Hühnercurry mit Koriandergrün

Originalrezept aus Sri Lanka

Zutaten für Portionen

1 kg Huhn oder Hühnerschenkel
14  Kardamom - Kapseln grüne (davon für den Reis 6)
Knoblauchzehe(n)
1 Stange/n Zimt, ca 10 cm
12  Safranfäden
Zwiebel(n), gehackt
Chilischote(n), grüne, gehackt
375 ml Joghurt (Sahnejoghurt)
½ Liter Hühnerbrühe
4 EL Öl, Sesam- oder Erdnussöl (ersatzweise Butterschmalz)
1 TL Kurkuma
½ TL Ingwer, gemahlen ( oder frisch gerieben)
  Salz und Pfeffer
4 EL Koriandergrün, gehacktes
10  Nelke(n) ( davon für den Reis 6 )

Zubereitung

Huhn in 750 ml Wasser mit 2 Knoblauchzehen 3 - 4 Minuten kochen. Abseihen, die Brühe auffangen und das Huhn abkühlen lassen. Unter lauwarmem Wasser abspülen und in Stücke zerteilen. (Schenkel natürlich ganz lassen)
Den restlichen Knoblauch zerdrücken und in 125 ml Wasser ziehen lassen. Die Safranfäden in 4 Esslöffel Wasser einweichen und sie dabei mit einem Löffelrücken auspressen. Zwiebeln und grüne Chilischoten im Mixer pürieren. Den Joghurt mit einer Gabel aufschlagen und beiseite stellen.

Öl oder Butterschmalz in einem Topf erhitzen und das Zwiebelpüree darin in 12 -15 Minuten goldbraun anschwitzen. Nelken, Kardamom und Zimtstange, anschließend Gelbwurz (Kurkuma) unterrühren. Anstatt Gelbwurz kann man Currypulver verwenden, das macht die Sache noch etwas runder. Ich empfehle ein mildes Madras-Curry.
Die Hähnchenstücke, das Knoblauch-Wassergemisch ( natürlich nicht alles!!) und den Joghurt unterrühren und zugedeckt 7-10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist.
Mit gemahlenem Ingwer und Salz würzen, das Hühnerfleisch noch 3-4 Minuten Farbe nehmen lassen, dann soviel Hühnerbrühe zugießen, dass genügend Sauce entsteht. Ich nehme dafür immer den Rest vom Brühwasser und rühre Fertighühnerbrühe rein.

Bei mittlerer Temperatur 40 Minuten leise köcheln lassen. Wenn das Huhn gar ist, mit dem aufgelösten Safran beträufeln und mit Pfeffer und Koriandergrün bestreuen.

Tipp zum Reis: Gebt 3-6 grüne Kardamom-Kapseln und 5-8 Nelken mit ins Reiswasser. Alleine schmeckt der Reis dann ein wenig nach Lebkuchen, zusammen mit dem Curry ist er eine Sensation.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 05.05.06
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Verfasser:

Temperator Smutje


Mitglied seit 06.07.2003
147 Beiträge (ø0,05/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Oder Tellerwäscher sagt:  
12.06.2010 12:04
Hallo Temperator,

sag mal, verwenden die Skri Lankaner die Hühnerhaut mit? Die ist nämlich sehr purinhaltig (wg. meiner Gicht).

Grüße aus Berlin
Hans-Peter

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knobi-fan Suppenkoch sagt:  
12.06.2010 12:30
Hilfreiche Antwort:

Hallo Oder,
ich bin zwar nicht Temperator, aber ich bin der Meinung, daß in Sri Lanka die Haut bestimmt mitgegessen wird, erstens schmeckt sie - wegen erheblichen Fettgehalts - gut, zweitens kann sich die eher arme Bevölkerung sicher nicht leisten, diese Kalorien einfach wegzulassen.
Aber das betrifft ja nicht uns: Wenn Dir die Haut aus gesundheitlichen Gründen nicht angenehm ist, entferne sie doch einfach. Vielleicht schmeckt das Gericht dann nicht ganz so köstlich, wird aber immer noch sehr gut sein. Da ich gerade Koriander auf der Fensterbank ziehe, das in wenigen Tagen erntereif ist, werde ich dieses Gericht demnächst zubereiten. Die Gewürze werden hierin sehr typisch verwendet, und wir freuen uns schon drauf.

