Gefüllte Palatschinken

von GUNDEL

Zutaten für Portionen

  Für die Füllung:
100 ml süße Sahne
180 g Walnüsse
20 g Orangeat
40 g Rosinen, fein gehackt
0,15 Liter Rum, 50-60 %!
120 g Zucker + Prise Zimt
¼ Liter Milch
30  Zucker, + etwas Vanille
  Für die Sauce:
0,15 Liter süße Sahne
Ei(er), favon das Eigelb
80 g Zucker
50 g Kakaopulver
15 g Mehl
5 cl Milch
100 g Schokolade, Zartbitter

Zubereitung

Außerdem 12 Palatschinken (dünn).
Das ist das Originalrezept! Diese Nachspeise hat viele Nachahmer gefunden - aber so muss sie laut Anweisung von Gundel hergestellt werden. Und bitte: nicht flambieren; das ist was für Touristen! Also, das ist schon eine ganze Menge, was man da braucht, aber so will es der Chef, Karoly Gundel persönlich.
Die Rosinen und das Orangeat, beide in haarfeine Stifte geschnitten, am Vortag in Rum weichen.
Am folgenden Tag die Nüsse reiben, sie sollen nicht zu fein gerieben sein. Süße Sahne aufkochen, die Nüsse dazugeben, mit Zucker, einer Prise Zimt und den abgegossenen Rosinen und Orangeat anreichern und 1-2 Minuten kochen, bis eine streichfähige Masse entsteht. Abkühlen lassen und erst dann die Hälfe des Rums hineinrühren. Die dünnen Palatschinken mit der Masse bestreichen, zusammenrollen und warm stellen.
Für die Soße Milch, Zucker und Vanille aufkochen. Inzwischen die Schokolade in einem kleinen Gefäß schmelzen. Die Sahne steif schlagen. Dann mit dem Schneebesen Eigelb mit Zucker glatt verführen, dann Kakaopulver mit etwas Mehl und kalter Milch darin schaumig rühren. Die flüssige Schokolade dazugeben, mit dem Schneebesen schlagen und nach und nach die heiße Milch dazugeben. Nicht mehr aufkochen! Die Soße vom Feuer nehmen, rühren und die Schlagsahne unterziehen. Am Schluss die zweite Hälfte des Rums einrühren. Es entsteht eine schöne glatte und glänzende, braune Soße! (Es klappt - es sieht nur kompliziert aus!).
Jetzt kommt aber der Kick: Die gefüllten Palatschinken auf beiden Seiten in einer Pfanne in Butter langsam knusprig bräunen und auf eine vorgewärmte Platte geben. Die heiße Schokoladensoße unmittelbar vor dem Servieren darüber gießen.
Arbeitszeit: ca. 1 Std. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 01.02.04
Rezept-Statistiken: 48.125 (7)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

Mikilein Chefkoch


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4.187 Beiträge (ø1,3/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

otto42 Chefkoch sagt:  
23.02.2004 21:46
Hallo Mikilein,

Ich habe zu diesemRezept zwei Anmerkungen

1) Palatschinken werden nie flambiert, sondern Créps !
2) Bei Deinen Aufführungen fehlt der Teig für die Palatschinken !
Füllung und Sauce hast Du ja beschrieben

Gruß otto

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Mikilein Chefkoch sagt:  
23.02.2004 22:06
Otto,
Deine Bemerkungen sind korrekt:
Gundel geht davon aus (und ich auch), daß man weiß, wie man einen Teig für Palatschinken herstellt.
Die Bezeichnungen: Créps und Palatschinken sind nicht festgelegt.
Erstere ist bei uns (aus Frankreich) gängig,
Zweitere ist in der KUK (heute auch in Österreich) üblich.
Es geht um die gleichen Dinge.
Gerade das Flambieren wird von Gundel in diesem Fall abgelehnt, wie es in der Beschreibung steht.
Das Flambieren am Tisch (mit Feuerzeug!) habe ich mehrfahc erlebt....
für Touristen....!
Dank für Deine Anmerkungen.
Gruß
Miki

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speckdiät Tellerwäscher sagt:  
10.08.2004 20:54
Danke für das Rezept!
Übrigens, ich glaube - nur um es kurz zumachen - der Unterschied zwischen Crêpes und Palacsinta ist nur das Verhältnis Ei zu Mehl (bei Crêpe doppelt so viele Eier wie bei "Palatschinken".)

Grüße
Julchen

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PoisonViolette Küchenjunge sagt:  
02.05.2007 22:41
Vielleicht fühle ich mich da in meiner ungarischen Herkunft beleidigt, aber erfahrungsgemäß kann ich nur sagen, dass Palatschinken, also "Palacsinta", so heißt es eigentlich, immer flaumig-zart und weich schmecken, also einen extrem hohen Eiergehalt haben, und alles was mir im letzten Vierteljahrhundert weltweit unter dem Namen "Crêpe" untergekommen ist, immer enttäuschend ei-los, mehlig-hart und Yufka- (auf neuösterrichisch bzw. österr./türkisch "Dürüm"-)mäßig geschmeckt hat. Vielleicht leben wir aber auch nur auf zwei verschiedenen Planeten :-)

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speckdiät Tellerwäscher sagt:  
04.05.2007 07:32
Ich stimme Dir zu - Crepes schmecken zwar "Yufkaig", aber sind wirklich mit dem hoechsten Eier-Anteil. Um Palacsinta fluffig zu bekommen, gebe ich immer ein bisschen Backpulver in den Teig (nur mit Mehl, Milch, etwas Salz), lasse ihn kurz gehen (etwa 15 Minuten) und verruehre als Letztes die Eier (gerne getrennt und separat aufgeschlagen). Meiner Erfahrung nach wird es dann genau so wie damals in den 80er Jahren, als ich als Bub am Dagaly-Strand (Insider wissen Bescheid) mein Taschengeld in kiloweise Palacsinta (izes, fahejas, kakaos) investiert habe. So richtig lecker zum Fruehstueck...

Minden jot!
Gyula

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turbowilli82 Kartoffelschäler sagt:  
25.08.2004 22:03
Hallo alle zusammen,

ich habe mir vor eine paar Tagen in Budapest im Cafe "Gundel" den Touristen-Palatschinken gegönnt. Angepriesen wird er übrigens als Original-Gundel-Palatschinken. Ich denke mal, dass man in diesem alten Traditionscafe weiß was zum Gundel-Palatschinken gehört.

Wie auch immer, für mich ist die flambierte Variante einfach köstlich. Einem nichtflambierten Palatschinken fehlt einfach der Kick.
Ganz besonders der Walnusslikör, der zum Abschluss über die Schokisauce getröpfelt wird.
Alles zusammen ist dann eine Delikatesse und ist nicht so süß, wie ein Eierkuchen mit Nussfüllung.

Übrigens die Schoki-Sauce würde ich etwas vereinfachen. Ich mache meine wie folgt:

250 ml süße Sahne und 100 g Zartbitter-Kuvertüre

Die Sahne erwärmen und die Kuvertüre darin schmelzen.

Ich nehme diese Schoki-Sauce für alle Desserts. Mache diese auch manchmal vorrätig. Wenn ich sie brauche, dann wird sie in der Mikrowelle einfach kurz erwärmt.

Gruß turbowilli

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marettchen  Smutje sagt:  
03.04.2005 20:01
Hallo Mikilein

Wir waren letzten Sommer in Ungarn - am Balaton - und dieses Rezept ist genau das gleiche wie wir es im Restaurant serviert bekommen haben. Wirkleich sehr lecker, kann man nur weiter empfehlen

LG
Marettchen

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