Gänsebraten

Gänsekeulen und -brust, gleiche Zeit und Zubereitung auch bei einer ganzen Gans
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Zutaten

Keule(n) von der Gans (frisch bzw. von polnischer Hafermastgans
1 große Gänsebrust, frisch bzw. von polnischer Hafermastgans
Äpfel (Boskop)
1 Bund Beifuß, getrocknet
1 Pck. Schweineschmalz, einfach
2 Tasse/n Wasser mit je 1 TL Salz verrührt
  Salz und Pfeffer
  Rosmarin
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 50 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 2 Std. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Man nimmt entweder die Fettpfanne des Backofens oder eine entsprechend große Auflaufform, jedoch keine antihaftbeschichtete, darin verbrennt das Fett nach so langer Zeit.
Zunächst alle Gänseteile waschen, trocken tupfen und würzen, d.h. salzen, etwas pfeffern und mit geriffeltem Rosmarin bestreuen. Dabei den fleischigen Seiten etwas mehr Gewürz zukommen lassen als den Hautseiten.

Während die Gänseteile gewürzt werden, auf dem Herd in einem Töpfchen das Schweineschmalz mit der ersten Tasse Salzwasser vorsichtig schmelzen lassen. Wenn es flüssig ist, in das vorgesehene Bratgefäß gießen. Die Gänseteile (zunächst mit der Hautseite nach unten) in das Bratgefäß legen. Das Beifusssträußchen (mit Stielen) grob mit den Fingern auseinander zupfen, brechen, über die Gänsesteile und in den Schmalsud bröseln. Die Äpfel quer halbieren und die Gänseteile damit belegen.
Dann in den kalten Backofen schieben. Einschubhöhe so wählen, dass die Gänseteile sich etwa mittig im Backofen befinden. Bei normaler Ober-/Unterhitze auf 200 Grad, 1,5 Stunden braten, dabei nur öfter nachschauen, wie viel Fett austritt, um es evtl. abzuschöpfen, sodass nichts überläuft.

Nach 1,5 Stunden werden die Gänseteile gewendet. Zuvor die Apfelhälften rausnehmen, beiseite stellen. Gänseteile jetzt drehen und dabei zuvor die Apfelstücke ins Fett legen, sodass die Gänseteile jetzt mit der Haut nach oben auf den Apfelstücken liegen. Die zweite Tasse mit verrührtem Salzwasser über die Stücke gießen. Dabei auch wieder das austretende Fett beobachten. Die Gänseteile erhalten nun ihre Bräune und werden herrlich knusprig. Ab und zu nachsehen, ob der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.
Nach Ende der Bratzeit die Gänseteile entnehmen und auf einer Platte anrichten. Die Äpfel und die Stiele des Beifusses werden grob entfernt und die Gänsejus in eine Sauciere umgefüllt.

Dazu schmecken Klöße, Rotkohl bzw. Apfelmus. Gänseteile und Klöße werden auf den Tellern mit Gänsejus übergossen.

Werden die Gänseteile so zubereitet, behalten sie nicht nur ihren Eigengeschmack, sondern werden herrlich zart und butterweich. Beifuss dient der besseren Verträglichkeit. Entscheidet man sich für eine ganze Gans, bleibt der Ablauf gleich, es verändert sich nichts, außer, dass die Apfelstücke in die Gans geschoben werden. Auch hier zunächst die Gans mit der Brustseite nach unten ins Fett legen und nach 1,5 Stunden drehen.

Kommentare anderer Nutzer


Surina

01.09.2005 13:27 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo,
bin gerade auf Dein Rezept gestoßen... im Moment ist zwar keine Ganszeit, aber ich schau schonmal nach Gänserezepten...

Du schreibst was von 1 Pckg. Schweineschmalz.. wieviel Gramm sind das? Und ist das wirklich nötig bei einer Gans? Sie geben doch schon eh viel Fett ab beim Braten...

LG, Surina
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uevers

02.09.2005 08:27 Uhr

Hallo zyane

Zunächst wüßte ich gerne warum du soviel Fett gebrauchtst denn die Gans hat doch soviel eigenes Fett das es doch nur so vor Fett trieft? Dann ist da noch die lange Garzeit ist das wirklich erforderlich?

