24 Stunden Bolognese
superleckere Sauce Bolognese| 2 ½ kg | Hackfleisch vom Rind |
| 12 m.-große | Zwiebel(n) |
| 5 Stange/n | Staudensellerie |
| 4 m.-große | Möhre(n) |
| 3 Knolle/n | Knoblauch, chinesischer |
| 200 g | Schinken (Pancetta), hauchdünn geschnitten |
| 100 g | Butter |
| 20 g | Tomatenmark |
| 1 ¼ Liter | Weißwein, trocken (z. B. Pinot Grigio) |
| 2 Liter | Fleischbrühe, kräftige, beste Qualität |
| ¼ Liter | Rotwein, trocken |
| 1 Liter | Milch |
| evtl. | Sahne |
| 100 g | Parmesan (Grana Padano), gerieben |
| 1 TL, gehäuft | Oregano |
| 1 TL, gehäuft | Basilikum |
| 3 gr. Dose/n | Tomate(n), stückige |
| Zimt | |
| Cayennepfeffer | |
| Salz und Pfeffer | |
| Zucker |
Zubereitung
Den Sellerie und die Möhren putzen. Blätter und zu faserige Teile vom Sellerie entfernen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Pancetta sehr fein würfeln, den Knoblauch pressen.
Die Butter in einen Topf geben und den Pancetta darin anbraten. Durch die Butter bilden sich bereits erste Röstaromen. Das Gemüse hinzugeben und bräunen lassen. Es darf leicht ansetzen.
Das Hackfleisch schubweise dazugeben. Es soll richtig anbraten, Farbe bekommen und am Topf ansetzen. Das dauert eine Weile, da im Gemüse sehr viel Wasser ist. Aber irgendwann hört man dann, dass es nicht mehr zischt, sondern richtig brutzelt. Dann ist es richtig. Am Topfboden soll sich ein schöner Röstansatz bilden. Darauf achten, dass es nicht anbrennt.
Wenn sich der Ansatz gebildet hat und das Hackfleisch braun und krümelig geworden ist, 3/4 des Tomatenmarks hinzugeben. Noch einmal mitbräunen lassen, dann mit Weißwein ablöschen. Zunächst soviel, dass sich der Satz löst, dann verdampfen lassen, bis es wieder brutzelt und sich wieder ein Ansatz gebildet hat. Dann wieder mit ein bisschen Wein ablöschen. So geht das ein paar Mal. Je öfter man das macht, umso gschmackiger wird das Ganze.
Wenn der Wein verbraucht ist, noch das restliche Tomatenmark noch einmal mitlaufen lassen und dann mit der Fleischbrühe ablöschen.
Die Fleischbrühe ist wesentlicher Bestandteil der Soße. Instantbrühwürfel sind nicht optimal, da meistens Glutamat oder andere Geschmacksverstärker und sehr viel Salz enthalten sind. Ideal ist eine selbst gekochte, sehr kräftige Brühe. Wenn man Instantbrühe nimmt, dann sollte sie ohne Glutamat oder Geschmacksverstärker sein und man sollte sie auch sehr kräftig ansetzen. Das ist für den Geschmack der Bolognese sehr wichtig.
Wenn man die Soße nun das erste Mal probiert, sollte sich ein wunderbarer kräftiger Fleischgeschmack auf dem Gaumen ausbreiten. Die Grundsoße ist nun fertig und man kann wählen zwischen einer roten oder einer weißen Bolognese.
Für eine weiße Bolognese nehme ich an dieser Stelle gerne ein paar Schöpfkellen in einen kleinen Extratopf, füge zu diesem etwas Sahne und Milch hinzu. Evtl. noch etwas geriebenen Parmesan. Fertig ist die weiße Bolognese.
Für eine rote Bolognese die Grundsoße etwas einreduzieren lassen und die Tomaten hinzugeben. Je nachdem, wie viel man für die weiße Bolognese weggenommen hat, reichen evtl. etwas weniger Tomaten.
