Don Diegos Plátanos maduros en gloria

"himmlisches" Kochbananen-Dessert aus Zentralamerika

Zutaten für Portionen

Banane(n), reife bis sehr reife Kochbananen
80 g Butter
40 g Zucker, braun
½ TL Zimt, gemahlen
¼ TL Muskat, gemahlen
¼ TL Nelke(n), gemahlen (wahlweise)
300 ml Milch
  Vanilleextrakt, nach Geschmack

Zubereitung

"Gloria in excelsis deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis" (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind). Das "Gloria", die Lobpreisung Gottes, sonst fester Bestandteil der katholischen Liturgie, entfällt während der Fasten- und Bußzeit. Das Rezept des folgenden populären, ländlichen Nachtisches aus Zentralamerika sollte nach einem ähnlichen Muster seinen Platz im Speiseplan finden, da es definitiv nicht zu den Fastenspeisen gehört und auch in keinen Diätplan passt, der Genuss aber im Nachhinein eine gewisse Bußbereitschaft verlangt. Aber da uns der Friede auf Erden in Aussicht gestellt wurde, solange wir guten Willens sind die Konsequenzen unseres Tuns zu tragen, geben wir uns der "himmlischen Sünde" aus Zentralamerika hin... und beichten später. So ist es katholische Sitte und nicht umsonst bringen die Costarikaner dort, wo wir den Aufkleber "Keine Werbung" hinpappen, ein Messing-Schildchen mit der Aufschrift "Somos Católicos" (Wir sind Katholiken) an. Es wird viel und gern gesündigt in Costa Rica (und den übrigen Ländern auf dem zentralamerikanischen Isthmus, wo dieses Gericht ebenfalls zum Standardrepertoire gehört).

"Plátanos maduros en gloria" werden aus reifen bis sehr reifen Kochbananen hergestellt, die in ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten werden, bevor sie vorsichtig in Butter (nicht zu heiß werden lassen!) von beiden Seiten goldbraun gebraten werden. Anschließend schichtet man sie in eine Auflaufform und übergießt sie mit einer Mischung aus Milch, Zucker, Zimt, Muskat, Nelken und Vanille, so dass die Bananen gerade mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Im Backofen (vorgeheizt auf 220° Celsius) werden sie dann gebacken, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Das kann 20-30 Minuten dauern. Anschließend ist dieser Nachtisch recht pflegeleicht. Er kann lauwarm gereicht werden, aber eigentlich wird er gerne kalt gegessen. Er ist solo eine Sünde (wert) und wird in der Kombination mit Vanilleeis zur Todsünde.

Nun gilt es nur noch den Impuls zu unterdrücken, dreimal ums Haus zu joggen, sondern stattdessen Frieden auf Erden einkehren zu lassen. Pax vobiscum!
Arbeitszeit: ca. 10 Min.
Koch-/Backzeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 11.02.12
Rezept-Statistiken: 2.787 (25)* gelesen
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134 (2)* gedruckt
6 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

roadside  Suppenkoch


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5 Beiträge (ø0/Tag)
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Kommentare anderer Nutzer

Rudina Smutje sagt:  
06.03.2012 19:30
Hallo roadside,

danke für das Rezept. Es gab die Bananen heute Abend nach einem bayerischen Krustenbraten :D.... ( gute Kombi )!

Also die Kochbananen wird's jetzt definitiv öfter so geben ( wenn sie mal ein bisschen zu lange liegen geblieben sind), denn sie sind gut vorzubereiten und wenn dann Dessertzeit ist, ist es auch schnell angerichtet...
Wir hatten Vanilleeis dazu..... L.E.C.K.E.R

LG,
Rudina

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roadside  Suppenkoch sagt:  
06.03.2012 19:54
Hallo Rudina,
Das ist doch Klasse! Bayern und Costa Rica genießerisch vereint am Esstisch. Man versteht sich.

Liebe Grüße aus Brasilia
Don Diego

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