Thüringer Klöße oder Grüne Klöße

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Zutaten

2 kg Kartoffel(n), mehlig kochende
Brötchen
  Salz
  Wasser
  Kartoffelmehl
Portionen Auf meine Einkaufsliste

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Man schält die Kartoffel und nimmt 2/3 der Masse, reibt sie zu Schab und presst sie aus. Den Saft mit der Stärke fängt man auf und lässt die Stärke sich absetzen. Dann schüttet man das Wasser ab und lässt die Stärke trocknen. Wenn sie trocken ist, wird sie mit einem Nudelholz aufgelockert und später wieder verwendet.

Aus dem anderen 1/3 der geschälten Kartoffeln wird ein dünner Kartoffelbrei mit Wasser zubereitet und unter die rohen Kartoffelmasse gegeben. Man gibt Salz und Kartoffelstärke unter die Pressmasse und der Kartoffelbrei wird untergehoben. Die gesamte Masse muss eine gute Konsistenz haben.

Dann werden Klöße geformt und es kommen in die Mitte Weißbrotwürfel (Brötchen), welche in einer Bratpfanne und in Stücke geschnitten schön goldgelb angebraten wurden.

Beim Formen, sollten die Hände unter laufendem Wasser immer schön angefeuchtet werden. Die so geformten Klöße geben wir dann in einen großen Topf mit siedendem Wasser, welches mit Salz angereichert wurde, ca. 1 TL Salz. Kurz aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme ca.10-15 min. ziehen lassen. Wenn die Klöße oben schwimmen, sind sie gut.
Dann nimmt man sie aus den Topf mit einer Schaumkelle heraus und kann sie gleich auf den Teller geben, um sie mit 2 Gabeln etwas auseinander zu machen.
Dazu gibt man einen guten Braten, wie Rouladen, Wild, Gans oder Ente. Es passt auch Gulasch dazu. Und natürlich darf dann das Rotkraut nicht fehlen.

Oder:

Man hat, wie ich, gefrorenen Kartoffelschab aus Heichelheim zur Verfügung, der nur aufgetaut werden muss und schon geschwefelt ist und die Klöße schön weiß macht. Der Schab wird mit 500 g gekochten Kartoffeln, welche zu einen Kartoffelbrei gekocht werden untersetzt. Also durch eine Kartoffelpresse und das gekochte Wasser dazu (ca.0,5 l Kochwasser) und daraus einen Kartoffelbrei herstellen und unter den aufgelockerten Schab gemischt.
Die wie oben beschriebenen Weißbrotwürfel (Brötchen) in die Mitte geben und ebenfalls wie oben beschrieben zu Klöße formen. Jetzt werden die Klöße in kochendes Wasser, mit Salz, gegeben und ca. 10-15 min. ziehen lassen. Wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig.

Kommentare anderer Nutzer


Primus09

16.06.2005 11:10 Uhr

Ich als Thüringer esse sie so am liebsten. Da kommen die Fertigknödel oder -klöße nicht in die Tüte.

LG Primus09
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Kräuterjule

23.06.2005 17:19 Uhr

Hallo an alle,

Kloßzeit ist momentan nicht angesagt, da neue Kartoffeln sich für die "Thüringer Klöße" nicht eignen. Die Kartoffeln sind nicht klebrig, mehligkochend, genug. Außerdem ist zur Zeit leichtere Kost angebracht. Bei mir gibt es Klöße nur zu kälteren Jahreszeiten, als im Hochsommer.

VG die Kräuterjule
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Kräuterjule

10.10.2005 11:30 Uhr

Jetzt ist wieder Kloßzeit!!!!!!

Ran an die Kartoffeln. :-))))

Probiert sie einfach aus. Selbst zum Camp, auf dem Lagerfeuer haben wir schon Klöße mit Gulasch gemacht. War immer der Renner, neben den Thüringer Bratwürsten. Obwohl es ganzt schön aufwendig von der Machart war, aber es hat Spaß gemacht und allen sehr gut geschmeckt.