Gruß Uschi
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zyane

17.09.2005 11:51 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Liebe Surina, liebe Uschi,

1 Päck. = 250 g (Schweineschmalz)

Das ist gerade der Clou dieses Rezeptes. Das Schmalz verbindet sich mit dem Gänsefett und wird ganz homogen und sieht bedeutend appetitlicher aus beim Servieren hinterher. Es schmeckt hervorragend dadurch, dass der Sud der Äpfel, das Beifuß, halt alle Gewürze zusammen garen.
Die Dauer ist tatsächlich vonnöten, denn bei einem richtig zubereitetem Gänsebraten muss sic das Fleisch vom Knochen ohne Probeme lösen. Ich kann euch an dieser Stelle nur versichern, dass das Rezept tatsächlich in meinem gesamten Bekanntenkreis übernommen wurde, wirklich! Ganz liebe Grüße Marina
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kerobokan

17.12.2005 12:10 Uhr

Hallo Marina,
wie lange ist denn die Bratzeit nach dem Wenden?
Nochmal 1,5 Stunden?
Danke
Kerobokan
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zyane

23.12.2005 15:19 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Gesamtbratzeit = 3 Stunden = Einschub in den kalten Backofen

Nach dem Wenden beträgt die Bratzeit noch einmal 1,5 Stunden.
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Eingeschränkte Kommentare

Dieses Rezept hat viele Kommentare. Es werden nur die ersten 5 und die neusten 5 angezeigt.

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Die neusten Kommentare:


zyane

29.12.2015 06:22 Uhr

Herrlich. Es ist immer wieder schön zu lesen, dass neu ausprobiert wird und dass dann auch alles tatsächlich passt, halt dass alles so schmeckt wie hier im Rezept versprochen. Vielen lieben Dank für die Rückmeldung und immer wieder ein gutes Gelingen - herzlichst Marina
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Udali

30.12.2015 11:52 Uhr

Super Rezept! Vielen Dank dafür!
*****
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InesBee

06.01.2016 12:25 Uhr

Endlich das perfekte Rezept für unser Weihnachtsmenü !!!
Die Zubereitung eines leckeren Gänsebratens (in meinem Fall Keulen + Brust) ist Dank dieser Anleitung absolut einfach und endlich stressfrei zu bewältigen. Ohne umständliches vorheriges Anbraten etc.! Die angegebenen Zeiten (inkl. Temperaturangaben) passen. Je nach Größe / Menge der Keulen kann man hier bei Bedarf noch etwa eine halbe Stunde zugeben. Das Ergebnis war einfach überzeugend: super zartes Fleisch - auf den Punkt gegart - und die Haut schön gebräunt und knusprig. Die Familie war begeistert und ich konnte mich dieses Jahr nun erstmals (endlich!) entspannt mit an den Tisch setzen.
Danke schon mal dafür!!
Dieses Rezept ist absolut empfehlenswert - sowohl für Profis als auch für Koch-Neulinge.
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zyane

06.01.2016 12:47 Uhr

Hallo und guten Tag,

was soll ich hier noch ausführen? Ich kann mich nur ganz ganz herzliche für das Lob und die Emfehlung bedanken. Das freut mich immer wieder, auch noch nach sooo vielen Jahren.
Genau aus diesem Grunde, den Sie hier schildern, habe ich niemals mehr ein anderes Rezept ausprobiert. Ich bereite unseren Gänsebraten mittlerweile seit 32 Jahren noch genau nach diesem alten Familienrezept zu. Einfach und super lecker - herzlichen Dank und nette Grüße - Marina
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Swenifila

12.01.2016 14:32 Uhr

...ich musste erst 70 Jahre alt werden um so ein geniales Rezept auszuprobieren.
seit 30 Jahren mache ich in der Adventszeit zwei mal Gänseessen für die Familie aber noch nie war ich so entspannt und meine Familie begeistert
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Swenifila

12.01.2016 14:40 Uhr

Danke für das tolle Rezept, jetzt freu ich mich schon aufs nächste Gänse Essen
Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes Jahr
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