Kutteln nach Porto - Art

Tripas a Moda di Porto

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Zutaten für Portionen

500 g Kutteln (Kalbskutteln)
2 große Zwiebel(n), gehackt
200 g Speck, durchwachsener
2 EL Olivenöl
1250 ml Wein, weiß
500 g Bohnen, weiße
Karotte(n), klein geschnitten
Salz und Pfeffer
Hühnerbrüste, gekocht
100 g Schinken, in Streifen geschnitten
1 EL Petersilie, gehackt
Zitrone(n), in Scheiben geschnitten

Zubereitung

Die Kutteln waschen und über Nacht in Wasser mit Zitronenscheiben einweichen, danach in viel Salzwasser weich kochen und nach dem Auskühlen klein schneiden.
In einem Topf den Speck mit Öl anbraten, die Zwiebel dazugeben und mit Wein ablöschen, dann Kutteln, Karotten, Bohnen, Salz und Pfeffer untermischen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Die Kutteln mit zerkleinerter Hühnerbrust, Schinkenstreifen und gehackter Petersilie auf Reis anrichten.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 17.05.06
Rezept-Statistiken: 8.932 (13)* gelesen
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Verfasser:

heimwerkerkönig  Sternekoch


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294 Beiträge (ø0,11/Tag)
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Kommentare anderer Nutzer

heimwerkerkönig  Sternekoch sagt:  
26.11.2006 00:28
Porto ist für sein reichtes Repertoire an Kuttelgerichten bekannt. Jahrhundertelang wurden die Einwohner der Stadt »tripeiros« genannt, ein Name, der der Legende zufolge aus lange zurückliegenden Kriegszeiten stammt. Im 15. Jahrhundert requirierte Heinrich der Seefahrer vor den Schlacht von Ceuta (arab. Sebta) in Nordafrika die besten Vorröte der ganzen Stadt, darunter auch das feinste Rindfleisch, um damit seine Truppen zu stärken. Die Kutteln der Tiere aber ließ er zurück. Der Rest ist kulinarische Historie. Nicht nur in Porto wurde dieses Gericht zu einem Klassiker unter den Kuttelgerichten. Im Süden ist es als »dobrado« bekannt.

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eorann  Chefkoch sagt:  
30.08.2007 20:01
Hallo!
Kann zwar nicht mit Kocherlebnissen aufwarten (und mit historischen Kenntnissen über das gericht schon gar nicht), hatte aber das Vergnügen, diese Tripas schon einmal in Porto zu verspeisen, und ich kann jedem, der die Gunst seines Fleischers hat, Kutteln zu bekommen, nur empfehlen, das zu versuchen. Es war einfach herrlich und ich träum immer noch von diesem Gericht und sehne mich schon allein deswegen nach Porto zurück.
Außerdem danke für den geschichtlichen Hintergrund!
Spannend.
lg von eorann, die jetzt endgültig wild entschlossen ist, "ihren" Fleischer soweit zu bezirzen, dass er ihr endlich Kutteln verschafft!!! :-)

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Ansadero Tellerwäscher sagt:  
16.09.2007 17:00
im badisch-schwäbischen Teil Deutschlands sind "Kutteln" oder auch "Sulz" in jeder Metzgerei ohne Vorbestellung zu erhalten. Selbst EDEKA führt's im Sortiment!

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ellmi1505 Hendlgriller sagt:  
13.10.2007 00:38
In unserem Urlaub bei Freunden in Porto gab es vor einer Woche dieses Gericht mit dem Kommentar, man könne uns nicht nach Deutschland zurücklassen, ohne dass wir es probiert hätten. Ich aß Kutteln letztmalig vor 32 Jahren, weil mich meine Oma (aus dem Sudetenland stammend) als Kind damit immer "quälte"und hatte arge Probleme, die Gabel zum Mund zu führen, weil mein Kopf nicht mitspielen wollte.
Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht war und es fantastisch schmeckte. Es roch überhaupt nicht nach Kutteln. Allerdings hatte es dort eine deutliche Kreuzkümmelnote und die Soße war schwach rötlich, als hätte man passierte Tomaten verwendet. Leider gehört die Region Berlin-Brandenburg nicht zu den Kuttel-Gebieten, so dass ich mich darauf beschränken werde, dieses Gericht in Porto zu essen - beim nächsten Besuch...

LG,
der Ellmi

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Kochmamsell-Mati Kaltmamsell sagt:  
03.11.2011 16:38
Was soll ich nun zu diesem Rezept schreiben? Geschmeckt hat es mir sehr gut-mein Männe war kritischer und drei unserer 4 Kids essen keine Innereien... . Aber das sei dahingestellt!!
Der Geschmack war wirklich seeeehr gut-fast perfekt! Aber mir waren es eindeutig viel zuviel Bohnen und zu wenig Kutteln! Auch auf die Karotten hätte ich verzichten können *grins*-aber die gehören zum Aroma!!!Ebenfalls zur Aromaunterstützung gab´s von mir zusätzlich ein bisserl Kreuzkümmel!!!!

Was mir aber absolut "strange" war, war die Hühnerbrust und der Schinken!!! Sorry, die hab ich rausgesammelt/weggelassen und ebenso wie den Reis disqualifiziert. Kann ja sein, dass das in Porto so gegessen wird, aber ICH muß es nicht dazu haben *lach*!!!
Habe einfach die Kuttel-Bohnen mit einem schönen Weißbrot gegessen und damit auch die absolut leckere Brühe aufgetunkt *schäm*! Sie war doch so lecker!!
Und eben deshalb-weil´s lecker war-sehr sogar, gibt es von mir 4 Sternchen. Wenn ich auch manche Zutat nicht nachvollziehen konnte oder sie mir nicht dazu geschmeckt hat, hat das ja nichts mit dem Gericht selbst zu tun. Denn schließlich sind Geschmäcker verschieden!

Ich werde dieses Kuttelgericht einfach künftig für uns ein wenig
abändern und auch weiterhin immer wieder kochen!!!
Ganz herzlichen Dank für dieses außergewöhnliche Rezept!!!!!!

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