Aalener Spitzärschle
gefüllte Schweinelende| 700 g | Schweinelende |
| 6 | Pflaumen, getrocknete ohne Stein |
| 6 | Mandel(n), geschälte |
| 6 cl | Weinbrand |
| 6 Scheibe/n | Räucherbauch |
| 200 g | Cornflakes |
| 50 g | Mehl |
| 2 | Ei(er) |
| Salz und Pfeffer | |
| 6 EL | Öl zum Braten |
| Für die Sauce: | |
| 600 ml | Kalbsfond |
| 1 | Zwiebel(n) |
| 20 g | Butter |
| 1 Becher | süße Sahne |
| 2 cl | Weinbrand |
Zubereitung
Die getrockneten Pflaumen mindestens 4 Stunden im Weinbrand einweichen. Anschließend in jede Pflaume eine Mandel stecken.
Die Schweinelende in 6 gleich große Stücke schneiden.
In jedes Lendenstück in der Mitte ein Loch schneiden und eine Pflaume hineinstecken. Mit je einer Scheibe Speck umwickeln und mit einem Zahnstocher befestigen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Die Cornflakes mit dem Fleischklopfer zerbröseln und auf einen flachen Teller geben. Die Eier aufschlagen, verquirlen und ebenfalls auf einen flachen Teller geben.
Auf einem dritten Teller das Mehl bereitstellen.
Eine feuerfeste Glasform in den Backofen stellen und diesen auf 180 Grad vorheizen.
In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Die Lendenstücke zuerst in Mehl, dann in
dem Ei und zuletzt in den Cornflakes - Brösel wälzen. Sofort in die heiße Pfanne geben. Bei mäßiger Hitze rundherum goldbraun anbraten. Die angebratenen Filetscheiben in die Glasform geben und 12 Minuten bei 180 Grad Heißluft nachgaren lassen.
Die Zwiebel feinhacken und in Butter andünsten. Mit Kalbsfond ablöschen. 10 Minuten köcheln lassen und durch ein Sieb streichen. Weinbrand und Sahne zufügen, reduzieren und abschmecken.
Dazu passen sehr gut Spätzle und ein grüner Salat.
Zum Servieren schneiden Sie die Aalener Spitzärschle in der Mitte durch.
Die Geschichte im Hintergrund:
In Aalen gab es ein Gasthaus "zum Roten Ochsen", in dem sich im 18. Jahrhundert die Handelsleute der Stadt in einem sehr engen Nebenraum trafen. Dieser Nebenraum wurde auch "Omnibus" genannt. Die Handelsleute waren der Geldadel der Stadt und wollten so unter sich bleiben. Durch exzellente Heiratspolitik gelang ihnen das auch. Allerdings wurde ihr Kreis durch die Kinder trotzdem immer größer, so dass die im Omnibus stattfindenden Treffen immer besser besucht wurden. Der Aalener Geldadel musste also zusammenrücken, wenn sie sich weiterhin hier treffen wollten. Es wurde so eng, dass man sie fortan als Olamer (Aalener) Spitzärsche titulierte.
"Spitzarsch" wurde somit zum Spitznamen der Aalener - und einer Beleidigung!
Aber die Aalener haben dieses Rezept kreiert - und so bewiesen, dass sie eine Menge Humor haben.
Die Schweinelende in 6 gleich große Stücke schneiden.
In jedes Lendenstück in der Mitte ein Loch schneiden und eine Pflaume hineinstecken. Mit je einer Scheibe Speck umwickeln und mit einem Zahnstocher befestigen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Die Cornflakes mit dem Fleischklopfer zerbröseln und auf einen flachen Teller geben. Die Eier aufschlagen, verquirlen und ebenfalls auf einen flachen Teller geben.
Auf einem dritten Teller das Mehl bereitstellen.
Eine feuerfeste Glasform in den Backofen stellen und diesen auf 180 Grad vorheizen.
