Heubraten

Lamm, Heidschnucke oder auch Schweinebraten

Zutaten für Portionen

1 ½ kg Lammkeule(n), Heidschnuckenkeule oder Schweinenacken mit Knochen
4 Handvoll Heu, frisches *
400 ml Bratenfond
400 ml Rotwein
Zwiebel(n), grob gewürfelt
½  Sellerie, grob gewürfelt
Möhre(n), gewürfelt
1 Knolle/n Knoblauch
8 EL Olivenöl
  Salz und Pfeffer
  Thymian

Zubereitung

* Tipp für´s Heu:
Das Heu sollte man sich bei einem Bauern abschwatzen oder aber man macht es selbst, indem man Gras, Klee und Kräuter auf einer Wiese sammelt und diese dann zum Trocknen in die Sonne legt. Oder man sucht im Internet oder in einer größeren Zoohandlung nach Grumet, besser ist hier Bio Grumet.

Den Braten gut mit Salz und Pfeffer einreiben. In Olivenöl auf allen Seiten braun anbraten.

In einem großen Schmortopf das Wurzelgemüse und den halbierten Knoblauch anbraten und mit dem Wein ablöschen.
3 Handvoll Heu darauf verteilen und den Braten darauf setzten. Mit dem restlichen Heu abdecken. Den Topf mit einem Deckel verschließen.
2,5 - 3 Stunden im Backofen bei 180°C schmoren lassen.
Den Braten herausnehmen und warm stellen.

Die Sauce durch ein Sieb gießen und mit dem Bratenfond auf die Hälfte einkochen lassen. Evtl. die Soße noch binden. Den Braten aufschneiden und mit der Sauce anrichten.

Ihr braucht keine Angst zu haben: das Ganze schmeckt nicht nach Heu auch nicht nach Kuhstall.
Arbeitszeit: ca. 20 Min.
Koch-/Backzeit: ca. 3 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 01.08.11
Rezept-Statistiken: 1.652 (8)* gelesen
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Verfasser:

Kaffeeluder  Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

youtas  Chefkoch sagt:  
23.04.2012 09:19
Kaffeeluder,
Wenn ich den letzten Satz im Rezept lese, dass der Braten nicht nach Heu oder Kuhstall schmeckt, dann frage ich mich, warum ich den Braten dann mit Heu zubereiten sollte? Das muss doch irgend einen Effekt haben?
LG Youtas

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Kaffeeluder  Sternekoch sagt:  
23.04.2012 11:15
youtas,

es ist der Geschmack der das Ganze unbeschreiblich macht.

Wer im Heu schläft, bekommt weniger Muskelkater; als warme Packung lindert es Bauchgrimmen, Nieren- und Kreuzleiden; im Badewasser wirkt es entspannend. Was bei genauerem Hinsehen nicht weiter verwundert: Auf mancher Wiese gedeihen rund 70 verschiedene Pflanzenarten, die bis zu 1000 Wirkstoffe entfalten können.

Das beste daran: Heu heilt nicht nur, es schmeckt auch. Jedenfalls der Sud, den man aus einer Kombi­nation von Fleisch und Heu köcheln kann. Eine moderne Idee verrückter Jungköche? Keineswegs, nur leicht in Vergessenheit gera­ten. Seit Generationen wickelt man in den Bergen Schinken in Heu, setzt Heulikör auf oder rührt Heusuppe. Wonach die Wiese auf dem Teller schmeckt, lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen: nach Sommer in den Wiesen.

Liebe Grüße vom
Kaffeeluder

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jüsial  Sternekoch sagt:  
26.04.2012 12:29
Ich habe Schweinenuss genommen, es reichte eine Garzeit von 2,5 Stunden. Als der Braten im Backofen war, verbreitete sich angenehmer Heuduft. Das Fleisch war butterzart und die Sauce ein Gedicht.

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Kaffeeluder  Sternekoch sagt:  
26.04.2012 14:54
Hallo,

danke für die Sternchen.

Und siehste, ist doch mal was ganz anderes, auch vom Geschmack her.

Liebe Grüße vom
Kaffeeluder

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jüsial  Sternekoch sagt:  
26.04.2012 17:49
Soo neu wars nicht! Kannte die Methode schon mit Rinderfilet. Weiß gar nicht, wieso sich die Leute da nicht ran trauen :-)

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