Scharfes Gulasch 'Szegedin' auf meine Art

Achtung scharf!!

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Zutaten für Portionen

100 g Speck, geräuchert
4 große Zwiebel(n), groß
1 EL Öl
1 EL Schweineschmalz
1 EL Paprikapulver, edelsüß
  Paprikapulver, rosenscharf
1000 g Gulasch, vom Schwein
5 EL Wasser
70 g Tomatenmark, (1 kleines Döschen)
½ Liter Fleischbrühe, kräftig
2 Zehe/n Knoblauch
1 kleines Lorbeerblatt
Wacholderbeeren
½ TL Thymian, gefriergetrocknet
½ TL Kümmel, gemahlen
½ TL Pfeffer, weiß, aus der Mühle
750 g Sauerkraut, frisch oder aus dem Beutel
1 EL saure Sahne, sauer
 evtl. Salz
  Cayennepfeffer

Zubereitung

Das Schweinegulasch, wenn nötig, etwas kleiner schneiden. Die Würfel sollten gleichmäßig dick sein und eine Kantenlänge von ca. 3 cm haben. Speck würfeln, Zwiebeln grob hacken.

Das Tomatenmark in die (heiße!) Fleischbrühe einrühren, Knoblauchzehen durch die Presse dazudrücken. Die Wacholderbeeren etwas zerdrücken.
Dann den Thymian (wer gern das Thymianaroma mag, so wie wir, kann gerne auch mehr nehmen), Kümmel, Pfeffer, Lorbeer und die Wacholderbeeren zur Brühe geben. Alles gut verrühren.

Den Speck in 1 EL Öl in einem weiten Schmortopf knusprig auslassen. Schmalz zugeben (Vorsicht, spritzt), zerlassen. Zwiebelwürfel zugeben und glasig werden lassen. Beide Paprikapulver unterrühren, mit dem Wasser ablöschen, nochmals gut durchrühren.
Die Menge des scharfen Pulvers richtet sich nach dem individuellen Geschmack. Da wir gerne scharf essen, verwende ich bis zu 2 oder sogar 3 EL, die Schärfe wird durch die Säure des Krauts, durch das Mitgaren und die saure Sahne abgemildert. Wenn ihr es aber nicht gewohnt seid, Vorsicht bitte! Lieber nach und nach zugeben und zwischendurch mal kosten.
Wenn das Wasser gänzlich verdampft ist, die Fleischwürfel in den Schmortopf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten anschmoren.

Anschließend soviel von der gewürzten Fleischbrühe aufgießen, dass die Fleischwürfel bis etwa zur Hälfte oder zwei Dritteln darin liegen, aber nicht ganz bedeckt sind.
Das Ganze zugedeckt bei milder Hitze 45 Minuten schmoren.

Sauerkraut abtropfen lassen, auseinander zupfen. Nach 45 Minuten zum Fleisch geben und das Ganze weitere 30 Minuten schmoren lassen. Falls erforderlich, mit dem Sauerkraut oder auch später noch ein wenig Würzbrühe nachgießen.

Zum Abschluss das Szegediner evtl. mit ein wenig Salz, und - falls es noch nicht die rechte Schärfe aufweist - noch ein wenig Paprika oder Cayennepfeffer nachschmecken.
Ein Gulasch nach Szegediner Art "im Sinne des Erfinders" sollte eine pikante Schärfe aufweisen. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren heraussuchen. Das Gulasch mit einem Klacks sauerer Sahne abrunden.

Dazu schmecken Salzkartoffeln, Semmel- oder Kartoffelknödel und ein Glas Bier.

Vielleicht noch ein Hinweis: Das Gericht nicht abbinden oder andicken und auch die saure Sahne wirklich nur obenauf geben, nicht gänzlich unterrühren! Das Kraut gerät sonst zu einer schleimigen, unappetitlichen Masse. Falls sich nach dem Schmoren zuviel Flüssigkeit im Topf befinden sollte, lieber vorsichtig abgießen.
Arbeitszeit: ca. 40 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 23.07.06
Rezept-Statistiken: 42.052 (24)* gelesen
357 (0)* gespeichert
2.147 (1)* gedruckt
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

pbuggi Hendlgriller


Mitglied seit 21.10.2003
6.115 Beiträge (ø1,94/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

gabiwiss Smutje sagt:  
28.08.2006 11:38
hallo!!!

rezept habe ich am freitag ausprobiert....super klasse...schön scharf...hmmm legga....
wird es noch öfter geben. danke für das rezept.

lg gabi

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dany5  Suppenkoch sagt:  
30.08.2006 11:23
Hallo!

Ich liebe dieses Gulasch!!!
Vielen Dank fürs Rezept!

LG
Dany5

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lipili Küchenjunge sagt:  
12.01.2007 14:02
Hallo,
habe Deinen Tipp nicht befolgt und Creme fraiche untergemischt. Sah dann leider be....... aus, hat aber dennoch super geschmeckt. Allerdings habe ich das Fleisch portionsweise im Wok angebraten, dann mit Weiswein abgelöscht und zu der Speck/Paprika/Zwiebelmischung in einen großen Bräter gegeben.
Beim 2. Mal die Creme nur als Tupfer obendrauf und auch die Optik war perfekt!!
Danke und Gruß von lipili

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Liska Küchenjunge sagt:  
26.02.2007 12:42
Hilfreicher Kommentar:

Ich habe das Gulasch gestern nachgekocht und wir waren begeistert!

