Tellersülze Hausmacherart

echt schwäbisch zubereitet, nach einem alten Hausrezept

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Zutaten für Portionen

Schweinekopf, halbiert
2 kleine Schweinshaxe(n)
Schweinepfötchen (Schweinespitzfüßle)
 evtl. Schweineohr(en) und -schnauzen
 evtl. Schweineschwanz
5 Zehe/n Knoblauch
Zwiebel(n), geviertelt
Möhre(n), geputzt
Lorbeerblätter
15  Nelke(n)
1 EL Piment
2 EL Pfefferkörner
1 Handvoll Salz
3 EL Pökelsalz (2 - 3 EL)
Ei(er), hart gekocht
Gewürzgurke(n)
1 Flasche Essig
  Salz und Pfeffer
 n. B. Wasser, kaltes
 evtl. Pulver (Sülzenpulver)

Zubereitung

Den halbierten Schweinekopf, Haxen und Füßle waschen, evtl. vorhandene Borsten abrasieren. Den Kopf mit dem restlichen Fleisch in einen großen Topf (ca. 15 l Fassungsvermögen) mit kaltem Wasser geben. Das Fleisch sollte nur knapp bedeckt sein.

Die Möhren waschen, grob schneiden und mit der halbierten Zwiebel dazugeben. Die Gewürzkörner zerdrücken und mit den restlichen Gewürzen, samt einer halben Flasche Essig zugeben. Das Ganze aufkochen und dabei den entstehenden Schaum abschöpfen. Ca. 3 - 4 Std. leicht kochen lassen.

Das Fleisch ist erst gar, wenn es fast von selbst vom Knochen fällt. Wenn alles schön weich ist, das Fleisch aus der Brühe nehmen und von den Knochen ablösen. Knorpel, Borsten und kleine Knochen dabei sorgsam entfernen.

Das Fleisch in möglichst schöne dünne Scheiben schneiden. Die Gurken, die Karotten aus der Brühe und die geschälten Eier in Scheiben schneiden, und auf ca. 15 tiefe Teller verteilen. Jetzt, die noch möglichst heißen Fleischscheiben gleichmäßig darauf verteilen, dabei nicht zu hoch auftürmen, sonst wird es später nicht von der Sülze überdeckt.

Nun den restlichen Essig in die Brühe geben und diese abschmecken. Sie muss sehr salzig, sehr sauer, pfefferig scharf und allgemein sehr kräftig gewürzt sein.

Nun eine Gelierprobe machen: Etwas Brühe auf einen kalten Teller geben, in den Kühlschrank stellen, und ca. 10 min. stehen lassen. Falls es nicht ausreichend geliert etwas Sülzenpulver (gibt‘s im Handel) dazugeben.

Nun die Brühe in eine große Schüssel absieben. Den Topf säubern, ein großes Sieb (Kornsieb oder Mehlsieb) drauflegen und mit einem Nessel- oder Leinentuch (ohne Weichspülerduft!) auslegen. Die heiße Brühe nach und nach durch das Sieb filtern. Das kostet einige Zeit, aber es lohnt sich, weil sie dadurch schön klar wird. Die Brühe nun auskühlen lassen, sie sollte höchstens lau- oder handwarm sein.

Dann ganz vorsichtig, ohne den Tellerinhalt zu bewegen, in die vorbereiteten Teller füllen, bis das Fleisch schön bedeckt ist. Die Teller jetzt nicht mehr bewegen und über Nacht kalt stehen lassen.

Eigentlich kann man die Sülze nur im Winter, wenn es keine Fliegen gibt, zubereiten. Oder man muss einen geeigneten, fruchtfliegensicheren, kühlen Raum haben. Diese werden vom Essiggeruch magisch angezogen und man bekommt einen unerwünschten "Fleischzusatz".

Als Beilage eignet sich von Bratkartoffeln bis Brot mit einem kühlen Hellen, eigentlich alles, was man wünscht.
Arbeitszeit: ca. 2 Std.
Koch-/Backzeit: ca. 3 Std.
Ruhezeit: ca. 10 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 31.05.11
Rezept-Statistiken: 5.894 (4)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

Wampe Kartoffelschäler


Mitglied seit 25.11.2003
2 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

ElfriedeBarbara Tellerwäscher sagt:  
10.08.2011 23:34
Danke für das Rezept, war mein erster Sülzen versuch habe allerdings Kalb genommen. Hat allen geschmeckt ausser mir :) aber ich mag Sülzen nicht. Meinem Vater hab ich damit allerdings Freude gemacht, deshalb 4 Sterne von mir

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GerhardG Tellerwäscher sagt:  
27.02.2012 18:28
Hallo Wampe,

und hallo alle, die ihr auf dieses Rezept gestossen seid.

Ich mache die Tellersulz fast genauso. Nur nehme ich der Einfachheit halber meist einfach Sauerbratengewürzmischung und weniger Essig.
Ich hab das ganze einmal mit Wildschweinkopf gemacht, ... genial.

Für alle, denen Kopf, Ohren und Füße nicht so zusagen, kein Problem. Ich nehme meistens Schweinsoberhaxen und Schulterstücke mit Schwarte, oder auch einfach Bauch.
Das geht genauso und macht weniger Arbeit. In aller Regel ist gar keine Gelatine nötig sofern genug Schwarten mit ausgekocht werden.

Mich stört auch eine leichte Trübung nicht, deshalb schütte ich alles einfach durch ein Sieb und fertig.

Ich kann nur jeden dieses tolle Rezept empfehlen. Und danke für die tolle Beschreibung.

Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Gerhard

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oi_koch Kartoffelschäler sagt:  
09.03.2012 17:35
Sehr gut, endlich mal ein richtiges Saukopfrezept!!!
5 Sterne!!! Klasse Rezept!

Oi aus Straubing

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Wampe Kartoffelschäler sagt:  
26.05.2012 16:29
Ich habe den Kommentar erst jetzt gelesen. Freut mich sehr dass mein Rezept auch in meiner bayr. Lieblingsstadt (Ich war 1979 auf der Meisterschule in Straubing) so freudig gelesen wird. Viel Glück damit und herzliche Grüße nach Bayern!!

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Wampe Kartoffelschäler sagt:  
26.05.2012 16:33
Ein Gedicht von mir zum Rezept:>URL zu YouTube von Admin entfernt --> Suchbegriff: Tellersulz

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