Sauerbraten à la Surina



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Zutaten für Portionen

1,2 kg Rinderbraten (Schmorbraten) aus der Keule
  Für die Marinade:
380 ml Wasser
¼ Liter Essig (Rotweinessig)
⅛ Liter Wein, rot, trocken
4 m.-große Zwiebel(n)
1 große Möhre(n)
1 Stück Knollensellerie, ca, 1/8
Lorbeerblätter
Nelke(n)
3 Körner Piment
6 Körner Pfeffer, schwarze
Wacholderbeeren
1 TL Senfkörner, gelbe
¼ Liter Fleischbrühe, heiße (beim Schmoren ggf. mehr)
40 g Butterschmalz
1 EL Tomatenmark, (nicht zuviel davon)
  Zucker
  Salz und Pfeffer, gemahlener schwarzer
 evtl. Speisestärke

Zubereitung

Zubereitung der Marinade:
Möhre und Sellerie in kleine Würfel, Zwiebeln in Scheiben schneiden. Zum Einlegen kocht man den Essig, Rotwein mit dem Wasser sowie den anderen Zutaten der Marinade auf.
Das Fleisch legt man in eine geeignete Keramikschüssel oder in einen großen Gefrierbeutel und gießt die gesamte Marinade mit dem Gemüse sowie den Gewürzen kalt über das Fleisch. Der Braten sollte gut mit Marinade bedeckt sein. Gut abdecken und 8 Tage im Kühlschrank marinieren lassen. Ich wende den Sauerbraten gerne immer 1-2 mal am Tag und schaue nach dem *Rechten* .
Man kann das Fleisch mit der Marinade getrost auch ein paar Tage länger einlegen, je nach Dicke des Bratens, damit die Marinade auch gut durchdringt.

Zubereitung des Bratens:
Fleisch ca. 2 Stunden vor Anbraten aus der Marinade nehmen und gut mit Küchenpapier trocken tupfen. Mit gemahlenem Pfeffer von allen Seiten einreiben.
Marinade mit Gewürzen und Gemüse auf ein Abtropfsieb geben und gut abtropfen lassen.
1/8 l Marinade mit 1/4 l heißer Fleischbrühe mischen.

Das Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch im heißen Fett von allen Seiten kräftig anbraten, erst jetzt salzen.

Röstvorgang:
Nachdem der Braten angebraten worden ist, etwas von dem heißen Marinadengemisch in den Bräter gießen, bis die Flüssigkeit kochend verdampft und sich am Boden Bratensatz bildet, dann wieder etwas von der Marinade dazugeben. Dazwischen immer wieder den Bratensatz vom Boden lösen. Diesen Vorgang 5-6 mal oder auch mehr wiederholen, den Braten währenddessen immer mal umdrehen. Dieser Bratvorgang ist wichtig, da sich reichlich Röststoffe bilden, die den Geschmack und die Farbe des Bratens positiv beeinflussen und die Zubereitung einer schmackhaften Soße ermöglichen.
Nach dem letzten Bratvorgang abgetropftes Gemüse und Gewürze zum Fleisch geben und anbraten.
Nun 1 knappen EL Tomatenmark (nicht mehr) und wieder etwas Marinadengemisch zum Braten geben.
Bräter zugedeckt in den auf 175 Grad auf 2. Einschubleiste von unten in den Backofen stellen und ca. 3 Stunden schmoren lassen.

Zwischendurch immer mal Marinade oder Fleischbrühe auf den Bratenboden eingießen, sowie den Braten wenden und mit heißer Tunke übergießen. Immer mal während des Schmorens die Tunke abschmecken, damit sie nicht zu sauer wird. Evtl. einen Schuss heißes Wasser beigießen.

Braten in Alufolie wickeln und im ausgeschalteten Backofen ca. 10 Min. ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Soße durchpassieren, nach Belieben mit etwas Flüssigkeit auffüllen, Soße nochmals mit Marinade oder falls aufgebraucht, mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer pikant abschmecken und soviel Zucker beigeben, dass die Soße einen säuerlich-süßen Geschmack bekommt, evtl. mit Speisestärke binden.

Dazu passen gut Klöße und Rotkraut wie auch Salzkartoffeln mit Erbsen-Möhren-Gemüse. Ich liebe zu Sauerbraten zusätzlich noch einen Klecks Preiselbeeren zu den Beilagen.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 8 Tage 2 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 28.04.06
Rezept-Statistiken: 57.116 (564)* gelesen
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Verfasser:

Surina  Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

Akimo Hendlgriller sagt:  
15.05.2006 17:41
Ich habe den Sauerbraten in der Art gestern zum Muttertag gekocht und er schmeckte allen sehr lecker. Ich habe noch einige Rinderknochen mit angebraten und am Schluß noch einen Becher Schmand dazugegeben. Den Bratensatz habe ich immer mit Rotwein gelöst und zu der Fleischbrühe und der Marinade noch etwas Kalbsfond gegeben. Soße war genial ebenso das Fleisch war butterzart. ( Das Fleisch war vom Metzger meines Vertrauens)

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Surina  Sternekoch sagt:  
15.05.2006 19:18
Hallo Akimo,

Rinderknochen mit anzurösten ist eine gute Idee, das gibt eine besonders aromatische Soßentunke.

