Rehkeule mit Printensauce
| 1 | Reh - Keule mit Knochen, ca. 1,8 - 2 kg |
| 50 g | Butter, ein Schweinenetz oder Küchengarn |
| Für die Füllung: | |
| 1 Scheibe/n | Brot (Roggenbrot) |
| 1 | Lebkuchen, (Gewürzprinte ohne Schokoladenüberzug) |
| 3 | Backpflaumen |
| 50 g | Speck, durchwachsen |
| 1 EL | Milch |
| Pfeffer | |
| Salz | |
| n. B. | Thymian |
| Für die Sauce: | |
| Reh - Knochen aus der Keule | |
| 300 g | Wurzelwerk |
| 1 EL | Tomatenmark |
| 500 ml | Wein, rot |
| 250 ml | Wildfond |
| n. B. | Portwein |
| 1 | Lebkuchen, (Gewürzprinte ohne Schokoladenüberzug) |
| 150 g | Sauerkirschen |
Zubereitung
Die Keule im Gelenk trennen und das Unterbein zerteilen. Aus der Oberkeule wird der Knochen hohl ausgelöst und ebenfalls zerteilt. Die Knochenstücke im Backofen bei 200-220°C rösten, bis sie schön Farbe genommen haben. Währenddessen wird die Fülle für die Oberkeule bereitet. Das Brot, den Speck und die Backpflaumen in kleine Stücke schneiden, die Printe mahlen und alles mit den Gewürzen und der Milch zu einer festen Masse verrühren. Die Fülle in die Knochenhöhle geben und die Keule mit Küchengarn in Form binden. Wenn erhältlich, kann statt des Garnes ein Schweinenetz genommen werden. Bei der Verwendung von Garn die Keule jetzt mit der flüssigen Butter einstreichen.
Die Knochen sollten jetzt die richtige Farbe haben und werden aus dem Backofen genommen und die Keule in einem passenden Bräter in den heißen Ofen gegeben. Dort verbleibt sie ca. 20-25 Minuten bei dieser Temperatur. Dann die Hitze auf 90°C reduzieren und in der fallenden Hitze wird die Keule 2,5 - 3 Stunden gebraten. Während dieser Zeit hat man Zeit für die Zubereitung der Sauce und Beilagen.
Für die Sauce das Röstgemüse mit etwas Öl anschmoren, Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten, die Knochen hinzugeben und mit etwas Rotwein ablöschen. Die Flüssigkeit reduzieren und wieder mit Rotwein ablöschen, bis der Rotwein fast komplett reduziert ist. Nun den Wildfond zugeben und die Sauce leise köcheln. Kurz vor Ende der Bratzeit wird die Sauce fertiggestellt. Dazu die Knochen entfernen, das enthaltene Gemüse teilweise pürieren und die Sauce durch ein Sieb geben. Zur Bindung eine gemahlene Printe verwenden und die Sauerkirschen in die Sauce geben. Mit Portwein aromatisieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Als Beilage empfiehlt sich alles, was gerne zu Wild gereicht wird, Apfelrotkohl oder Rosenkohl, Klöße, Spätzle....
Die Knochen sollten jetzt die richtige Farbe haben und werden aus dem Backofen genommen und die Keule in einem passenden Bräter in den heißen Ofen gegeben. Dort verbleibt sie ca. 20-25 Minuten bei dieser Temperatur. Dann die Hitze auf 90°C reduzieren und in der fallenden Hitze wird die Keule 2,5 - 3 Stunden gebraten. Während dieser Zeit hat man Zeit für die Zubereitung der Sauce und Beilagen.
Für die Sauce das Röstgemüse mit etwas Öl anschmoren, Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten, die Knochen hinzugeben und mit etwas Rotwein ablöschen. Die Flüssigkeit reduzieren und wieder mit Rotwein ablöschen, bis der Rotwein fast komplett reduziert ist. Nun den Wildfond zugeben und die Sauce leise köcheln. Kurz vor Ende der Bratzeit wird die Sauce fertiggestellt. Dazu die Knochen entfernen, das enthaltene Gemüse teilweise pürieren und die Sauce durch ein Sieb geben. Zur Bindung eine gemahlene Printe verwenden und die Sauerkirschen in die Sauce geben. Mit Portwein aromatisieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Als Beilage empfiehlt sich alles, was gerne zu Wild gereicht wird, Apfelrotkohl oder Rosenkohl, Klöße, Spätzle....
