Sterz / Polenta
Maismehl-Gericht aus der bäuerlichen Küche| 500 g | Maismehl |
| 400 g | Wasser |
| etwas | Grieß, Weizengrieß |
| 1 EL | Öl (Oliven) |
| 1 Becher | Grieben |
Zubereitung
Ähnliche Gerichte wie diese waren jahrhundertelang die tägliche Nahrung der ärmeren europäischen Bevölkerung: Grobes Mehl, mit Wasser zu einem Brei verkocht. Wer Glück hatte, konnte sich dazu ein wenig Gemüse oder etwas Schweinefett leisten. Vor dem Aufkommen von Maismehl ("Polenta", "Türkensterz") verwendete man Roggen, Gerste, Hafer, Weizen und andere Getreide.
Erklärung zu Grieben: Grammeln: Der Speck vom Schwein wird zerkleinert und erhitzt ("ausgelassen"), um das Schmalz zu gewinnen. Am Boden setzen sich dann die knusprigen Gewebereste ab, die Grammeln bzw. "Grieben". Diese schmecken toll, wenn man sie mit Salz und Pfeffer verfeinert.
Tipp meines Großvaters: Polenta und Sterz wird cremiger, wenn man etwas bis zu 1/5 des Maismehls durch Weizengrieß ersetzt oder etwas feines Polenta-Mehl dazu nimmt.
Italienische Polenta:
2 1/2 Teile gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, ein wenig Olivenöl ins Wasser geben, 2 Teile grobes Polenta-Mehl hinzufügen, noch mal kräftig umrühren und warmstellen. Immer wieder umrühren, damit sich eine glatte, breiige Masse bildet.
Die Polenta kann man z.B. mit dem Schaber in eine gefettete Kuchenform drücken und bei Tisch aufschneiden. Diese Polenta-Scheiben kann man auch z.B. in Butter anbraten und mit Käse servieren.
Steirischer Sterz:
2 1/2 Teile gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, ein wenig Grammelschmalz (Österreich) bzw. Griebenschmalz (Bayern) ins Wasser geben. 2 Teile grobes Sterz-Mehl (ist ziemlich das gleiche wie Polenta-Mehl) ins kochende Wasser geben, noch mal kräftig umrühren und warmstellen. Nicht mehr umrühren, damit die Masse grobkörnig und bröckelig bleibt.
Vor dem Servieren Griebenschmalz in einer Pfanne erhitzen, bis die Grammeln knusprig werden. Vorsicht - wenn Grammeln zu heiß werden, können sie platzen, dann spritzt brandheißes Fett weg!
Sterz in einer Schüssel anrichten und mit Griebenschmalz übergießen. Am besten schmeckt Sterz mit viel Grieben und wenig Schmalz. Ist der Sterz bereits kalt, kann man Grieben in der Pfanne erwärmen, das flüssige Schmalz weggießen und den Sterz anbraten.
Alternative: Grammelschmalz ganz weglassen und Sterz in einer Schüssel mit Buttermilch oder Joghurt servieren. (Und mein Großvater frühstückt seit Jahren Milchkaffee mit Sterz drin.)
Erklärung zu Grieben: Grammeln: Der Speck vom Schwein wird zerkleinert und erhitzt ("ausgelassen"), um das Schmalz zu gewinnen. Am Boden setzen sich dann die knusprigen Gewebereste ab, die Grammeln bzw. "Grieben". Diese schmecken toll, wenn man sie mit Salz und Pfeffer verfeinert.
Tipp meines Großvaters: Polenta und Sterz wird cremiger, wenn man etwas bis zu 1/5 des Maismehls durch Weizengrieß ersetzt oder etwas feines Polenta-Mehl dazu nimmt.
Italienische Polenta:
2 1/2 Teile gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, ein wenig Olivenöl ins Wasser geben, 2 Teile grobes Polenta-Mehl hinzufügen, noch mal kräftig umrühren und warmstellen. Immer wieder umrühren, damit sich eine glatte, breiige Masse bildet.
Die Polenta kann man z.B. mit dem Schaber in eine gefettete Kuchenform drücken und bei Tisch aufschneiden. Diese Polenta-Scheiben kann man auch z.B. in Butter anbraten und mit Käse servieren.
