Grünkohl mit Pinkel



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Zutaten für Portionen

2 kg Grünkohl, schon gerupft
1 kg Kasseler
75 g Schweineschmalz
500 g Zwiebel(n)
  Salz
  Pfeffer
1 TL Zucker
Würste, (Kochwürste)
Würste, Pinkel (sind Mettwürste aus dem Bremer Raum)
Hafergrütze

Zubereitung

Den Kohl waschen, bis er sauber ist, und gut abtropfen lassen.
Das Kasseler im Schmalz zusammen mit einigen in Scheiben geschnittenen Zwiebeln von allen Seiten anbraten. Das Fleisch aus dem Topf nehmen, den Kohl hinzugeben und bei milder Hitze so lange kochen, bis er zusammengefallen ist. Dann die restlichen Zwiebeln zugeben. Mit salz, Pfeffer und Zucker kräftig würzen.
Kochwürste und Speck auf dem Kohl legen und mit 3/4 l Wasser begießen. Im geschlossenen Topf weitere 1 1/2 Stunden sanft kochen lassen.
Das Fleisch herausnehmen und die Grütze über den Kohl streuen, sowie die Pinkel oben auf legen. Alles noch mal 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Jetzt den Kohl noch mal abschmecken und eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Das Fleisch wieder in den Topf geben und alles noch mal erhitzen.
Schmeckt am besten mit Bratkartoffeln aber auch mit Salzkartoffeln.
PS. Ein guter Korn gehört auch dazu.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 01.09.04
Rezept-Statistiken: 113.997 (15)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

big-daddy Küchenjunge


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10 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

cleopetrarocks Tellerwäscher sagt:  
17.09.2004 20:01
Sogar von der Ferne....hier in Kanada, koche ich unseren Kohl und Pinkel!! Es gibt viele Deutsche hier, die die alte Heimat mitgebracht haben - und ich bringe gerne meiner Kanadischen Familie oft gerne die gute Deutsche Kueche auf den Teller.....Als Bremerin...gehoehrt natuerlich auch dieses Rezept dazu !

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lifesaflirt Tellerwäscher sagt:  
09.01.2006 17:05
Kulinarische Regionen

Auch wenn hier in Westfalen der Grünkohl (in der Regel mit Kartoffelstückchen drinnen und Mettenden) durchaus ein traditonelles Gericht ist, bervorzuge ich immer noch die Bremische oder Oldenburgerische Zubereitungsweise.

Zur Herstellung der im Rezept beschriebenen Pinkel:
Hierbei handelt es sich um eine reine FLEISCHpinkel, die herkömmliche Pinkel besteht zum Großteil aus Hafergrütze.

Da sich Pinkel außerhalb Norddeutschland nur schwer auftreiben lässt mein Tip:
fein gehackter Speck (oder gleich eine feingehackte Mettwurst/Mettenden (Kochwurst wie sie auch im Norden genannt wird) mit ausreichend Fett und viel Grütze leicht anbraten und vor dem serveiren über den Kohl geben- was man ja letztendlich auch mit der fertigen Pinkel macht, dh diese wird ausgeschnitten und der Inhalt über den Kohl gegeben bzw. untergemengt.

Und für mich gehört eine Prise Piment dazu!

Anbrennen: bei geringer Hitze und ausreichend Flüssigkeit und regelmäßigem Umrühren lässt sich das vermeiden.

Guten Appetit!

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hartmut257 Tellerwäscher sagt:  
29.01.2007 19:09
Hilfreicher Kommentar:

