Lombardische Suppe

Suoben von Lombardey - nach einem Rezept des Bartolomeo Scappi, Leibkoch von Papst Pius V.

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Zutaten für Portionen

500 g Möhre(n)
50 g Butter
½ Liter Gemüsebrühe
1 Zweig/e Thymian
  Salz und Pfeffer
50 g Käse (Emmentaler, gerieben
Nelke(n)
  Zimt
½ Liter Traubensaft, weiß
Eigelb, sehr frisch
  Safran
  Muskat

Zubereitung

Die geputzten und fein geschnittenen Möhren in der Butter andünsten. Die Fleischbrühe angießen und ca. 15 min kochen. Thymian zugeben, salzen und pfeffern.
Wenn die Möhren gar sind, Käse, Gewürze und Traubensaft unterziehen. Kurz ziehen lassen, zum Schluss die Suppe mit den Eigelben legieren. Suppe kurz aufwallen lassen, dabei nicht kochen, sonst gerinnen die Eigelbe.

Mit einem kräftigen Graubrot servieren.
Arbeitszeit: ca. 20 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 28.08.06
Rezept-Statistiken: 28.123 (21)* gelesen
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Verfasser:

Richensa Suppenkoch


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3.384 Beiträge (ø1,05/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

carola265 Suppenkoch sagt:  
28.08.2006 14:31
Ich konnte mir ja geschmacklich darunter erst nichts vorstellen, aber ich muß sagen, die Suppe hat gut geschmeckt. Eine interessante Geschmacksrichtung.
Danke.


LG Karola

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Mantis1 Suppenkoch sagt:  
11.11.2006 18:01
Ich gebe noch Muschelfleisch und Chilichote zu der Suppe,schmeckt prima!
den Pfeffer lasse ich aber Drausen.

LG Mantis1

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Richensa Suppenkoch sagt:  
19.11.2006 11:04
Mantis1,
schmeckt sicherlich auch gut, hier ist aber das mittelalterliche Rezept angegegeben, mit den Zutaten, die in einem reichen Bürgerhaushalt, Adels- oder Geistlichenhaushaltung auch im Spätmittelalter sicher vorhanden waren, wieder gegeben. Daher keine Chili.
Das Muschelfleisch wird zwar grundsätzlich verfügbar gewesen sein, aber ich denke mal, dass es den Geschmack des Traubensaftes zu sehr überdeckt.
Danke aber für die Variante

LG Richensa

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Ylvie Tellerwäscher sagt:  
21.09.2007 07:57
Diese Suppe darf in keinem Lager fehlen*g*
Allerdings mag ich es nicht mit Käse und laß ihn weg

Liebe Grüße
Ylvie

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Zuckerschock Kaltmamsell sagt:  
14.10.2007 22:22
Diese Suppe schmeckt tatsächlich sehr ungewöhnlich. Ich konnte mir zuerst die Mischung: Karotten, Traubensaft, und Käse nicht vorstellen. Das Resultat ist allerdings recht schmackhaft und erinnert auch ein wenig an die mittelalterliche Küche; Durch die markante Fruchtigkeit sogar an die antike römische Küche (wo man ganz typisch süße, saure und bittere Komponenten gemischt hat). Wer mal was aussgewöhnliches ausprobieren will (vielleicht für eine Vorspeise), ist mit der Suppe gut beraten. Wer eher auf dampfende, deftige, sättigende Suppen steht, hätte mit dieser Suppe wahrshceinlich keinen Volltreffer gelandet.

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Richensa Suppenkoch sagt:  
16.11.2008 18:50
Danke für den Kommentar, erstmal..

Die Suppe ist auch nicht als sättingendes Einzelgericht gedacht, sondern gehört zu einer aufwändigeren Speisenfolge. So sollen die Gäste immer noch einen Gang und noch einen zu verspeisen in der Lage sein. Obwohl ich die Mischung mit Traubensaft, Käse und Ei nicht gerade sehr kalorienarm finde... aber man soll ja, wie geschrieben, nur ein Tellerchen oder ein Suppentässchen davon verspeisen...

Gruß
Richensa

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Gadita Tellerwäscher sagt:  
31.10.2008 08:47
Unsere Gäste wollten alle das Rezept haben. Die Suppe schmeckt einfach nur genial! Danke für dieses 5-Sterne-deluxe-Highlight!

Liebe Grüße
Gadita

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Khalida Tellerwäscher sagt:  
16.05.2009 13:45
Ich habe diese Suppe das erste mal im Rahmen einer Party ausprobiert und alle waren total begeistert. Danach ist sie noch ein paar mal im Winter auf unseren Tisch gekommen. Wir haben die Suppe oft als Hauptgericht mir einer dicken Scheibe Brot gegessen und waren danach absolut satt und zufireden. Der außergewöhnliche Geschmack überrascht mich jedes Mal aufs Neue und diese Suppe gehört mittlerweile zu einer meiner Libelingssuppen. Das einzig lästige ist wie bei vielen Gerichten das Gemüseschnippeln, ansonsten ist die Suppe aber absolut einfach und schnell zuzubereiten.

