Ricotta - Mirabellen - Amarettini Zupfkuchen à la Chrissi

Angaben für eine Springform 20 cm ø

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Zutaten für Portionen

  Für den Teig:
175 g Mehl
110 g Butter
Eigelb
60 g Zucker
1 Prise Salz
20 g Nutella
100 g Mandel(n), gemahlene
  Hülsenfrüchte, zum Blindbacken
  Für die Füllung:
75 g Kekse, fein gehackte, weiche (!) Amarettini
50 g Butter, weiche
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Pkt. Zitrone(n) - Schale, geriebene
1 Pkt. Vanillezucker (Bourbon)
3 m.-große Ei(er), getrennt
2 EL Speisestärke
400 g Ricotta
100 g saure Sahne
100 ml süße Sahne
1 TL Sahnesteif (Sanapart, gibt es im Backwarenregal im Supermarkt!)
250 g Mirabellen (am besten frische, entkernte, ansonsten mit Stein aus dem Glas)

Zubereitung

Zuerst das Mehl mit 80 g von den Mandeln in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen gut durchmischen. Danach die Mischung auf der Arbeitsfläche zu einem kleinen Berg aufschütten. Eine kleine Kuhle in die Mitte machen, und die in Stücke geschnittene, gut gekühlte Butter ringsum den Krater verteilen. In die Mitte gibt man nun den Zucker, das Eigelb und das Salz und hackt mit einem großen Messer den Berg gut durch. Zuletzt das kurz in der Mikrowelle etwas verflüssigte Nutella zugeben und das Ganze mit den Händen von außen nach innen zügig zu einer Teigkugel verkneten. Diese wird anschließend in Frischhaltefolie eingepackt und kommt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Den Boden der Springform vom Rand befreien und mit einem etwas überstehenden Stück Backpapier belegen. Jetzt den Rand drauf und die Springform schließen. Die außen überstehenden Ecken vom Backpapier kann man so mit der Schere problemlos abschneiden. Etwas weiche Butter auf ein Stück Butterbrotpapier geben (oder ein Stück vom abgeschnittenen Backpapier) und damit den Rand der Backform von innen gut einfetten. Mit einem Teil von den restlichen Mandeln ausstreuen.

Nach 30 Minuten den Teig aus dem Kühlschrank holen und 2/3 davon am besten auf einer Silikonbackmatte (oder auch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, aber das ist meist so ein Gewürge!) auf ca. 24 cm ø ausrollen. Dazu die Teigrolle und die Teigoberfläche immer mal wieder mit den restlichen gemahlenen Mandeln bestreuen, weil der Teig sonst doch sehr klebt und eventuell reißt. Mit Hilfe eines umgestülpten Suppentellers kann man sehr gut einen entsprechenden Kreis ausschneiden. Die Reste des Teiges wieder in der Frischhaltefolie in den Kühlschrank legen. Den Teig anschließend kopfüber in die Springform kippen, etwas andrücken und mit einer Gabel gleichmäßig einpieksen. Nun braucht man ihn nur noch mit Hülsenfrüchten bedecken und bei 175° Umluft für ca. 10 Minuten auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Nach der Backzeit auf einem Backgitter leicht auskühlen lassen und die Hülsenfrüchte entfernen.

Für die Füllung zuerst die Amarettini am besten im Mixer fein hacken. Dann die Eiweiße mit der Prise Salz sehr steif schlagen. Im Anschluss daran (ruhig mit den gleichen ungespülten Schlägern!) die süße Sahne kurz anschlagen, das Sanapart hinzufügen und das Ganze dann ebenfalls sehr steif schlagen.
Jetzt in einer großen Rührschüssel die Butter, den Zucker, den Bourbon-Vanillezucker, die geriebene Zitronenschale, die Eigelbe, den Ricotta und die saure Sahne ebenfalls mit den gleichen Schlägern gut vermengen. Die Amarettini und die Speisestärke hinzugeben und mit einem Schneebesen (!) unter die Ricotta-Masse heben. Jetzt die steif geschlagenen Eiweiße und die Sahne hinzugeben und wieder mit dem Schneebesen unterziehen.
Die abgetropften Mirabellen unter die Ricotta-Masse ziehen.

