Orangenmarmelade

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Zutaten

800 g Orange(n) (Bitterorangen)
1,1 Liter Wasser
Zitrone(n)
1,6 kg Zucker
Portionen Auf meine Einkaufsliste

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. Ruhezeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Früchte gründlich waschen und mit dem Wasser in einen großen Einmachtopf geben. Zum Köcheln bringen und mit doppelt gefalteter Aluminiumfolie gut abdecken, sodass kein Wasserdampf entweichen kann. Ganz leise 2 Stunden köcheln lassen.
Danach die Früchte aus dem Wasser nehmen und in einem Salatsieb über einer Schüssel abtropfen lassen. Wenn die Früchte kalt genug sind, dass man sie anlangen kann, halbieren, das Innere mit einem Löffel herausholen und in ein feines Tuch geben. Die Schalen, je nach gewünschter Größe, klein schneiden und wieder ins Wasser geben, wie auch den Saft von den abgetropften Orangen. Die Zitronenschalen nicht verwenden, sondern wegwerfen.
Nun das Tuch mit dem Inhalt zubinden und das Wasser im Einmachtopf zum Kochen bringen. Das Tuch am Henkel fest binden, sodass der Inhalt in dem kochenden Wasser ist. 10 Minuten köcheln lassen. Tuch raus und abkühlen lassen.
Dann ganz fest drücken, sodass das Pektin in das Wasser mit den Orangenschalen läuft. Hier darf man nun nicht halbherzig sein, sondern wirklich alle Kraft verwenden. Dann kann man den Inhalt des Tuches wegwerfen.
Nun gibt man den Zucker auf ein mit Alufolie belegtes Backblech und erwärmt ihn ca. 10 Minuten in einem 150-Grad-warmen Backofen. Gleichzeitig auch den Inhalt des Einmachtopfes wieder auf dem Herd erwärmen. Dann gibt man den Zucker in den Topf und löst ihn auf. Die Marmelade nicht zum Kochen bringen, bevor der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
Wenn der Zucker aufgelöst ist, die Marmelade zum Kochen bringen und ohne Deckel ganz arg für ca. 30-50 Minuten stark kochen lassen. Je nachdem, wie viel Pektin in den Früchten war, geliert die Marmelade nach 30-50 Minuten.
Ca. 10 Minuten stehen lassen, bevor man sie in sterilisierte Gläser gibt und sofort verschließen.

Kommentare anderer Nutzer


lobloch4

08.07.2007 00:47 Uhr

Hallo

Wo bekomme ich Bitterorangen her?

Grüße
loboch4
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bagpipe

03.09.2007 23:43 Uhr

Gute Frage. Bitteroranegne sind nur im Januar erhaeltlich. Ich fuerchte in Deutschland muss man wohl auf die Suche gehen. Ansonsten weniger Zucker und 1 Zitrone mehr nehmen.
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bagpipe

06.02.2008 22:46 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Mittlerweile mache ich Orangenmarmelade etwas anders: 1kg Bitterorangen, 2 Zitronen, 1.5kg Zucker und 2l Wasser. Die Bitterorangen und Zitronen halbieren, entsaften, das Weisse und das Fruchtfleisch aus den halben Schalen entfernen und mit den aufgefangenen (vom Entsaften) Kernen in ein Muslintuch geben, zubinden und mit dem Saft in einen grossen Topf mit Wasser (das vom Rezept) geben. Die Orangenschalenhaelften nun kleinschneiden oder auch durch den Fleischwolf drehen (das macht weniger Arbeit). Die Zitronenschalen verwerfen. Die kleinen Schalenteilchen mit in den Topf geben. Das nun ueber Nacht stehen lassen. Am naechsten Tag alles nun zum Kochen bringen und bei geschlossenem Topf ca 1.5 - 2 Std koecheln lassen bis die Schalen ganz weich sind. Das Muslintuch rausholen und das Pektin ausdruecken, dann verwerfen. Zucker zugeben (ich waerme ihn nicht mehr im Backofen vor) wenn er sich ganz aufgeloest hat alles wieder zum Kochen bringen und nun ohne Deckel bei starker Hitze sprudelnd kochen lassen, so circa 30 -50 Minuten. Gelierproben machen und wenn es geliert hat in sterilisierte Glaeser geben (vorher 10 Minuten "auskuehlen" lassen, da sonst die Schalenstuecken alle oben schwimmen im Glas und sich nicht verteilen).
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morgands

25.09.2008 11:10 Uhr

Bin begeistert! Die Marmelade ist sehr lecker. Die Orangen kamen vom Baum einer Freundin, zwar keine Bitterorangen, aber nicht sehr suess.

Hat alles super funktioniert. Ich hatte allerdings kein Muslin-Tuch, sondern nur ein Wischtuch, daher war es schwierig, das Pektin herauszudruecken. Beim naechsten Mal werde ich ein Sieb ausprobieren.

