Rinderbrühe

Grundrezept für 5 Liter

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Zutaten für Portionen

8 Liter Wasser
1 kg Rindfleisch
2 kg Knochen vom Rind
40 g Salz
750 g Wurzelwerk Lauch, Karotten, Sellerie
2 Blätter Weißkohl
100 g Petersilie - Wurzel
Zwiebel(n)
2 Zehe/n Knoblauch

Zubereitung

Reinschmeckende Fleischbrühe erhält man, wenn gebrühte (blanchierte) Rinderknochen und wenig gereiftes, gewaschenes Rindfleisch mit kaltem Wasser aufgesetzt werden.. Die Güte der Brühe wird durch die Menge der verwendeten Naturalien bestimmt.
Blanchieren und waschen beseitigt Unreinheiten, die Knochen und Fleisch anhaften. Diese Arbeitsvorgänge fördern also den Geschmack und verhindern das Trüben(Milchigwerden) der Brühe.
Durch Kaltaufsetzen werden Knochen und Fleisch langsam ausgelaugt; es entsteht eine reinere Brühe, als wenn in unruhigem, kochenden Wasser angesetzt wird. Das in die Brühe übergegangene Fleischeiweiß beginnt bei 70 ° C zu gerinnen und setzt sich beim Sieden als Schaum an der Oberfläche ab. Dieser ist mit einem Schaumlöffel gründlich zu entfernen. Die Brühe muss langsam weiter kochen. Salz ist beizugeben.
Aus Fleisch und Knochen treten während des Siedens Fettstoffe aus und dringen ebenfalls an die Oberfläche. Da die Brühe in steter Umlaufbewegung ist, muss man sie durch Abschöpfen öfter entfetten; denn Fett, das wieder in die Brühe einkocht, trübt auch.
Wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit des Fleisches lässt sich für diese keine genaue Kochzeit bestimmen. Stücke von 1 Kg brauchen etwas 1,5 Std., deshalb ist es durch Anstechen mit einer Gabel zu prüfen. Ist das Fleisch weich, wird es der Brühe entnommen und mit einem feuchten Tuch bedeckt, damit es von außen nicht trocken und dunkel wird. Rinderknochen haben dagegen erst nach ca. vierstündigem Kochen ihren Geschmack an die Brühe abgegeben.
Die Zwiebel ist zu halbieren, mit der Schnittfläche auf den Herd zu legen und zu bräunen. Durch die Einwirkung der Hitze entstehen aus der Stärke farbgebende Röststoffe.
Eine Stunde vor Beendigung der Kochdauer werden die geputzten Gemüse gebündelt in die Brühe gelegt. Auch die Petersilienwurzel und Knoblauch sowie die angebräunten Zwiebeln sind beizufügen. Während die beigegebenen Gemüse gar werden, gehen ihre Geschmacksstoffe in die Brühe über. Kocht man das Gemüse länger, so verflüchtigen sich die erwünschten Aromastoffe. Die hellgelbe Farbe einer guten Brühe entsteht durch die verwendeten Rohstoffe, wobei die gebräunte Zwiebel diesen Farbton unterstützt. Nach beendeter Kochzeit wird das Gemüsebündel entnommen, die fertige Brühe durch ein Tuch passiert.
Fleisch und Gemüse dienen anderer Verwendung, z.B. zu Salaten oder als Einlage für Suppentöpfe.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 08.02.05
Rezept-Statistiken: 130.436 (120)* gelesen
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Verfasser:

otto42 Chefkoch


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1.723 Beiträge (ø0,56/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

bohne78 Smutje sagt:  
24.04.2005 23:34
Hallo Otto42,

eine sehr genaue und gute Beschreibung, ich bin begeistert. Die Rinderbrühe ist empfehlenswert, schmeckt hervorragend.

Vielen Dank und liebe Grüße
bohne78

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klempti  Kaltmamsell sagt:  
11.10.2005 19:58
Hallo Otto42,

vielen Dank für dieses tolle ausführliche Rezept. Ganz besonders freue ich mich das nicht nur die Zubereitung so "narrensicher" beschrieben wird, sondern das du dazu auch noch erklärst warum es so gemacht werden sollte.
Ich kommte mal wieder einiges dazu lernen und dafür vielen Dank.