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Kommentare anderer Nutzer
14.11.2006 13:03
Hilfreicher Kommentar:
Ich bringe mir gerne aus Frankreich, hier speziell Elsass, Gewürzbrot mit. Das trockne ich und zerreibe es dann wie Semmelbrösel. Getrocknet läßt sich sehr lange aufbewahren und ich habe zu jeder Zeit "Lebkuchengewürzsaucenbinder".
Schmeckt auch sehr gut in Sauerbraten und ähnlichen Gerichten.
Ilo
Schmeckt auch sehr gut in Sauerbraten und ähnlichen Gerichten.
Ilo
schlemmertopf
sagt:
sagt: 07.12.2006 11:42
Hallo!
Das Rezept möcht ich gern zu Weihnachten probiern. Habe bis jetzt keine Erfahrungen mit Wild. Wird die Keule nicht vorher gewürzt und angebraten? Sollte ich sie noch beizen oder einlegen? Dank Dir für eine Antwort.
LG Schlemmertopf
Das Rezept möcht ich gern zu Weihnachten probiern. Habe bis jetzt keine Erfahrungen mit Wild. Wird die Keule nicht vorher gewürzt und angebraten? Sollte ich sie noch beizen oder einlegen? Dank Dir für eine Antwort.
LG Schlemmertopf
07.12.2006 12:10
Hallo Schlemmertopf,
die Würze bezieht die Keule im Wesentlichen aus der kräftig abgeschmeckten Füllung. Das Anbraten geschieht im Backofen, ich gebe die Keule ja in den heißen Ofen, in dem ich bei 200-220°C die Knochen für den Fond geröstet habe. Wenn Du keine Knochen zum Anrösten hast heizt du den Ofen einfach vor und gibst dann die Keule hinein.
Einlegen oder Beizen würde ich nicht, das verfälscht den schönen Rehgeschmack.
Ich hoffe, Dir haben diese Angaben geholfen :-)
LG
Ilo
die Würze bezieht die Keule im Wesentlichen aus der kräftig abgeschmeckten Füllung. Das Anbraten geschieht im Backofen, ich gebe die Keule ja in den heißen Ofen, in dem ich bei 200-220°C die Knochen für den Fond geröstet habe. Wenn Du keine Knochen zum Anrösten hast heizt du den Ofen einfach vor und gibst dann die Keule hinein.
Einlegen oder Beizen würde ich nicht, das verfälscht den schönen Rehgeschmack.
Ich hoffe, Dir haben diese Angaben geholfen :-)
LG
Ilo
Mulleflup
sagt:
sagt: 08.10.2007 12:07
Hallo,
dieses Rezept habe ich vor kurzem ausprobiert und es hat uns und unseren Gästen sehr gut geschmeckt. Insebsondere die Füllung ist sehr lecker und gibt ein ganz tolles Aroma.
Da ich nur ein Stück aus der Keule, 1kg schwer, schon ausgelöst hatte, habe ich das Fleisch folgendermaßen gegart: das Fleisch ausgebreitet, mit der Masse gefüllt und mit Faden zu einem schönen Päckchen zusammengebunden. Dieses habe ich dann scharf von allen Seiten angebraten, mit ein wenig Rotwein abeglöscht und bei 80°C 1h45min gegart. War perfekt rosa, saftig und zart.
Danke für dieses Rezept, dem ich nun (neben zweianderen CK Rezepten) meinen neuen Ruf als Wildköchin verdanke.
Mulleflup
dieses Rezept habe ich vor kurzem ausprobiert und es hat uns und unseren Gästen sehr gut geschmeckt. Insebsondere die Füllung ist sehr lecker und gibt ein ganz tolles Aroma.
Da ich nur ein Stück aus der Keule, 1kg schwer, schon ausgelöst hatte, habe ich das Fleisch folgendermaßen gegart: das Fleisch ausgebreitet, mit der Masse gefüllt und mit Faden zu einem schönen Päckchen zusammengebunden. Dieses habe ich dann scharf von allen Seiten angebraten, mit ein wenig Rotwein abeglöscht und bei 80°C 1h45min gegart. War perfekt rosa, saftig und zart.
Danke für dieses Rezept, dem ich nun (neben zweianderen CK Rezepten) meinen neuen Ruf als Wildköchin verdanke.
Mulleflup
08.10.2007 12:43
christianef
sagt:
sagt: 12.01.2009 19:58
Ich habe das Rezept mit Dammwildkalb probiert (es gab grad kein Reh). Mir persönlich hat das Fleisch von der Konsistenz, so ein bischen wie Leber, nicht so zugesagt. Vielleicht ist das je typisch für Dammwild; war mein erster Versuch.
