Butterstollen Thüringer Art
Saftig, lecker! Auch sehr variabel als Stollen mit Mandeln oder Marzipan| 500 g | Weizenmehl, 550 |
| 100 g | Milch |
| 42 g | Hefe, frisch, 1 Würfel |
| 275 g | Butter (Süßrahm-), zimmerwarm |
| 75 g | Zucker, feinster Zucker |
| 1 Tüte/n | Vanillezucker, Bourbon |
| 5 g | Salz |
| 2 Tüte/n | Aroma (Zitronenschalen-), oder frische Schale |
| 300 g | Sultaninen |
| 8 cl | Rum, brauner 54er, ca. 70g |
| 75 g | Mandel(n), gehackt |
| 50 g | Zitronat |
| 25 g | Orangeat |
| 50 g | Butter (Süßrahm-), flüssig, zum Bestreichen |
| 2 EL | Zucker, feinster, zum Bestreuen |
| 1 Tasse | Puderzucker und 1 TL Speisestärke, zum Bestäuben |
Zubereitung
Warum Stollen Thüringer Art? Dieser Stollen erfüllt zwar die strengen Auflagen eines echten "Thüringer Weihnachtsstollen", dürfte sich aber erst nach Zertifizierung so nennen. Diese besteht aus einer Laboranalyse und einer Verkostung durch eine Jury, die mindestens 4,5 von 5 möglichen Punkten vergeben muss. Erst dann bekommt nam ein Urkunde und er darf sich für eine Saison "Echter Thüringer Weihnachtsstollen" nennen.
Zuerst werden die Sultaninen gewaschen, gut abgetropft und zusammen mit dem Rum in eine verschließbare Box gegeben. Diese lässt man 24 Stunden gut durchziehen.
Am Backtag gibt man das Mehl in die Rührschüssel und drückt eine Mulde hinein. In diese bröselt man die Hefe, gibt die Milch hinzu und rührt einen weichen Vorteig. Dieser wird mit dem Mehl vom Schüsselrand bedeckt und je nach Temperatur der Milch 30-90 Minuten gehen gelassen. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern und das Mehl deutlich "rissig" werden.
In der Zwischzeit überbrüht man die gehackten Mandeln mit kochendem Wasser, lässt diese 5 Minuten ziehen und dann gut abtropfen. Sie kommen erst später zum Teig.
Wenn der Vorteig aufgegangen ist gibt man zimmerwarme Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale hinzu und knetet den Stollenteig, den man anschließend 30 Minuten gehen lässt.
Nun werden die Früchte und die Mandeln untergeknetet und der Stollen geformt.
Inzwischen ist der Ofen auf 200°C vorgeheizt. Der Stollen kommen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech, wird mit kalten Wasser abgestrichen und kommt ohne Stückgare in den Ofen, der sofort auf 170°C runtergeregelt wird. Die Backzeit beträgt 60 Minuten. Die Backzeit ist hierbei am wichtigsten, eventuell muss die Temperatur angeglichen werden. Ist er zu dunkel wird er trocken, ist er zu hell, kann es sein, dass er nicht durch und dadurch innen klitschig ist.
Anschließend wird der Stollen mit flüssiger Butter bestrichen und gezuckert. Den Stollen nicht bewegen, er ist noch sehr zerbrechlich. Das Backblech gibt man am besten zurück in den ausgekühlten Ofen. Am nächsten Tag kräftig mit Puderzucker/Stärke-Mischung bestäuben.
Jetzt wird der fertige Stollen noch hübsch verpackt. Am besten in eine dafür gedachte Klarsichttüte. Es geht natürlich zur Not auch Klarsichtfolie oder Alufolie plus Gerfrierbeutel. Der Stollen sollte jetzt noch ein wenig durchziehen, allerdings nicht unbedingt 2-4 Wochen wie häufig beschrieben. 2-3 Tage reichen völlig aus, am besten ist er nach einer Woche.
Wer kein Zitronat/Orangeat mag oder auf Marzipan steht, für den hab ich noch 3 leckere Varianten:
1. Für einen Marzipanstollen anstelle der Mandeln, Zitronat und Orangeat 200 g Marzipanrohmasse in Streifen mit in den Stollen einschlagen, oder als Marzipanplatte mit einrollen, und den Zucker auf 25 g reduzieren.
