Zutaten

2 Bund Bärlauch, frisch
1 EL Pinienkerne
50 g Pecorino (Sardisch/Sizilianischer Schafskäse) oder Grana Padano
1 dl Olivenöl Extra vergine (man braucht nicht viel, dafür vom Besten nehmen!)
1 TL Pfeffer
1/2 TL Salz
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Kalorien Kohlenhydrate Fette Eiweiß Natrium Zucker
89,5kcal 2,5g 22,5g 4,3g 1,1g 0,0g
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: ca. 4 Std. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Nur im Frühjahr sprießt er, und auch dann nur kurz: Der stark duftende, lanzettblättrige Bärlauch - auch Wild-, Wald- oder politisch unkorrekt Zigeuner(knob)lauch genannt. Das bereits bei den Römern beliebte Wildgemüse erlebt nach Jahrhunderten buchstäblichen Schattendaseins eine wahre Renaissance. Von der Chörnlipicker-Küche kommt er so langsam in die Haute Cuisine. Ob gehackt und kurz in Butter angezogen einer Bouillon beigegeben, mit frischen Pilzen vermischt oder als Würzbeilage zu Salaten oder fein geschnitten in ein Omelett eingewirkt - wer den kräftigen Geschmack liebt, wird immer eine Verwendung finden.

In den Monaten März bis - je nach Lage - Mai findet er sich in Laubwäldern an feuchten Orten wie von selbst: Man riecht ihn nämlich schon von weitem und er wartet nur darauf, gepflückt zu werden. Mittlerweile wird er im Frühjahr auch schon auf dem Gemüsemarkt angeboten.
Besonders schön ist es aber, wen man von einem Waldspaziergang sein eigenes Säcklein dieses wohlschmeckenden und äußerst gesunden Gemüses nach Hause bringt. Und wenn man in der Freude einmal zu viel geerntet hat, lässt er sich zu einer prima Pesto verarbeiten und im Kühlschrank mehrere Wochen aufbewahren.

Hier mein Rezept:
Bärlauch gut waschen und putzen, mit dem Wiegemesser ganz fein hacken. Etwa das halbe Bärlauchgewicht Pinienkerne im Mörser zerstampfen. Anteilmäßig gleich viel Pecorino fein reiben.

Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl überdecken. Zu einem Brei verrühren, evtl. mit dem Stabmixer nachhelfen. Zwei bis drei Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Mit schwarzem Pfeffer und Salz abschmecken.

In sterilisierte, möglichst kleine Konfitüregläser abfüllen. Kühl und dunkel lagern (bis zu acht Wochen.)

Damit hat man eine leckere und sehr ergiebige Sauce zu Nudeln, die man bei Zimmertemperatur direkt aus dem Glas, gut umgerührt auf die Teigwaren gibt, oder als Marinade für Lammfleisch oder Rindsbraten brauchen kann.

Zum Bärlauch bleibt noch zu sagen: Er gilt seit alters her als entschlackende und entgiftende Heilpflanze. Außerdem soll er die Durchblutung und die Verdauung anregen, sowie den Cholesterinspiegel senken. Äußerlich angewendet soll er, in Cognac eingelegt, Verspannungen und Gelenkschmerzen lindern. Oral appliziert könnte ich mir diese Rezeptur auch als sehr entspannend vorstellen, habe sie aber noch nicht ausprobiert. Die Bärlauchblätter ähneln übrigens den giftigen Maiglöcken- und Herbstzeitlosenblätter. Bei Unsicherheit genügt es jedoch, ein Blatt zwischen den Finger zu zerreiben. Wenn es nicht nach Knoblauch riecht: Weg damit!

Bärlauch lässt sich nicht gut einfrieren und sollte frisch verbraucht oder sofort verarbeitet werden.
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