Bärlauchpesto

Würzige Sauce zu Pasta oder als Fleischmarinade
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Zutaten

2 Bund Bärlauch, frisch
1 EL Pinienkerne
50 g Pecorino (Sardisch/Sizilianischer Schafskäse) oder Grana Padano
1 dl Olivenöl Extra vergine (man braucht nicht viel, dafür vom Besten nehmen!)
1 TL Pfeffer
1/2 TL Salz
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: ca. 4 Std. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Nur im Frühjahr sprießt er, und auch dann nur kurz: Der stark duftende, lanzettblättrige Bärlauch - auch Wild-, Wald- oder politisch unkorrekt Zigeuner(knob)lauch genannt. Das bereits bei den Römern beliebte Wildgemüse erlebt nach Jahrhunderten buchstäblichen Schattendaseins eine wahre Renaissance. Von der Chörnlipicker-Küche kommt er so langsam in die Haute Cuisine. Ob gehackt und kurz in Butter angezogen einer Bouillon beigegeben, mit frischen Pilzen vermischt oder als Würzbeilage zu Salaten oder fein geschnitten in ein Omelett eingewirkt - wer den kräftigen Geschmack liebt, wird immer eine Verwendung finden.

In den Monaten März bis - je nach Lage - Mai findet er sich in Laubwäldern an feuchten Orten wie von selbst: Man riecht ihn nämlich schon von weitem und er wartet nur darauf, gepflückt zu werden. Mittlerweile wird er im Frühjahr auch schon auf dem Gemüsemarkt angeboten.
Besonders schön ist es aber, wen man von einem Waldspaziergang sein eigenes Säcklein dieses wohlschmeckenden und äußerst gesunden Gemüses nach Hause bringt. Und wenn man in der Freude einmal zu viel geerntet hat, lässt er sich zu einer prima Pesto verarbeiten und im Kühlschrank mehrere Wochen aufbewahren.

Hier mein Rezept:
Bärlauch gut waschen und putzen, mit dem Wiegemesser ganz fein hacken. Etwa das halbe Bärlauchgewicht Pinienkerne im Mörser zerstampfen. Anteilmäßig gleich viel Pecorino fein reiben.

Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl überdecken. Zu einem Brei verrühren, evtl. mit dem Stabmixer nachhelfen. Zwei bis drei Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Mit schwarzem Pfeffer und Salz abschmecken.

In sterilisierte, möglichst kleine Konfitüregläser abfüllen. Kühl und dunkel lagern (bis zu acht Wochen.)

Damit hat man eine leckere und sehr ergiebige Sauce zu Nudeln, die man bei Zimmertemperatur direkt aus dem Glas, gut umgerührt auf die Teigwaren gibt, oder als Marinade für Lammfleisch oder Rindsbraten brauchen kann.

Zum Bärlauch bleibt noch zu sagen: Er gilt seit alters her als entschlackende und entgiftende Heilpflanze. Außerdem soll er die Durchblutung und die Verdauung anregen, sowie den Cholesterinspiegel senken. Äußerlich angewendet soll er, in Cognac eingelegt, Verspannungen und Gelenkschmerzen lindern. Oral appliziert könnte ich mir diese Rezeptur auch als sehr entspannend vorstellen, habe sie aber noch nicht ausprobiert. Die Bärlauchblätter ähneln übrigens den giftigen Maiglöcken- und Herbstzeitlosenblätter. Bei Unsicherheit genügt es jedoch, ein Blatt zwischen den Finger zu zerreiben. Wenn es nicht nach Knoblauch riecht: Weg damit!

Bärlauch lässt sich nicht gut einfrieren und sollte frisch verbraucht oder sofort verarbeitet werden.

Kommentare anderer Nutzer


hexenmeister5

02.04.2003 18:46 Uhr

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Möchte etwas ergänzen, Bärlauch lässt sich sehr wohl einfrieren.
Den Bärlauch einfach waschen und noch feucht in den Gefrierbeutel und dann ab in die Tiefkühltruhe. Auf diese Art kann man sich auch für die Zeit, in der der Bärlauch nicht mehr so aromatisch ist, einen Vorrat anlegen
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HKSpatz

12.04.2008 23:00 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Auch ich habe mit dem Einfrieren von Bärlauch gute Erfahrungen gemacht.
Ich hacke die Blätter vor dem Frosten fein und verwende sie tiefgefroren zu Vinaigrette, Kräuterquark und Hackfleischteig oder Kräuterbutter. Das Aroma bleibt auch nach einigen Monaten noch gut erhalten.
Verena
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Béatrice

20.04.2003 09:45 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Ich habe meinen Bärlauch auch eingefroren, weil ich keine Zeit hatte ihn gleich zu verarbeiten. Und er lässt sich noch wunderbar verwenden! Auch das Aroma ist noch da.