Kräftig pfeffern und nachsalzen. Vorsicht, durch die konzentrierte Fleischbrühe ist möglicherweise schon viel Salz in der Soße. Oregano und Basilikum hinzugeben, sowie mit einer Prise Zucker und etwas Zimt abrunden. Nach Belieben noch einen Hauch Cayennepfeffer drangeben. Nun muss es stundenlang leicht vor sich hinköcheln, damit sich die Aromen verbinden. Mindestens 3 - 4 Stunden, besser länger, ohne Deckel. Die Soße soll einreduzieren und vor sich hin schmurgeln, nicht kochen und auf gar keinen Fall am Boden anbrennen. Das lange Köcheln ist sehr wichtig, sonst bleiben die Tomaten zu dominant und der Geschmack wird nicht rund.
Nach ca. 2 Stunden die Milch, den Rotwein und die Hälfte des Parmesans in die Soße geben. Weiterköcheln lassen. Zum Ende der Garzeit noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer und evtl. Cayennepfeffer, Zimt und Zucker nachwürzen. Den Herd ausschalten und über Nacht abkühlen lassen.
Wenn man einen Riesentopf kocht, braucht das tatsächlich die ganze Nacht. Bei einer kleineren Menge einfach über Nacht in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag überschüssiges Fett abnehmen, falls nötig, dann noch einmal aufkochen, aus allen Wolken fallen und genießen. Als Nudeln empfehle ich Mafaldine, die wunderbar zu dieser geschmacksintensiven Soße passen. Ich koche immer einen Riesentopf (darum diese Mengenangaben) und friere dann ein, da es etwas aufwendig ist. Dieses Ragout ist auch perfekt geeignet für Lasagne.
Ich habe das Rezept 24 Stunden Bolognese genannt, weil man wirklich erst am nächsten Tag davon essen sollte.
Die Butter in einen Topf geben und den Pancetta darin anbraten. Durch die Butter bilden sich bereits erste Röstaromen. Das Gemüse hinzugeben und bräunen lassen. Es darf leicht ansetzen.
Das Hackfleisch schubweise dazugeben. Es soll richtig anbraten, Farbe bekommen und am Topf ansetzen. Das dauert eine Weile, da im Gemüse sehr viel Wasser ist. Aber irgendwann hört man dann, dass es nicht mehr zischt, sondern richtig brutzelt. Dann ist es richtig. Am Topfboden soll sich ein schöner Röstansatz bilden. Darauf achten, dass es nicht anbrennt.
Wenn sich der Ansatz gebildet hat und das Hackfleisch braun und krümelig geworden ist, 3/4 des Tomatenmarks hinzugeben. Noch einmal mitbräunen lassen, dann mit Weißwein ablöschen. Zunächst soviel, dass sich der Satz löst, dann verdampfen lassen, bis es wieder brutzelt und sich wieder ein Ansatz gebildet hat. Dann wieder mit ein bisschen Wein ablöschen. So geht das ein paar Mal. Je öfter man das macht, umso gschmackiger wird das Ganze.
Wenn der Wein verbraucht ist, noch das restliche Tomatenmark noch einmal mitlaufen lassen und dann mit der Fleischbrühe ablöschen.
Die Fleischbrühe ist wesentlicher Bestandteil der Soße. Instantbrühwürfel sind nicht optimal, da meistens Glutamat oder andere Geschmacksverstärker und sehr viel Salz enthalten sind. Ideal ist eine selbst gekochte, sehr kräftige Brühe. Wenn man Instantbrühe nimmt, dann sollte sie ohne Glutamat oder Geschmacksverstärker sein und man sollte sie auch sehr kräftig ansetzen. Das ist für den Geschmack der Bolognese sehr wichtig.
Wenn man die Soße nun das erste Mal probiert, sollte sich ein wunderbarer kräftiger Fleischgeschmack auf dem Gaumen ausbreiten. Die Grundsoße ist nun fertig und man kann wählen zwischen einer roten oder einer weißen Bolognese.
Für eine weiße Bolognese nehme ich an dieser Stelle gerne ein paar Schöpfkellen in einen kleinen Extratopf, füge zu diesem etwas Sahne und Milch hinzu. Evtl. noch etwas geriebenen Parmesan. Fertig ist die weiße Bolognese.
Für eine rote Bolognese die Grundsoße etwas einreduzieren lassen und die Tomaten hinzugeben. Je nachdem, wie viel man für die weiße Bolognese weggenommen hat, reichen evtl. etwas weniger Tomaten.
