Sächsische Wickelklöße nach Großmutters Hausrezept

mit Semmelbröseln gefüllte, gerollte Kartoffelklöße

Zutaten für Portionen

  Für den Teig:
600 g Mehl
½ Pck. Backpulver
600 g Kartoffel(n), vorwiegend fest kochend
Ei(er)
1 ½ TL, gestr. Salz
  Für die Füllung:
400 g Semmelbrösel
4 EL Margarine
1 EL Butter
  Außerdem:
 etwas Speisestärke
 etwas Salz
 etwas Milch

Zubereitung

Kartoffeln mit Schale kochen (muss kein Salzwasser sein), nach dem Kochen pellen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken oder reiben. Abkühlen lassen. Das Quetschen der kalten Kartoffeln erfordert mehr Kraft, ist aber natürlich auch möglich.

Semmelbrösel in Margarine anrösten, bis sie goldbraun sind. Für den Geschmack zum Schluss noch etwas gute Butter hinzufügen.

Mehl und Backpulver in eine große Schüssel sieben. Kartoffeln, Eier und Salz hinzufügen. Kräftig kneten. Der Teig sollte eine zäh-elastische, relativ feste Konsistenz bekommen und ausrollbar sein und nicht zu klebrig sein. Eventuell noch Mehl hinzufügen, wenn nötig - das ist immer abhängig von der verwendeten Kartoffelsorte.

Teig halbieren und auf dem mit Stärke bemehlten Backbrett dünn zum Rechteck ausrollen. Das Brett muss gut bemehlt sein, damit der Teig nicht anklebt. Er lässt sich aber auch mit einem Messer gut lösen. Darauf die gerösteten Semmelbrösel verteilen. Danach den Teig mit dem Messer in Längsrichtung einmal und in Querrichtung mehrmals schneiden, so dass gut wickelbare Streifen entstehen.
Die Semmelbrösel vom Teig am Brettrand ein wenig nach innen schieben. Diesen Teigrand mit Milch bestreichen, so dass der gewickelte Kloß damit zugeklebt werden kann. Den Kloß von der Mitte her zum mit Milch bestrichenen Rand aufrollen und zudrücken. Die Seitenränder bleiben offen, werden also nicht mit Milch bestrichen und zugeklebt.

In siedendes Salzwasser geben, aufkochen und danach ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umrühren, damit die oberen Klöße auch mal nach unten kommen.

Probe: Einen Kloß herausnehmen, teilen um zu sehen, ob er gar ist.

Passt gut zu Gulasch. Schmeckt aber auch in Scheiben geschnitten und in Butter angebraten mit Zimt und Zucker sehr lecker. Genauso gut kann man die Kloßstreifen auch als Einlage in einer klaren Suppe/Brühe nutzen, sollte sie dann aber erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Koch-/Backzeit: ca. 40 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 29.04.11
Rezept-Statistiken: 4.134 (1)* gelesen
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Verfasser:

Pflaume_123 Tellerwäscher


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Kommentare anderer Nutzer

dreamsnail Kaltmamsell sagt:  
22.05.2012 00:38
So hat sie meine Oma auch gemacht, allerdings ohne Backpulver, mit 4 Eiern und nur mit Butter.
Oberlecker, ich mache sie oft zu Rouladen.

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