Don Diegos Milanesa Napolitana

Rinderschnitzel mit Schinken-Tomatensauce-Mozzarella überbacken aus Argentinien
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Zutaten

Schnitzel vom Rind, dünn geschnitten
  Salz und Pfeffer
 n. B. Paniermehl
 n. B. Öl (Sonnenblumenöl), zum Braten
Ei(er)
Knoblauchzehe(n), durchgepresst
3 EL Petersilie, fein gehackt
4 Scheibe/n Schinken, gekochter, dünn geschnitten
250 ml Tomatensauce, (Pizza-)
400 g Mozzarella, gerieben
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 25 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Die Milanesa Napolitana hat - entgegen der naheliegenden Vermutung - nichts mit Neapel zu tun, sondern mit der Pizzeria Napoli in Buenos Aires. Es wird erzählt, dass die Entstehung dieses Rezepts die Folge eines kleinen Küchenunfalls war. In den 1940er Jahren war dem Napoli-Koch die Zubereitung einer "Milanesa" für einen anspruchsvollen Stammgast entglitten. Das Panade des Schnitzels war ihm zu dunkel geraten. Um die Situation zu retten belegte er Schnitzel mit einer dünnen Scheibe gekochtem Schinken, verteilte darüber ein paar Löffeln Tomatensauce und toppte es mit einer großzügigen Portion geriebenem Mozzarella. Alles Lebensmittel, die zur Grundausstattung einer Pizzeria gehören. Das "Under-Cover-Schnitzel" gratinierte er im Ofen und servierte es als neue Kreation des Restaurants, das der werte Stammgast die Ehre habe als Erster goutieren zu dürfen, wie man ihm erzählte. Der Stammgast war begeistert, das Rezept wurde schnell in Buenos Aires kopiert und bald gehörte die Milanesa Napolitana zu den beliebtesten argentinischen Gerichten. Woran sich bis heute nichts geändert hat.

Natürlich war es weder damals noch heute eine Vorbedingung die Schnitzel erst halbwegs zu ruinieren bevor sie - nett verpackt - serviert werden. Propere Milanesas Argentinas (nähere Angaben zur Fleischauswahl siehe "Don Diegos Milanesas Argentinas") bereitet man folgendermaßen zu:

In einer Schale üppig Paniermehl bereit stellen. In einer zweiten Schale die Eier aufschlagen, den Knoblauch hineinpressen und die gehackte Petersilie hinzufügen. Nun die bereits gesalzenen und gepfefferten Rinderschnitzel durch die Eiermasse ziehen und sorgfältig im Paniermehl wenden.

Den Backofen auf 220° Celsius vorheizen.

In einer Pfanne ausreichend Sonnenblumenöl erhitzen, und zwar so viel, dass die Rinderschnitzel mit der Unterseite im Fett schwimmen, aber nicht darin untergehen. Die Schnitzel von beiden Seiten goldbraun braten, was pro Seite kaum mehr als zwei Minuten beansprucht. Die fertigen Milanesas auf saugfähigem Haushaltspapier abtropfen lassen.

Anschließend legt man die Schnitzel auf ein Blech und belegt sie - wie dunnemals in der Pizzeria Napoli - mit einer Scheibe Schinken, 3-4 EL Tomatensauce und geriebenem Mozzarella und überbäckt sie bis der Käse geschmolzen ist und Blasen wirft.

Die klassische Beilagen sind Pommes Frites und ein gemischter Salat.

Entgegen der argentinischen Tradition bevorzuge ich einen Extralöffel Tomatensauce und übe Zurückhaltung beim Mozzarella, da ich eine geheime Angst hege mich eines Tages in den Fäden des erkaltenden Käses zu verfangen und bewegungsunfähig vor meinem Gericht zu sitzen. Der Argentinier kennt diese Angst nicht und ist auch sonst mutiger. Die Dicke der Käseschicht ist für ihn nach oben hin offen. Aber ein jeder mache seine eigenen Erfahrungen oder Chacun à son goût.

Kommentare anderer Nutzer


ananda96

22.03.2013 04:56 Uhr

WOW, saulecker...

Dem ist nichts hinzuzufügen....

Da ich von keiner Käsephobie betroffen bin ist auf der nach oben offenen Käaseskala noch Luft :-)

Ist auch hier bei uns in Costa Rica als "Carne Milanesa de Tenero" bekannt...

Tenero=Kalbsschnitzel

Auch eine schöne Historie zum Rezept, danke.

roadside

25.05.2013 16:38 Uhr

Dann bist du ganz auf Mehrheitslinie! Die meisten bevorzugen viel Käse auf dem Schnitzel.

In welche Ecke Costa Ricas hat es dich verschlagen? Wir haben 6 Jahre in Tres Rios zugebracht.

Liebe Grüße
Don Diego

ananda96

25.05.2013 21:56 Uhr

Holy Don y saludos desde Santa Ana (Rio Oro / hoch oben auf'm Berg) im 8ten Jahr jetzt......ich bleib hier!

Wieso wieder zurück?
Ich kann hier im Moment eine allgemeine Landflucht feststellen, sind viele Deutsche nach Panama oder zurück gegangen.
Pura carro aqui...

Liebe Grüße aus Santa Ana!

Ela*

26.05.2013 10:33 Uhr

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