Vielen Dank für das tolle Rezept,
Khalida

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Richensa Suppenkoch sagt:  
16.05.2009 17:14
Liebe Khalida,

freut mich, dass sie dir schmeckt, die Suppe... Bei uns gibt es sie auch häufig, besonders, wenn mal wieder Möhren "weg" müssen, also verarbeitet wollen.
Und sooo viel Geschnippel ist es doch auch gar nicht, sind doch nur die armen Möhren ;-)

Aber danke nochmal für den netten Kommentar..
Richensa

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SaritaBcn Kaltmamsell sagt:  
16.05.2009 19:36
Hallo Richensa,
ich werde morgen deine Suppen ausprobieren, habe nun aber nur Gemüsebrühe im Haus mit welcher ich die Suppe morgen auch zubereiten werde/muss. Meintest du denn nun Gemüsebrühe(Zutatenliste) oder Fleischbrühe(Zubereitung),die man für die Suppe verwenden soll?
Vielen Dank schonmal und in den nächsten Tagen werde ich dann auch über die Suppe berichten:)
Lg Sarah

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SaritaBcn Kaltmamsell sagt:  
26.05.2009 01:28
Hallo Richensa,
ich habe nun vor einigen Tagen deine Suppe zubereitet und ich habe selten ein so interessantes Gericht gegessen. Ich konnte mir vorweg die Kombination kaum vorstellen aber ich wollte Sie unbedingt ausprobieren und muss sagen: Die Kombination passt! Ein aussergewöhnlicher Geschmack den ich nur weiterempfehlen kann, mal etwas Anderes! Ich werde die Suppe bald aufjedenfall nochmal zubereiten, dann nur mit ein wenig weniger Traubensaft, die menge war mir ein wenig zu süss.
Die Einzige Änderung die ich gemacht habe: Anstatt 3 Eigelben habe ich nur 1 genommen, für meinen Geschmack vollkommen ausreichend!!
Vielen Dank für dieses spezielle Gericht!
Lg Sarah

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Richensa Suppenkoch sagt:  
14.06.2009 13:25
Hallo Sarah,

danke Dir für den Kommentar, leider habe ich den ersten nicht kommentiert.
Hast Du Dich für Gemüsebrühe entschieden?

Ich müsste noch einmal recherchieren, ob die Suppe eine Fastenspeise war (Gemüsebrühe) oder nicht. Eigentlich hätte bei einer Speise für die Fastenzeit kein Ei darin sein dürfen, denn die sind ja streng genommen auch während der katholischen Fastenzeit verboten.

Lieber Gruß
Richensa

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Tammi77 Tellerwäscher sagt:  
13.06.2009 18:50
Das klingt total spannend, aber was würde man denn im "Originalfall" danach essen? Ich kann mir das leider nicht so recht vorstellen, würde es aber gern mal ausprobieren.

Gruß

T.

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Richensa Suppenkoch sagt:  
14.06.2009 13:20
Tja, der "Originalfall"...

Im Prinzip gibt es zu einer mittelalterlichen Tafel keine so genaue "Menüfolge", wie wir dieses heute kennen. Welche Gerichte dem Speisenden gereicht wurden, hing davon ab, wo er innerhalb der Tafelrunde saß.
Saß man als geladener Gast nahe beim Gastgeber, wurden einem die besten Speisen, das beste Fleisch, die meisten Speisen gereicht. Hatte man das Pech, weit unten, mehr oder weniger bei den nicht so "wohlgelittenen" Hausgenossen zu sitzen, bekam man eher die nicht so "prominenten" Gerichte oder was oben übrig blieb.
Wenn Du selber mittelalterlich/frühneuzeilich kochen magst, dann schau doch einmal in den Sammlungen zu den Thema hier nach, da findest du schon einiges. Und dann stellst du dir nach Geschmack zusammen, was du vor oder nach der lombardischen Suppe essen oder anbieten magst.
Insgesamt ist diese Suppe aber schon recht sättigend, wenn Du sie nur als "Schmankerl" innerhalb einer größeren Anzahl von Gerichten zubereiten möchtest, dann solltest du ruhig auch etwas fleischiges, gemüsiges, fischiges reichen.
Viel Spaß beim Probieren
LG
Richensa

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Richensa Suppenkoch sagt:  
14.06.2009 13:30
Hilfreiche Antwort:

Musste auch erstmal suchen:
Aber hier hast du eine schöne Sammlung von "mittelalterlichen" Rezepten hier im CK
http://www.chefkoch.de/rezeptsammlung/430709/Mittelalter.html

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Mittelalterkoch Tellerwäscher sagt:  
17.08.2009 15:27
Hilfreiche Antwort:

Zur lombardischen Suppe würde ich ein mittelalterliches Gulasch empfehlen mit Semmelknödeln, als Nachspeise Pfefferkirschen.
Im Gulasch ist die Kombination von Fleisch, Zimt und Nelken ungewohnt, aber sehr lecker. Semmelknödel sind eine schon im Mittelalter bekannte Beilage.
Und der Nachtisch: Pfeffer und Kirschen sind als Kombination auch eher aussergewöhnlich.
So hast du ein schönes mittelalterliches Menü, mit einfachen Speisen (Gulasch unbedingt vorkochen, Semmelknödel sind sehr einfach), so hat man genug Zeit für die Gäste.
Und alle drei Gänge bieten genug Gesprächsstoff, da sie den Gaumen alle auf ihre eigene Art kitzeln. Aber das Essen wird lange in Erinnerung bleiben und da wird man gerne zurückdenken.

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Tammi77 Tellerwäscher sagt:  
19.08.2009 11:22
Danke für die Tipps! Damit kriege ich bestimmt was zusammen. Und bald wird es ja schon wieder herbstlicher, da bietet sich so ein Menü ja an :-)

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