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Honigkuchen

Rezept von meiner Oma, die hundert Jahre alt wurde

Zutaten

500 g Honig, weich oder flüssig
500 g Rübensirup
1 EL Kakaopulver
1 TL Nelkenpulver
1 TL Zimtpulver
250 g Margarine, weich
500 g Zucker
75 g Mandel(n), gemahlen
75 g Haselnüsse, gemahlen
1 Pck. Puddingpulver, Schokolade
2 Pck. Gewürzmischung (Pfefferkuchengewürz)
125 g Zitronat, püriert
Ei(er)
2 kg Weizenmehl, Type 405
10 g Hirschhornsalz
100 ml Wasser, lauwarm
1 TL, gehäuft Backpulver
1 Glas Aprikosenkonfitüre, oder Erdbeermarmelade
1 Pck. Schokoglasur, zartbitter
1 Pck. Zuckerstreusel, bunte
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. / Koch-/Backzeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: ca. 2 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Honig mit Rübensaft gut mischen. Dazu eine Mischung aus Kakao, gemahlenen Nelken und Zimt geben und gut verrühren. Weiche Margarine unterrühren, dann Zucker dazugeben. Mandeln und Haselnüsse unterrühren. Schokoladenpudding, Pfefferkuchengewürz und Zitronat dazugeben, alles gut vermischen. Die Eier unterrühren. Jetzt das Mehl einkneten. Gutes Durchkneten des Teigs garantiert einen lockeren Honigkuchen.
Den fertigen Teig mindestens 48 Stunden stehen lassen. Dann das Hirschhornsalz mit dem lauwarmen Wasser verrühren, es muss zischen, und unter den Teig arbeiten. Zum Schluss kommt das Backpulver dazu und wiefer kneten, kneten, kneten.

Den Teig dritteln und auf drei gefetteten Backbleche ausrollen. Den Backofen auf 250° C vorheizen, dann auf 200° C herunter drehen und jedes Blech ca. 15 Minuten backen. Der Teig muss schön braun sein und duften. Evtl. auch etwas länger backen.
Das Blech herausnehmen, mit einem großen Küchenmesser zunächst den Rand ca. 1 cm ringsum abschneiden, dann ca. 5x5 cm große Quadrate schneiden, ggf. noch mal 5 Minuten weiter backen, falls der Teig in der Mitte noch nicht richtig durch ist, dann endgültig herausnehmen.

Die Honigkuchen vom Blech lösen und gleich in der Hälfte ihrer Höhe waagerecht durchschneiden und mit pürierter Aprikosen- oder Erdbeermarmelade füllen. Wieder zusammensetzen und dann oben mit Schokoladenkuvertüre bepinseln sowie mit bunten Zuckerstreuseln verzieren.

Ergibt ca. 100 Stück.

Das Rezept backe ich nun schon seit mehr als 17 Jahren.
Darauf achten, dass man Pfefferkuchen-Gewürz verwendet, welches sich von Lebkuchen-, Printen- oder Stollengewürz unterscheidet.

Kommentare anderer Nutzer


Leckerblömche

25.10.2012 16:35 Uhr

Hallo singender-Hausmeister,

das Rezept hört sich sehr lecker an und ich würde es gerne nächste Woche nachbacken.
Doch ich habe dazu noch zwei Fragen:
An welchem Ort lässt du den Teig ruhen, eher an einem kühlen Ort?

Und kannst du mir vielleicht eine Marke vom Pfefferkuchengewürz nennen, so dass ich das vielleicht noch ergattern kann, da ich befürchte, dass mein Supermarkt nur Lebkuchengewürz im Regal hat.

LG

singender-hausmeister

26.10.2012 21:58 Uhr

Hallo Leckerblömche,
viel Spass und viel Erfolg beim Ausprobieren.
Eine gute Adresse für Pfefferkuchengewürz ist: bremer-gewuerzhandel.de. Die haben 50g für 2,09 €. Das ist ganz guter Stoff.
Bei amazon.de gibt es Hayma Neunerlei Pfefferkuchengewürz, 15 g für 1,68 €. Ist teurer, aber auch sehr gut.
Mein spezieller Favorit kommt aus der Apotheke (!!?!!) und ist von der Firma Caelo; das gab es in 250g Päckchen; ist zwar sehr teuer, aber dafür absolut super (das riecht man schon beim Öffnen der Tüte).

