Wochenbettsuppe
ideal nach der Geburt, bei Krankheit oder einfach als leckere Suppe| 1 | Suppenhuhn |
| 4 | Möhre(n) |
| 1 kleine | Knollensellerie |
| 1 Stange/n | Porree |
| 1 Stück | Ingwerwurzel, ca. 5 - 6 cm lang |
| 2 | Petersilienwurzel(n) |
| 15 | Pfefferkörner, schwarze |
| 15 Körner | Koriander |
| 4 | Nelke(n) |
| 6 | Wacholderbeeren |
| 3 | Lorbeerblätter |
| 1 | Zwiebel(n) |
| Wasser | |
| Salz |
Zubereitung
Da die Suppe nicht nur lecker schmecken sondern auch wirksam und gesund sein soll versteht es sich von selbst, dass man frische Hühner und Gemüse verwendet, am besten in Bio-Qualität oder wenigstens frisch vom Markt und auf keinen Fall irgendeine TK-Ware aus dem Supermarkt, dann kann man’s nämlich auch gleich bleiben lassen.
Das Huhn mit kaltem Wasser waschen. Petersilienwurzeln, Möhren, Ingwer und Sellerie schälen und in grobe Stücke zerschneiden, Porree halbieren und ebenfalls grob schneiden. Das Gemüse gut waschen.
Das Huhn in einen großen Topf von etwa 10 - 15 Liter Fassungsvermögen legen, mit kaltem, chlorfreiem Wasser bis ca. 5 cm unter den Topfrand aufgießen und langsam zum Kochen bringen.
Die Schnittfläche einer ungeschälten Zwiebel in einer alten Pfanne ohne Fett oder auf einer Lage Alufolie liegend direkt auf der Herdplatte bei starker Hitze schwarz werden lassen.
Wenn das Huhn an zu kochen fängt, Temperatur soweit runterregeln, dass es nur noch leicht vor sich hin köchelt. Dabei immer wieder mit einem Sieb den entstehenden Schaum abschöpfen. Nach etwa ½ Stunde das Gemüse, die Zwiebel und die Gewürze AUSSER des Salzes hinzugeben. Damit Geschmack und die ganzen guten Stoffe aus dem Huhn austreten können, ist es wichtig, vor dem Kochen NICHT zu salzen. Wieder zum Köcheln bringen und ca. 6 Stunden bei leicht geöffnetem Deckel sieden, bzw. ganz leicht köcheln lassen. Absolutes Minimum sind 4 Stunden, aber je länger, je besser – die Suppe kann also auch z. B über Nacht vor sich hin köcheln.
Danach die Suppe durch ein feuchtes Leinentuch, welches in ein großes Sieb gelegt wurde, in eine große Schale füllen und etwa 15 Minuten stehen lassen.
In der Zwischenzeit den Topf spülen. Mit einer Suppenkelle vorsichtig die Brühe wieder in den Topf geben, so dass eventuelle Rückstände aus der Brühe am Boden der Schale bleiben. Die Brühe erhitzen und vorsichtig nach und nach mit so viel Salz abschmecken, bis sie lecker ist.
Fertig ist die Wochenbettsuppe als leckere Trinkbrühe.
Jetzt kann man diese Brühe und das Huhn natürlich noch weiter verarbeiten. Z. B. als Hühnersuppe, als Grundlage für ein Hühnerfrikassee etc. Für eine Hühnersuppe füge ich noch 2 gekochte Möhren, Muschelnudeln und blanchierten Porree, ggf. auch Eierstich hinzu.
Frauen in China bekommen nach der Geburt ein besonderes Getränk im Wochenbett: eine Hühnerbrühe. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine gewöhnliche Brühe, sondern um eine Suppe mit verblüffender Wirkung. Die chinesische Idee dahinter: Huhn ist thermisch betrachtet leicht warm. Lange gekocht und als Suppe zubereitet vertreibt es Kälte und löst Blutstauungen auf. Es kurbelt die Lebensenergie (Qi) sowie den Blutfluss an und wärmt den Organismus von innen. Diese "Blutmedizin" hilft hervorragend gegen körperliche Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Wochenbett-Depressionen. Das Wurzelwerk wirkt blutbildend, der Ingwer hat eine antioxidative, antientzündliche und antiarteriosklerotische Wirkung.
Als unsere erste Tochter geboren wurde, mussten insgesamt 7 Hühner ihr Leben lassen und meine Frau hat es geliebt, immer ein warmes Süppchen zur Hand zu haben, wenn sie nachts raus musste. Ich habe ihr die Brühe täglich frisch in einer Thermoskanne in die Klinik gebracht und auch in den nachfolgenden Wochen stand sie noch regelmäßig auf dem Speiseplan. Übrigens: von Wochenbettdepressionen keine Spur. Ob es an der Suppe gelegen hat, werden wir wohl nie erfahren, aber gut getan, hat sie auf jeden Fall. Ich koche diese köstliche Suppe auch heute in großen Mengen und friere sie ein, so hat man immer eine leckere Brühe zur Hand, wenn z. B. mal jemand krank ist, oder einfach als Grundlage für eine Hühnersuppen oder andere Suppen, für die Hühnerbrühe benötigt wird.