2. Für einen Mandelstollen anstelle von Zitronat und Orangeat die doppelte Menge, also 150 g Mandeln mit in den Teig einarbeiten.
3. Für ein süßes Mandelbrot auch die Sultaninen weglassen, dafür 150 g Mandeln in Rum einlegen, den Zucker auf 50 g reduzieren und das fertige Brot nur buttern und nicht zuckern und nicht mit Puderzucker bestäuben.
Zuerst werden die Sultaninen gewaschen, gut abgetropft und zusammen mit dem Rum in eine verschließbare Box gegeben. Diese lässt man 24 Stunden gut durchziehen.
Am Backtag gibt man das Mehl in die Rührschüssel und drückt eine Mulde hinein. In diese bröselt man die Hefe, gibt die Milch hinzu und rührt einen weichen Vorteig. Dieser wird mit dem Mehl vom Schüsselrand bedeckt und je nach Temperatur der Milch 30-90 Minuten gehen gelassen. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern und das Mehl deutlich "rissig" werden.
In der Zwischzeit überbrüht man die gehackten Mandeln mit kochendem Wasser, lässt diese 5 Minuten ziehen und dann gut abtropfen. Sie kommen erst später zum Teig.
Wenn der Vorteig aufgegangen ist gibt man zimmerwarme Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale hinzu und knetet den Stollenteig, den man anschließend 30 Minuten gehen lässt.
Nun werden die Früchte und die Mandeln untergeknetet und der Stollen geformt.
Inzwischen ist der Ofen auf 200°C vorgeheizt. Der Stollen kommen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech, wird mit kalten Wasser abgestrichen und kommt ohne Stückgare in den Ofen, der sofort auf 170°C runtergeregelt wird. Die Backzeit beträgt 60 Minuten. Die Backzeit ist hierbei am wichtigsten, eventuell muss die Temperatur angeglichen werden. Ist er zu dunkel wird er trocken, ist er zu hell, kann es sein, dass er nicht durch und dadurch innen klitschig ist.
Anschließend wird der Stollen mit flüssiger Butter bestrichen und gezuckert. Den Stollen nicht bewegen, er ist noch sehr zerbrechlich. Das Backblech gibt man am besten zurück in den ausgekühlten Ofen. Am nächsten Tag kräftig mit Puderzucker/Stärke-Mischung bestäuben.
Jetzt wird der fertige Stollen noch hübsch verpackt. Am besten in eine dafür gedachte Klarsichttüte. Es geht natürlich zur Not auch Klarsichtfolie oder Alufolie plus Gerfrierbeutel. Der Stollen sollte jetzt noch ein wenig durchziehen, allerdings nicht unbedingt 2-4 Wochen wie häufig beschrieben. 2-3 Tage reichen völlig aus, am besten ist er nach einer Woche.
Wer kein Zitronat/Orangeat mag oder auf Marzipan steht, für den hab ich noch 3 leckere Varianten:
1. Für einen Marzipanstollen anstelle der Mandeln, Zitronat und Orangeat 200 g Marzipanrohmasse in Streifen mit in den Stollen einschlagen, oder als Marzipanplatte mit einrollen, und den Zucker auf 25 g reduzieren.
2. Für einen Mandelstollen anstelle von Zitronat und Orangeat die doppelte Menge, also 150 g Mandeln mit in den Teig einarbeiten.
3. Für ein süßes Mandelbrot auch die Sultaninen weglassen, dafür 150 g Mandeln in Rum einlegen, den Zucker auf 50 g reduzieren und das fertige Brot nur buttern und nicht zuckern und nicht mit Puderzucker bestäuben.
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Kommentare anderer Nutzer
Caseroll
sagt:
sagt: 16.11.2011 14:02
Wer angst hat der Stollen könnte zu flach und dann trocken werden, sollte ihn formen wie die Erfurter ihre "Schittchen". Der Stollen wird dabei nicht eingeschlagen, sondern wie ein langer, schmaler Brotlaib geformt. Dieser wird dann links und rechts jeweils 2 cm vom Rand entfernt senkrecht ca. 1 cm tief der Länge nach eingeschnitten. Dann bekommt man die typische thüringer Form und der Stollen bleibt auf jeden Fall höher und die Gefahr des Trockenwerdens ist somit minimiert.
schlunz69
sagt:
sagt: 19.11.2011 12:16
Hallo Caseroll,
ich suche seit nach einem Rezept für einen bestimmten Stollen:
Und zwar bestellen meine Schwiegereltern immer einen Dresdener Stollen bei einer Feinschmeckerfirma der unendlich teuer ist. Sie sind der Meinung man kann so keinen selbst backen.