Die Füllung und die Soße -wie im Rezept- war Spitze. Ich werde beim nächsten Mal Reh nutzen :-)
LiGrü
ChristianeF
Die Füllung und die Soße -wie im Rezept- war Spitze. Ich werde beim nächsten Mal Reh nutzen :-)
LiGrü
ChristianeF
glasikone
sagt:
sagt: 17.01.2009 12:02
Die "Lebkuchensosse" bereite ich so zu, dass ich Immer Lebkuchengewürz und Zimt zu Hause habe. Vorsichtig mit dem Würzen beginnen und je nach Geschmack nachgeben. Mit etwas Süssem oder Zucker den Geschmack abrunden.
Herzlichst
glasikone
Herzlichst
glasikone
mme49
sagt:
sagt: 17.01.2009 14:54
Das scheint, dass es sehr schmackhaft wird. Aber mit dem Lebkuchen habe ich so meine Mühe. Wie schwer darf der denn sein, dass das Verhältniss zu den anderen Zutaten stimmt? Da muss man doch zwingend beim >Mis en Place< das Gewicht angeben. Sonst ist es doch eine reine Lotterie.
mme49
mme49
17.01.2009 15:28
Hallo mme49,
ich hatte beim ersten Ausprobieren des Rezeptes 2 Gewürzprinten, das war eine gute Menge für dieses Gericht, ansonsten habe ich in der Küche immer gemahlenen Lebkuchen, mit dem ich prisenweise nachwürzen kann, macht sich auch gut bei Sauerbraten uns ähnlichen Gerichten.
Liebe Grüße
ilo
ich hatte beim ersten Ausprobieren des Rezeptes 2 Gewürzprinten, das war eine gute Menge für dieses Gericht, ansonsten habe ich in der Küche immer gemahlenen Lebkuchen, mit dem ich prisenweise nachwürzen kann, macht sich auch gut bei Sauerbraten uns ähnlichen Gerichten.
Liebe Grüße
ilo
mme49
sagt:
sagt: 17.01.2009 15:55
Hoi Ilo,
Schlimm ist nur, mir sagt der Begriff Gewürzprinten rein gar nichts. Das höre (lese) ich Heute zum ersten Mal. Darum habe ich auch keine Mengenangabe. Wenn ich keine Mengenangabe habe, und ich koche einfach so darauf los. Dann kann ich nicht beurteilen ob das Gericht auch schmeckt wie es schmecken sollte. Ich hänge dann gänzlich in der Luft. Ich ändere auch ein rezept erst ab, wenn ich genau weiss, es ist nach Rezept gekocht, es schmeckt wie es sollte, aber es mundet mir nicht. Erst jetzt ändere ich, oder passe ich ein Gericht meinen geschmacklichen Vorstellungen an. Aber da jetzt mit diesen Gewürzprinten, ohne Gewichtsangabe, wird es ein wenig schwierig.
mme49
Schlimm ist nur, mir sagt der Begriff Gewürzprinten rein gar nichts. Das höre (lese) ich Heute zum ersten Mal. Darum habe ich auch keine Mengenangabe. Wenn ich keine Mengenangabe habe, und ich koche einfach so darauf los. Dann kann ich nicht beurteilen ob das Gericht auch schmeckt wie es schmecken sollte. Ich hänge dann gänzlich in der Luft. Ich ändere auch ein rezept erst ab, wenn ich genau weiss, es ist nach Rezept gekocht, es schmeckt wie es sollte, aber es mundet mir nicht. Erst jetzt ändere ich, oder passe ich ein Gericht meinen geschmacklichen Vorstellungen an. Aber da jetzt mit diesen Gewürzprinten, ohne Gewichtsangabe, wird es ein wenig schwierig.
mme49
17.01.2009 16:01
frankophil
sagt:
sagt: 17.01.2009 21:53
Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug oder Guß gibt es eigentlich in jeder gemischten Lebkuchen-Packung (am besten sind natürlich Nürnberger Lebkuchen oder auch die Aachener Printen), die man sogar beim Discounter bekommen kann, allerdings nur in der Weihnachts-Saison.
Im Süden zumindest gibt es aber auch die sogenannten Saucen-Lebkuchen, die man auch für Sauerbratensauce o. ä. verwendet. Einfach mal danach fragen im Lebensmittelhandel.
Grüße von frankophil
Im Süden zumindest gibt es aber auch die sogenannten Saucen-Lebkuchen, die man auch für Sauerbratensauce o. ä. verwendet. Einfach mal danach fragen im Lebensmittelhandel.
Grüße von frankophil
juttaobst
sagt:
sagt: 20.12.2009 18:56
Suuuperrezept! Besonders die Sauce ist zum Niederknien! Vielen Dank!
21.12.2009 10:09
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