Grosses Lob aus Australien fuer ein Super Rezept!
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bagpipe

25.09.2008 11:35 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo nach Australien von Schottland.
Schoen, dass es geklappt hat. Hoert sich alles so aufwendig an, ist aber nicht so schlimm in wenn man die Marmelade macht. Man kann 'britische' Orangenmarmelade auf verschiedene Weise machen, das Prinzip ist an sich immer das gleiche (Schalen muessen sehr weich gekocht sein bevor der Zucker dazukommt, sonst sind sie nachher hart wenn die Marmelade fertig ist und das Pektin, das sich in dem Weissen und in den Kernen befindet wird mitgekocht und dann ausgedrueckt, obwohl es gibt auch 'faulere' Rezepte wo man das nicht macht. Doch wird die Marmelade dann nicht klar, sondern eher trueb und sieht nicht so schoen aus).
Ich kaufe im Januar immer genug Bitterorangen (Seville Orangen heissen die hier) fuer das ganze Jahr, friere die rohen Fruechte aber ein, die ich nicht gleich verbrauche, denn die Marmelade geht auch mit aufgetatuten Fruechten.

LG Bagpipe
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Chulione

05.05.2015 13:24 Uhr

Es gibt hier noch einige ähnliche Rezepte für englische Orangenmarmelade, das Grundprinzip ist immer gleich. Ich habe einiges ausprobiert, und dieses hier ist hervorragend. Bei mir reicht das Pektin in den Orangen trotz festem Pressen leider nie aus, ich muss immer Pektin in Form von Gelierzucker beifügen.

Ich lasse den Zucker übrigens oft karamellisieren. Man muss natürlich teuflisch aufpassen, dass der einem nicht verbrennt, auch erhitzte ich nie den ganzen Zucker. Anschließend die eigentliche Marmelade darüber geben und den Karamell sich auflösen lassen. Der Bernsteinton wird noch intensiver, der Geschmack wird noch viel besser, die Aromen kommen noch besser zur Geltung.

Einige Vanilleschoten habe ich auch schon beigefügt (es reichen ausgekratzte, die man gesammelt hat). Dadurch wird der Geschmack etwas milder, feiner.

Die Pomeranzen bekommt man übrigens zu ganz akzeptablen Preisen im Internet-Handel:
https://www.fetasoller.com/
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ScherziScherzissimi

22.12.2015 16:43 Uhr

Hallo,

ich bin gerade dabei, die 10 Minuten das Weiße mit den Kernen auszukochen. Das Entscheidende bei dieser Rezeptur ist die Nicht-Zugabe fremden Pektins. Somit findet auch kein "Verdünnungseffekt" statt, sondern der reine Orangengeschmack kommt zum tragen. Ich habe vor 15 Jahren auch schon einmal voller Unkenntnis Orangenmarmelade aus Pommeranzensaft und Gelierzucker hergestellt. Da habe ich gemerkt, dass die Früchte so intensiv schmecken, dass die Marmelade mit Wasser zubereitet werden muss. Die Marmelade habe ich schon mehrmals gekocht, das Ergebnis war mal fruchtiger, mal karamelliger, eben wie bei Handfertigung mit Naturprodukten. Aber immer sehr gut, mit weicher Geschmacksfülle ohne aufdringliche Spitzen, wie sie mit der Zugabe von Zitronensäure bei Fabrikware entstehen. Schade, dass es bei diesem Rezept immer wieder zu Enttäuschungen kommt. Ich kann nur raten, bei Süßem sowohl die Mengenangaben als auch die Vorgehensweise strengstens zu beachten. Bei herzhaften Speisen kann man nachbessern, aber bei Süßem sind Geschmack und Textur im Endstadium der Zubereitung zumeist schon definiert. Ich meine damit, einen Braten kann man länger im Topf lassen, eine Soße nachwürzen oder verdünnen oder nachdicken lassen, aber bei einer Marmelade oder einer Torte kann man beim Zusammenführen der Bestandteile kaum noch was ändern. Und Wegschmeißen ist, das verstehe ich sehr gut, total deprimierend, bei all der Mühe, Sorgfalt und Zeit, die man in die Speise investiert hat.

"Der Mensch lebt nicht von Brot allein"(Jesus, im Jahre 30)
"Es gibt noch Wurst, Käse, Süßspeisen und Eis" (ScherziScherzissimi im Jahre 2015)
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ScherziScherzissimi

22.12.2015 16:46 Uhr

Ergänzung: Pommeranzen bzw. Bitterorangen sind im Februar herum in Lübeck, Kiel und Flensburg im Citti zu bekommen
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ScherziScherzissimi

29.12.2015 02:32 Uhr

Ich habe zum dritten Mal die Marmelade genau nach Anleitung zubereitet und es hat tadellos geklappt. Geschmack und Konsistenz stimmen. Auf meinem Profil lade ich zwei Fotos hoch, eins von dem Klößchen aus Kernen und Fasern, das nach dem Auspressen der Zitrone und des Inneren der 800g Orangen im Tuch verblieb, das andere zeigt ein Glas Marmelade mit einem Löffel mit der Marmelade. Jedes Mal ein Riesengenuß, der diese köstliche Frucht perfekt zur Geltung kommen lässt!

Gruß, ScherziScherzissimi
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jazzblue

28.01.2016 10:22 Uhr

Hallo,

nachdem ich letztes Jahr das erste Mal die Marmelade hergestellt hatte und schon äußerst zufrieden war, habe ich es diesmal mit der Hälfte des Zuckers probiert und es hat wirklich gut geklappt, ich verzichte dabei darauf den Zucker vorher zu erwärmen. Geschmacklich und auch von der Konsistenz her ist es für uns genau richtig, alllerdings ist das Bällchen, das mein Mann nach dem Auspressen übirg hatte auch nur tischtennisballgroß und wir haben es am Schluss 60 min kochen lassen.

Nochmals vielen Dank für dieses tolle Rezept,

jazzblue
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