Habe noch ein Sauerbratenrezepte (mit Zibärtle), dazu nehme ich auch Knochen, der Fond wird aber einen Tag vorher zubereitet. Das Rezept wird demnächst (hoffe ich) freigeschaltet. Schau mal rein.

Einen Becher Schmand zum Schluss in die Soße wäre jetzt nicht so mein Ding, aber einen Schuß süße Sahne kann ich mir persönlich schon eher vorstellen... Aber das ist ja alles Geschmackssache, klar keine Frage.

Es freut mich, dass Euch der Muttertags-Braten ;-) gut geschmeckt hat.

Sauerbraten ist schon was Feines

LG, Surina

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woodlousy  Hendlgriller sagt:  
06.06.2006 10:43
Hallo Surina,

dank der Super-Anleitung ist mir der Braten als Sauerbraten-Neuling hervorragend gelungen.

Das Fleisch war butterzart und die Sauce ein echter Traum.

Vielen Dank
LG Woodlousy

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Surina  Sternekoch sagt:  
06.06.2006 22:20
Hallöchen Woodlousy,

Sauerbraten ist einfach klasse, ich mag ihn seit meiner Kindheit. Es ist auch irgendwie schön, den eingelegten Braten 8 Tage oder länger jeden Tag durch Umdrehen liebevoll zu hegen und nach dem Rechten sehen ;-). Gestehe, dass ich kein Freund von Einlegen im Gefrierbeutel bin, aber es ist eine Alternative... und dann, wenn er endlich zubereitet ist.. ich liebe diesen Geschmack und durch das Einlegen wird er schön durch und lecker mürbe..

Es freut mich sehr, dass Dir der Sauerbraten auch so gut schmeckt.

Danke für die Bewertung.

LG, Surina

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Kosh Tellerwäscher sagt:  
10.09.2006 10:03
Ich habe das in einen Gefrierbeutel gepackt um es ziehen zu lassen. Nun ist das Fleisch 4 Tage im Gefrierbeutel im Kühlschrank und es haben sich Bläschen gebildet. Ist es normal, wenn da feine Bläschen, also so eine Art Schaum oben drauf ist???
Eigentlich kann es ja nicht schlecht sein wegen dem Essig. Ausserdem gibts ja Rezepte die das Fleisch 7-10 Tage drin lassen. Und da es bei mir erst 4 sind...
Bitte schnelle Antwort, will den Braten nicht noch länger im Kühlschrank lassen.

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Surina  Sternekoch sagt:  
11.09.2006 20:20
Hallo Kosh,

entschuldige für die verspätete Antwort, ich bin eben aus dem Urlaub zurück gekommen.

Es ist nicht normal, wenn sich Bläschen und Schaum obenauf bilden. Es könnte sein, dass der Sud angefangen hat zu gären. Hast Du etwa Lauch in die Marinade getan oder aus Versehen mit einem unsauberen Löffel etc. an die Marinade gekommen?

Schade, dass ich es nicht sehen kann... Zudem halte ich nicht sehr viel von der Gefrierbeutel-Methode. Nehme das nächste Mal eine saubere Keramik- oder Glasform zum Einlegen des Bratens.

Ich lege meinen Sauerbraten immer mind. 8 Tage ein, manchmal sogar länger, damit er durch und durch ist, also ganz mit Marinade durchgezogen ist.

Nach 4 Tagen wird er im Kern wie *normaler* Rinderbraten schmecken und nur Außen herum richtig durchgezogen ist.

Aber das ist nicht schlimm...

Hoffe, dass ich Dir weiterhelfen konnte.

LG, Surina

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Surina  Sternekoch sagt:  
21.02.2008 13:01
Hallo...

Tipp.. Ich habe die 3-Wochen-Einlegemethode nach annelore bei dieser klassischen Variante ausprobiert!! Herrlich, kann ich nur empfehlen!

Liebe Grüße, Surina

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Beppo44 Tellerwäscher sagt:  
03.05.2008 11:38
hallo,

habe den sauerbraten in einer genius schale mit deckel eingelegt und vacumiert. nach s tagen gebraten mit blaukraut, kartoffelknödel, semmelknödel und frischen pfannengemüsen serviert beim 70sten geburtstag meiner frau. einshliesslich besuch waren alle hellauf begeistert. das fleisch ist regelrecht auf der zunge gegangen. ein super rezept. das nächste mal werde ich fotografieren.

lg-beppo44 - willy

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Surina  Sternekoch sagt:  
23.05.2008 16:34
Hilfreiche Antwort:

Hallo Willy,

oh leckere Beilagen.... schön, dass der Sauerbraten auf dem Geburtstags-Schmaus so gut angekommen ist.

Dein Kommentar freut mich sehr.. :-)

Ich habe die letzten Male ein Glas Rinder-Fond zusätzlich ab dem Röstvorgang genommen.