Kräftig pfeffern und nachsalzen. Vorsicht, durch die konzentrierte Fleischbrühe ist möglicherweise schon viel Salz in der Soße. Oregano und Basilikum hinzugeben, sowie mit einer Prise Zucker und etwas Zimt abrunden. Nach Belieben noch einen Hauch Cayennepfeffer drangeben. Nun muss es stundenlang leicht vor sich hinköcheln, damit sich die Aromen verbinden. Mindestens 3 - 4 Stunden, besser länger, ohne Deckel. Die Soße soll einreduzieren und vor sich hin schmurgeln, nicht kochen und auf gar keinen Fall am Boden anbrennen. Das lange Köcheln ist sehr wichtig, sonst bleiben die Tomaten zu dominant und der Geschmack wird nicht rund.
Nach ca. 2 Stunden die Milch, den Rotwein und die Hälfte des Parmesans in die Soße geben. Weiterköcheln lassen. Zum Ende der Garzeit noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer und evtl. Cayennepfeffer, Zimt und Zucker nachwürzen. Den Herd ausschalten und über Nacht abkühlen lassen.
Wenn man einen Riesentopf kocht, braucht das tatsächlich die ganze Nacht. Bei einer kleineren Menge einfach über Nacht in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag überschüssiges Fett abnehmen, falls nötig, dann noch einmal aufkochen, aus allen Wolken fallen und genießen. Als Nudeln empfehle ich Mafaldine, die wunderbar zu dieser geschmacksintensiven Soße passen. Ich koche immer einen Riesentopf (darum diese Mengenangaben) und friere dann ein, da es etwas aufwendig ist. Dieses Ragout ist auch perfekt geeignet für Lasagne.
Ich habe das Rezept 24 Stunden Bolognese genannt, weil man wirklich erst am nächsten Tag davon essen sollte.
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Kommentare anderer Nutzer
kochbär_II
sagt:
sagt: 18.01.2011 14:18
airess
sagt:
sagt: 23.02.2011 09:46
So wird eine gute Bolo gemacht! Tolles Rezept, das den Zeitaufwand lohnt. Der Zimt ist sehr pfiffig, ich gebe gerne noch ein bis zwei Stücke Sternanis hinein.
Weil ich das Kleinschneiden des Gemüses nicht mag, drehe ich die Sachen auch gern mal im Wolf durch die kleine Scheibe. Der Fleischwolf ist ohnehin aufgebaut, weil der Schinken duch muss.
Weil ich das Kleinschneiden des Gemüses nicht mag, drehe ich die Sachen auch gern mal im Wolf durch die kleine Scheibe. Der Fleischwolf ist ohnehin aufgebaut, weil der Schinken duch muss.
Akaiya
sagt:
sagt: 23.01.2012 11:59
Sehr lecker, aber doch ziemlich aufwendig ;-)
Habe die Hälfte vom Rezept gemacht und einen großen Topf "geerntet". Da wir Hackfleisch vom Rind nicht mögen, habe ich Schinkenmett genommen ... und nicht bedacht, dass dies ja bereits gewürzt ist. Also war das Essen insgesamt etwas zu salzig - aber dafür kann das Rezept ja nichts :-)
Den Parmesan habe ich übrigens total vergessen ... ... ...
Von mir gibt es 4* :-)
Habe die Hälfte vom Rezept gemacht und einen großen Topf "geerntet". Da wir Hackfleisch vom Rind nicht mögen, habe ich Schinkenmett genommen ... und nicht bedacht, dass dies ja bereits gewürzt ist. Also war das Essen insgesamt etwas zu salzig - aber dafür kann das Rezept ja nichts :-)
Den Parmesan habe ich übrigens total vergessen ... ... ...
Von mir gibt es 4* :-)
kochbär_II
sagt:
sagt: 27.01.2012 11:24
Danke für deine tolle Bewertung.
Ich habe hier so einen 14L Topf, der ist bei dieser Menge immer gut voll.
Davon friere ich portioniert ein und nutze es auch als Ragout für Lasagne.
Schade, dass ihr kein Rinderhack mögt. Als Alternativen wären denkbar:
Hack vom Strauß, Hack vom Bison oder sogar Lammhack. Auch gemischt mit Schwein wäre vielleicht eine Alternative. Ich habe es bisher aber immer nur mit Rinderhack gemacht, für mich die Königin beim Hackfleisch.