Die Füllung gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen und die Oberfläche glatt streichen. Den Kuchen bei 175° Umluft ca. 40 Minuten backen, dann den Kuchen kurz rausnehmen, und ringsum mit einem scharfen Messer die Ricotta-Masse leicht vom Rand lösen. (Soll helfen, dass der Kuchen später nicht so leicht zusammenfällt.)
Jetzt die Hitze auf 150° reduzieren und den Kuchen für weitere 40-45 Minuten backen. Sollte der Kuchen zu schnell braun werden, deckt man ihn mit einem Stück Alufolie ab.
PS: Hat man keine 20 ø Springform, so kann man auch sehr gut einen Tortenring aus Metall nehmen, den man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellt und auf die 20 cm ø einstellt.
Arbeitszeit: ca. 40 Min.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 10.04.05
Rezept-Statistiken: 16.047 (2)* gelesen
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Verfasser:

Chrissi09  Chefkoch


Mitglied seit 13.03.2005
1.568 Beiträge (ø0,59/Tag)
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Kommentare anderer Nutzer

muttimami Kaltmamsell sagt:  
12.04.2005 12:54
Hört sich super lecker an und war es wert, nen Platz in meiner Loseblatt-Sammlung zu finden. Danke schön.

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Okkels Tellerwäscher sagt:  
26.08.2007 15:32
Hallo Ch...,

ich mußte den Kuchen leider 2 x machen, da mir das erste Mal ein Malheur passierte mit dem Salz!
Ricotta habe ich keinen bekommen, deshalb habe 20%igen Quark abtropen lassen, das erste Mal eine ganze Nacht lang und das zweite nur 5 Minuten.
Der Kuchen hat trotz allen Schwierigkeiten, die ich hatte erstklassig geschmeckt - vor allem noch warm, Ich habe noch Backpapier zum Blindbacken unter die Hülsenfrüchte gelegt, so hatte ich kein Problem, sie aus dem vorgebackenen Teig zu bekommen.

Ich kann dein Rezept nur weiterempfehlen!!

VLG Erika

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gss Tellerwäscher sagt:  
11.08.2009 16:19
Hallo Chrissi, was geschieht eigentlich mit dem letzten Drittel des Teigs? Wird der auf den Kuchen gezupft (-zupfkuchen) wenn man ihn nach 40 min Backzeit aus dem Ofen nimmt?

Den Teigboden kann man sehr einfach herstellen indem man die 2/3 Teig einfach mir der Faust in die Form drückt - ohne umständliches ausrollen, ausschneiden und kopfüber (Koch oder Teig?) in die Form kippen.

Das hört sich sehr spannend an und ich werde das Rezept baldigst nachbacken!

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Karamella Hendlgriller sagt:  
12.08.2009 10:18
Hallo,

das wäre auch meine Frage. Wann kommt der restliche Zupfteig auf den Kuchen?

LG
Kara

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Karamella Hendlgriller sagt:  
12.08.2009 18:50
Hallo,

das ist ja ein ganzganz feiner Käsekuchen!!! Die Käsemasse ist sehr zart, luftig, saftig, mit einem feinem Mandelaroma und der Boden schmeckt nach feinen zarten Mandelkeksen. Und es harmoniert perfekt zu den Mirabellen. Einfach perfekt!

Zu den Zubereitungsweise habe ich mich einige Änderungen erlaubt. Ich habe den Kuchen in einer 24er Form gebacken, von der Teig- und Käsemasse kam sie geeigneter vor. Ich fand die Kuchenhöhe so perfekt. Ich habe die Vanille und Zitronenschale weggelassen. Statt 3 Eier habe ich nur 2 große genommen. Der Kuchen hat exakt 1 Stunde gebraucht. Der Zupfteig kam nach 1/4 Std. auf die Käsemasse. Mit dem Teig habe ich auch die einfachere Variante gewählt: einfach mit den Fingern auf den Formboden gedrückt.

Vielen Dank für das feine Rezept!

LG
Kara

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Chrissi09  Chefkoch sagt:  
13.08.2009 08:00
Hallo,

schön, dass Du ihn nachgebacken hast! :o)

Ja, ich finde auch, dass der Geschmack der Mirabellen richtig fein rauskommt in Kombination mit den Amarettini und dem feinen Ricotta.

Lieben Gruß,

Chrissi

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Chrissi09  Chefkoch sagt:  
13.08.2009 07:58
Hallo,

der restliche Teig wird direkt über die Ricottamasse gezupft, also vor dem Backen. Das ist leider irgendwie vergessen gegangen in der "kurzen" Beschreibung. Man sehe es mir nach!

Stimmt, in einer 20er Form wird der Kuchen recht hoch. Wir mögen das aber sehr gerne, weil man dadurch schön viel von der Käsemasse hat. ;o)

Lieben Gruß,

Chrissi

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