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Zutaten

300 g Käse, Emmentaler, alt
400 g Käse, Gruyère, rezent
100 g Käse, Gorgonzola
1 Stück(e) Käse, Glarner Kräuterziger
  Knoblauch
1 TL Speisestärke, Maizena (Kartoffelmehl)
5 dl Wein, spritziger Weisswein (z.B. Fendant)
  Muskat
  Pfeffer, schwarz
5 cl Kirschwasser
1 kg Weißbrot
  Zwiebel(n), Silberzwiebeln, Essiggurken usw.
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Reiben Sie eine feuerfeste Pfanne - besser natürlich ein richtiges Fondue-Caquelon - mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe aus. Geben Sie den durch eine Bircherraffel geriebenen Gruyère und Emmentaler dazu. Schneiden sie eine weitere Knoblauchzehe in hauchdünne Scheibchen, die Sie auch dazugeben. Füllen Sie das Caquelon mit dem Weisswein auf und verrühren Sie erst einmal alles gut. Schneiden Sie den Gorgonzola in fingerbeeren grosse Stücke und geben sie ihn auch hinzu. Zuvor sollten Sie den Grünschimmel entfernen, falls Sie empfindliche Gäste haben. Reiben Sie ein Drittel des Zigersöcklis (ca. 30 g) durch eine Parmesanraffel darüber. Lösen Sie zwei gestrichene Teelöffel Kartoffelmehl in 5 cl. Kirsch auf und giessen Sie es dazu. Wieder rühren, und fein gemahlener Pfeffer und Muskat nach Belieben dazugeben. Nochmals rühren und dann eine Stunde Pause machen. Falls Ihre Gäste schon da sind, servieren Sie ein Glas Weisswein oder eine Tasse Schwarztee.

Wichtig: Keine Snacks!

Das Brot ist in mundgerechte Würfel geschnitten, der Tisch ist gedeckt und das Fonduerechaud steht bereit. Suchen Sie jetzt in der näheren oder weiteren Nachbarschaft nach jemandem, der per Zufall eine Flasche Brennsprit besitzt und beknieen sie ihn darum. Füllen Sie damit den Rechaudbrenner grosszügig auf.

Kochen Sie die Fonduemasse bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren (!) langsam auf bis sie crèmig ist (Dauert etwa zehn Minuten). Nach kurzem Köcheln bitten Sie Ihre Gäste zu Tisch und stellen das Caquelon auf das brennende Rechaud.

Ach ja: Essen tut man das Fondue folgendermassen: man steckt sich ein Stück Brot auf die spezielle (lange) Fonduegabel, gibt eine Zutat nach belieben dazu und rührt damit kurz im Caquelon. Normalerweise isst man direkt aus der Pfanne, kann aber das käsetriefende Brotstück zum abkühlen auch auf dem Teller zwischenlagern und mit weiteren Zutaten anreichern oder mit einer Extraportion frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Japanische Touristen haben eine andere Methode entwickelt: Da sie auf ihren Europatrips nicht so viel Zeit haben, bestellen sie auch schon mal morgens um neun diese ominöse Käsespeise. Die wird auch prompt serviert. Dann verlangen sie Suppenlöffel, werfen alle Zutaten inklusive Brot in die Pfanne und löffeln sie aus. Zwanzig Minuten später sind sie dann schon wieder on the road.

Fondue isst man nur abends in einer gemütlichen Runde und lässt es dann bei Musik und Kartenspielen oder sonstigen Geselligkeiten spät werden.
Tipps: Wenn das Fondue scheidet (Käse wird klumpig und die Flüssigkeit schwimmt obenauf): Stabmixer...

Wenn die Gäste nicht kommen (Raveparty) oder gleich wieder gehen (Radioprogramm): Eine Woche Käseschnitten...

Wenn das Caquelon zu klein ist: Käsemischung in einer Teigschüssel vorbereiten und in zwei oder mehreren Etappen zubereiten. Dazwischen Salat an milder Sauce, Knoblauchbrot, Oliven, eingelegte Artischockenböden, getrocknete Tomaten oder ähnliches servieren. (Keine Pommes-Cips, Salznüsschen oder so...)

Getränke: Schwarztee, Weiss- oder auch ein leichter Rotwein (z.B. Gamay oder Beaujolais Primeur, ein 'Beerliwein', Dôle oder Goron). Keine Kohlensäurewasser. Als Dessert ist ein Sauternes oder ein Monbazillac sehr zu empfehlen.
Kirschbrand: zum Trinken oder um das Brot darin zu tunken.
Kruste: die Temperatur des Brenners immer gut regulieren. Das Fondue sollte nicht kochen, sondern nur leicht Blasen schlagen. Das gibt am Schluss ein schönes Käsekrüstchen am Caquelonboden.

Caquelon reinigen: füllen Sie das Caquelon über Nacht mit kaltem Wasser und legen Sie auch gleich die Gabeln ein. Am nächsten Tag geht die Reinigung leicht von der Hand.
Wohnung: lassen Sie einen Liter Essigwasser bei geschlossenen Fenstern auf dem Herd verdampfen. Danach gründlich lüften.