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Orangenmarmelade "vive la France"

die fruchtigste Orangenmarmelade die ich kenne

Zutaten

Orange(n) Bio
1,8 Liter Wasser, pro Kilo Früchte
650 g Gelierzucker, 1:2 pro Kilo Fruchtmasse
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 40 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 2 Std. Ruhezeit: ca. 2 Tage / Schwierigkeitsgrad: simpel / Brennwert p. P.: keine Angabe

BIO Orangen mit essbarer Schale sorgfältig waschen.

Den Orangen Popo und Kopf abschneiden, dann mit Schale so fein wie möglich schneiden. Evtl. durch den Schnitzenschneider der Küchenmaschine geben.

Die Kerne so gut es geht entfernen und in einem Säckchen aufbewahren, zubinden, ich nehm dafür immer die Papier-Teefilter.

Diese Fruchtmasse abwiegen, 1,8 Liter Wasser pro Kilo Früchte dazu tun.
Früchte mit dem Wasser und dem Kernesäcken in einer Schüssel 24 Stunden kühl ziehen lassen.

Nach den 24 Stunden die gesamte Masse in einem Topf aufkochen, ca. 1 Stunde brodeln lassen. Dann nochmals 24 Stunden stehen lassen (kühl).
Dann das Kerne Säckchen entfernen, gut ausdrücken.

Die ganze Masse nochmals abwiegen, 1,3 Kilo Gelierzucker pro Kilo Fruchtmasse. Ich selbst nehme immer 650 g Gelierzucker 1:2 pro Kilo. Achtung, 1:3 Zucker ist m.E. fast nicht süß genug. Je nachdem wie viele oder wenige Kerne die Orangen enthalten haben, die Zuckermenge noch leicht erhöhen.

Dann das Ganze aufkochen und 1 Stunde aufkochen lassen, danach in heiße, saubere Gläser füllen, nach Befüllung und Verschluss Gläser auf den Kopf stellen.

Tipps:
- Orangen mit Schale verwenden, also nur! unbehandelte Früchte nutzen.
- logisch, die Qualität dieser Marmelade steigt mit der Qualität der Orangen, also am besten in der richtigen Jahreszeit zubereiten, in der Regel ist das Dezember/Januar.
- beim Ziehen der Früchte drauf achten, dass die Schüssel aus Material besteht das Fruchtsäure auch verträgt. Wär schade wenn das Ergebnis "metallisch" schmeckt.
- Pi mal Daumen ergibt eine Orange ein Glas Marmelade, o.g. Mengen lassen sich also recht leicht anpassen.
- nach dem letzten Aufkochen wirkt die Marmelade sehr flüssig, nicht verwirren lassen, das wird.
- das Rezept lässt sich genau so gut für alle anderen Zitrusfrüchte verwenden.
- die lange Ziehzeit ist wichtig, nur dadurch wird das Ganze so extrem fruchtig.

Das Rezept habe ich mal aus Frankreich bekommen und wird mir immer förmlich aus den Händen gerissen. Die Mengen, die ich im Winter so herstelle, werden jährlich größer.

Kommentare anderer Nutzer


Pennyleen

27.01.2012 08:43 Uhr

Hallo,

hört sich gut an. Inwiefern ist das mit der Zuckerzugabe: Viele Kerne - viel Zucker oder wenig Zucker? Ich würde auf mehr Zucker tippen.

Danke schon mal vorab!

Pennyleen

ReginaKoeln

27.01.2012 10:01 Uhr

Die Kerne sind Helferchen beim Gelieren, d.h. viele Kerne = ein bissel weniger Zucker.

viel Spass
Regina

Steyer13

27.01.2012 13:33 Uhr

Hi,
Ich bin das frz.teil ... SEEEHR lecker und extrem fruchtig.
Auch gerne mit BitterOrangen. Eh oui, das bittere kommt nicht von irgendwelchen Zutaten. sondern von der richtigen Orangensorte die ansonsten nicht geniessbar sind. Leider in Bioform schwer zu finden. In dem Falle nehme ich halb Gelierzuckker und halb richtigen. Oder auch vermischen halb/halb normale Orangen mit bitteren.
Bussis

jqmi

11.03.2012 16:19 Uhr

hey :)
ich habe die Orangen soeben das erste Mal im Kochtopf gehabt und ca. 1h köcheln /brodeln lassen. Dabei ist einiges Wasser verdampft. Wieviel, das weiß ich nicht mehr ganz genau, messe ich zur Sicherheit nochmal nach.
Jetzt frage ich mich, ob das überhaupt so gedacht ist, vielleicht war die Temperatur ja einfach zu hoch... und es ist zu viel Wasser verloren gegangen.