LG
knobi-fan

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knobi-fan Suppenkoch sagt:  
12.06.2010 12:33
...übrigens: den Ingwer unbedingt frisch verwenden! Getrockneter Ingwer hat nach meiner Meinung keinen wesentlichen Geschmack mehr. Und frischer Ingwer hält sich im Kühlschrank recht lange, er ist außerdem ungemein vielseitig zu verwenden - -nebenbei auch noch sehr preiswert!
Gruß
knobi-fan

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Maharani22 Smutje sagt:  
12.06.2010 17:11
Ich war zwar noch nie in Sri Lanka, weiß aber sicher, dass Hindus die Haut niemals zum Kochen verwenden, da sie als unrein gilt. In Indien habe ich Fleischgerichte bisher ausschließlich ohne Haut serviert bekommen.

Natürlich bleibt es jedem Nicht-Hindu selbst überlassen, ob er die Haut dennoch mitkochen möchte ;-) Das ist dann wohl Geschmackssache!

Liebe Grüße, Maharani

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gogogudge Tellerwäscher sagt:  
13.06.2010 14:59
Hallo ihr Lieben,

ich war schon mehrmals in Sri Lanka, leider noch nicht in Indien.
Daher weiss ich dass über 70% der Sri Lanker Buddhisten sind und keine Hindus.
Da das Rezept unter Sri Lanka steht, denke ich, passt das mit der Haut schon ;-)

Liebe Grüsse
gogogudge

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Temperator Smutje sagt:  
17.06.2010 18:13
Hallo zusammen,
wir haben das Gericht mit Haut gesehen und gegessen.
Grüße
Temperator

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ameisenmami Smutje sagt:  
16.09.2010 21:19
Hallo,
mein Mann ist gebuertiger Sri Lankaner. In Sri Lanka wird die Haut nicht mitgegessen. War schon 4 mal in Sri Lanka und habe niemals Huhn mit Haut vorgesetzt bekommen.
Gruesse Marie

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Silienpeter Kartoffelschäler sagt:  
03.08.2010 20:34
Die asiatische Küche find ich ganz interessant. Auch dieses Rezept hat mir gut gefallen. Warum ich im Vergleich mit der vorgegebenen Stunde allerdings eine Dreiviertelstunde länger brauch - und das ohne körperliche Schädigung - ist mir ein (wenn auch bei den Chefkoch-Zeiten häufig auftretendes) Rätsel. Ich hab nur Hähnchenbrust verwendet. Mit Keulen hätts vielleicht noch länger gebraucht.
Einige mehr technische Fragen hab ich zu diesem Temperator-Rezept:
1. Das Zwiebel-Chilischoten-Mus wird durch die Jalapenos natürlich grün. Auch bei längstem Anbraten wird es eher gelingen, alles zu verbrennen, als einen "goldbraunen" Farbton zu erreichen
2. Wenn man die Hähnchenteile wie angegeben 7 - 10 Minuten zugedeckt köcheln läßt, wird die Flüssigkeit kaum weniger. Also waruim nicht: Deckel weg!?
3. Auch nach Beigabe von Ingwer und Salz liegen die Hühnchenteile noch in Flüssigkeit. Wie sollen die jemals (in 3 - 4 Minuten) Farbe annehmen?
4. Kann mir bitte, bitte ein Chefkoch sagen, wie es gelingen könnte, daß man Safranfäden im Wasser zerdrückt. Die Fäden sind so geschickt, daß sie immer ausweichen!???

Ich bedanke mich für jede Antwort, die da (hoffentlich) kommen wird!

Gruß, Peter

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