Um die richtige Sämigkeit zu bekommen, habe ich während des Kochens den Deckel leicht geöffnet. So konnte überschüssiges Wasser entweichen und ich hatte trotzdem den gesamten Geschmack der Fleischbrühe im Gulasch.
Zur Abrundung fügte ich noch eine Prise Zucker als Gegengewicht zur Säure des Krautes zu. Die Saure Sahne habe ich ganz weggelassen.

Die angegebene Gewürzmenge ist sehr gut, nur für meinen Geschmack musste viel mehr Kümmel an das Gericht.

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Lubu Chefkoch sagt:  
10.09.2008 12:07
Ein SZEGEDINER GULASCH wie es sich gehört!!!
Ein TOP Rezept.

LG Burgi

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pbuggi Hendlgriller sagt:  
10.09.2008 12:30
@ Burgi
Ooh, da freue ich mich aber, dass Dir (und auch den anderen "Vorschreibern") mein Rezept so zusagt. Haben sich ja anscheind noch nicht allzuviele 'rangetraut an mein Gulasch. Na ja, ist ja auch eine Geschmackssache ...

Habt vielen Dank für die guten Bewertungen; die tun der Köchinnenseele ja soo gut :-) Musste das einfach jetzt hier mal loswerden ;-).

LG
die pbuggi Petra

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Surina  Sternekoch sagt:  
13.12.2009 09:14
Hallo,

dieses Szegediner Gulasch war so was von lecker... scharf allerdings nicht, man kann die Schärfe gut mit dem rosenscharfen Paprika und Cayenne selbst regeln.

Ich habe Gulasch von der Schulter und statt Schweineschmalz, Butterschmalz genommen.

Vielen Dank für das Rezept!

la gon, Surina

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AndreaG2  Hendlgriller sagt:  
28.12.2009 13:10
Sehr schönes Rezept.
Vielen Dank.

LG Andrea

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basiccoocing Kartoffelschäler sagt:  
17.03.2010 18:24
Da gibt es nichts mehr zu verbessern! Genau so war es richtig!!!

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pbuggi Hendlgriller sagt:  
19.03.2010 13:45
Danke ihr Lieben! 4 - 5 ***** - ich freue mich sehr.
Und wenn es doch einmal etwas zu verbessern gibt: Nur her mit den Tipps, ich bin durchaus nicht beratungsresistent ;-)
LG die pbuggi Petra

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Pumpkin-Pie  Sternekoch sagt:  
13.08.2010 02:56
Hallo,

hier gibt es wirklich rein garnichts zu verbessern. Das ist ein besonders leckeres Szegediner Gulasch gewesen.
Die Kräuter, alles ist wunderbar aufeinander abgestimmt. So sollte das ganze auch schmecken.

Wir hatten Kartoffelbrei dazu, was wir sehr mögen.

Ein tolles Rezept, das ich auch gerne wieder machen werde.

Liebe Grüße

Pumpkin-Pie

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pbuggi Hendlgriller sagt:  
13.08.2010 17:18
Super Pumpkin-Pie! Ich freue mich sehr über soooo viel Lob *rowerd*, zumal ich dieses Rezept von Beginn an so selbst "entwickelt" habe - die "Originale" sind ja meist doch anders.
Lasst es Euch alle weiterhin gut schmecken und herzlichen Dank für die vielen Sternchen ;-).
Lieber Gruß
Petra

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tschenser Tellerwäscher sagt:  
11.09.2010 15:22
Vielen Dank an dich pbuggi !!!

Ein super Rezept, das wirklich hervorragend schmeckt. Ich habe zum Ende noch etwas Brühe hinzugefügt, da ich noch etwas mehr Soße erhalten wollte.
Dafür kann man nur 5 Sterne verteilen ;-)

tschenser

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matze1660 Küchenjunge sagt:  
17.02.2012 16:07
Nicht schlecht, Herr Specht!

Habe es heute gekocht undes war wirklich gut !

Allerdings habe auch ich, wegen der doch starken Säure aus dem Sauerkraut, ein wenig mit Zucker gearbeitet, um einen Kontrapunkt zu setzen. Am Schluß habe ich dann noch die abgeriebene Schale von einer halben Zitrone dazu getan. Herrlicher frischer Geschmack! Nimmt ein wenig die Dumpfheit des Sauerkrautes. Außerdem habe ich das Sauerkraut klein geschnitten, damit es beim Essen keine "Flugflecken" gibt.

Übrigens noch ein Tip, damit Du demnächst nicht mehr nach den Wacholderbeeren suchen mußt. Ich tue sie in ein Teeei und schmore sie mit.

Danke für dieses wirklich gute Rezept.

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Dummynr2 Küchenjunge sagt:  
16.03.2012 13:32
Ich muß anfang der Woche das (den?) Gulasch für ca 20 Personen der AWO-Begegnungsstätte kochen und habe mir dafür dieses Rezept ausgesucht. Melde mich in ein paar Tagen und gebe Bericht, wie es geworden ist.

Viele Grüße
Andreas

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Dummynr2 Küchenjunge sagt:  
23.03.2012 15:47
Hallo, da bin ich wieder. Ich habe anfang der Woche 20 Portionen gekocht und alle waren sehr angetan von diesem Rezept. Allerdings habe ich etwas weniger Zwiebeln genommen, 1 EL Zucker mitgeschmort und den scharfen Paprika reduziert. Das mögen die älteren Herrschaften nicht so gerne. Die saure Sahne habe ich schlicht und einfach vergessen, sie steht heute noch im Kühlschrank. Beim nächsten mal werde ich das Ganze mit geriebenen Kartoffeln ein wenig binden.

Viele Grüße
Andreas

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