Was sagst du? :)

ReginaKoeln

31.03.2012 13:55 Uhr

tut mir leid, dass ich die Frage heute erst zufällig sehe..

Also, nach dem ersten Aufkochen:
Die ganze Masse nochmals abwiegen, 1,3 Kilo Gelierzucker pro Kilo Fruchtmasse. Ich selbst nehme immer 650 g Gelierzucker 1:2 pro Kilo. Achtung, 1:3 Zucker ist m.E. fast nicht süß genug. Je nachdem wie viele oder wenige Kerne die Orangen enthalten haben, die Zuckermenge noch leicht erhöhen (die Kerne helfen beim Gelieren).

Ich hoffe, die Marmelade war trotzdem gelungen.

jk-ronja

26.10.2012 14:25 Uhr

Ach herrje, das ist mir leider ganz und gar nicht gelungen. Die Marmelade blieb nach dem letzten Aufkochen leider flüssig. Auch nach zwei Tagen im Schraubglas wollte sich kein Geliereffekt zeigen - das Aroma jedoch hat mich begeistert, daher noch drei Sterne.
Habe es so verstanden, dass im zweiten Kochvorgang 650g 2:1 Gelierzucker pro Kg Fruchtmasse eine Stunde lang mitgekocht werden, vielleicht war das falsch? Oder lag es möglicherweise an den mangelnden Kernen? Die Orangen hatten leider kaum welche. In jedem Fall hab ich also alle Gläser nochmal geöffnet und die Marmelade mit Agar-Agar nachbearbeitet, die Dosierung war aufgrund der Vorgeschichte schwierig und nun ist die Marmelade leider schnittfest, was mich sehr enttäuscht und auch dem Aroma nicht gut getan hat.
Letzten Endes steht bei dem Gelierzucker ja immer auch auf der Verpackung, man solle ihn nicht länger als 8 Minuten kochen.... Auch wenn mich das Rezept irritierte, hab ich es dennoch so gemacht und es 60 Minuten gekocht...
Was habe ich falsch gemacht? Wie funktioniert es?
Wenn ich nicht zufällig tolerante Esser finde, werde ich das dreitägige Projekt leider dem Müll überantworten müssen :(

ReginaKoeln

26.10.2012 15:41 Uhr

wie schade, ist mir noch nie passiert.

Wie im Rezept beschrieben: die Kerne sorgen für einen zusätzlichen Gelier-Effekt. Wenn du also so gut wie keine Kerne hast, dann ist die Zuckermenge etwas zu erhöhen. In dem Fall würde ich die Zuckermenge anpassen auf die Menge, die für pure Gelees angegeben ist.

Wenn du Gelierzucker nimmst, der nur 8 Minuten kochen soll, würde ich die Masse aufkochen, und erst zum Schluss hin den Zucker dazufügen. Ich gestehe: habe schon oft mit 2:1 und 3:1 Zucker gearbeitet, ein derartiger Hinweis war mir nie aufgefallen, aber flüssig ist auch nie was geworden.

Tut mir aufrichtig leid, zumal ich für diese Orangenmarmelade schon soooo oft riesige Komplimente bekommen hab. Deshalb hatte ich mich ja auch entschlossen, dass trotz des hohen Aufwands in diesem Forum, einzustellen.

