haben es sich gut gehen lassen.
Es hat mich riesig gefreut, dass meine Mutter so lange gekramt hat bis sie Dein Rezept wieder gefunden hat (wo die älteren Herrschaften doch gerne ihre alt bewährten Rezept nehmen :-) )
Gruß Britmax
britmax
sagt:
sagt: 14.06.2011 09:35
P.S. ein Pfefferpotthast-Gewürz zu erhalten war mal wieder ein kleines Problem. Letztenendes haben wir es bei REWE erhalten (von der Fa. Hartkorn)
LG Britmax
LG Britmax
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Aber wieso ein Pilsener Bier? Dazu passt doch nur ein echtes Dortmunder.........
Gruß Bernd
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