Beim Röstvorgang abwechselnd mit dem Marinaden/heiße Brühe-Gemisch und Fond ablöschen. Den Rest Fond aus dem Glas zum Schluss vor dem mehrstündigen Schmoren unterrühren..

Die Sauce finde ich dadurch sogar noch besser..

la gon, Surina

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moresan Tellerwäscher sagt:  
27.08.2008 11:47
Hilfreicher Kommentar:

Ich habe jetzt schon bestimmt 8-Mal den Sauerbraten nach diesem Rezept zubereitet. Es war immer ein Hochgenuss. Allerdings weiß ich nicht ob sich die Zubereitungsdauer im Ofen von ca. 3 Std. auf 1,2 kg Fleisch bezieht. Das wäre bei mir bisher deutlich zu lange gewesen. Ist wohl von der Fleischqualität und vom Herd abhängig. Ich denke auch Umluft oder Ober-/Unterhitze spielen eine Rolle. Nach 2 Std. beginnt bei mir die Zeit der "Kontrolle" wie weit das Fleisch ist. Ich bin auch dazu übergegangen den Ofen zwar auf 175 Grad vorzuheizen aber nach ca. 30-45 Minuten schalte ich auf 160 Grad runter. Ich habe auch festgestellt, dass der Wein (trocken/halbtrocken, Traube etc.) eine große Rolle spielt. Ich werde weiter dieses großartige Rezept verwenden. Rotkraut und Klöße (Kartoffel: halb und halb oder rohe) aber auch Semmelknödel sowie Spätzle sind bei uns schon zum Einsatz gekommen. Kartoffeln waren nicht so der Renner und auch Erbsen/Möhren wurden gegessen wobei das bei uns die zweite Wahl ist.

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lamentum Tellerwäscher sagt:  
21.02.2009 12:03
Hallo Kochleidenschaftler,

wie lange muss wohl ein gut 4 kg schwerer Sauerbraten im Ofen schmoren? Was meint Ihr? Wäre für Eure Einschätzung sehr dankbar. Nachdem ich die bisherigen, kleinen Sauerbraten nach obigem Rezept (superklasse!!!) immer nur ca. 2 Stunden geschmort habe und die Ergebnisse stets gut waren, würde ich bei dem 4,2 kg-Braten so auf 4 Stunden tippen.
Ansonsten meinen herzlichen Dank für das klasse Rezept, Surina.

lamentum

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drosselhof Smutje sagt:  
08.04.2012 15:17
Hallo,
würde mir an deiner Stelle ein Bratenthermometer zulegen. Hat mir schon oft geholfen. Vor allen Dingen bei großen Fleischmengen!!
LG/Drosselhof

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emse63 Küchenjunge sagt:  
18.04.2010 00:33
Oberlecker!!!
Das Fleisch war superzart!
Rezept ist gespeichert!

LG und danke
emse63

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Scansano Kaltmamsell sagt:  
22.10.2011 23:04
Hallo Surina,

heute habe ich Dein Sauerbratenrezept so zubereitet, wie Du es angegeben hast und muss sagen, es schmeckte ziemlich genau so, wie das Rezept, welches meine Mutter aus Böhmen mitgebracht hat und von dem nie ein Klecks übrigblieb. Danach habe ich lange gesucht und bin froh, bei Dir fündig geworden zu sein. Bei uns im Rheinland kommen immer noch Lebkuchen, Rosinen, Zuckerrübensirup, usw. dazu. Das ist nicht nach meinem Geschmack, ich mag es genau so, wie Du es zubereitest.
Bei mir war der Braten (1,4 kg) bereits nach 2 Stunden so zart, dass ich ihn eine Stunde früher als angegeben aus dem Ofen nahm.
Die Soße war bereits perfekt (ich habe die doppelte Menge Flüssigkeit genommen), aber trotzdem habe ich noch einen Schuß süße Sahne dazugegeben, weil meine Mutter das auch immer getan hat.
Nostalgie halt:-)
Danke für Dein Rezept, welches ich zukünftig immer verwenden werde.

LG Scansano

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kälbi  Chefkoch sagt:  
26.12.2011 11:27
Hallo,

ein toller Sauerbraten, so wie ich ihn kenne. Auch ich habe ihn schon früher aus dem Ofen genommen und er war butterzart. Uns und unseren Gästen hat er hervorragend geschmeckt.

LG Petra

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maxatmax Tellerwäscher sagt:  
31.01.2012 16:02
hallo Surina ,

hab den Sauerbraten am Wochenende genau so nachgebaut wie beschrieben ,war der Hammer .
Zum Glück hab ich vorgesorgt und gleich mehrere nach deinem Rezept eingelegt :) .
Danke für das Rezept.

Mfg Maxatmax

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lucki12 Tellerwäscher sagt:  
25.03.2012 21:22
Sehr gut! Mir persönlich war nur das Fleisch etwas zu wenig sauer. Ist aber u.U. subjektiv :-)
Trotzdem danke!

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