Hühnerfrikassee mit rosa Champignons, aromatischen Steinpilzen und frischem Spargel



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Zutaten für Portionen

Huhn (Suppenhuhn)
1 Bund Suppengrün
Zwiebel(n)
1 Zehe/n Knoblauch
Lorbeerblätter
Nelke(n)
10 Körner Pfeffer, schwarze
250 g Champignons, rosa
  Butterschmalz
200 g Steinpilze, (alternativ 20 Gramm getrocknete)
250 g Spargel
50 g Butter
30 g Mehl
400 ml Hühnerbrühe, (wird später der Gesamtmenge entnommen)
200 ml Sahne
Zitrone(n)
  Worcestersauce
  Basmati oder Kartoffeln
  Salz
  Pfeffer, aus der Mühle

Zubereitung

Basis für ein Hühnerfrikassee ist ein Suppenhuhn. Das ist zwar fetter als eine Poularde, aber dieses Fett bringt auch Geschmack.
In einen großen Suppentopf kommen nun das Huhn, ein geputztes und klein geschnippeltes Suppengrün, die gewürfelten Zwiebeln und die ganze Knoblauchzehe. Wasser drauf und Feuer frei. Wenn das Wasser kocht, die Hitze etwas reduzieren und den aufsteigenden Schaum mehrfach abschöpfen. Erst danach die würzigen Zutaten (Lorbeer, Nelken, Pfeffer) zufügen, da sie sonst mit der Schaumkelle gleich wieder herausgefischt würden. Zwei Stunden sanft vor sich hin köcheln lassen.
Dann das Huhn herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Suppe durch ein Sieb geben und ebenfalls etwas erkalten lassen.
Nach einer Stunde ist der Vogel soweit abgekühlt, dass es möglich ist, ihm das Fleisch von den Knochen zu pulen, ohne sich die Finger zu verbrennen. Nur das schiere Fleisch von Brust und Keulen findet später in mundgerechten Stücken Verwendung im Frikassee. Alles andere - Haut, Knochen, Sehnen, Flügel - hat ausgedient. Übrigens: die besten Stücke befinden sich am Rücken in zwei Vertiefungen, die Köchefilets. Die heißen aus gutem Grund so, weil sie immer schwuppdiwupp in meinem Mund verschwinden. Es bleibt dennoch eine gewaltige Masse schieres Fleisch übrig, das mit Salz und Pfeffer gewürzt wird.
Die Brühe sorgfältig entfetten. Das ist ganz einfach, denn Fett schwimmt bekanntlich oben. 0,4 Liter der entfetteten Brühe sind die Basis für die Sauce, der Rest wird für andere Verwendungen eingefroren.
Nun wird die Gemüseeinlage vorbereitet. Die Steinpilze putzen (getrocknete Steinpize einweichen). Die rosa Champignons putzen, vierteln und in Butterschmalz kräftig anbraten. Die Steinpilze in mundgerechte Stücke zerkleinern und zufügen, eine kleine Kelle Wasser hinzufügen und das Ganze zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Den Spargel schälen, in vier, fünf Zentimeter lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser garen.
Nun geht's in die letzte Runde. In dem bereits benutzten Suppentopf 50 Gramm Butter schmelzen, darüber das Mehl stäuben und mit einem Teigschaber sorgfältig verrühren, damit nichts anbrennt. Nun die Brühe und die Sahne zufügen und zehn Minuten durchkochen lassen. Pilze und Spargel dazu, schließlich das Hühnerfleisch.
Der Rest ist das, was Kochen eigentlich ausmacht: Abschmecken. Salz, Pfeffer - na klar. Zitrone - unbedingt. Worchestersauce - gehört einfach an ein Frikassee. Etwas mehr Schärfe? Dann muss Cayenne dran.
Als Beilage ist Basmatireis nicht zu schlagen, aber auch mit einer guten Kartoffelsorte kann man den Mitessern viel Freude machen.
Und wenn's zuviel ist, das Frikassee lässt sich bestens einfrieren.
Arbeitszeit: ca. 1 Std. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 05.05.05
Rezept-Statistiken: 35.241 (51)* gelesen
320 (1)* gespeichert
1.832 (3)* gedruckt
33 (0)* verschickt
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Verfasser:

rklekottka Tellerwäscher


Mitglied seit 18.10.2004
1 Beiträge (ø0/Tag)
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Kommentare anderer Nutzer

klarinette Smutje sagt:  
05.05.2005 18:26
Hallo,
Lange gab es bei mir kein Hühnerfrikassee mehr. Das wird sich nun ändern. Es war geschmacklich das beste, was ich je gegessen habe. Selbst Göga war restlos begeistert. Vielen Dank für`s einstellen.

