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Masala Vadai - würzige Linsen-Krapfen

südindisch, vegetarisch, falafelähnlich

Zutaten

1/2 Tasse Linsen, rote (Masoor dhal)
1/2 Tasse Linsen, schwarze (Urad dhal, Urdbohne [Vigna mungo])
1/2 Tasse Kichererbsen, schwarze (Bengal dhal, khala channa) oder normale
Chilischote(n), rote
Chilischote(n), grüne , fein gehackt
1 TL Asant, (Asafoetida) Pulver
Zwiebel(n), fein gehackt
3 cm Ingwerwurzel, fein gehackt
1 Bund Koriandergrün, fein gehackt
 einige Curryblätter, in kleinen Streifen
 n. B. Salz
 etwas Öl, (Frittieröl)
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Die drei Dhal-Komponenten (in indischen/asiatischen Läden erhältlich) für 1 Stunde in Wasser einweichen und quellen lassen. Danach über Sieb ausgießen und gut abtropfen lassen.

Das eingeweichte Dhal-Gemisch mit den roten Chilischoten zu Brei pürieren (Mixer oder Küchenmaschine).
Salz, Zwiebelwürfelchen, Curryblätter, Korianderblätter, grüne Chiliwürfel Asfoetida-Pulver und Ingwer zum Brei/Teig hinzugeben.

Eine Portion des Teiges auf die Hand nehmen (Stück angefeuchtete Klarsichtfolie kann hilfreich sein). Etwas abflachen (wie bei Frikadellen), sodass ein Durchmesser von ca. 6 cm erreicht wird, vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen und gold-braun sowie knusprig frittieren. Man kann auch in die Mitte des Teigs ein Loch drücken und erhält dann Doughnut-artige Vadais.

Wenn man die Vadais weniger würzig haben möchte, lässt man die Zwiebeln und den Ingwer weg. Diese, klassische, Version heißt dann nicht mehr Masala vadai, sondern Amai vadai.

Noch ein paar etymologische Hintergrundinformationen: Masala: würzig, Würzmischung, vadai: Krapfen aus Hülsenfrüchten. Dhal(auch Dal)kommt aus dem Sanskrit und heißt gespalten; die Früchte sind also geschält und teilweise halbiert. Dadurch verringert sich die Einweichzeit.

Kommentare anderer Nutzer


neriZ.

07.06.2012 09:49 Uhr

Hallo,

sehr interessante Infos rund um dein Rezept, danke dafür.
Aber wieviel Gramm bzw. ml fasst die Tasse?

VG
Neri

friaufeck

08.06.2012 23:55 Uhr

Hallo Neri,
eine Tasse fasst ca. 250 ml. Aber es kommt bei den Tassenangaben nicht auf genaue Mengen- oder Volumenangaben an. Früher hat man "Handvoll" als Maß gehabt -- auch das ist Ermessenssache. Dass man bei einem Eintopf nicht auf's Gramm (auch nicht auf 50 g) genau die Hauptzutaten angeben muss, ist ja auch akzeptiert, oder? Nur auf die relativen Mengen kommt es an, ungefähr!
Viele Grüße nach Darmstadt und sonstwo! Und viel Freude beim Nachkochen und Genießen von Masala Vadai. Ecki

Shirin79

13.04.2013 12:43 Uhr

Wuerde das Rezept gerne ausprobieren, aber was ist Asant???? Kriege ich das unter diesem Begriff auch beim Inder??? Wuerde mich ueber eine Antwort sehr freuen, LG Shirin

friaufeck

13.04.2013 14:09 Uhr

Asant heißt auch Asafoetida. In Asienläden sollte es diese Zutat geben (mein Döschen umfasst 100 g, es kostete ca. 10 Euro). Asant wird aus der Wurzel eines Doldenblütlers (Ferula assa-foetida) gewonnen, es kommt als hellgelbes Pulver, welches ähnlich wie Curcuma (Gelbwurz) die Gerichte färbt und leicht würzt. Außerdem soll es Blähungen (Linsen und Erbsen!) mildern. Früher galt Asa foetida als Aphrodisiakum und wurde über Jahrhunderte in der Liebesmagie eingesetzt (!!). In der indischen Küche wird es häufig eingesetzt.
Falls Du es nicht bekommen kannst, koch halt ohne Asant, denn essentiell ist es für die Masala vadai nicht.
Gutes Gelingen,
ecki

friaufeck

13.04.2013 14:11 Uhr

sorry, nicht 10 TEuro, nur 1 Euro!!!!! ecki

Shirin79

14.04.2013 08:06 Uhr

Vielen Dank fuer die ausfuehrliche Antwort! :) Ich schaue einfach mal beim Inder nach, ansonsten kann ich ggf kurkuma nehmen (?).
Ich hab grad festgestellt, dass ich auch Dein Falafelrezept habe, Deinen Namen hab ich nun ein paar mal gelesen... scheinen einen aehnlichen Geschmack zu haben. Das Falafelfoto ist unterwegs und ich mag sie sehr gerne, von daher bin ich auch bei diesem Rezept hier sehr zuversichtlich.

friaufeck

14.04.2013 09:04 Uhr

Hi Shirin,
mir ist eben noch aufgefallen, dass auf Bild Nr. 3 in diesem Rezept Asant abgebildet ist: das hellgelbe Pulver inmitten der grünen Kräuter. Die Augen essen halt auch mit.
LG, ecki

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