Gebratene Ente, klassisch und knusprig

lecker mit Rotkohl, Kartoffeln und Sauce

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Zutaten für Portionen

Ente, frisch oder TK (ca. 2800 g)
Äpfel, süßsäuerlich (z. B. Boskoop)
1 Pck. Backpflaumen, entsteint
1 Glas Rotkohl
  Rosmarin
  Thymian
  Majoran
  Salz und Pfeffer
 etwas Zucker
1 kg Kartoffel(n), nach Belieben,
  Salzwasser
 etwas Mehl
Zwiebel(n)
 etwas Schmalz (Griebenschmalz oder Butterschmalz) oder
  Margarine
 etwas Butter
Lorbeerblätter
  Preiselbeeren aus dem Glas
 n. B. Wasser

Zubereitung

Die Tiefkühlente auftauen lassen. Das Auftauwasser unbedingt abgießen und nicht weiter benutzen. Den Bürzel entferne ich, weil dort die gelblichen Fettdrüsen sitzen. Die müssen raus, sonst wird das Fleisch bitter. Könner schneiden auch nur die Fettdrüsen raus. Vom Halslappen entferne ich auch den größten Teil.

Die Ente nun gründlich unter fließend kaltem Wasser von innen und außen waschen. Ich geh mal davon aus, dass die Ente komplett ausgenommen ist, ansonsten müsst ihr das machen. Abtropfen lassen, aber nicht trocken tupfen. Falls sich innen noch Reste der Innereien befinden, solltet ihr die entfernen und nochmal ausspülen.

Die Ente von innen und außen mit Salz, Pfeffer, ordentlich Rosmarin, Majoran und Thymian würzen. Einen oder je nach Größe zwei Äpfel waschen, in die Ente stecken, dann gut 1 - 2 Handvoll der Backpflaumen dazu. Die Ente zunähen oder (einfach und gut) mit Rouladennadeln verschließen. Über Nacht oder mindestens 6 Stunden ziehen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze, Umluft: 180 °C) vorheizen. Die Ente auf dem (gefetteten) Backblech oder besser im großen Bräter mit einem Schlag Schmalz oder Margarine für ca. 2 Stunden in den Ofen stellen.

Zwischendurch immer wieder mit dem eigenen Bratfett begießen. Die Ente piekse ich auch mit der Rouladennadel zwischendurch mal ein, damit das Fett rauslaufen kann. In der letzten halben Stunde nicht mehr einpieksen und begießen, damit die Haut schön knusprig wird.

Die Ente dann auf einem extra Blech wieder in den Ofen stellen. Kurz vor dem Servieren mit der Geflügelschere in Stücke schneiden, den Apfel und die Backpflaumen auf einen extra Teller geben. Kann man mitessen, schmeckt lecker! Der Bratensatz vom anderen Blech bzw. Bräter wird noch für die Sauce gebraucht!

Als Beilage schmecken einfache Salzkartoffeln. Die geschälten Kartoffeln am Essenstag ca. 20 Minuten in Salzwasser gar kochen.

Für den Rotkohl die Zwiebel schälen, würfeln und in etwas Butter glasig anschwitzen. Den Rotkohl aus dem Glas etwas abtropfen lassen, dann zugeben. Einen halben Apfel fein würfeln und mit zwei Lorbeerblättern ebenfalls reingeben.

Den Rotkohl mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und wenn es geht, lange schmoren lassen. Er schmeckt am nächsten Tag noch besser, also gut vorzubereiten! Ein Löffel des Entenfetts macht das Ganze zwar nicht WW-tauglich, aber leckerer!

Für die Sauce das Fett der Ente zu 3/4 abgießen. Den Bratensatz mit etwa 1 Liter warmem Wasser aufgießen und etwas anlösen, also abkratzen, z. B. mit einem Schneebesen oder Holzkochlöffel. Durch ein feines Sieb in einen extra Topf gießen und aufkochen.

Ca. 250 ml kaltes Wasser mit Mehl verquirlen, bis es dickflüssig wird. Am besten einen Schneebesen benutzen, es sollten keine Klümpchen entstehen! Das Wasser-Mehl-Gemisch zum Andicken der Sauce langsam mit dem Schneebesen in den Bratensatz einrühren. 5 Minuten aufköcheln lassen. Mit den o. g. Gewürzen abschmecken. Sind Klümpchen da, kein Problem: Nochmal durch ein feines Sieb geben. Zum Fleisch gibt es bei mir auch noch einen Klacks Preiselbeeren aus dem Glas, wer mag.
Arbeitszeit: ca. 2 Std.
Ruhezeit: ca. 6 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 01.07.10
Rezept-Statistiken: 86.920 (0)* gelesen
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Verfasser:

Anja0406 Küchenjunge


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Kommentare anderer Nutzer

scorpiatina Tellerwäscher sagt:  
12.11.2010 10:44
Da meine Mutter dieses Jahr im Frühjahr gestorben ist, muß ich nun für meinen Vater den Entenbraten machen statt einer Martinsgans. Zugucken und selbermachen sind leider 2 Paar Stiefel und so danke ich sehr für das tolle Rezept. Werde mich mal langsam an die Vorbereitung machen.

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Anja0406 Küchenjunge sagt:  
14.11.2010 16:33
Das tut mir leid mit Deiner Mutter. Ich hoffe es klappt alles und schmeckt auch gut!! Danke und Gruß!

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gunther3976 Tellerwäscher sagt:  
17.09.2011 12:07
von mir nur drei sterne. nicht wegen der ente - die ist gut.
aber wieso rotkohl aus dem glas??? wenn schon fertigware, dann tk. oder kurz und schnell frisch und lecker machen (der rotkohl köchelt neben der zeit vor sich hin in der die ente im ofen ist). bisschen apfel drin, etwas orangen- und zirtonensaft, zimtstange...usw. das ist um klassen knackiger und leckerer als die labberfäden mit nicht mehr authentisher farbe aus dem glas.
zur sauce: hals, magen, herz von den innereien mitbraten, nachher daraus den fond ziehen, zur sauce aufmontieren.
und die leber auf kleiner flamme extra braten in ein wenig schalotten, etwas portwein, pfeffer und salz. auf einen toast und schon ist auch eine kleine vorspeise fertig.

also: nicht alles nur ganz einfach machen. deshalb etwas abgewertet, sonst wären es vier sterne.

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Anja0406 Küchenjunge sagt:  
20.09.2011 13:23
Hilfreiche Antwort:

Lieber Gunther,

danke für Deinen Kommentar.

Es handelt sich bei diesem Rezept um einen VORSCHLAG. Dieser ist natürlich jederzeit abwandelbar oder erweiterbar. Sicherlich kann man, wenn man Zeit und Spaß daran hat, vom Rotkohl raspeln bis zum Fond der Sauce usw. alles selbstmachen. Das war hier aber nicht meine Ambition. Sicherlich freut sich der ein oder andere über eine etwas einfachere Herstellung....daher auch hier ein Rezept als komplette Hauptmahlzeit.
Die einzelnen Bestandteile des Rezeptes wie Rotkohl, Sauce oder z.B. auch Herstellung von Kartoffelklößen kann man sich auch aus den Rezeptdatenbanken heraussuchen, da gibt es sicherlich gehobenere Varianten, nur wie gesagt, das war nicht Sinn DIESES Rezeptes, daher ist die Bewertung für mich nicht ganz nachvollziehbar...
Nichts für ungut.

Gruß Anja

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