Altsächsischer Wildschweinbraten

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Zutaten

1 kg Wild, Wildschweinfleisch aus der Keule
500 ml Buttermilch
  Salz und Pfeffer
2 EL Schweineschmalz
1 Bund Wurzelwerk
50 g Speck (Speckschwarte)
  Tomatenketchup
1 TL Piment - Körner
1 TL Pfeffer - Körner
1 TL Wacholderbeeren
Lorbeerblätter
40 g Mehl
200 ml Wein, rot
  Zucker
  Zitronensaft
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: ca. 2 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Das küchenfertige Fleisch in der Buttermilch zwei Tage an einem kühlen Ort marinieren lassen.

Dann abtrocknen, mit Salz und Pfeffer einreiben und rundum kräftig anbraten. Das geputzte und grob zerschnittenen Wurzelwerk und die Speckschwarte mit anrösten. Tomatenmark in Wasser verrühren, dieses angiessen und die Gewürzkörner, Lorbeer und Wacholderbeeren zugeben.
Das Fleisch im Ofen bei ca. 180° - 200° etwa 1 - 1 1/4 Std. schmoren, dabei mehrmals wenden. Ist das Fleisch gar, herausnehmen, Mehl mit dem Rotwein verquirlen und dem Bratenfond zugeben. Alles gut durchkochen, durch ein Sieb gießen und mit den Gewürzen abschmecken. Das warmgehaltene Fleisch damit übergießen und mit Rotkohl und Semmelklößen servieren.

Kommentare anderer Nutzer


Pikachu

14.01.2003 21:32 Uhr

Dieser Wildschweinbraten ist wirklich oberlecker.
Kleiner Tipp: wenn jeder Esser etwas Preisselbeersahne auf ein Stück Fleisch gibt (und richtige Thüringer Klöße) ist das die Krönung.
Ein Riesenlob für den Autor des Rezeptes.

Alexander79

16.05.2003 11:00 Uhr

Besser ist noch wenn man die Wacholderbeeren zerdrückt, bevor man sie zum Fleisch gibt!

Aber vorsicht sie sind sehr Geschmacksintensiv.

Ansonsten ist das superlecker

Jerchen

18.12.2003 13:04 Uhr

Hi Sonja!

Ein "starkes" Rezept! Aber bitte was ist/sind Wurzelwerk? Ich kenne das Zeug bestimmt unter einem anderen Namen?!? Könnte mir "Suppengemüse" darunter vorstellen...

Naja, vielleicht kannst Du mir ja eine Antwort geben. Das Gericht kommt schon bald bei uns auf den Tisch.

Danke und Grüße aus der schönen Pfalz!

Jerchen

aton

23.12.2003 18:02 Uhr

mich würde auch interessiren was man unter wurzelwerk versteht ?!?!

jef1

26.12.2003 23:34 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

@aton & Jerchen:

Bin zwar kein Sachse, aber Wurzelwerk meint Suppengrün, Suppengemüse oder wie's auch genannt wird. Also ein Bund mit Lauch, Petersilienwurzel, Sellerie, Karotten, und Grünzeug (oft Selleriegrün und / oder Petersilie).

Ansonsten: So "Alt"sächsisch hört sich das gar nicht an, wenn da Tomatenmark drankommt, oder täusche ich mich da?
Meine Großmutter hat Wild ähnlich gemacht und so schmeckt es vorzüglich. Mein nächstes "wildes Schwein" kommt in dieser Art in die Röhre.

Gruß jef

Lollipop

27.12.2003 13:25 Uhr

Liest sich wirklich klasse, werde ich probieren sobald ich bei unserem Dorfmetzger Wildschwein ergattern kann.
Danke für das Rezept.

LG Lollipop

Sylvi

28.12.2003 13:46 Uhr

Hört sich echt gut an. Gruß sylvi

mgoetschenberg

13.01.2004 11:23 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hat super geschmeckt, man sollte aber noch Preiselbeeren als Beilage hinzufügen.

kugst

16.01.2004 09:13 Uhr

... und einen schönen schweren und trockenen Rotwein dazu ...

holsteiner35

07.08.2004 10:41 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hört sich wirklich lecker an!

Aber warum immer Buttermilch zum einlegen???????
Wenn man nicht gerade einen stinkenden rauschigen Keiler zubereitet ist das einlegen in Buttermilch absolut nicht nötig.
(Zumindest meiner Meinung nach :-) )
Dieser Brauch stammt aus vergangenen Tagen, wo wir noch keine Kühleinrichtungen für das erlegte Wild hatten und es teilweise so lange irgendwo hing (zur Fleischreife) dass es schon anfing zu "stinken". Dann bekamm man mit Buttermilch den strengen Geschmack ein wenig gemildert.

Trotzdem viel Spass beim Kochen.