Das Rezept ist eine Kombination aus der originalen chinesischen Variante und den Ratschlägen und Hinweisen unserer Hebamme.
Das Huhn mit kaltem Wasser waschen. Petersilienwurzeln, Möhren, Ingwer und Sellerie schälen und in grobe Stücke zerschneiden, Porree halbieren und ebenfalls grob schneiden. Das Gemüse gut waschen.
Das Huhn in einen großen Topf von etwa 10 - 15 Liter Fassungsvermögen legen, mit kaltem, chlorfreiem Wasser bis ca. 5 cm unter den Topfrand aufgießen und langsam zum Kochen bringen.
Die Schnittfläche einer ungeschälten Zwiebel in einer alten Pfanne ohne Fett oder auf einer Lage Alufolie liegend direkt auf der Herdplatte bei starker Hitze schwarz werden lassen.
Wenn das Huhn an zu kochen fängt, Temperatur soweit runterregeln, dass es nur noch leicht vor sich hin köchelt. Dabei immer wieder mit einem Sieb den entstehenden Schaum abschöpfen. Nach etwa ½ Stunde das Gemüse, die Zwiebel und die Gewürze AUSSER des Salzes hinzugeben. Damit Geschmack und die ganzen guten Stoffe aus dem Huhn austreten können, ist es wichtig, vor dem Kochen NICHT zu salzen. Wieder zum Köcheln bringen und ca. 6 Stunden bei leicht geöffnetem Deckel sieden, bzw. ganz leicht köcheln lassen. Absolutes Minimum sind 4 Stunden, aber je länger, je besser – die Suppe kann also auch z. B über Nacht vor sich hin köcheln.
Danach die Suppe durch ein feuchtes Leinentuch, welches in ein großes Sieb gelegt wurde, in eine große Schale füllen und etwa 15 Minuten stehen lassen.
In der Zwischenzeit den Topf spülen. Mit einer Suppenkelle vorsichtig die Brühe wieder in den Topf geben, so dass eventuelle Rückstände aus der Brühe am Boden der Schale bleiben. Die Brühe erhitzen und vorsichtig nach und nach mit so viel Salz abschmecken, bis sie lecker ist.
Fertig ist die Wochenbettsuppe als leckere Trinkbrühe.
Jetzt kann man diese Brühe und das Huhn natürlich noch weiter verarbeiten. Z. B. als Hühnersuppe, als Grundlage für ein Hühnerfrikassee etc. Für eine Hühnersuppe füge ich noch 2 gekochte Möhren, Muschelnudeln und blanchierten Porree, ggf. auch Eierstich hinzu.
Frauen in China bekommen nach der Geburt ein besonderes Getränk im Wochenbett: eine Hühnerbrühe. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine gewöhnliche Brühe, sondern um eine Suppe mit verblüffender Wirkung. Die chinesische Idee dahinter: Huhn ist thermisch betrachtet leicht warm. Lange gekocht und als Suppe zubereitet vertreibt es Kälte und löst Blutstauungen auf. Es kurbelt die Lebensenergie (Qi) sowie den Blutfluss an und wärmt den Organismus von innen. Diese "Blutmedizin" hilft hervorragend gegen körperliche Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Wochenbett-Depressionen. Das Wurzelwerk wirkt blutbildend, der Ingwer hat eine antioxidative, antientzündliche und antiarteriosklerotische Wirkung.
Als unsere erste Tochter geboren wurde, mussten insgesamt 7 Hühner ihr Leben lassen und meine Frau hat es geliebt, immer ein warmes Süppchen zur Hand zu haben, wenn sie nachts raus musste. Ich habe ihr die Brühe täglich frisch in einer Thermoskanne in die Klinik gebracht und auch in den nachfolgenden Wochen stand sie noch regelmäßig auf dem Speiseplan. Übrigens: von Wochenbettdepressionen keine Spur. Ob es an der Suppe gelegen hat, werden wir wohl nie erfahren, aber gut getan, hat sie auf jeden Fall. Ich koche diese köstliche Suppe auch heute in großen Mengen und friere sie ein, so hat man immer eine leckere Brühe zur Hand, wenn z. B. mal jemand krank ist, oder einfach als Grundlage für eine Hühnersuppen oder andere Suppen, für die Hühnerbrühe benötigt wird.
Das Rezept ist eine Kombination aus der originalen chinesischen Variante und den Ratschlägen und Hinweisen unserer Hebamme.
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Kommentare anderer Nutzer
maeselchen
sagt:
sagt: 25.06.2011 02:44
Habe noch eine Frage zum Rezept aus Mangel an Nelke kann man da auch geringe Menge an Nelkenpulver nehmen?
25.06.2011 09:02
Hallo,
hat man Nelken nicht irgendwie immer im Haus? Die halten doch sehr lange...
Wenn Pulver, dann würde ich nicht so viel nehmen (da sehr intensiv) und ggf. mit den anderen Gewürzen in einen verschlossenen Teefilter o. ä. geben, weil es sonst sicher schwierig wird, es wieder auszusieben. Die Brühe sollte ja klar sein.