LG Klarinette

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schrat  Sternekoch sagt:  
30.08.2005 11:09
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Hallo rklekottka,

angeregt durch dein Rezept, werde ich am kommenden Wochende mal wieder eine Hühnersuppe und auch ein Frikassee machen.

Wenn man dein Rezept so liest merkt man, dass dir der Herd nicht fremd ist. Trotzdem würde ich beim Kochen des Huhns noch etwas anders vorgehen, nämlich mit einem scharfen Messer die Brüste aus dem Huhn heraustrennen.

Die sind nämlich viel schneller gar als das übrige Fleisch und würden bei 2 Stunden Kochzeit trocken und hart. Ich fische sie nach 45-60 Minuten, je nach Größe des Huhns, bereits aus der Brühe raus. So bleibt das Fleisch saftig.

LG
Schrat

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rklekottka Tellerwäscher sagt:  
30.08.2005 17:42
Hallo Schrat,

guter Tipp. Man kann eben immer noch etwas verbessern. Werde ich beim nächsten Mal so machen.

LG
rklekottka

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dressing  Suppenkoch sagt:  
30.08.2005 20:56
Hi rklekottka (wer hat sich denn diesen Zungenbrecher ausgedacht ;-) ),

schon allein für diese anschauliche Beschreibung verdienst du ein dickes Lob. Am Samstag ist Markttag, und damit Hühnertag. Dann werde ich dein Rezept mal ausprobieren. Ich werde aber noch Kapern hinzufügen, die gehören für mich unbedingt dazu. Du merkst, ich gehöre zur "Pro-Kapern-Fraktion", aber ich kenne auch eine Menge "Kontra-Kapern-Fraktionisten". Ist halt Geschmackssache...

LG
Dressing

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AngiG  Suppenkoch sagt:  
30.08.2005 21:07
Hallöchen,
wie schon Dressing schrieb, allein deine Beschreibung verdient schon ein dickes Lob und regt unbedingt zum Nachkochen an.
Eine Frage hab ich aber doch. Was sind "rosa Champignon". Ich kenne nur braune und weiße.
LG Angi

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agescha Suppenkoch sagt:  
08.09.2005 12:27
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Hallo,
ich schließe mich an! Die Beschreibung ist klasse! Habe EWIG kein Hühnerfrikassee mehr gemacht, hatte aber mal wieder Lust drauf, habe nach einem Rezept gesucht und bin hier gelandet.
Wenns endlich nicht mehr so heiß ist, wird das SOFORT gemacht.
Hab aber nun doch noch `ne Anmerkung: Bei z. B. Suppenfleisch mache ich es so, daß ich das Fleisch ins bereits KOCHENDE Wasser gebe, wenn ich das Fleisch hinterher essen will, weil sich dann sofort die Poren schließen und das Fleisch saftig bleibt. Wenn ich "nur" eine Suppe bzw. Brühe will, gebe ich es ins kalte Wasser, damit das Fleisch so richtig ausgelaugt wird und die Brühe schön kräftig. Gilt das für Huhn auch? Muß dazu sagen, daß wir wenig Fleisch essen und wenn, dann Rind vom Bio-Bauern - somit hab ich mehr Erfahrung mit Rind.
Zum Thema Kapern: Bin absoluter Kapern-Fan, würde sie an Hühnerfrikassee aber weglassen. An z. B. Königsberger Klopse ein absolutes Muss (sehr zum Leidwesen meiner jüngeren Tochter....!).
Freu mich schon aufs Frikassee! Und klar, Worcestersoße! Boah, wie lecker!

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agescha Suppenkoch sagt:  
18.09.2005 15:43
So, gestern hab ich also das Frikassee gemacht. Muß zugeben, habe die Steinpilze weggelassen und Spargel aus dem Glas genommen. War aber superlecker! Das war das Frikassee meiner Jugend, so hats die Oma immer gemacht! Ich habe die doppelte Menge gekocht, da ich eigentlich noch etwas einfrieren wollte - zu fünft haben wir ALLES weggeputzt!
SUPERLECKER!
Anja

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sonnenschweif  Chefkoch sagt:  
05.10.2005 21:29
Genau so wird's gemacht, nur der Tip mit der Worcestersoße ist neu für mich und ich "spare" bei den Pilzen. Ideale Ergänzung: Basmatireis (wie oben gesagt) und ein guter Weißwein. Und das mit den "Köchefilets" kenne ich auch nur zu gut, aber glücklicherweise bleibt doch immer genügend übrig. Sehr gerne (nicht immer) würze ich (auf dem Teller) mit Madras-Currypulver.