LG
Klempti

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FairWinds Tellerwäscher sagt:  
15.11.2005 21:25
Hi Otto42,

vielen Dank für die ausführliche Darstellung der Zusammenhänge. Endlich ist mir nun auch klar, warum die Zwiebel halbiert und geröstet sein sollte!

Begeisterung pur!

Enjoy!

FairWinds

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Neu_Lollo Suppenkoch sagt:  
03.04.2008 21:48
Hallo Otto,
Endlich mal ein Rezept für große Mengen! Habe soeben deine Brühe gekocht. Hatte noch knapp 2 Ltr. "Würzelbrühe" von Hobbyko (Kochschinken selbst herstellen) im Eis, die hab ich gleich mit verwendet. Allles Sonstige strikt nach deinem Rezept. Mangels Schaumbildung konnte ich kaum Schwebstoffe abschöpfen, hab dann alles durch ein Mulltuch gesiebt und habe nun eine herrliche klare Brühe. Die gibt es zur Konfirmation meines Neffen (25 Personen) mit Einlagen. Schön konzentriert friere ich sie morgen (nach dem Erkalten und Abfetten) ein. In drei Wochen wird sie wieder erweckt.
Danke, dein Rezept hat mir Mut gemacht, frische Brühe für 25 Pers. zu kochen! (Hatte doch glatt schon mit Ma... oder Kn... (Instant) geliebäugelt - schäm -)

Gruß Lollo

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carrara  Sternekoch sagt:  
21.01.2009 08:44
Hallo,

endlich mal ne schlüssige Beschreibung, warum was wie gemacht wird.
Aber ich habe auch noch eine Frage, da man dazu unterschiedliche Meinungen findet:

Lässt du den Topf während der gesamten Garzeit offen oder deckst du ihn so nach den ersten großen Abschöpfaktionen ab?

LG Carrara

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fvdgerrie1958 Tellerwäscher sagt:  
17.01.2010 13:08
Ich finde dieses Rezept brilliant. Ich würde jetzt gern noch erfahren, wie ich einen Soßenfond
selbst herstelle.

Gruß bavaria

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FamLier Tellerwäscher sagt:  
02.12.2010 13:13
So, ich würde gerne dem gekauften Bio-Rind zu Leibe rücken.
Habe gut 2,5kg Knochen mit Fleisch dran.
Muss ich jetzt das Fleisch da komplett von "abbauen" oder kann ich die Stücke so wie sie sind zu Brühe verarbeiten? Soll ich die dann vorher trotzdem blanchieren (mit Fleisch dran)?

Und kann ich das Ergebniss im Einkochautomaten haltbar machen? 100°C für 75min wie bei Fleischgerichten?

Daaaaanke!
Grüße,
Susanne

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s-fuechsle Sternekoch sagt:  
06.03.2011 19:22
Hallo otto42,

eine klasse Beschreibung! Es geht nichts über eine selbstgemachte Rinderbrühe, der Aufwand lohnt sich wirklich.

Für uns habe ich dieses Wochenende wieder eine gekocht, leider ohne Knochen. Hatte ein schönes Stück Suppenfleisch, sonst verwende ich auch gerne Beinscheiben mit Markknochen. Hat aber trotzdem prima geschmeckt! Das Gemüse habe ich jedoch gewürfelt und am Ende alles durch das Spitzsieb passiert.

*****chen von uns!

Liebe Grüße,

s-fuechsle

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miroreinhard Kartoffelschäler sagt:  
20.03.2011 12:58
Hallo Otto42,
seit einigen Jahren habe ich mich auch dem Kochen verschrieben. Ich war immer der Meinung, ich bin gut. Habe auch schon mal Rinderbrühe zur Verfeinerung von Suppen und Saucen hergestellt. Das war M... gegenüber dem, was ich jezt nach deinem Rezept erstellt habe. Diese Rinderbrühe werde ich jetzt immer im Hause haben. Allerdings werde ich nichts einfrieren. Da ich immer genügend Twist-Off-Gläser im Hause habe, wird diese Rinderbrühe eingemacht, dann ist sie immer sofort einsetzbar.
Vielen Dank für dieses tolle Rezept und auch für diese super Anleitung.
Mit freundlichem Gruß
miroreinhard

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Zwetschge86 Tellerwäscher sagt:  
01.07.2011 09:18
Wie lange kann man denn die Brühe in Twist-off Gläsern haltbar machen? Habs mal mit Hühnersuppe probiert, (in Einweckgläsern), nach 4 Wochen aufgemacht und da war sie schon furchtbar ungenießbar :-(. Würde echt gern wissen wie so was geht, weil ich die Brühe auch gern auf Vorrat machen würde,aber nur eine kleine Gefriertruhe habe.