Béatrice
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mikko

11.06.2003 18:09 Uhr

Ich liebe Bärlauch und esse ziemlich oft aber höchstwahrscheinlich nicht genug, was die Menge betrifft. Es hilft nur nach einer bestimmten Menge...Die 1-2 Löffeln Pesto gelegentlich sind viel zu wenig...Leider.
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babel

03.02.2004 20:07 Uhr

Kann auch bestätigen was Brezzi schreibt!
Ich liebe Bärlauch, habe welchen im Garten und auch schon eingefroren. Muss aber sagen, dass die Konservierungsmethode mit dem Olivenöl besser ist, als einfrieren!!

Gruß babel
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bse0903

15.03.2004 00:48 Uhr

Hallo Brezzi,

kannst Du mir mitteilen, wieviel Bärlauch zwei Bund sind? Ich wohne in einer Gegend, da kommt man schlecht am Bärlauch vorbei. Und auf der letzten Oferta habe ich mir Bärlauchpesto von einem Biohersteller gekauft - einfach köstlich.

Wenn Du mir nur die ungefähre Menge nennst, bin ich schon dankbar.

LG Babs
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Die neusten Kommentare:


Klara888

10.04.2014 11:08 Uhr

Hallo,

ich habe gestern zum ersten mal Bärlauchpesto gemacht und irgendwie ist es leicht bitter geworden... Ich habe nun gelesen, dass das passieren kann, wenn man einen Stabmixer nutzt!? Ich bin nur (sehr) kurz am Ende noch mit dem Stabmixer reingegangen. Habt ihr damit schon mal Probleme gehabt?
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Kornblume87

30.03.2015 07:40 Uhr

Bei uns wächst der Bärlauch wild im Garten, da ist für Nachschub immer garantiert. Das Pesto gibt es heute zu selbstgemachten roten Nudeln. Habe es gestern schon vorbereitet, damit es noch gut durchziehen kann. Es schmeckt super gut. Habe nur den Pecorino durch Parmesan ersetzt. Kann man auch gut auf Brot essen.
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Mausezaus

14.04.2015 16:01 Uhr

Haette noch einen Tipp zur längeren Haltbarkeit
mann kann die Gläser auch einfrieren,nehme immer kleine,dann hat man immer frisches Pesto wenn es benötigt wird.
Klappt mit allen Sorten Pesto,aber auch Marmelade.
Auch die Farbe bleibt wunderbar erhalten.
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L-Key

24.04.2015 13:39 Uhr

Hilfreich ein Gewicht für Bärlauch. Habe es aus einem Garten bekommen. Also wieviel ist ein Bund?
Mengenangabe für Salz und Pfeffer zu viel.
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Nakayama

03.05.2015 12:14 Uhr

Hallo

wer kann mir beantworten wieviel ein Bund ist.

Danke und Gruß
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Lüntje

03.05.2015 13:02 Uhr

Hallo,
letzte Woche habe ich Bärlauch im Supermarkt entdeckt. Ein Bund waren da 75 g (mit 2,70 € m.E. übrigens total überteuert !). Das erscheint mir aber sehr wenig. Ich würde eine dicke Handvoll als Bund bezeichnen, das dürften etwa 150 g sein.
Der Bärlauch ist hier im Osnabrücker Land schon bald aufgeblüht - also fix in den Wald.....
Ich friere übrigens fertiges Pesto mit Pecorino ein. Für Suppen u.ä. kann man das Kraut auch klein geschnitten gut der Kühltruhe anvertrauen.

Hoffe, ich konnte helfen. LG - Marlies
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Nakayama

03.05.2015 18:17 Uhr

Vielen Danke für die Antwort.

Gruß

uwe
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