In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Die Lendenstücke zuerst in Mehl, dann in
dem Ei und zuletzt in den Cornflakes - Brösel wälzen. Sofort in die heiße Pfanne geben. Bei mäßiger Hitze rundherum goldbraun anbraten. Die angebratenen Filetscheiben in die Glasform geben und 12 Minuten bei 180 Grad Heißluft nachgaren lassen.
Die Zwiebel feinhacken und in Butter andünsten. Mit Kalbsfond ablöschen. 10 Minuten köcheln lassen und durch ein Sieb streichen. Weinbrand und Sahne zufügen, reduzieren und abschmecken.
Dazu passen sehr gut Spätzle und ein grüner Salat.
Zum Servieren schneiden Sie die Aalener Spitzärschle in der Mitte durch.
Die Geschichte im Hintergrund:
In Aalen gab es ein Gasthaus "zum Roten Ochsen", in dem sich im 18. Jahrhundert die Handelsleute der Stadt in einem sehr engen Nebenraum trafen. Dieser Nebenraum wurde auch "Omnibus" genannt. Die Handelsleute waren der Geldadel der Stadt und wollten so unter sich bleiben. Durch exzellente Heiratspolitik gelang ihnen das auch. Allerdings wurde ihr Kreis durch die Kinder trotzdem immer größer, so dass die im Omnibus stattfindenden Treffen immer besser besucht wurden. Der Aalener Geldadel musste also zusammenrücken, wenn sie sich weiterhin hier treffen wollten. Es wurde so eng, dass man sie fortan als Olamer (Aalener) Spitzärsche titulierte.
"Spitzarsch" wurde somit zum Spitznamen der Aalener - und einer Beleidigung!
Aber die Aalener haben dieses Rezept kreiert - und so bewiesen, dass sie eine Menge Humor haben.
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Kommentare anderer Nutzer
TexMexHex
sagt:
sagt: 27.08.2006 19:38
Hi Mike,
Räucherbauch ist kröftig dunkel geräucherter Bauch (mit Schwarte).
Meist wird hier mit Zugabe von Tannenzapfen geräuchert.
Viele Grüße,
TexMexHex
Räucherbauch ist kröftig dunkel geräucherter Bauch (mit Schwarte).
Meist wird hier mit Zugabe von Tannenzapfen geräuchert.
Viele Grüße,
TexMexHex
simi39
sagt:
sagt: 03.01.2007 11:46
Hallo TexMexHex,
habe als Weihnachtsmenue die Aalener Spitzärschle (der Name kam gut an) wie oben beschrieben ausprobiert und es war ein Genuss. Ich kann es jedem nur empfehlen.
Ist mal was besonderes gewesen.
Die Cornflakes als Panade an das Fleisch zu bringen war zwar etwas schwierig wenn man schon ein paar gemacht hatte aber dennoch gelang es. Diese Panade werde ich auch mal bei normalen Schnitzeln ausprobieren, ist bestimmt auch lecker.
Ciao, simi39
habe als Weihnachtsmenue die Aalener Spitzärschle (der Name kam gut an) wie oben beschrieben ausprobiert und es war ein Genuss. Ich kann es jedem nur empfehlen.
Ist mal was besonderes gewesen.
Die Cornflakes als Panade an das Fleisch zu bringen war zwar etwas schwierig wenn man schon ein paar gemacht hatte aber dennoch gelang es. Diese Panade werde ich auch mal bei normalen Schnitzeln ausprobieren, ist bestimmt auch lecker.
Ciao, simi39
Flower01
sagt:
sagt: 18.11.2007 11:26
Klingt sehr lecker, werde ich auch ausprobieren. Aber: die Pflaumen mit Speck umwickeln oder die Lendenstücke? Und: die Lendenstücke ohne Flüssigkeit im Ofen nachgaren??? Sorry für die vielleicht etwas "blöd" klingenden Fragen, aber ich will es richtig machen.
LG
LG
TexMexHex
sagt:
sagt: 18.11.2007 18:04
Hallo Flower,
in die Lendenstücke kommt die Pflaume und aussendrum der Speck :)
Und ja, ohne Flüssigkeit garen.