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Zwetschge86 Tellerwäscher sagt:  
01.07.2011 17:35
Wie lange kann man denn die Brühe in Twist-off Gläsern haltbar machen? Habs mal mit Hühnersuppe probiert, (in Einweckgläsern), nach 4 Wochen aufgemacht und da war sie schon furchtbar ungenießbar :-(. Würde echt gern wissen wie so was geht, weil ich die Brühe auch gern auf Vorrat machen würde,aber nur eine kleine Gefriertruhe habe.

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miroreinhard Kartoffelschäler sagt:  
01.07.2011 20:06
Hallo Zwetschge86,
ich habe die Twist-Off-Gläser nach dem befüllen im Backofen, auf einem mit Wasser gefüllten Backblech noch mal bei cá. 80° für 2 Stunden eingekocht. Dann im Backofen auskühlen lassen. Vorige Woche ( etwa 3 Monate nach dem einmachen) hatte ich davon wieder einmal ein Glas benötigt, es war einwandfrei und ich habe noch zwei Gläser auf Vorrat. Das gleiche habe ich auch mit Hühnerfond gemacht.
Wünsche gutes Gelingen.
MfG
miroreinhard

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Zwetschge86 Tellerwäscher sagt:  
14.07.2011 18:12
Vielen Dank für die Antwort. Ich werds mal ausprobieren und dann berichten. Ist halt echt viel praktischer wie einfrieren:-)

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Suzanka Kartoffelschäler sagt:  
08.09.2011 10:46
Hilfreicher Kommentar:

Hallo Otto24,

tolle Beschreibung - da kann ja fast nichts mehr schief gehen.

Ich hab da bloß noch eine Frage: Meine Oma (ebenfalls Köchin von Beruf) hat mir beigebracht, dass es nicht nötig sei, den Schaum abzuschöpfen, allerdings, und jetzt kommt das Entscheidende, nur unter der Voraussetzung, dass die Brühe niemals zum Kochen kommt, sondern während der ganzen Zeit nur leise vor sich hin simmert. Sie sagte, der Schaum würde sich während des Siedevorgangs nach unten absetzen und die Brühe dabei klären. Sie hatte auch tatsächlich immer eine ganz klare Brühe, also scheint da was dran zu sein, oder?

Danke und Gruß
Suzanka

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Suzanka Kartoffelschäler sagt:  
08.09.2011 10:48
Nochmal hallo!

Mir ist gerade aufgefallen, dass im Rezept keinerlei Gewürze wie Lorbeerblätter, Piment, Nelken etc. aufgeführt werden. Kommt da gar nichts davon dran???

Danke und Gruß
Suzanka

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Finlon Hendlgriller sagt:  
10.02.2012 13:35
Hallo!

Ich habe das Rezept gestern nachgekocht, ist meine erste Rinderbrühe. Ich hatte ein großes Stück hohe Rippe, eine Beinscheibe und zwei Markknochen (insgesamt 1,6kg) sowie einen Bund Suppengrün und eine Zwiebel. Das habe ich mit 3l Wasser angesetzt und 3 1/2h kochen lassen, dann noch 2h auf der ausgeschalteten Platte stehen lassen. Die Rezeptbeschreibung finde ich prima! Aber vom Geschmack und der Optik bin ich eher enttäuscht :-( Die Brühe schmeckt ganz ganz dezent nach Rind, dafür kräftig nach Sellerie und hat die Farbe von dünner Apfelschorle. Ist irgendwie schade, macht ja auch Arbeit. Nicht so ganz dass, was ich erwartet hatte. Klar ist sie auch nicht vollständig, das ist mir aber egal.
Die Sterne vergebe ich jetzt noch nicht, da ich einen Fehler meinerseits vermute, außer mir fanden ja alle das Rezept toll.

Was mach ich beim nächsten Mal anders? Mehr Fleisch, mehr Knochen, weniger Sellerie, weniger Wasser, länger kochen? Bringt es was im SKT. zu kochen?

LG Mina

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