Ich bin da anderer Meinung! Ich weiß nur nicht welches Rezept diesem am ähnlichsten kommen würde, da ich noch nie Stollen gebacken habe.
Ich suche nach einem Rezept, bei dem der fertige Stollen nicht luftig ist. Sondern eher ganz schwer, kompakt, aber halt echt lecker! Kannst du deinen Stollen etwas beschreiben?
Danke
ich suche seit nach einem Rezept für einen bestimmten Stollen:
Und zwar bestellen meine Schwiegereltern immer einen Dresdener Stollen bei einer Feinschmeckerfirma der unendlich teuer ist. Sie sind der Meinung man kann so keinen selbst backen.
Ich bin da anderer Meinung! Ich weiß nur nicht welches Rezept diesem am ähnlichsten kommen würde, da ich noch nie Stollen gebacken habe.
Ich suche nach einem Rezept, bei dem der fertige Stollen nicht luftig ist. Sondern eher ganz schwer, kompakt, aber halt echt lecker! Kannst du deinen Stollen etwas beschreiben?
Danke
Caseroll
sagt:
sagt: 20.11.2011 15:35
also, ich versuchs mal...
Da der Stollen nach dem Formen gleich in den Ofen kommt, ist er recht kompakt. Zusätzlich wird er gefühlt noch etwas kompakter nachdem er ein wenig durchgezogen ist. Dieser Stollen ist sehr saftig und geschmacklich konnte bisher noch keiner gegen anstinken!
Ein Versuch ist es allemal wert, Du wirst nicht enttäuscht sein!
Da der Stollen nach dem Formen gleich in den Ofen kommt, ist er recht kompakt. Zusätzlich wird er gefühlt noch etwas kompakter nachdem er ein wenig durchgezogen ist. Dieser Stollen ist sehr saftig und geschmacklich konnte bisher noch keiner gegen anstinken!
Ein Versuch ist es allemal wert, Du wirst nicht enttäuscht sein!
fredda1000
sagt:
sagt: 09.12.2011 16:41
Hallo Caeroll!!
Also dein Rezept ist super lecker. Ich habe ihn am Dienstag gebacken und konnte heute (Freitag) nicht widerstehen ein Stück zu probieren. Er schmeckt genial.
Beim Backen dachte ich noch es sind zu viel Rosinen drin aber es ist echt perfekt. Glatte 5 Sterne.
Eine klein Sache find ich noch wichtig für Leute, die noch nie einen Hefeteig hergestellt haben. Die Milch sollte etwas angewärmt sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen sonst bekommt die Hefe einen Schock. :-)
Also sehr lecker-
Gruß fredda
Also dein Rezept ist super lecker. Ich habe ihn am Dienstag gebacken und konnte heute (Freitag) nicht widerstehen ein Stück zu probieren. Er schmeckt genial.
Beim Backen dachte ich noch es sind zu viel Rosinen drin aber es ist echt perfekt. Glatte 5 Sterne.
Eine klein Sache find ich noch wichtig für Leute, die noch nie einen Hefeteig hergestellt haben. Die Milch sollte etwas angewärmt sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen sonst bekommt die Hefe einen Schock. :-)
Also sehr lecker-
Gruß fredda
Caseroll
sagt:
sagt: 09.12.2011 16:55
fredda1000
sagt:
sagt: 15.12.2011 08:29
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Aber er wird durch die viele Butter sehr saftig und braucht nicht so lange durchzuziehen, hält bei richtiger Lagerung aber problemlos viele Wochen in Bestform durch, ohne ranzig zu werden!
Kleiner Nachtrag zur Selbstbewertung: mache ich bei meinen eigenen Rezepten nicht! Allerdings ist das Rezept nicht von mir und es ist der beste Stollen den ich je gegessen habe, einfach perfekt!!!
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