Gruß
Tick
hat man Nelken nicht irgendwie immer im Haus? Die halten doch sehr lange...
Wenn Pulver, dann würde ich nicht so viel nehmen (da sehr intensiv) und ggf. mit den anderen Gewürzen in einen verschlossenen Teefilter o. ä. geben, weil es sonst sicher schwierig wird, es wieder auszusieben. Die Brühe sollte ja klar sein.
Gruß
Tick
maeselchen
sagt:
sagt: 25.06.2011 19:34
Hallo Ticerix,
deine Antwort heute morgen kam noch rechtzeitig habe noch Nelken gekauft. Ich hatte ein Suppenhuhn von ca. 2 kg gehabt. Leider habe ich keine Petersilienwurzeln bekommen. Es ging aber auch ohne. Suppe kühlt gerade ab, sodass ich morgen das Fett abschöpfen kann und sie einfrieren kann.
deine Antwort heute morgen kam noch rechtzeitig habe noch Nelken gekauft. Ich hatte ein Suppenhuhn von ca. 2 kg gehabt. Leider habe ich keine Petersilienwurzeln bekommen. Es ging aber auch ohne. Suppe kühlt gerade ab, sodass ich morgen das Fett abschöpfen kann und sie einfrieren kann.
25.06.2011 19:42
Hallo maeselchen,
brauchst du die Suppe denn "nur" als Grundlage, falls du mal eine Hühnerbrühe brauchst, oder tatsächlich als Wochenbettsuppe? Falls als Letzteres, solltest du sie wirklich heiß, oder zumindest noch so warm, dass das Fett quasi gelöst ist, durch ein feuchtes Leinentuch geben. Einiges an Fett kommt so dann nämlich mit da durch, was auch wirklich nicht schlecht ist, wenn man quasi "Reserven" braucht.
Solltest du ein Hühnerfrikassee kochen wollen, das Fett auch nicht wegwerfen, das hat ne Menge "Huhngeschmack" (s. ggf. hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/1873591304515901/Curry-Huehnerfrikassee-la-Mama.html)
Grüße
Tick
brauchst du die Suppe denn "nur" als Grundlage, falls du mal eine Hühnerbrühe brauchst, oder tatsächlich als Wochenbettsuppe? Falls als Letzteres, solltest du sie wirklich heiß, oder zumindest noch so warm, dass das Fett quasi gelöst ist, durch ein feuchtes Leinentuch geben. Einiges an Fett kommt so dann nämlich mit da durch, was auch wirklich nicht schlecht ist, wenn man quasi "Reserven" braucht.
Solltest du ein Hühnerfrikassee kochen wollen, das Fett auch nicht wegwerfen, das hat ne Menge "Huhngeschmack" (s. ggf. hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/1873591304515901/Curry-Huehnerfrikassee-la-Mama.html)
Grüße
Tick
maeselchen
sagt:
sagt: 25.06.2011 19:57
Hallo Tick,
ich esse die Hühnersuppe wenn mir kalt ist oder wenn ich mich ausgelaugt fühle. Habe in meine Beitrag oben noch was vergessen. Ich bin ein wenig anders vorgegageb wie Du.
Schau die mal dieses Rezept an:
http://www.chefkoch.de/rezepte/783541181629099/Fuenf-Elemente-Kraftsuppe.html
Das mit dem Kurkuma Trick ist echt klasse. Habe das Huhn ca. 10. Min am anfang köcheln lassen und dann mit Wasser aus dem Wasserkocher abgebraust. Nun mußte ich kein Schaum mehr abschöpfen.
Silke
ich esse die Hühnersuppe wenn mir kalt ist oder wenn ich mich ausgelaugt fühle. Habe in meine Beitrag oben noch was vergessen. Ich bin ein wenig anders vorgegageb wie Du.
Schau die mal dieses Rezept an:
http://www.chefkoch.de/rezepte/783541181629099/Fuenf-Elemente-Kraftsuppe.html
Das mit dem Kurkuma Trick ist echt klasse. Habe das Huhn ca. 10. Min am anfang köcheln lassen und dann mit Wasser aus dem Wasserkocher abgebraust. Nun mußte ich kein Schaum mehr abschöpfen.
Silke
18.01.2012 21:00
auch wenn ich schon sehr lange aus dem Wochenbett heraus bin ;O) lese ich hier gerade das die Suppe Kraft spendet und gut bei Krankheit ist...
habe vor sie zu Kochen und portionsweise wegzufrieren, vorausgesetzt natürlich das sie dann immer noch die gleiche Wirkung hat ???
welche Erfahrungen habt Ihr an dieser Stelle gemacht ???
Lieben Gruß
Kunstkueche
habe vor sie zu Kochen und portionsweise wegzufrieren, vorausgesetzt natürlich das sie dann immer noch die gleiche Wirkung hat ???
welche Erfahrungen habt Ihr an dieser Stelle gemacht ???
Lieben Gruß
Kunstkueche
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das Huhn 4 - 6 Std. soll ja kochen, läßt man dann das Suppengemüse auch so lange drin?
maeselchen
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