Saftiger Schweinebraten im Karottensud



Zutaten für Portionen

1 kg Schweinebraten, z. B. aus der Schulter
1 kg Zwiebel(n) in Streifen, ggfs. in Würfeln
500 ml Saft (Karottensaft)
Lorbeerblätter
5 Blätter Salbei
  Salz und Pfeffer
60 g Butterschmalz zum Anbraten
30 ml Öl zum Weiterbraten

Zubereitung

Nach dem Reinigen des Bratenstücks erfolgt das Anbraten scharf in sehr heißem Fett von allen Seiten. Zweckmäßigerweise einen Topf nehmen, in den der Braten gerade so in der Breite hineinpasst. Danach das Fett abgießen.

Zeitgleich oder auch davor die Zwiebeln in einem anderen Topf/Pfanne anbraten und bräunen lassen. Dazu gutes Speiseöl verwenden.

Nachdem das Anbratfett abgegossen wurde (aber nicht ins Spülbecken) geht es weiter mit Speiseöl bei mittlerer Hitze. Die Zwiebelstücke dazugeben. Jetzt sollte der Braten schon gänzlich mit den Zwiebelstücken bedeckt sein. Salz, Pfeffer, Kräuter (vorzugsweise frische) zugeben und mit dem Karottensaft aufgießen, bis der Braten vollständig bedeckt ist. Kurz aufkochen und dann bei mäßiger Hitze (bei mir Stufe 2 von 10) mit geschlossenem Deckel durchschmoren lassen. Dauer ist nicht nur von der Größe, sondern auch von der Form und der Art des Bratenstücks abhängig. 15 - 20 Minuten Anbratzeit und 60 - 90 Minuten restliche Garzeit bei Simmertemperatur. Ich teste den Gargrad mit einer digitalen Bratengabel und mit der Druckmethode.

Soße kann abgebunden werden, muss aber nicht, denn die Zwiebeln geben Stärke ab. Nach Belieben Verfeinern mit Sahne/Kondensmilch und/oder Wein. Knoblauch kann, muss aber nicht dazugegeben werden und wer Zwiebeln nicht in dieser Menge mag oder den Mehraufwand scheut, kann einfach mehr Karottensaft oder Wein zum Angießen verwenden.

Dazu passen Nudeln/Klöße/Rösti, Blattsalat.

Alternativ kann auch ein anderes Fleischstück verwendet werden: z. B. ein Schulterstück mit Speckschwarte. Nach dem Garprozeß kann das Ganze nochmal in den Grill oder den Backofen mit Oberhitze gegeben werden. Vorher die Speckschicht kreuzweise einschneiden. Sehr schmackhaft, wenn auch nicht gerade die "Leiche Küche". Auch ein mageres Schinkenstück eignet sich für die Garung im Karottensaft und wird bestimmt nicht trocken. Ansonsten eben Schweinenacken/-Hals/-Kamm oder Schulter/Bug ohne Speckschwarte.
Auch mit den Kräutern lässt sich gut variieren, z. B. mit Kräutermischung der Provence oder Italienischer Kräutermischung. Die Mengenangaben sind variabel.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 14.08.06
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Verfasser:

sonnenschweif  Chefkoch


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4.833 Beiträge (ø1,73/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Goodfeels Suppenkoch sagt:  
11.06.2009 01:02
Hallo Sonnenschweif,

ich wüsste gerne, warum das Anbratfett abgegossen werden soll?

Ich würde es im Normalfall zum Anbraten der Zwiebeln verwenden um die Röstaromen vom "Fett/Fleisch" auch in die Sosse zu bekommen. Ein Abgiessen des überschüssigen Fetts kann ich nachvollziehen, aber warum die Zwiebeln in neuem Fett/Öl anbraten?

Für Info dankt mit herzlichem Gruss
Bille

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sonnenschweif  Chefkoch sagt:  
11.06.2009 12:19
Hallo Bille,

das Anbratfett nimmt reichlich Röstaromen an, die in der doch recht feinen Soße zu sehr dominieren könnten. Deshalb der Austausch.

Viele Grüße

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Goodfeels Suppenkoch sagt:  
11.06.2009 15:02
Danke für Deine flotte Antwort :-)

Ich koche oft und gerne mit Karottensaft und finde ihn im "Normalzustand" meist zu süss.

Ich werde das mal nach Deinem Rezept ausprobieren....... obwohl *lach*..... ich gebe zu, dass es mich völlig verlockt einen Teil des Anbratfetts zum Anbraten der Zwiebeln zu verwenden :-)

Zum Vergleich werde ich nächste Woche beides testen. Info wird folgen.

Danke und herzlichen Gruss sagt
Bille

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