Ulrikes Brot mit Backferment



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Zutaten für Portionen

  Für den Teig: (Vorteig) 3 EL Backfermentansatz (aus dem Vorteig des letzten Brotes), 1 TL Backferment-Granulat
200 g Roggen - Vollkornmehl, ganz fein gemahlen
200 g Dinkel - Vollkornmehl, ganz fein gemahlen
400 ml Wasser, ca 45 Grad heiß
  Für den Teig: (Brotteig)
200 g Dinkel - Mehl 550
200 g Roggen - Vollkornmehl, ganz fein gemahlen
200 g Dinkel - Vollkornmehl, ganz fein gemahlen
50 g Weizen - Kleber
300 ml Wasser, ca 45 Grad heiß, eventuell etwas mehr
20 g Salz, evtl. bis 25 g
1 EL Rübenkraut oder Apfelkraut
  Leinsamen und
  Kürbiskerne und
  Sesam und
  Nüsse und
  Sonnenblumenkerne - zusammen 150 g

Zubereitung

Für den Vorteig:
Die Zutaten zu einem homogenen Brei verrühren, mit einer Folie, dann mit einem dicken Tuch abdecken und mindestens 12 Stunden an die Heizung stellen. Der Vorteig muss am nächsten Tag gleichmäßig mit Blasen und Bläschen durchsetzt sein. An der Oberfläche sollten die Bläschen schaumig sein.

WICHTIG!!!!!
Jetzt 3 El Ansatz für das nächste Brot abnehmen und bis zum nächsten Backen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Dafür eignet sich ein Schraubglas, das man nicht ganz fest zuschrauben sollte.

Für den Brotteig:
Aus den Zutaten zusammen mit dem Vorteig einen Teig kneten, bei mir macht das die Küchenmaschine. 10 Minuten kneten muss unbedingt sein. Wer mit der Hand knetet, kann die Hände immer mal in heißes Wasser tauchen. Dann klebt´s nicht so.
Die Wassermenge hängt von der Beschaffenheit des Mehls und den Saaten ab, die man verwendet. Das muss man einfach ausprobieren. 650-700 ml Wasser (Gesamtmenge) auf ein kg feines Vollkornmehl (Gesamtmenge) ist eine bewährte Menge. Wenn Saaten dazu kommen, eventuell 50 ml mehr verwenden.

Die Schüssel wieder mit Folie und Tuch abdecken und an die Heizung stellen. Die erste Teigruhe dauert nun ein bis zwei Stunden, je nach Aktivität des Backferments. Der Teig sollte sich etwa verdoppeln, bevor man weiter macht.
Danach knete ich den Teig noch mal kurz durch und forme einen Laib. Dieser kommt dann in ein gut ausgemahltes, langes Gärkörbchen für ein Dreipfünder, glatte Oberfläche nach unten. Mit einem Tuch abdecken und eine weitere Stunde oder länger gehen lassen, bis sich der Teig wieder verdoppelt hat. An ungünstigen Tagen kann das auch mal drei Stunden dauern.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 Grad vorheizen.

Das gut aufgegangene Brot auf ein Backpapier oder eine Backmatte aus Latex stürzen, sofort mit heißem Wasser besprühen und in den Ofen schieben. Eine Tasse mit kochendheißem Wasser auf den Ofenboden gießen und den Ofen sofort verschließen.

Backzeit:
10-15 Minuten bei 250 Grad
15-20 Minuten bei 200-210 Grad
30 Minuten bei 180-190 Grad
Die Temperatur muss man mit dem eigenen Ofen ausprobieren, immer fallend und mit 250 Grad beginnend. Die Gesamtbackzeit beträgt 60 Minuten.

(Wenn ich möchte, dass das Brot zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig ist, verwende ich ca. 10-20 g Hefe. Dann dauert die erste Teigruhe 50-60 Minuten. Dann hat sich die Teigmenge verdoppelt. Die zweite Teigruhe im Körbchen dauert nicht länger als 60 Minuten.
Mir schmeckt das Fermentbrot ohne Hefe besser, es hält sich auch länger frisch.)
Arbeitszeit: ca. 20 Min.
Ruhezeit: ca. 3 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 19.09.08
Rezept-Statistiken: 13.289 (21)* gelesen
51 (0)* gespeichert
492 (2)* gedruckt
5 (0)* verschickt
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Verfasser:

UlrikeM  Sternekoch


Mitglied seit 08.03.2004
8.521 Beiträge (ø2,83/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

dorle1810 Tellerwäscher sagt:  
27.02.2009 17:31
Wie komme ich an einen Vorteig, wenn ich noch kein Brot gebacken habe ?
oder voher bekomme ich Backvermentansatz bzw. Backfermentgranulat.
Bin schon länger auf der Suche nach einem Vollkornbrot ohne Hefe.
Danke im vorraus für deine Antwort.

