Mittelalterlicher Löwenzahnblütensirup

...nach einem Spaziergang in der Sonne ein Genuss!

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Zutaten für Portionen

2 Liter Blüten vom Löwenzahn, frisch gepflückt
1 Liter Wasser, möglichst gefiltert
3 Scheibe/n Zitrone(n), ca. 0,5cm dick
1 kg Rohrzucker
Vanilleschote(n)
 evtl. Gewürze

Zubereitung

Die sauber gewaschenen und von den Stängeln befreiten Blütenköpfe (nur das Gelbe!) grob hacken. Zusammen mit den Zitronenscheiben, der aufgeschnittenen Vanillestange und dem Wasser aufkochen, zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Je nach Geschmack könnt Ihr auch eine Stange Zimt und zwei Gewürznelken hinzugeben.
Anschließend durch ein gebrühtes Tuch gießen. Den Saft mit dem Zucker etwa 2 1/2 Stunden sanft einkochen lassen (Achtung Schaumbildung!).
Danach auf einem Teller eine Gelierprobe machen und diese kurz auskühlen lassen. Ist der Sirup noch zu dünn, weiter einkochen.

In gut getrocknete, saubere und sterilisierte Gläser einfüllen und dicht verschließen (Marmeladengläser, Hipp-Gläschen, o.Ä.). Vor Licht und Kälte wie auch vor hohen Temperaturen schützen. Hält sich über 1 Jahr.

Beachten: Der Sirup kristallisiert aus, wenn er in nasse Gläser eingefüllt oder zu kühl gelagert wird. Dasselbe passiert, wenn man den Sirup zu stark eingekocht hat.
Wird der Löwenzahnsaft nicht zu stark eingekocht erhält man einen Löwenzahnblütensirup, welcher allerdings nicht so lange haltbar ist.
Eigentlich ist der Löwenzahnsirup ein Honigersatz (Kunsthonig, Melasse). Er schmeckt ähnlich wie Bienenhonig und wird von alters her im Volksmund als "Honig" bezeichnet.

Tipps: Sammelt die Löwenzahnblüten an einem trockenen Tag bei Sonnenschein, möglichst mit Handschuhen, da sich sonst die Hände verfärben! Ist seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Husten.
Arbeitszeit: ca. 2 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 08.06.10
Rezept-Statistiken: 9.051 (2)* gelesen
172 (0)* gespeichert
501 (0)* gedruckt
5 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

Maestro1969 Küchenjunge


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Kommentare anderer Nutzer

rambazamba11 Tellerwäscher sagt:  
06.02.2011 10:37
Hallo,
ich würde das Rezept (wenn der Löwenzahn dann wieder blüht:-)) gerne mal ausprobieren.
Meine Fragen:
1. 2 LITER (?) Löwenzahn -> Sollen hier die Löwenzahnblüten bis zur 2-Liter-Marke eingefüllt werden?
2. Gebrühtes Tuch: Kann man hier ein Geschirrtuch verwenden, das man mit kochendem Wasser überbrüht hat, oder braucht man ein Leinentuch oder so ein Kartoffelsäckchen?
3. Was heißt "Achtung Schaumbildung"? Bildet sich ungewöhnlich viel Schaum, soll sich Schaum bilden oder lieber nicht? Ist Schaum gut oder schlecht?
Vielleicht sind das etwas blöde Fragen, aber ich hab sowas halt noch nie gemacht ;-(
Schöne Grüße

rambazamba11

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kairi810 Tellerwäscher sagt:  
16.04.2011 18:19
hallo rambazamba,
muss vol grinsen! süß deine fragen!
also...
1. du sollst deinen ganz normalen 1l messbecher zwei mal mit blüten füllen
2. ja, du kannst ein sauberes geschirrtuch oder ein moltontuch (frühere kinderwindel) benutzen
3. es wird nur auf den schaum hingewiesen, damit du keinen zu kleinen topf nimmst und alles überkocht! den schaum kannst du vor dem einfüllen abschöpfen. ist nicht gefährlich oder schlecht ;o)

hoffe ich konnte dir helfen

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Satrek Tellerwäscher sagt:  
05.05.2011 21:44
Habe das Sirup heute ausprobiert. Das mit dem Gelieren hat nicht geklappt, war allerdings auch mein erster Versuch in die Richtung und um Tee zu süßen reicht es flüssig genauso. Ich habe in Ermangelung von Rohrzucker weißen Zucker genommen - kann es daran liegen?

Ich war mir auch nicht sicher was die Löwenzahnmenge angeht und dachte was ich hätte wäre zuviel für 1 l Wasser, aber das hat wunderbar gepasst achdem es gekocht hat.

Was ich auch fragen wollte, wie macht ihr das mit dem Vorbereiten des Löwenzahns - also "(nur das Gelbe!)". Ich hab (mit Einmal-Handschuhen) die Blütenblätter quasi aus den Blüten gezupft, aus dem grünen "Kelch" drumrum. Ist das die beste Methode, oder geht das anders schneller?

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