Wenn es dir wieder mal zu salzig gerät, gib mehr Tomaten dazu, die sind sehr dankbar für Salz. Ansonsten in kleinen Mengen Milch/Sahne dazugeben. Man kann auch Würfel von rohen Kartoffeln eine Weile mitkochen lassen, die ziehen auch Salz.
Vielen Dank fürs Nachkochen!
Ich habe hier so einen 14L Topf, der ist bei dieser Menge immer gut voll.
Davon friere ich portioniert ein und nutze es auch als Ragout für Lasagne.
Schade, dass ihr kein Rinderhack mögt. Als Alternativen wären denkbar:
Hack vom Strauß, Hack vom Bison oder sogar Lammhack. Auch gemischt mit Schwein wäre vielleicht eine Alternative. Ich habe es bisher aber immer nur mit Rinderhack gemacht, für mich die Königin beim Hackfleisch.
Wenn es dir wieder mal zu salzig gerät, gib mehr Tomaten dazu, die sind sehr dankbar für Salz. Ansonsten in kleinen Mengen Milch/Sahne dazugeben. Man kann auch Würfel von rohen Kartoffeln eine Weile mitkochen lassen, die ziehen auch Salz.
Vielen Dank fürs Nachkochen!
Akaiya
sagt:
sagt: 28.01.2012 10:49
tictac57
sagt:
sagt: 13.04.2012 12:17
Danke für dieses geniale Rezept!
Zeitaufwändig ist es, aber jede Minute lohnt sich.
Zum Ausprobieren hatte ich nur 1/5 Rezept geschmort- das nächste Mal wird es wohl auch die 25-Portionen-Variante.
Heute abend gibt es die Bolognese zu Nudeln und übermorgen zur Lasagne;-))
Zeitaufwändig ist es, aber jede Minute lohnt sich.
Zum Ausprobieren hatte ich nur 1/5 Rezept geschmort- das nächste Mal wird es wohl auch die 25-Portionen-Variante.
Heute abend gibt es die Bolognese zu Nudeln und übermorgen zur Lasagne;-))
kochbär_II
sagt:
sagt: 16.04.2012 11:37
Wow. Danke für dein Superfeedback. Ich muss auch bald wieder ran, ich habe nur noch jeweils ein rotes und ein weißes Portiönchen im Gefrierschrank. ;)Vielleicht noch zwei zusätzliche Infos für alle, die das nachkochen:Als Instant-Rinderbrühe nehme ich diese hier: Rindfleisch-Suppen-Paste von Jürgen Langbein #URL zum Onlineshop von Admin entfernt#Außer selbstgekocht habe ich noch keine Bessere gefunden (bin natürlich für Tips immer dankbar).Und beim Käse nehme ich einen Grana Padano von Cascina Verdesole. Den gibt es bereits gerieben im Frischhaltebeutel. Für den Teil, der in den Topf kommt reicht das völlig und sorgt für ausreichend Würze und Bindung. Man sollte nicht irgendeinen geriebenen Hartkäseverschnitt nehmen, das hat die Soße nicht verdient.Am Tisch darf es dann gerne ein selbstgeriebener schön gereifter Grana Padano oder gleich einen Parmigiano Reggiano sein. Das gibt noch einmal einen Kick.Mir läuft gerade selbst ein bisschen das Wasser im Mund zusammen. Du hast mir gerade Hunger gemacht. ;)Ich freu mich schon wieder auf meinen 14L Topf.
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dann will ich mal deinem Rezept zum berechtigten Ruhm verhelfen ;)
Denn das hat es absolut verdient!!!
Es ist viel weniger Mühe, als man erst mal glaubt...und es lohnt so!
Genau so köstlich wie versprochen....und der Kochspaß ist auch gewährleistet: endlich werden die Zutaten mal zu Ehren gebracht :D
Ich bin wirklich begeistert....und darum hab ich auch ein paar Bilder für dich.
Übrigens hab auch ich schon immer Zimt in die Bolognese gemacht...das hat mich dazu verführt, mal deins auzuprobieren.
Das sorgfältige und ausgeklügelte gefällt mir sehr....
Viele Grüße von Mina
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