beste Grüße, Regina

jk-ronja

26.10.2012 17:02 Uhr

Danke für die schnelle Antwort! Wie gesagt, der Geschmack bei der noch flüssigen Marmelade war ja auch Super, aber eben flüssig. Vielleicht lag es tatsächlich an den Kernen, vielleicht aber auch am Gelierzucker. Auf einer anderen Homepage fand ich den Hinweis: "Wie lange die Fruchtmasse sprudelnd kochen muss, hängt vom verwendeten Pektin ab. Ein Blick auf den Verwendungshinweis auf der Packung gibt Sicherheit und sorgt für gutes Gelingen. Kochzeiten über acht bis zehn Minuten lassen das Pektin unwirksam werden und müssen daher vermieden werden."
Möglicherweise nimmst du einen Zucker mit einem anderen Geliermittel?
Werde nächstes Mal nur mit einem Teil Zucker kochen und anschließend mit dem 2:1 nach Packungsanleitung andicken... Versuche es aber in jedem Fall nochmal, da der Geschmack sicher lohnt. Ohne Zucker kochen macht denke ich keinen Sinn, weil gerade das längere Köcheln des Zuckers so eine leicht kandierte Note hinterlässt...werde mich nochmal melden, wenn es soweit ist.

jk-ronja

28.10.2012 19:08 Uhr

Liebe Regina,
Leicht modifiziert ist es mir nun doch gelungen und ich freue mich sehr über das leckere Ergebnis: Falls jemand ähnlich Gelierschwierigkeiten hatte: habe 1kg Orangen mit 1,8l Wasser und 600g Haushaltszucker zubereitet wie oben beschrieben, also zunächst 24 Stunden kalt gestellt (jedoch direkt mit Zucker), dann 1 Stunde gekocht und weitere 24 Std. Kalt gestellt. Wiederum 1 Stunde gekocht und abkühlen lassen. anschließend mit 2 Beuteln Zitronensäure, 500g 3:1 Gelierzucker und 750g 2:1 Gelierzucker 4 Minuten brodelnd gekocht, abgefüllt... Fertig! Haben direkt ein Brot zum Nachtisch essen müssen und wie bereits erwähnt sehr lecker :)
Also danke nochmals für das Rezept! Habe es mir direkt (in meiner Version) notiert...

ReginaKoeln

29.10.2012 14:00 Uhr

Freut mich! Hilfreich ggfs. auch dieser Tipp:
da der natürliche Pektingehalt von Früchten immer auch variieren kann, empfiehlt es sich generell vor Abfüllen eine Gelierprobe zu machen: kaltes! Tellerchen nehmen, nen ordentlichen Klecks der Marmelade drauf tun. Die Marmelade sollte nach wenigen Minuten fest sein. Wenn nicht, noch mit etwas Zitronensäure oder Gelierzucker nacharbeiten. Guten Appetit!

ridi1950

29.11.2012 11:30 Uhr

Das war meine erste Orangenmarmelade, die wirklich gut ist. Allerdings mag ichs nicht so süß. Ich hab noch eine Prise Salz und Zitronen dazugetan, vor allem wegen der Kerne, weil meine Bio-Orangen nicht ein einziges Kernchen hatten. Ich hab die Masse im Abstand von 2 Tagen 2x gekocht und dann erst das Geliermittel 3:1 dazugegeben.
Gut finde ich, dass man keine Bitterorangen braucht. Es schmeckt trotzdem ein bissl bitter (was ich mag) und sehr fruchtig.

Ich glaube ich werde nochmals eine Portion machen und ein paar Kaffeebohnen mitkochen (kenn ich vom Orangenlikör) und werde berichten.

ridi1950

10.12.2012 12:12 Uhr

Ich habe noch eine Portion gemacht, weil sie so gut angekommen ist. Da ich keinen Gelierzucker verwende sondern 3:1 Gelierpulver für zuckerfreie Marmeladen, hab ich die Früchte nach dem Ruhetag nur einmal ca. 1,5h gekocht. Am nächsten Tag Gelierpulver rein, 1x aufkochen, Zucker (ich hab nur 250g pro Kilo Frucht/Pkg Gelierpulver dazugegeben) und 5 Minuten kochen. Fertig! War nicht ganz so bitter wie die erste Partie.
Meine Familie ist begeistert!

Die Kaffeebohnen hab ich auch dazugegeben. War aber zu vorsichtig- nur 20 Bohnen pro Kilo Frucht - , man schmeckt fast nix.

ReginaKoeln

10.12.2012 12:19 Uhr

klasse Idee mit den Kaffeebohnen. Werd ich sicherlich mal probieren.

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