Hühnchen - Bouillabaisse mit Pernod

aus Ligurien (Italien)

Zutaten für Portionen

Hähnchen, jeweils geachtelt
4 cl Pernod
4 große Zwiebel(n) (Gemüsezwiebeln)
750 g Kartoffel(n)
2 gr. Dose/n Tomate(n), italienische
250 g Tomate(n), frische
150 g Möhre(n)
150 g Sellerie
150 g Porree
Lorbeerblätter
0,3 Liter Wein, rot, trockener
0,3 Liter Gemüsebrühe, instant
0,3 Liter Milch (Frischmilch)
  Salz und Pfeffer
 evtl. Petersilie, frische
 viel Olivenöl
  Knoblauch nach Geschmack

Zubereitung

Das Rezept stammt aus einem einsamen Lokal im Hinterland von Ligurien bei Imperia. Aus Ermanglung an frischen Fisch servierte der Wirt Hühnchen-Bouillabaisse. Das ist ein Eintopf mit Hühnchen, Pernod und vielen frischen Zutaten. Dabei wird zuerst die Suppe mit Baguette gegessen und danach das Hühnchen. Das Rezept ist ein Knaller, weil es Vergleichbares kaum gibt und kommt unglaublich gut bei den Gästen an. Allerdings muss man den Anisgeschmack von Pernod mögen. Ich hatte aber bisher noch keine Gäste, die sich nicht die Finger danach geleckt haben!
Außerdem ist, wie bei einem Eintopf üblich, alles vorzubereiten und die eigentliche Arbeit längst getan, wenn bereits Gäste da sind.


Am Vortag die beiden Hühnchen gut säubern, achteln, mäßig salzen und in einen sehr großen Bräter legen. Ich benutze dazu einen speziellen Tonbräter aus Italien mit einem Durchmesser von ca. 50 cm. Zwiebeln und Knoblauch schneiden und Pfeffer und reichlich Olivenöl und ca. 4-6 cl Pernod mischen. Über die Hähnchenteile gießen und vermengen, abgedeckt kalt wegstellen bis zum nächsten Tag.

Am nächsten Tag ca. 2 Std. vor dem Essensbeginn alle anderen Zutaten bereitstellen. Möhren, Sellerie, Lauch in Scheiben schneiden, Kartoffeln in Stücke schneiden Tomaten häuten und zerkleinern, Gemüsebrühe (aus Fertigwürfel) ansetzen.

Hähnchenteile aus dem Topf nehmen, Zwiebeln mit Sud separat stellen. Reichlich Olivenöl erhitzen und Hähnchenteile darin anbraten. Zwiebeln dazu geben und anbraten. Dosentomaten zerkleinern und dazugeben. Ebenso alles Gemüse, Kartoffeln, Lorbeerblätter. Zum Kochen bringen und dann Gemüsebrühe und Rotwein dazu geben. Ca. 30 Min. offen köcheln lassen. Dann soviel Milch bzw. weitere Gemüsebrühe dazu geben, dass jeder der am Essen Beteiligten einen leckeren Teller Suppe davon bekommt. Weiter offen köcheln lassen.

Nach ca. 60 Min. abschmecken, je nach Geschmack nochmals Pernod dazugeben, ebenso Salz und Pfeffer - mittelscharf ist genau richtig. Alles weiter leicht köcheln lassen. Nach ca. 90 Min. sollte alles gar sein bzw. die Kartoffeln probieren, ob diese gar sind. Wer zuviel Olivenöl nicht mag, kann während des Köchelns problemlos am Rand Öl abschöpfen, da das Öl sich dort ansammelt.

Zum Schluss nicht mehr kochen lassen und je nach Geschmack mit Petersilie bestreuen und untermischen.

Im Topf servieren und viel Baguette und einen kräftigen Rotwein dazu reichen. Vorher ist ein kräftiger Salat mit Balsamico genau richtig. Das Gericht passt sowohl in den Sommer als auch in den Winter.

Das Rezept richtet sich primär an bereits kundige Köche, da die Zutaten alle mengenmäßig und im Verhältnis untereinander variabel sind. Probieren geht eben über studieren.
Arbeitszeit: ca. 45 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 28.05.06
Rezept-Statistiken: 6.359 (9)* gelesen
31 (0)* gespeichert
326 (0)* gedruckt
13 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

klaro4 Tellerwäscher


Mitglied seit 09.08.2005
0 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

kartoffelhexe Küchenjunge sagt:  
25.05.2012 23:15
Hallo,
vielen Dank für das tolle Rezept, habe für uns 2 Erwachsene und 2 Kinder das halbe Rezept gekocht und zum Glück für morgen noch etwas übrig. Es hat toll geschmeckt, habe neben Salz und Pfeffer auch noch mit Pastis abgeschmeckt und noch etwas köcheln lassen. Wir haben es nicht italienisch genossen, sondern französisch als dickeren Eintopf direkt mit dem Fleisch auf dem Teller.
Dazu Baguette zum Tunken, einfach genial. Verstehe nicht, warum noch niemand dieses Rezept ausprobiert, kommentiert und bewertet hat. Werden es auf jeden Fall wieder kochen, vielleicht sogar im Urlaub, dann sogar mit echtem Baguette.....
Viele Grüße
Birgit

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