Den Teig lasse ich zum Ruhen (mit einem Tuch abgedeckt) in meinem Bastelkeller stehen. Es sollte weder zu kühl noch zu warm sein. Wichtig ist eine konstante Temperatur so um die 19 bis 20 Grad, keine extremen Schwankungen.

Nochmals viel Spaßund liebe Grüße

123schlemmerei

01.11.2012 13:21 Uhr

hallo singender hausmeister,
habe deinen kuchen vor einigen tagen gebacken, allerdings mit 100 % rübensirup, weil ich keinen honig da hatte... und siehe da: es funktioniert auch sehr gut!

das mit dem ort zum ruhen wusste ich zu dem zeitpunkt nicht (habe den teig in einen kühlen raum gestellt), was leider zu einem sehr festen teig geführt hat, der aber unter meinen händen wieder geschmeidig wurde ;-)

und ich habe das zitronat und den schritt mit der füllung weggelassen, weil ich den honig-/pfefferkuchen von meiner mutter und oma nur so kenne... ansonsten: alles gut, schön locker und sehr lecker!

lg

singender-hausmeister

01.11.2012 18:57 Uhr

Hallo 123schlemmerei
Das Rezept ist aus den 50er Jahren, stammt ursprünglich aus Ostpreußen oder Schlesien und wurde von meiner Oma noch bis ins hohe Alter alljährlich zur Weihnachtszeit gebacken. Wir Kinder liebten Oma’s Honigkuchen, der im Regelfall in unseren Plätzchendosen nicht das neue Jahr erlebte :-) . Doch dafür hatte Oma vorgesorgt: in ihrer Speisekammer (rechts ganz oben) standen immer ein oder zwei runde Dosen, und es gab beim Besuch die ersehnte Leckerei, die sich ohne Mühe bis Ostern hielt und immer noch diesen einmaligen geschmacklichen Zauber ausübte.

In diesem Sinne...
Guten Appetit und danke für die Wertung

annadd

11.12.2012 20:09 Uhr

Hallo ich bräuchte mal schnelle Hilfe! Hab meinen Teig jetzt schon lange genug ziehen lassen und jetzt merke ich, dass er zu trocken ist.. Was tun? Mehr Margarine? Oder Ei? Oder gibt sich dass, wenn ich das hirschhornsalz-Wasser dazugebe?

Danke Anna

singender-hausmeister

12.12.2012 07:24 Uhr

Hallo annadd,
wenn das im lauwarmen Wasser angerührte Hirschhornsalz dabei ist, sollte der Teig wieder geschmeidig werden.

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Teig während der Ruhezeit zu stark austrocknet:
- das Mehl bindet zu stark (besonders bei Vollkornmehlen zu beobachten)
- der Honig oder/und der Zuckerrübensirup war nicht in voller Menge im Teig (man glaubt gar nicht, wieviel in der Verpackung hängenbleiben, daher Waage benutzen)
- es sind kleine Eier verwendet worden (ich nehme in der Regel Größe L)
- das angerührte Hirschhornsalz wurde dem Teig noch nicht zugegeben

Vermutlich ist bei Dir der Teig zu stark ausgetrocknet, weil das Hirschhornsalzwasser noch nicht dabei war.
Der Teig sollte, bevor man ihn ruhen lässt, leicht feucht bzw. noch etwas klebrig sein, dann ist er nach 48 Stunden ideal zum Ausrollen.

Viel Freude weiterhin ...
Uwe

singender-hausmeister

12.12.2012 07:37 Uhr

Hallo annadd
und alle anderen Rezeptleser ....

ich stelle gerade fest, dass oben im Originalrezept tatsächlich steht, dass man das Hirschhornsalzwasser erst nach der Ruhezeit einkneten soll.
Stimmt ... so hat es Oma auch gemacht.

Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre besagt allerdings , dass man das Hirschhornsalzwasser bereits VOR der Ruhezeit zugeben kann, ohne dass sich das auf das Backergebnis negativ auswirkt.
Wer übrigens Hirschhornsalz nicht so gut verträgt, kann als Backtriebmittel auch in lauwarmem Wasser angerührte Pottasche verwenden.

Von daher ist dieser Kommentar eine Ergänzung zum Rezept.

Seid alle herzlich gegrüßt
und viel Freude beim Kneten, Backen und Naschen

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