P.S.
Ein paar Steinpilze und etwas dunkles Gelee (schwarze Johannisbeere oder Preiselbeere) in die Sauce geben. -> Ist zumindes einen Versuch wert!!


mfg
holsteiner35

stefansbraut

06.10.2004 20:36 Uhr

Ach das ist mal ein tolles Rezept.
Kommt sofort in mein Kochbuch.
Freue mich aufs ausprobieren.
Lecker.. schmecker Gruß SB

mutzimaus

08.10.2004 12:27 Uhr

Ich habe eine große Menge an Wildschweinfleisch gekauft und eingefroren. Wenn das Fleisch eingefroren war muß man es auch nicht vorher in Buttermilch einlegen. Es wird schön zart und verliert auch den strengen Wildgeschmack, wobei Wildschwein noch am wenigsten Wildgeschmack von allen" wilden Tieren " hat.
Gruß M.M.

Ridan

13.11.2004 17:18 Uhr

Hallo

da ich noch ne Schulter eingefrohren habe - werd ich das bald mal probieren

LG

Ridan

südländerin

14.11.2004 19:10 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Habe es gerade meiner Familie serviert und es hat geschmeckt!
Werde es das nächste Mal mit Rinderbraten ausprobieren!

Vielen Dank für dieses interessante Rezept!

Mantis1

30.11.2004 13:08 Uhr

Schmeckt auch lecker mit Pfifferlingen als Beilage!

Gucky

23.01.2005 16:30 Uhr

Werd ich mal für meinen Opa kochen, der leibt Wildschwein!

Joe_Cool

08.02.2005 21:59 Uhr

Das ultimative Wildschweinrezept und nicht schwierig nachzukochen. Mit selbstgemachtem Fond oder demi-glace wird die Sauce ein Traum!

Sehr lecker

Joe Cool

sallyane

10.03.2005 12:18 Uhr

ich mache wild im wesentlichen genau so.........gebe nur noch ein paar pilze (frisch oder getrocknet) mit in die pfanne, weil ich meine, dass pilze und wild wunderbar harmonieren und das nicht erst auf dem teller.

sallyane

1st_Maxi

19.04.2005 22:19 Uhr

Hallo Sonja,

ein wirklich "starkes" Rezept.
Wir haben das heute nachgekocht, allerdings ETWAS anders.

Ich hatte kein Suppengrün, also habe ich ca. 250ml Gemüsebrühe angegossen. An Tomatenmark hatte ich ca. 3 EL mit Wasser angerührt, um und den Bratensatz mit abzulöschen.

Die im Rezept angegebene Menge Mehl erschien mir zu hoch. Also habe ich den Rotwein angegossen und teelöffelweise Saucenbinder eingerührt. Außerdem habe ich die Idee mit dem Johannisbeergelee beherzigt und 1 großen TL davon in die Sauce gerührt.

Die Sauce ist übrigens ein absoluter Traum!!! Besser geht es fast nicht mehr...

Vielen Dank für das Rezept. Das gab es nicht zum letzten Mal.

Danke und Gruß sagt

Maxi

Maxi

uevers

10.05.2005 16:48 Uhr

Hallo

Ein wirklich gutes Rezept .Mit Pilzen auch ein Genuss muß aber nicht sein!
Aber ein guter Roter gehört dazu.

Gruß Uschi

Aennica

09.06.2005 19:14 Uhr

Hallo,
das hört sich sehr lecker an.
Wenn ich kein Wildschwein habe, kann ich das auch mit Jungschwein-Rücken machen?
Gruß
aennica

hobbykoechin

15.08.2005 19:42 Uhr

Dieses Rezept ist einfach nur oberlecker!!!

Unsre Bäuche waren mehr als nur gut gefüllt... Ob das an den Thüringer Klößen lag??

Wird's auf alle Fälle wieder geben.

Danke!

hobbykoechin

HellaWahnsinn

30.10.2005 23:48 Uhr

ich geb dem holsteiner irgendwie recht...

wieso immer das Einlegen in Buttermilch???

Wenn es wirklich ein altes Tier war, dann versteh ichs ja noch... aber bei nem jungen bzw "normalaltem" Tier? und dann noch bei Wildschwein, das eh kaum nach Wild schmeckt?

Wenn man den Wildgeschmack NICHT mag... wieso nimmt man dann nicht einfach einen Schweinebraten und bereitet ihn wie o.g. zu?

Und eine Stunde Bratzeit erscheint mir auch zu wenig!

Ansonsten schliesse ich mich meinen Vorrednern an... mit Waldpilzen und 1-2 Löffeln Wildpreiselbeergelee ein klassisches Wildgericht ;o)

LG

Hella

Sonja

31.10.2005 11:17 Uhr

Früher legte man halt grundsätzlich das Wild ein und eben auch in Buttermilch - deshalb heißt das Rezepte auch "Alt"sächsischer und nicht nur "Sächsischer" Wildschweinbraten. ;-)

Sonja*

lena04

10.01.2007 13:50 Uhr

mmh...Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen...Hab mir Dein Rezept gerade ausgedruckt,wird am Sonntag getestet!
LG,Lena

cookeandbake

09.04.2012 14:54 Uhr

Hallo Sonja,

wir hatten gestern dieses herrliche Essen mit Knödel.Sehr lecker den wird es wieder geben.
Lieben Dank für das feine Rezept,Bild ist unterwegs.

Liebe Grüße
Silvia

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