Als "alter" Bremer muß ganz entschieden protestieren!!!!!!!!!!!!!!!!Pinkel ist weder Mettwurst,oder,wie kürzlich in einem ganz bekannten Fernsehquiz gesagt,noch Knipp!!!!!!!
Defamiert unser schönes Gericht nicht so!!!Pinkel ist eine Grützwurst im "Pinkeldarm"vom Schwein.Daher auch der Name "PINKEL".Hafergrütze wird mit fettem Speck und Gewürzen in den Darm gestopft.Die Pinkel darf nur kurz heiß werden,denn wird der Darm aufgeschnitten und der Inhalt über oder unter den Kohl verteilt/untergemischt!Da das Essen verhältnismäßig fett ist und anschließend auch schwer im Magen liegen kann,trinkt man zur besseren Verdauung viel Korn dazu.Auch ein Magenbitter ist erlaubt.
Zur Appetitanregung macht man vorher eine Wanderung bei möglichst kalter Witterung,macht Gesellschaftsspiele und "wärmt den Magen vor"[vornehmlich mit Korn].
Knipp ist auch ein Bremer Ausdruck für eine andere Art von "Grützwurst".Knipp war früher eine "Arme Leute-Essen".Knipp enthält aber wesentlich mehr Fleisch[Hachfleisch]-Anteil und wird in der Pfanne gebraten.Dazu gibt´s entweder Salzkartoffeln oder Bratkartoffeln und Gewürzgurke,manche essen auch gern Rote Beete dazu!
MfG Hartmut Lion [hartmut257]

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mariesal  Smutje sagt:  
15.03.2007 12:36
Hi,

fast genauso mache ich den Grünkohl auch. Allerdings nehme ich keine Pinkel, sondern "nur" normale Mettwurst. Aber ich lasse den Grünkohl mindestens genauso lange köcheln.

Anstelle des Kasslers nehme ich auch mal ein Stück Nachenbraten. Schmeckt auch lecker.

LG,
mariesal

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larsnagel Tellerwäscher sagt:  
27.10.2007 15:28
Danke, Hartmut!
Also, wenn man die "echte" Bremer Pinkel verwendet, dann sollte man immer 1-2 Pinkel mehr besorgen, als nachher auf den Teller kommen. Denn wichtig beim langen Einkochen des Kohls ist das Würzen mit 1 oder 2 aufgeschnittenen Pinkel, d.h. die sollten schon früh zum Kohl dazu kommen. Wir essen die (restlichen) Pinkel dann "pur" auf dem Teller dazu, genauso wie die Kochwürste und den Kasseler. Ich freue mich schon auf die neue Saison.
P.S. Bin auch fern der Heimat (Rhein-Main-Gebiet), aber finde immer sehr anständige Pinkel bei "Schlemmermeyer".
Gruß
Lars Nagel

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Lutz Klein Tellerwäscher sagt:  
03.08.2008 08:19
Hallo Lars,
freut mich, daß dies Thema so klargestellt wurde. Ich habe mir bisher immer die Pinkel aus meiner alten Heimat Oldenburg mitbringen oder schicken lassen. Leider ist das jetzt nicht mehr möglich, weshalb mich die Adresse von "Schlemmermeyer" sehr interresiert. Kannst Du mir die schicken, oder hier veröffendlichen?
LG
Lutz

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daliklettern  Smutje sagt:  
01.10.2008 16:45
auch ich wohne im rhein-main-gebiet.l die pinkel vom schlemmermeyer macht einen arm und wahrscheinlich ist es Oldenburger....

Ich "importiere" die Zutaten immer Ende Oktober, bin ich eh in Bremen (aber nicht wegen Freimarkt...) und mache dann ein Grünkohlessen äh Braunkohlessen für Freunde.

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Jana-Catharine Tellerwäscher sagt:  
22.12.2007 13:29
Habe dem Rezept gerade 5 Punkte gegeben, weil ich es wirklich perfekt finde. Habe danach zum ersten Mal Grünkohl zubereitet und war erstaunt über die Einfachheit und den beim Kochen herausgekommenen Hochgenuss!! Habe frischen Grünkohl verwendet, mein Mutter nimmt allerdings immer TK und bei ihr schmeckt's auch super.
PS: Meine Freundin aus Ostfriesland, die ihr Leben lang schon riesiger Grünkohlfan ist sagte, es sei der beste gewesen, den sie je gegessen hat - danke also! :-)

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LuzieM Kartoffelschäler sagt:  
21.02.2008 17:12
War superlecker! Ich hab hier (Mainz) einige überzeugte "Fleeschworscht"-Esser mit Grünkohl und Pinkel (natürlich inklusive unkompetenter Kommentare ;-)) begeistern können! Vielen Dank für das Rezept!

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