Lamm - Geschnetzeltes auf jemenitische Art mit Fladenbrot aus der Pfanne

Lachem Surah

Zutaten für Portionen

500 g Lammfleisch, schieres aus der Keule oder vom Rücken
Schalotte(n), oder eine mittelgroße Zwiebel
2 Stange/n Staudensellerie
Knoblauchzehe(n)
2 EL Olivenöl
  Gewürzmischung (Baharat):
6 TL Paprikapulver, edelsüß
4 TL Pfeffer, schwarzer
1 TL Zimt
1 TL Koriander
1 TL Muskat, frisch gerieben
1 TL Kardamom
1 TL Gewürznelken
½ TL Piment
  Für den Teig: (Fladen)
500 g Weizenmehl, (ab Typ 550 aufwärts)
25 g Hefe, frische
1 TL Zucker
1 TL Salz
280 ml Wasser, lauwarm
  Olivenöl
  Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung

Die Fladen sollten der Anfang sein:
Die Hefe zusammen mit dem Zucker im Wasser auflösen. Eine Kuhle in das Mehl drücken, das Wasser portionsweise zugeben und von innen nach außen einarbeiten. Wenn es verarbeitet ist, das Salz zugeben. Den Teig kneten, bis er glatt ist, zu einer Kugel formen, mit Olivenöl einreiben, zugedeckt eine Stunde gehen lassen.

Jetzt die ganzen Gewürze, also am besten alle außer Paprika und Muskat, in einer Pfanne anrösten. Sie sollen dunkel werden, aber nicht schwarz! Abkühlen lassen, mahlen und alles vermischen.
Das Fleisch in feine Streifen schneiden.

Den Teig für die Fladen gut zusammenkneten, in 12 Portionen (à ~ 65g) teilen, zu Kugeln drehen und auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu knapp 1/2 cm dicken, runden Fladen ausrollen.
Eine beschichtete Pfanne, besser - so man hat - eine gusseiserne, auf größter Hitze erwärmen und die Fladen in der trockenen(!) Pfanne auf jeder Seite 1,5 - 2 Minuten backen. Wenn sich Blasen bilden, diese aufstechen. Die Fladen dürfen schon einzelne, dunkle Stellen haben, aber nicht mehr. Nach dem Ablegen mit einem Tuch abdecken, sie sollen weich bleiben.

In einer anderen großen Pfanne das Olivenöl erhitzen, die fein gewürfelten Schalotten (Zwiebel) und Staudensellerie anschwitzen, den Knoblauch fein schneiden, zugeben, ebenfalls kurz mit schmoren lassen, dann das Fleisch bei starker Hitze pfannenrühren bis der Saft eingekocht ist. Aus der Pfanne nehmen und jetzt(!) erst mit 2 TL der Würzmischung und Salz würzen. Diese soll nicht in die Pfanne kommen, da sie sonst bitter wird. Das restliche Gewürz mit zu Tisch geben, damit jeder nachwürzen kann, wenn er mag.

Bei Tisch nimmt sich jeder etwas des Geschnetzelten auf einen Fladen rollt diesen zusammen und isst aus der Hand. Da die Fladen trocken sind, geht das richtig gut.

Beilage Tabuleh, das ebenfalls mit Fladenstücken aufgenommen werden kann. Das geht aber auch mit Messer und Gabel.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 07.10.10
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midgard2kopf Chefkoch


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Kommentare anderer Nutzer

milz-alfred Hendlgriller sagt:  
05.11.2010 20:58
Ein Gericht mit typischem Baharat-Geschmack, der für uns Mitteleuropäer in der hier angegebenen Menge aber etwas gewohnungsbedürftig ist.
Du schreibst, dass man das Fleisch pfannenrühren soll, bis der Saft eingekocht ist. Dadurch ist das Fleisch (hatte eine Neuseeland-Lamm-Keule) aber sehr zäh geworden. Man sollte das Anbraten vorher beenden, dann bleibt das Fleisch noch saftig und weich oder das ganze Gericht mit etwas Wasserbeigabe 2 Stunden schmoren.

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midgard2kopf Chefkoch sagt:  
05.11.2010 21:17
Hallo,

2 TL Gewürz ist für 500g Fleisch nicht wirklich viel (denke nur mal, welche Menge Majoran, Thymian, Bohnenkraut insgesamt bei normaler Würzung anfällt). Aber 'fremd' schmeckt das Gewürz allemal.
Nun hat mich mein (im Jemen entwicklungshelfender) Mechaniker aufgeklärt: Von Baharat (soll eigentlich nichts anderes als 'Gewürz' heißen) gibt es im Jemen soviel Rezepte wie Familien. Aber an der Grundmischung wird nicht gerüttelt: Pfeffer, Koriander, Muskat und Nelken, alle anderen Gewürze sind 'Vorlieben' und das Rezept sei noch einigermaßen europäisch.

Das mit dem Fleisch tut mir leid, ich hatte ein Stück Lammkeule (auch eingefroren), das war nach der 'Behandlung' wirklich weich, nicht zäh. Aber es stammte wirklich von einem Lamm (3/4 Jahr alt versicherte mir der Bauer) und es hat nicht viel länger als 5 Minuten gedauert, bis der Saft eingekocht war.

Aber ich gebe Dir recht: Zähes Fleisch ist wirklich kein Genuß. Schade.

Vg
m2k

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