Die Kräuterjule
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esposita

13.12.2005 14:46 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Ja, das sind die besten Klöße!
Ich habe sie auch schon mal mit dünnem Griessbrei statt Kartoffelbrei ausprobiert, da schmecken
sie auch ganz gut.
Einen Tipp für ganz Eilige, die zu Fertigklossteig (keine Trockenware) greifen müssen:
unter den Teig eine rohe geriebene Kartoffel mischen und einen Schuß kochendes Wasser
draufgeben. Gut durchkneten und wie gewohnt weiter verarbeiten.
Kommentar hilfreich?

Kräuterjule

14.12.2005 01:04 Uhr

Hallo esposita,


mein Vater hat sie früher nur mit Grießbrei (ohne Milch) gemacht und ohne die gerösteten Brötchen.
Aber irgend wann habe ich mich um gestellt, so wie ich sie heute mache. Auch mit Grieß und aber auch mit Hirse, sind es die "Echten Thüringer Klöße". Das ist von Region zu Region in Thüringen unterschiedlich und darüber streiten sich heute noch die "Geister", wie sie wirklich richtig gemacht werden und wurden.
Jedenfalls werden sie heute so, wie ich sie oben beschrieben habe, gemacht und ist in Thüringen so üblich.

VG die Kräuterjule
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Laby

25.10.2009 22:08 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Kräuterjule,

die Thüringer Klöße hat meine Großmutter auch hier in Oberfranken gemacht - fast genau nach Deinem Rezept. Die Brotwürfel heißen bei uns "Grebala" und werden in Butter (wichtig) geröstet. Der Teig wurde bei uns nie geschwefelt; es sollten ja "Grüne Klöße" werden (sie heißen hier "Griiena Glees"). Zum Auspressen der geriebenen Kartoffeln gab es hier einen speziellen "Kloß-Sack", den man kaufen konnte.

Die Klöße wurden immer im offenen Topf gargezogen. Ich erinnere mich, als meine Muitter nach dem Tod meiner Großmutter zum ersten Mal Klöße gemacht hatte. Sie hatte sie im zugedeckten Topf gekocht. Ergebnis: Alles war zerfallen. Vielleicht war das der Fehler, warum bei einigen das ganze nicht gelang.

Mich würde interessieren, wie man es schafft, daß die Klöße auf ihrer Oberfläche kleine Noppen haben, wie auf einigen Fotos zu sehen ist, und wie ich es auch schon in Gaststätten gesehen habe. Ist das Griess?

LG
Laby
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Kräuterjule

26.10.2009 19:41 Uhr

Hallo Laby,

bei uns iun Thüringen, bzw. ich kenne es so, dass die Klöße nachziehen und dazu verwenden wir den Deckel. Also sie kochen nicht mehr sondern simmen.

Das mit den Noppen ist mir nicht aufgefallen und kann ich auch nicht erklären.

Mit Grieß esse ich meine Klöße schon seit den Siebziger Jahren nicht mehr. Eigentlich seit mein Vater tot ist (1966). Ich mache sie nur noch mit Kartoffelbrei (Wasserbrei). Es könnten grobkörniges Kartoffelschab sein.

VG Kräuterjule
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Hexenküche93

19.11.2015 23:03 Uhr

Hallo Kräuterjule,
nein das liegt einfach an dem Anteil geriebener Kartoffeln. Umso mehr umso grisseliger ist der Kloß =)
zumindest hat mir das meine Omi so erklärt =)

LG Hexenküche93
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Eingeschränkte Kommentare

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Die neusten Kommentare:


gummibärchen4466

02.03.2014 16:26 Uhr

Liebe Kräuterjule,

vielen Dank für diese tollen Knödel. Mein Mann hatte sich rohe Kartoffelknödel gewünscht und wir waren erst Mal auf der Suche, bis wir dein Rezept gefunden hatten. Die Knödel sind gelingsicher, müssen aber gut ausgepresst (sehr wichtig) werden und zusätzliche Kartoffelstärke war bei uns nicht erforderlich. Übrigens unsere Kartoffeln waren vorwiegend festkochend. Ich habe noch etwas frisch geriebene Muskatnuss dazu gegeben.
***** Sterne!

Liebe Grüße
Gabi
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gummibärchen4466

02.03.2014 16:33 Uhr

Das habe ich noch vergessen: Die gekochten Kartoffeln habe ich ganz heiß mit der groben Reibe über die rohe Kartoffelmasse gerieben (geht schneller)

Liebe Grüße
Gabi
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Kräuterjule

02.03.2014 19:29 Uhr

Hallo Gabi,

danke für's Feedback.