Steirischer Sterz:
2 1/2 Teile gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, ein wenig Grammelschmalz (Österreich) bzw. Griebenschmalz (Bayern) ins Wasser geben. 2 Teile grobes Sterz-Mehl (ist ziemlich das gleiche wie Polenta-Mehl) ins kochende Wasser geben, noch mal kräftig umrühren und warmstellen. Nicht mehr umrühren, damit die Masse grobkörnig und bröckelig bleibt.
Vor dem Servieren Griebenschmalz in einer Pfanne erhitzen, bis die Grammeln knusprig werden. Vorsicht - wenn Grammeln zu heiß werden, können sie platzen, dann spritzt brandheißes Fett weg!
Sterz in einer Schüssel anrichten und mit Griebenschmalz übergießen. Am besten schmeckt Sterz mit viel Grieben und wenig Schmalz. Ist der Sterz bereits kalt, kann man Grieben in der Pfanne erwärmen, das flüssige Schmalz weggießen und den Sterz anbraten.
Alternative: Grammelschmalz ganz weglassen und Sterz in einer Schüssel mit Buttermilch oder Joghurt servieren. (Und mein Großvater frühstückt seit Jahren Milchkaffee mit Sterz drin.)
| Tweet |
Kommentare anderer Nutzer
julia33
sagt:
sagt: 06.07.2003 09:44
Wir aßen beim Rossegger immer zum Sterz Kartoffelsuppe, da standen die Pfanne u die Suppenschüssel in der Mitte des Tisches und jeder löffelte. Es schmeckt besser als in einem 3 Haubenlokal. LG Linda
schweigereisen
sagt:
sagt: 19.09.2004 19:25
Ich komme aus der Gegend von Peter Rosegger und meine Mutti macht heite noch den Polentasterz.
Nur trinken wir Kaffee dazu
Nur trinken wir Kaffee dazu
waescherei
sagt:
sagt: 03.01.2005 20:09
Hallo!
Ich suche ein Rezept für Heidensterz! Ich habs bisher einmal sellber probiert, leider ist aber der Mehlkloss in meinem Tops innen trocken geblieben..... Gibt es da einen trick?
Viele Grüsse, waescherei!
Ich suche ein Rezept für Heidensterz! Ich habs bisher einmal sellber probiert, leider ist aber der Mehlkloss in meinem Tops innen trocken geblieben..... Gibt es da einen trick?
Viele Grüsse, waescherei!
25.11.2005 17:23
@ Waescherei
Hier kommt die luxemburger Variante von STERZ - aus Heidekornmehl/Buchweizenmehl. Das Rezept ist aus dem Kochbuch von Maischi Tibesart.
Damals konnten die Leute von Sahne natürlich nur träumen, und statt magerem Räucherspeck gab es nur den fetten, gerächerten Speck. Richtiges Fleisch gab es nur an Sonn- und Feiertagen.
LG
FADI
Stäerzelen
Heidekornknödel
Buchweizen galt im Oesling bis zum zweiten Weltkrieg als Grundnahrungsmittel.
Er gehört zu den Knöterichgewächsen und ist in seiner Zusammensetzung.
Verarbeitung und Verwendung allerdings dem Getreide ähnlich.
Rezept: von Maischi Tibesart
500 g Heidekornmehl
1-11/2 L Wasser
20 g grobes Salz
150 g fetter Räucherspeck
150 g magerer Räucherspeck
100 ml Sahne oder Milch
Den Speck würfeln und in einer Pfanne auslassen. Wasser mit dem Salz
zum Kochen bringen und das Heidekornmehl unter ständigem Rühren
hineinschütten. Bei niedriger Temperatur kräftig rühren und zu einer
geschmeidigen Masse verarbeiten.
Einen Esslöffel in das ausgelassene Fett tauchen und damit Knödel
ausstechen. In eine vorgewährmte Schüssel geben.
Ist der Teig aufgebraucht, geben, geben sie die Speckwürfel
und die vorher erhitzte Milch oder noch besser Sahne über die Stäerzelnen.
Hier kommt die luxemburger Variante von STERZ - aus Heidekornmehl/Buchweizenmehl. Das Rezept ist aus dem Kochbuch von Maischi Tibesart.
Damals konnten die Leute von Sahne natürlich nur träumen, und statt magerem Räucherspeck gab es nur den fetten, gerächerten Speck. Richtiges Fleisch gab es nur an Sonn- und Feiertagen.
LG
FADI
Stäerzelen
Heidekornknödel
Buchweizen galt im Oesling bis zum zweiten Weltkrieg als Grundnahrungsmittel.