Viele Grüße

***Sonnenschweif

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janpalstek Tellerwäscher sagt:  
31.01.2006 17:28
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Nichts gegen abkupfern (Wörtliche Abschrift). Aber wenn es dann schon geschieht, sollte doch wenigstens der Urheber des Rezeptes genannt werden. (Holtgrefe BTAG)

Jan

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rklekottka Tellerwäscher sagt:  
24.02.2006 15:44
Die Kritik, dass ich ein Rezept von Holtgrefe wörtlich übernommen habe, lasse ich gelten und auch der Hinweis auf den Autor wäre sicher gut gewesen.

Zur Erklärung: Meine riesige Sammlung besteht u.a. aus Rezepten, die ich aus Zeitungen kopiere (scanne) und dann in ein entsprechendes Dateiformat umwandle. Ich weiss später nicht mehr, woher ich das Rezept habe, weil es mich auch eigentlich nicht interessiert.

Künftig werde ich aber einen Hinweis auf den Autor mit ablegen.

Allerdings: Wenn man sich die vielen Rezepte hier in der Datenbank ansieht, wieviele sind davon eigene Erfindungen? 5%? Oder ist das schon zu hochgegriffen?

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Tamara79 Tellerwäscher sagt:  
28.05.2006 17:01
Das war ein ganz köstliches Essen!

Dankeschön.

Tamara

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Eicki  Chefkoch sagt:  
04.02.2008 00:03
Hallo,

Hatte nur Spargel aus dem Glas, war trotzdem lecker, werde das ganze noch mal mit frischem grünen Spargel wiederholen.

Ein gelungenes Rezept, danke.

LG Eicki

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SheenaRamone Smutje sagt:  
19.02.2009 12:48
Hab zwar nur Spargel und Champignons aus der Dose genommen und nur 50ml Sahne, aber es war sehr lecker.

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Korsar Kaltmamsell sagt:  
25.02.2010 23:13
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Super! Das ist das Rezept für ein perfektes Frikassee. Ich koche zum Huhn immer noch ein paar Flügel oder/und Hühnerklein mit und würze zusätzlich mit Piment und Wacholder (die Brühe wird noch würziger!). Die Pfefferkörner knacke ich an. Nach dem "Fleisch puhlen" koche ich dann die Brühe mit den Knochen und der Haut noch etwas ein. Das macht sie aromatischer.

Übrigens braucht man das Gemüse nur sehr grob schnippeln (wird ja am Ende rausgefischt). An den (sauberen) Zwiebeln lasse ich sogar die Schale, das macht die Brühe gold-gelb.

Und ich bin ganz Deiner Meinung, Worcestersauce gehört unbedingt zum Frkassee!

Volle Punktzahl von mir,

Gruß,

Der Korsar

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dbartel  Hendlgriller sagt:  
13.05.2011 17:09
Hallo,

ein sehr leckeres und leichtes Gericht. Durch das Entfetten der Brühe und wenn man die Sahne durch etwas weniger Gehaltvolles (Cremef**e oder Milch) ersetzt, wird daraus auch eine hervorragende Schonkost. Ich habe noch einige tiefgefrorene Erbsen hinzugefügt, uns hat es sehr gut mit Reis geschmeckt.

LG, Dieter

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dbartel  Hendlgriller sagt:  
13.05.2011 17:10
... vergas nocht einen Tipp zum Entfetten: Stellt man den Topf mit Brühe in den Kühlschrank, härtet das Fett nach einigen Stunden an der Oberfläche aus und lässt sich ganz einfach und leicht entfernen.

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Monika001 Küchenjunge sagt:  
24.06.2011 20:29
Ich habe gerade dieses Essen zubereitet. Es ist ganz lecker, ich fand es jedoch leider sehr zeitaufwendig. Bei meiner Oma hat er mir vor ca. 30 Jahren allerdings besser geschmeckt. Ich weiß aber leider nicht, wie sie es damals gemacht hat. An Brühe habe ich ca. 700 ml genommen. 400 ml waren einfach zu wenig und zu dickflüssig.

Danke für dieses Rezept. Es war das erste Hühnerfrikassee, was ich zubereitet habe.

Gruß
Monika

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fuzzy07 Kartoffelschäler sagt:  
02.03.2012 21:50
Ich hatte es eigentlich für zwei Tage eingeplant, aber es war ratzfatz weg
:-D
5 Sterne würdig das Frikasee
die gibts von mir und meinen Herren *****

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