VG Kräuterjule
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karakaetzchen

05.10.2014 22:15 Uhr

Sind aber dann keine Thüringer mehr ;-)
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karakaetzchen

05.10.2014 22:19 Uhr

Schwefeln kenn ich auch noch aus meiner Kindhaiet (Omas Küche roch dann immer nach Hölle :-D )
Den Schwefel gibt es so nicht mehr zu kaufen.
Heute gibts Pulver aus der Tüte - muß aber nicht sein.
Grüne Klöße können ruhig grün, bzw. grau, sein. Wer den Ehrgeiz hat, Weiße zu produzieren, muß schwefeln ;-)

Ich mag keine zusätzliche Stärke an den Klößen, denn dann sind es Stärkeklöße und keine Grünen mehr.
Wenn man sie nicht nochmal aufkocht, sondern bei offenem Deckel ziehen läßt, dann zerfallen/zerkochen sie auch nicht.
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Euklid

03.12.2014 12:50 Uhr

Doch doch, den Schwefel gibt es noch. Man kann ihn - als Streifen auf einem Trägerplättchen - in jeder Apotheke kaufen, bzw. kann man ihn dort bestellen. 20 Stück in einer Packung und das ist fast ein Lebensvorrat. Ich mache da immer 1 cm ab und schwefele die Kloßkartoffeln damit. Die pulverförmigen Ersatzstoffe hab ich auch im Haus, verwende ich aber nicht. Wozu auch - die Ergebnisse mit Schwefel sind erstklassig. Darauf verzichten möchte ich nicht, denn alle angeblichen Alternativen (in Wasser/Essigwasser reiben...) beeinträchtigen den Geschmack und den Stärkegehalt im Reibicht.
Das muß man dann alles wieder durch Kartoffelmehlzugabe ausgleichen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß das Ergebnis viel besser wird, wenn möglichst viel Stärke im Reibicht bleibt und nur wenig zugegeben werden muß. Man fühlt den trockenen, ausgepreßten Reibicht dann schon an, wieviel es noch an Zusatz braucht.
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baerchen35

09.11.2014 14:43 Uhr

Hallo

Heute gab es zur Gansbrust griiena Glees.
Wir machen sie seit Jahren so, allerdings ohne irgendein Kartoffelmehl.
Zusammengefallen ist uns hier auch noch nichts, aber es ist richtig wenn du schreibst das man schon ein bisschen Gefühl für die Teigmasse benötigt.
Ich nehm meine rohen geriebenen Kartoffeln und gebe darauf die durchgepressten gekochten Kartoffeln
+ die Stärke, dazu eben Salz und brühe mit dem kochenden Wasser (in welches dann die Klöße kommen), aber immer nur Schlückchenweise.

LG aus Oberfranken
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Kräuterjule

09.11.2014 18:24 Uhr

Hallo Bärchen

und was ist die Stärke???? :-))

Bei mir ist es das Kartoffelmehl, welches früher aus dem ausgepressten Kartoffelwasser hergestellt wurde.
Ja, so hat es mein Vater früher gemacht und das ist Kartoffelstärke aus der Kartoffel, die dann Kartoffelmehl war. :-))

VG aus Erfurt, Thüringen
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Schlemmer_beatrix63

04.12.2015 21:32 Uhr

liebe kräuterjule deine Rezepte sind die Besten ,habe schon alles durchprobiert,natürlich als echte Thüringer auch die Klösse.Aber eins scheinst du nicht zu wissen,da inzwischen halb Thüringen in Hannover wohnt,gibt es den Heichelheimer Klossteig auch in Hannover beim Kaufland.
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Kräuterjule

05.12.2015 00:27 Uhr

Hallo Beatrix.

das ist doch super, dass sich das Handelsnetz erweitert hat, denn die Kloßmasse ist echt eine Erleichterung und man hat nicht mehr die viele Arbeit, wie sie früher meine Eltern noch hatten.Als ich das Rezept hier rein geschrieben habe, ist ja nun auch schon eine Weile her.
Dann kann ja der Bekanntheitsgrad der Thüringer Klöße und ihr guter Geschmack weiter gegeben werde.

VG aus Thüringen, Kräuterjule
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