LG,
TexMexHex
in die Lendenstücke kommt die Pflaume und aussendrum der Speck :)
Und ja, ohne Flüssigkeit garen.
LG,
TexMexHex
21.01.2008 13:08
Hallo TexMexHex,
ein sehr leckeres Rezept, das 4 Sterne verdient hat! Die Cornflakes sind echt super als Panade, köstlich!
Ich decke die Medaillons mit Alufolie ab, so trocknen sie nicht aus.
Danke für's Rezept und liebe Grüße
PettyHa
ein sehr leckeres Rezept, das 4 Sterne verdient hat! Die Cornflakes sind echt super als Panade, köstlich!
Ich decke die Medaillons mit Alufolie ab, so trocknen sie nicht aus.
Danke für's Rezept und liebe Grüße
PettyHa
18.10.2009 08:25
Hallo,
sehr lecker ,toller Efekt mit verhältnis wenig Aufwand. Beim garen im Backofen habe ich auf jedes Fleischstück ein "kleines" Butterflöckchen gegeben, das Fleisch war auf den Punkt und die Panade sehr lecker.
LG Scampi!
sehr lecker ,toller Efekt mit verhältnis wenig Aufwand. Beim garen im Backofen habe ich auf jedes Fleischstück ein "kleines" Butterflöckchen gegeben, das Fleisch war auf den Punkt und die Panade sehr lecker.
LG Scampi!
SUBBERKOCH_x3
sagt:
sagt: 20.12.2009 17:39
servus
ich find des isch echd en subber gudes rezept....
&ich will des morgen kochen für die ganze familie....=)
aber i hab mal ne frage...kann ich anstatt dem weinbrandt auch quallengelee verwenden??
...ich kann mir vorstellen das des auch gut schmeckt
lg,hans
ich find des isch echd en subber gudes rezept....
&ich will des morgen kochen für die ganze familie....=)
aber i hab mal ne frage...kann ich anstatt dem weinbrandt auch quallengelee verwenden??
...ich kann mir vorstellen das des auch gut schmeckt
lg,hans
avenada
sagt:
sagt: 14.04.2010 19:24
Hmmm, das Spitzärschle ist wirklich seeehr lecker, vielen Dank für das tolle Rezept.
Super für Gäste - und vor allem für meinen fleischliebenden Mann!
Super für Gäste - und vor allem für meinen fleischliebenden Mann!
Peppola
sagt:
sagt: 26.02.2012 21:38
Hallo TexMexHex,
ich habe heute das Rezept ausprobiert, und es hat uns sehr gut geschmeckt! Ich hab mich streng an das Rezept gehalten, also das Fleisch auch im Ofen nicht abgedeckt oder Flüssigkeit dazugegeben, und das Fleisch war wirklich fantastisch zart, auf den Punkt durch, und die Panade war nicht labberig. Ich hab aus 500 g Lende 6 Stücke gemacht, was mit Beilage wirklich ausreichend war. Die Panade ist mir nicht neu, ich mach die immer an die Fish'n'chips, DER Renner bei meinen Kindern. Prima fanden wir auch das feine Aroma, das die Pflaume und der Speck dem Fleisch geben. Danke für das tolle Rezept!
ich habe heute das Rezept ausprobiert, und es hat uns sehr gut geschmeckt! Ich hab mich streng an das Rezept gehalten, also das Fleisch auch im Ofen nicht abgedeckt oder Flüssigkeit dazugegeben, und das Fleisch war wirklich fantastisch zart, auf den Punkt durch, und die Panade war nicht labberig. Ich hab aus 500 g Lende 6 Stücke gemacht, was mit Beilage wirklich ausreichend war. Die Panade ist mir nicht neu, ich mach die immer an die Fish'n'chips, DER Renner bei meinen Kindern. Prima fanden wir auch das feine Aroma, das die Pflaume und der Speck dem Fleisch geben. Danke für das tolle Rezept!
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ich nehme an, der Räucherbauch ist eine Speckart, aber was für eine?
Frühstücksspeck, (luft) getrocknet, ...?
danke und
c u
Mike
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