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UlrikeM  Sternekoch sagt:  
03.03.2009 21:31
Hallo Dorle,

ich habe den Vorteig vor vielen Jahren von einer Bekannten bekommen, ähnlich wie man Sauerteig weiter gibt.
Das Granulat bekommt man im Bioladen oder im Net, es ist von der Firma Sekowa. Die vertreibt auch einen feuchten Ansatz.
Wenn du aber jemanden kennst, der einen gut geführten Sauerteig hat, den kann man mit Hilfe des Granulats auch umzüchten.

Liebe Grüße Ulrike

Wenn du irgendwo rund um Frankfurt wohnst, dann kann ich dir gern was abgeben.

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Leak Kartoffelschäler sagt:  
27.07.2011 17:46
Hallo,
wie lange kann ich den Sauerteig aufbewahren ?

LG Leak

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UlrikeM  Sternekoch sagt:  
27.07.2011 19:04
Hilfreiche Antwort:

Hallo Leak,

meinst du den Rest-Fermentteig, den du dir fürs nächste Brot wegnimmst?
Mindestens 3 Wochen, ich hatte ihn auch schon 6 Wochen im Kühlschrank. Wenn du länger nicht bäckst, empfiehlt es sich, den Ansatz zwischendurch (so etwa alle zwei Wochen) mal zu füttern, d.h. 1 El Mehl und 1 El Wasser unterrühren und das Glas für 5-6 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann wieder ab in den Kühlschrank.

Gruß Ulrike

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Leak Kartoffelschäler sagt:  
27.07.2011 19:12
Hallo Ulrike,

danke für die prompte Antwort, die mir sehr weitergeholfen hat.

LG
Leak

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borisboris Tellerwäscher sagt:  
29.11.2011 22:39
Hallo,

ich habe einen Ansatz aus der Anleitung der Backfermentdose gemacht. Dieser soll dann bis zu 4 Monaten im Kühlschrank halten. Das ist nämlich ganz schön viel Ansatz für eine Person. Das erste Brot habe ich gebacken, aber es kommt mir sehr hart vor :( Wenn ich den Ansatz auch aus dem Brotteig beibehalten kann, ist das ja super. Es hat nämlich ganz schön lange gedauert, den Ansatz fertig zu bekommen ;) Ich werde als nächstes diese Brot ausprobieren, bin schon sehr gespannt. Vielen Dank fürs Einstellen. Gruß Boris.

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UlrikeM  Sternekoch sagt:  
29.11.2011 23:42
Hilfreiche Antwort:

Hallo Boris,

ich habe meinen Ansatz geschenkt bekommen. Deshalb weiß ich nicht, wie sich ein neu gezüchteter Ansatz verhält Aber ich denke es verhält sich ähnlich wie beim Sauerteig. Der ist am Anfang auch noch nicht so aktiv, es ist besser bei den ersten Broten noch etwas Hefe zum Hauptteig zu geben.

Gib doch beim nächsten Mal 10-15g Hefe dazu. Die Gare wird sich damit verkürzen, vielleicht wird es etwas länger als 1 Stunde dauern. Schau einfach, dass sich der Teigling im Gärkörbchen verdoppelt hat. das ist aber nur ein Anhaltspunkt für die richtige Gare. Besser ist, du machst die Fingerprobe. Wenn du in den teig stupfst, dann muss der Teig nachgeben, die Delle muss sich aber wieder schließen. Zur Fingerprobe findest du jede Menge Threads im Backforum.

Wenn du es machst wie ich, also den Ansatz immer weiterführst, kannst du nach vier fünf Malen auf die Hefe verzichten, schätze ich.

Ich wünsch dir viel Erfolg fürs nächste Mal. Wenn du noch Fragen hast, schreib mir doch einfach eine KM.

Ulrike

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borisboris Tellerwäscher sagt:  
03.12.2011 16:14
Liebe Ulrike, vielen Dank für diesen ausführlichen Tipp. Das werde ich ausprobieren :) Gruß Boris

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