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Innviertler Mehlknödel wie sie meine Omi gemacht hat

Beilage zum "Bratl in der Rein"

Zutaten

750 ml Milch
250 ml Sahne (Schlagobers)
1 kg Mehl, griffig
  Salz, etwa 1 TL
  Salzwasser
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 25 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: ca. 15 Min. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Brennwert p. P.: keine Angabe

Milch und Obers mit Salz aufkochen. (Meine Omi verwendete damals die nicht entrahmte Kuhmilch, ich verwende Milch und Obers im Verhältnis 3:1, eine weitere Fettzugabe erübrigt sich dadurch). Mehl in die kochende Flüssigkeit einrühren und die Masse abkühlen lassen. Eher kleine Knödel formen und im Salzwasser mehr ziehen als kochen lassen. Wenn die Knödel an die Oberfläche steigen abseihen.

Schmecken am besten mit dem Bratlsaft, ich mache sie aber auch als Beilage zu z.B. Gulasch oder Rindsbraten.

Eine Zugabe von Eiern ist bei den originalen Innviertler Knödeln untypisch.

Kommentare anderer Nutzer


007krümeltiger

28.05.2012 21:51 Uhr

Ich habe eine Frage... oh nein, gleich mehrere

Die Milchmischung aufkochen und das Mehl einrühren, muß die Milchmischung dabei weiterkochen oder kann ich die beim einrühren vom Feuer nehmen und gibt es auch wirklich keine Klümpchen ? Vielleicht eine dumme Frage, aber ich würde die gerne einmal ausprobieren.
Ist das evtl. so wie ein Brandteig zu verstehen ?
Und, wie viele Knödel werden das ungefähr, da ich die dann nur für eine Person ausprobieren möchte.
Griffiges Mehl, was verstehe ich darunter. Hier bekomme ich nur ganz einfaches Weizenmehl (vergleichbar mit 550ziger)
Eher kleine Knödel -so groß wie z. B. Grießknödel in der Suppe ?

So, nun habe ich genug gefragt und freue mich auf eine Antwort.

LG
007krümeltiger

stegibi

29.05.2012 22:57 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Krümeltiger,

zunächst mal Danke für Dein Interesse an "meinem" Rezept, ich werde versuchen, Deine Fragen bestmöglich zu beantworten:
1. Nachdem die Milch aufgekocht ist, nimmst Du sie vom Feuer und rührst das Mehl ein, dann nimmer kochen. Normalerweise löst sich das Mehl ganz gut und es sollten keine Klümpchen entstehen. Brandteig ist dieser Teig definitiv keiner.
2. Die Menge der Knödel kommt auf die Grösse an. Ich mach eher kleine Knöderl, da gehen sich so etwa 20 Stück aus.
3. Griffiges Mehl unterscheidet sich vom glatten Mehl im Mahlgrad des Getreidekorns. Glattes Mehl ist besonders fein vermahlen. Griffiges Mehl wird etwas gröber vermahlen, sodass die "Mehlkörner" etwas gröber bleiben. Den Unterschied zwischen glatt und griffig erkennt man leicht dadurch, indem man das Mehl zwischen Daumen und Zeigefinger verreibt. Griffiges Mehl greift sich gröber an als glattes Mehl. In Deutschland glaub ich bekommt man es unter der Bezeichnung "Instant-Mehl". Die Mehl-Type (400, 700, 1600...) bezieht sich auf den Mineralstoffgehalt.
4. Ich weiss nicht, welche Grösse Du für Griessknöderl verwendest, ich mache die Mehlknödel in etwa so gross wie Tischtennis- oder Golfbälle.
Ich hoffe, Dir mit diesen Angaben ein bisserl weitergeholfen zu haben, herzliche Grüsse, Birgit

007krümeltiger

30.05.2012 08:35 Uhr

Danke für die schnelle Antwort, war sehr hilfreich.
Mehl muss ich halt das nehmen, was ich in Portugal bekomme.

Nächste Woche gibt es ein Probekochen und dann berichte ich.

LG
krümeltiger

007krümeltiger

04.06.2012 11:34 Uhr

So, nun habe ich die Knödel nachgekocht.

Ging ganz einfach und die Knödel ließen sich auch super formen. Habe allerdings nur mit 200 ml Milch und 200 g Mehl gearbeitet um sie auszuprobiern.

Sie haben mir sehr gut geschmeckt.

Das ist ein einfaches, preiswertes Gericht, dafür gibt es 4 Sternchen von mir

Hier in Portugal gibt es nur Mehl mit der Bezeichung 55, ich glaube, das ist vergleichbar mit der Sorte 405 aus Deutschland.

Da ich nur Milch mit 1,5 % im Haus hatte, und keine Sahne habe ich einfach einen Eßl. Olivenöl an die Milch gegeben.

Aber ein Hinweis für Alle, die mit dem 405er Mehl arbeiten und kein griffiges Mehl zur Hand haben.

Da reicht die Flüssigkeitsmenge nicht aus. Ich hätte vermutlich 250 ml nehmen sollen. Da ich keine Milch mehr hatte, habe ich einfach Wasser nachgeschüttet, damit ich eine vernünftige Masse bekam. Die Wassermenge habe ich jedoch nicht abgemessen.

Ich habe aus dieser Menge 11 Knödel geformt und die Menge dann an zwei Tagen gegessen und war Pappe satt. Am zweiten Tag habe die die Knödel in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten....lecker....

Ich lade noch Bilder hoch. Als erstes die fertigen Knödel, die ich mit Tomatensoße gegessen habe und als zweites die geformten Knödel vor dem Kochen

stegibi

04.06.2012 18:37 Uhr

Grüss dich Krümeltiger,

herzlichen Dank für dein Kommentar und die Bewertung! Die Abwandlung mit Olivenöl und Tomatensauce hätte meine Omi wohl die Hände über den Kopf zusammenschlagen lassen - mir gefällt sie sehr gut, da ich selber gerne traditionellen Rezepte einen modernen - bzw in diesem Fall - mediterranen Kick verleihe.

Liebe Grüsse ins sicherlich sonnige Portugal aus dem dzt verregneten Österreich...

alpina0803

30.07.2012 18:24 Uhr

Hallöchen,

sehr gutes Rezept für die Mehlspotzen.
Wir Franken mischen ja einfach alles kalt zusammen und es wird trotzdem richtig gut.
Hab die Spotzen nach dem kochen zu meinem Linseneintopf dazu serviert und alles vermischt ist wansinnig gut.

4* von mir

stegibi

31.07.2012 21:42 Uhr

Hallo Alpina,

herzlichen Dank für Deine Bewertung! Meine Omi würd sich drüber freuen! Zu Linsen kann ich mir die Knödel gut vorstellen!

Einen herzlichen Gruss aus Salzburg!

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