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Hausgemachtes Sauerkraut

nach Omas Rezept

Zutaten

4 kg Weißkohl oder Spitzkohl
50 g Salz, in 300ml abgekochtem Wasser gelöst
20 g Zucker, kann mit ins Salzwasser
1 kl. Dose/n Ananas, in Stücken oder
Apfel, in Stücke geschnitten
1 kl. Dose/n Maiskörner
2 EL Wacholderbeeren
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 4 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Den Kohl mit einem V-Hobel oder einer Brotschneidemaschine in ganz dünne Streifen schneiden. Dafür den Kohl vorher vierteln oder achteln, den Strunk entfernen. Je feiner die Streifen, desto besser.
Etwas von dem Salz-Zucker-Wasser in einen Steintopf gießen (etwa 1 cm hoch). Ca. 5cm hoch Kohlstreifen einfüllen und mit einem Holzstampfer so lange stampfen, bis Flüssigkeit austritt.
Einige Wachholderbeeren, Mais, Ananas- oder Apfelstücke dazuwischen streuen und wieder eine Lage Kohl einschichten. Stampfen, stampfen, stampfen. Es sollte so viel Flüssigkeit da sein, dass das Kraut damit bedeckt ist. Immer mal wieder etwas von der Wasserlösung dazu gießen und die Arbeitschritte wiederholen, bis alles Kraut gut eingestampft ist. Sollte zu wenig Flüssigkeit da sein, noch einmal mit Salzwasser auffüllen (10g / 1L ), sodass das Kraut gut 3 Finger (ca. 4 cm) bedeckt ist.

Nun ein abgekochtes Tuch auf das Kraut legen, ein abgekochtes Holzbrett darüber, alles mit einem abgekochten Stein beschweren, damit die Flüssigkeit darüber steht. Nur der Stein darf heraus gucken.

3-4 Tage bei 20-22 Grad, danach bei etwa 15 Grad 3-4 Wochen gären lassen. Ich starte das Kraut auf dem Herd. Ein metallener Topfuntersetzer kommt auf den Herd, darauf der Krug, bei kleinster Wärmestufe 5 Minuten anwärmen, abschalten. Alle viertel Stunde wiederholen, dies etwa 4-5 mal. Wenn sich ein weißlicher Belag bildet, während das Kraut im Topf ist (im Laufe der Monate), diesen entfernen, Tuch, Brett und Stein auskochen. Ist der Topf gut geschlossen, kommt es selten vor.

Kommentare anderer Nutzer


schrat

28.08.2005 14:42 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Kochdrachenmaus,

so kenne ich es von Großmutter auch. Aber heute würde ich nur Spitzkochl einsetzen, weil er einfach feiner ist und besser schmeckt. Heute kann man ihn überall kaufen. Damals war er in unserer Gegend nicht zu bekommen, deshalb wurde Weißkohl verwendet.

LG
Schrat

Kochdrachenmaus

28.08.2005 16:41 Uhr

Hallo Schrat,

in diesem Jahr will ich auch mal Spitzkohl verwenden. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass er noch besser schmeckt.
Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich auch schon einmal rotes Sauerkraut gemacht. Das war auch ganz lecker. Nur ist der Geschmacksinn bei rotem Sauerkraut zuerst etwas irritiert, erwartet er doch den normalen Rotkrautgeschmackt. Ich werde aber wieder einen kleinen Topf voll ansetzen.

LG
Kochdrachenmaus

schnatter200

28.08.2005 20:14 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Kochdrachenmaus,

klingt sehr interessant mit Ananas und Mais.

Wir verwenden immer Kümmel, Wacholderbeeren, Äpfel und Karotten.

Zum beschweren verwende ich eine große Plastiktüte, die ich mit Wasser fülle und zuschnüre. Man erspart sich dadurch das auskochen von Tuch, Brett und Stein. Beim herausnehmen bleibt der Belag an der Tüte hängen und kann ganz einfach unter fließendem Wasser abgespült werden.

LG schnatter 200

Claus_Peter

02.11.2007 17:16 Uhr

Hallo, wunderbares Rezept, habe es zum ersten Mal gemacht...lecker...DANKE!!!
Gruß aus Braunschweig

R0kumpel

26.09.2009 13:21 Uhr

Wichtig ist noch zu erwähnen,das man unbedingt die äusseren grünen Blätter mithobeln.Denn diese enthalten die Entzyhme zur Säuerung.In der industriellen Herstellung werden diese aber vom Kohl getrennt und Entzyhme hinzugefügt um eine einheitliche Farbe des Sauerkrautes zu erhalten.
Die Zugabe von Maiskörnern und Wachholder war mir noch nicht bekannt.Werde es demnächst mal ausprobieren.Danke für das Rezept.

bierfried

21.11.2009 14:57 Uhr

Vorsicht mit Wacholderbeeren...wenig ist gut aber zuviel genommen da wird das Kraut ungenießbar...
Ich hatte beim einlegen einen Eßlöffel pro Kilo.Das war meiner Meinung nach zu viel...Ich mußte das Kraut entsorgen.Mache es jetzt nur noch mit Salz und etwas Zwiebel....lecker !

Kochdrachenmaus

21.11.2009 18:00 Uhr

Ja, das war wirklich zuviel. Mit 2 Eßlöffel ist kein gehäufter Löffel sondern ein Loffel, auf dem die einzelnen Beeren noch nebeneinander liegen ,gemeint. Insgesamt also kaum mehr als 20 Beeren auf 4-5 kg.
Sorry, wenn das im Rezept uneindeutig war.

Kochdrachemaus

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