Hartmannshofer Labskaus



Zutaten für Portionen

1 kg Rindfleisch, mageres (z.B. Brust)
1 kg Schweinefleisch, mageres (z.B. Schmalrippe)
1 ½ kg Kartoffel(n)
1 kg Zwiebel(n)
½ kg Suppengemüse, geputztes
12 m.-große Gewürzgurke(n), in Scheiben geschnitten
2 EL, gest. Salz (Pökelsalz)
20 g Butter
  Pfeffer, schwarzer, frisch gemahlener
 n. B. Fleischbrühe, entfettete
 etwas Gurkenflüssigkeit oder Weinessig
Lorbeerblätter
10  Wacholderbeeren

Zubereitung

Fleischstücke im Ganzen mit Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Suppengemüse mit möglichst wenig Wasser (ca. 2 Liter - alles sollte bedeckt sein) unter Zugabe des Pökelsalzes ca. 2 Stunden leicht kochen. Fleisch anschließend in spielwürfelgroße Stücke schneiden.

Zwiebeln häuten und in nicht zu schmale Viertelringe schneiden. Butter auslassen und Zwiebel goldbraun anschwitzen (nicht bräunen).
Kartoffeln schälen und spielwürfelgroß schneiden. In Wasser einige Male spülen, das entzieht einen Teil der Stärke.
Kartoffel und Zwiebeln in einen ausreichend großen Topf geben und zusammen mit der entfetteten Fleischbrühe garen. Nach ca. 20 – 30 Min. das Fleisch ohne das ausgekochte Suppengemüse zugeben. Kurz vor Ende der Garzeit die in nicht zu dünne Scheiben (0,5 - 1 cm) geschnittenen Gewürzgurken zugeben und mit Gurkenflüssigkeit oder Weinessig süßsauer, aber pfiffig mit Hilfe von frischem Pfeffer abschmecken.

Hinweis: Vorsicht beim Nachsalzen! Schmeckt aufgewärmt noch besser (ausprobieren).


Kein Fleischwolf, keine Rote Beete, kein Salzhering, keine Spiegeleier – halt einfach ein "sauguter" ostmittelfränkischer (ca. 40 km östlich Nürnberg) Genuss. In Anlehnung an norddeutschen Labskaus - aber ästhetischer, weil Komponenten erkennbar.
Arbeitszeit: ca. 55 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 04.09.06
Rezept-Statistiken: 8.312 (10)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

gerschö Tellerwäscher


Mitglied seit 02.12.2005
0 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

silkedreyer Kartoffelschäler sagt:  
31.01.2010 02:28
Hilfreicher Kommentar:

Streiche bitte das Wort LABSKAUS bei Ihrer Überschrift, denn diesem Rezept fehlt jeder Pfiff, dem LABSKAUS aus macht.Denn es geht letzten Ende, doch um den Geschmack, Fisch und Fleisch sowie Saures. Du solltest bedenken es stammt aus der Seefahrt, der Smutje hatte nur haltbar gemachte Zutaten, Wenn die Fahrt zu lange gedauert hat, oder sie kamen bald an ihr Ziel dann waren das alles was die Speisekammer hergab.
So habe ich "Nordlicht" es gelernt.
Die Beurteilung bei den Sternen, rührt aus den fehlenden Zutaten und auf einen Schiff gab es früher kein gepöckeltes Scheinefleisch. Das kam nor geräuchert oder luftgetrockert an Bord.
Tut mir leid.

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Artemia Tellerwäscher sagt:  
19.07.2011 10:51
Bin auch ein 'Nordlicht' und gebe meinem Vorschreiber grundsätzlich recht.

Aber, und das sollte man bedenken, so viele Labskaus Köche/Innen so viele Rezepturen. Seien wir tolerant. Jeder macht wie er will und es ihm schmeckt.

Bei mir z. B. kommen Rote Bete, Matjes und Rollmops als Beilage dazu.
Rote Bete Saft kommt bei mir nicht in das Gericht, nur etwas Gurkenwasser. Einen kleinen Teil ger Gewurzgurken schneide ich hinein, und noch eine ganze als Beilage. Ein Spiegelei wird allgemein auch noch gern obenauf gepackt. Aber das laß ich weg.

Ach ja, ich verwende Corned Beef aus der Dose.

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