Er gehört zu den Knöterichgewächsen und ist in seiner Zusammensetzung.
Verarbeitung und Verwendung allerdings dem Getreide ähnlich.
Rezept: von Maischi Tibesart
500 g Heidekornmehl
1-11/2 L Wasser
20 g grobes Salz
150 g fetter Räucherspeck
150 g magerer Räucherspeck
100 ml Sahne oder Milch
Den Speck würfeln und in einer Pfanne auslassen. Wasser mit dem Salz
zum Kochen bringen und das Heidekornmehl unter ständigem Rühren
hineinschütten. Bei niedriger Temperatur kräftig rühren und zu einer
geschmeidigen Masse verarbeiten.
Einen Esslöffel in das ausgelassene Fett tauchen und damit Knödel
ausstechen. In eine vorgewährmte Schüssel geben.
Ist der Teig aufgebraucht, geben, geben sie die Speckwürfel
und die vorher erhitzte Milch oder noch besser Sahne über die Stäerzelnen.
dumilein
sagt:
sagt: 25.06.2010 17:18
Ich kenne sterz auch von mein Opa er hat ihn auch
im kaffee getan muß da bei sage er kam auch auch
östreich kennt ja kaum einer bin damit groß geworden
er ist super lecker 4 Sterne von mir
lg drumilein
im kaffee getan muß da bei sage er kam auch auch
östreich kennt ja kaum einer bin damit groß geworden
er ist super lecker 4 Sterne von mir
lg drumilein
Maeusezaehnchen
sagt:
sagt: 25.10.2010 17:48
In etwa so macht jeder Steirer seinen Sterz.
Meist wird aber das Verhältnis 1:1 Sterzmehl:Wasser genommen
Das mit den Grammeln ist traditionell.
Dann gibt es bei uns noch folgende Varianten:
mit Schwammersuppe (Steinpilze, Eierschwammerl, und alles was man so kennt)
mit Sauermilch (am besten selbst angesetzt mit der Frischmilch direkt vom Bauern)
und wir zu Hause machen es auch mal süß und streuen am Nachmittag beim Kaffee reichlich Zucker drüber (nix für unsere Herren)
Ich könnte davon Leben. Aber das Gselchte (oder auch andere Lebensmittel) sind auch noch da. Dann lieber immer schön abwechseln.
Meist wird aber das Verhältnis 1:1 Sterzmehl:Wasser genommen
Das mit den Grammeln ist traditionell.
Dann gibt es bei uns noch folgende Varianten:
mit Schwammersuppe (Steinpilze, Eierschwammerl, und alles was man so kennt)
mit Sauermilch (am besten selbst angesetzt mit der Frischmilch direkt vom Bauern)
und wir zu Hause machen es auch mal süß und streuen am Nachmittag beim Kaffee reichlich Zucker drüber (nix für unsere Herren)
Ich könnte davon Leben. Aber das Gselchte (oder auch andere Lebensmittel) sind auch noch da. Dann lieber immer schön abwechseln.
Lilith-Moonlight
sagt:
sagt: 13.08.2011 07:21
Interessant, mit Maismehl kenne ich das gar nicht! Bei uns wurde der Sterz immer mit Maisgrieß gemacht.
Ähnliche Rezepte
Rezeptsammlungen
Dieses Rezept ist in diesen Sammlungen gespeichert:
- vegetarisch und rezepte die fleischersatz tauglich sind (6)
- alltag
- schnell
- Vegetarisch/Gemüse
- hauptspeisen
- Kochen "Weltküche" in ... Tagen um die Welt und das am heimischen Herd, das geht nur mit dem ck
- Kochen - Eintopf, Auflauf, Pfannengerichte - alles aus einem Topf
- Getreide - Eier - Reis
- Knödel Kartoffel Palatschinken
- Allerlei
Weitere Rezeptsammlungen

Henglein
Rama Cremefine

















Besser als Polenta ist Polentagries. Den in Schmalz oder Öl anwärmen, dann mit Wasser angießen, etwas weniger nehmen als das Griesvolumen. Die Zubereitungszeit verlängert sich auf ca. 25 Min.
Guten Appetit.
Und mein Opa aß den Sterz immer mit Malzkaffe mit viel Milch und Zucker drin. Eben alles, was stark macht.
Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten