Don Diegos Sopa de garbanzos con atún

peruanischer Kichererbsen-Eintopf mit Hochland-Thunfisch
  •   perfekt!
  •   sehr gut
  •   gut
  •   geht so
  •   schlecht
  •   sehr schlecht

Jetzt einloggen und
dieses Bild bewerten!
  • Vielen Dank für Ihre Bewertung!
  • Sie haben dieses Bild bereits bewertet!

Zutaten

500 g Kichererbsen, getrocknete (über Nacht eingeweicht)
Lorbeerblätter
4 EL Öl, (Sonnenblumenöl)
1 große Gemüsezwiebel(n), fein gehackt
Knoblauchzehe(n), fein gehackt
Tomate(n), gewürfelt
Paprikaschote(n), rot oder grün, gewürfelt
1 Stange/n Lauch, in Ringe geschnitten
250 g Thunfisch, aus der Dose, abgetropft
120 g Reis
1 TL Sauce, Ají (Pfeffersauce)
  Salz und Pfeffer
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 1 Std. 15 Min. Ruhezeit: ca. 1 Tag / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Ende der 1970er Jahre besuchte ich einen deutschen Arzt im peruanischen Andenhochland. Er betrieb dort eine Krankenstation und vermietete gleichzeitig ein paar Zimmer an neugierige Touristen. Die Tage bei ihm waren ein kulinarisches Erlebnis, obwohl das Angebot an Lebensmitteln recht begrenzt war. Den indianischen Köchinnen standen die frischen Produkte des Hausgartens zur Verfügung und die lagerfähigen Bestände des hauseigenen Mini-Marktes, darunter getrocknete Kichererbsen und Thunfisch, der stromaufwärts im eigenen Weißblechboot das Andenhochland erreicht hatte, zwei Hauptzutaten für dieses Rezept. Im übrigen wanderte alles in den Topf, was sich auf dem Krankenhausgelände aufhielt und nicht als durchreisender Gast oder Kranker eingetragen war, wodurch ich ein Meerschweinchen-Ragout kennenlernte. Aber das wäre ein ganz anderes Rezept...

Nach dieser Vorrede ist die Einweichzeit der Kichererbsen weitgehend überbrückt und das Einweichwasser kann abgegossen werden. Die Kichererbsen in einem großen Topf mit zwei Litern Wasser und Lorbeerblättern aufsetzen und solange kochen, bis sie gar sind. Dies sollte, bei eingeweichten Kichererbsen, nach ca. 45 Minuten der Fall sein.

Währenddessen in einer Pfanne Öl erhitzen und die gehackte Zwiebel und den Knoblauch andünsten. Die Tomatenwürfel hinzufügen und 10 Minuten auf kleiner Flamme mitdünsten lassen. Anschließend die Paprikawürfel und den Lauch in die Pfanne geben für weitere 5 Minuten. Zum Schluss den zerzupften Thunfisch hinzufügen und alles gut miteinander vermengen. Den Pfanneninhalt zu den Kichererbsen geben, unterrühren und weitere 10 Minuten simmern lassen.

Als vorletzter Schritt wird der (ungekochte) Reis untergemengt. Man lässt ihn quellen bis er fertig ist, worüber weitere 15 Minuten vergehen. Verbleibt das Salzen und Schärfen des Gerichtes mit schwarzem Pfeffer und Pfeffersauce nach persönlichem Geschmack, bevor man sich mit Teller und Löffel in der Hand hinter dem Koch aufreiht.

Kommentare anderer Nutzer


sebas12

29.10.2011 23:43 Uhr

Dieses gericht habe ich gerade heute gegesen. Und hat sehr gut geschmeckt!

Dorry

05.11.2011 00:29 Uhr

Lieber roadside,

ich habe endlich Deine Rezepte entdeckt und sie gehoeren jetzt zu meiner Lieblingslektuere - ein ganz grosses Kompliment dafuer!

(War der Doc in Peru damals vielleicht Dr. B in P?)

In diesem Rezept hier, und in einigen anderen von Dir, taucht Pfeffersauce (Aji) auf. Die kann ich hier in Thailand nicht bekommen, aus was besteht denn die? Oder durch was kann ich sie ersetzen?

Viele Gruesse, Dorry

roadside

05.11.2011 02:01 Uhr

Hallo Dorry,

Nein, es war Dr. Kaufmann in Coina, mit seiner Hostería El Sol, ca. 130-150 km östlich von Trujillo. Aber es war toll dort und der Mann hat eine gute Arbeit geleistet.

Auch wenn ich jetzt möglicherweise nicht hypergenau in der Beschreibung bin (die Experten der Website werden mich korrigieren), ist Ají schlicht der allgemeine Name für Pfefferschote bzw. das, was daraus gekocht wurde, die Pfeffersauce. In Perú gibt es eine Menge davon. Besonders erwähnenswert und typisch für viele Gerichte (Papas a la Huancaína, Ceviche, Tiradito, Corvina a la Chorrillana, Causa Limena - das ist das, was mir gerade so einfällt) ist Ají Amarillo, wie der Name schon andeutet, aus einer gelben Pfefferschote gewonnen. Auch wenn man die Pfefferschote nicht überall bekommt, die pfiffigen Peruaner haben schon lange eine gute Vermarktungskette für ihre Produkte. Aji wird auch als Paste im Glas angeboten. Einfach mal im Internet recherchieren. Rocoto ist eine andere Pfefferschote, die ich sehr gerne mag. Etwas vereinfacht ausgedrückt wäre sie als eine Paprikaschote mit Geschmack zu beschreiben. Da sie wie bei uns auch gefüllt und gedünstet angeboten wird, entdeckt man immer wieder ausländische Gäste, die sich beim Essen auffällig häufig räuspern. Wenn dann noch das Gesicht beginnt sich der Rocoto-Schote anzugleichen und der Gast in Schweiß ausbricht und Rauchzeichen gibt, dann ist er zwar in Not, aber er braucht deshalb nicht unzufrieden oder unglücklich zu sein. Na ja, das war jetzt ein bisschen übertrieben, aber so kommt es rüber, nicht wahr?! Es gibt noch mehr Ajíes (im Plural). Aber damit hat es noch kein Ende. Denn die Peruaner verrühren die Pfefferschoten, -saucen und -pasten noch in Dips und Dass, was sie dann wiederum als Begleitung zu ihren Gerichten anbieten. Wer ein einfaches Pollo a la Brasa (Grillhähnchen) isst, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Reihe dieser Tunken hingestellt bekommen. Perú ist ein scharfes Land... und link sie auch noch. Wenn man sich ein Picante de Mariscos bestellt, dann fühlt man sich wenigstens vorbereitet... bekommt jedoch ein wunderbares, aber recht zurückhaltend gewürztes Gericht.

Auch für das Kompliment möchte ich mich ganz artig bedanken. Ich werde mich weiterhin bemühen.

Liebe Grüße
Don Diego

DoaneShi

14.02.2012 15:45 Uhr

Wundervolles Gericht daß durch den Thunfisch eine ganz besondere Note bekommt, btw..der peruanische Hochlandtuna wächst vermutlich schon in Dosen, oder? ^^
Dank dir für die Geschichte und die Idee, nach einem Fernsehbericht über die peruanische Küche bin ich heiß auf jedes neue Rezept aus der Gegend und Kichererbsen-Gerichte kann man nie genug in der Datenbank haben.

Grüße von der Tiefsee-Henne
Doa

roadside

20.02.2012 21:21 Uhr

Hallo Doa,
Entschuldige die späte Rückmeldung. Danke für deinen Kommentar und die freundliche Bewertung. Mit dem Thunfisch in Dosen hast du natürlich recht. Das war in dieser abgelegenen Gegend die einzige Möglichkeit Thunfisch in Gerichten zu verarbeiten.
Ich kann auch von meiner Seite nur empfehlen bei der peruanischen Küche am Ball zu bleiben. Das meiste ist einfach gnadenlos lecker!

Liebe Grüße
Don Diego

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare zu Rezepten abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

x Eigene Antworten abgeben

Um selbst Kommentare zu Rezepten abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Teile mit, was heute auf den Tisch kommt

Teile auf der Chefkoch.de-Startseite und deinen Freunden bei Facebook, Google+ und Twitter mit, welches leckere Rezept du heute zubereitest.

Rezept auf Chefkoch.de teilen


Logge dich ein und teile den Chefkoch-Nutzern mit, dass dieses Rezept heute von dir zubereitet wird.

Zugangsdaten vergessen?

Noch nicht registriert?

Hier können Sie sich kostenlos registrieren.


Rezept in sozialen Netzwerken teilen

Magazine unserer Partner auf Chefkoch.de