Pizza

wie vom guten Italiener

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Zutaten für Portionen

  Für den Teig:
500 g Weizenmehl, italienisches (Farina Tipo 00)
300 ml Wasser, lauwarmes (ca. 35 Grad)
5 g Hefe, frische, (1 g pro 100 g Mehl)
2 TL Meersalz
1 EL Olivenöl
  Für die Sauce:
2 EL Olivenöl
0,2 Liter Rotwein
1 Paket Tomate(n), passierte
1 EL Tomatenmark
Schalotte(n)
  Salz und Pfeffer
  Zucker
  Oregano, getrocknet

Zubereitung

Eine echte neapoletanische Pizza wird bei 400-450 Grad in einem Steinofen gebacken. Diese Temperaturen erreicht man in der heimischen Küche nicht. Es gibt allerdings für den Hausgebrauch und den Backofen in der Küche sogenannte Backsteine aus Schamotte. Diese Art von Backstein ist wärmespeichernd und dadurch gibt er die Hitze gleichmäßig an die Pizza weiter. Durch die offenen Poren wird der Pizza überschüssige Feuchtigkeit entzogen.

Zum Mehl ist noch zu sagen, dass beste Ergebnisse nach langer Erfahrung mit dem Farina Tipo 00 (vom Großhändler, italienischen Feinkostladen oder online bezogen) erzielt werden.

Für die Sauce oder Pizzaiola die Schalotte sehr klein würfeln und in etwas Öl glasig anschwitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Anschließend die passierten Tomaten dazugeben und die Sauce sämig einkochen. Vom Herd nehmen und mit Öl, Salz Pfeffer, Zucker und Oregano würzig abschmecken.

Den Ofen samt Pizzastein auf maximale Temperatur vorheizen (Ober- und Unterhitze, keine Umluft). Den Pizzastein auf die zweite Schiene von oben legen, bei mehr als 15 cm Abstand nach oben, auf die oberste Schiene.

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und die Hefe im Wasser auflösen. Unter langsamem Kneten mit der Maschine mit Knethaken das Wasser und gleich danach das Olivenöl dazugeben. Nun noch mindestens 10 Minuten kneten lassen. Diese lange Knetdauer ist wichtig, da in diesem Schritt der Kleber aufgeschlossen wird.

Jetzt kommt die erste wichtige Ruhephase: Der Teig sollte bei einer Raumtemperatur von ca. 21 Grad (wenn möglich nicht weniger) 30 Minuten gehen. Diesen Vorgang nennt man Stockgare.

Nach der Stockgare aus dem Teig 4 gleich große runde Teiglinge formen und getrennt in Schüsseln zugedeckt für die anstehende Stückgare legen. Die Stückgare sollte im Kühlschrank bei einer Temperatur von 2-5 Grad mindestens 24 Stunden erfolgen.

Vor dem Backen sollten die Teiglinge in ca. 30 Minuten Raumtemperatur anzunehmen.

Jeden Teigling nun von beiden Seiten in Mehl wenden und durch leichtes und gleichmäßiges Drücken mit dem Fingerspitzen zu einem runden Fladen formen. Anschließend mit beiden flachen Händen unter Drehbewegungen auseinanderziehen. Den fertigen Teigfladen zwischen den Händen mit leichten Drehwegungen hin- und herwerfen um das überschüssige Mehl abzuschütteln. Bei der gasamten Formgebung immer daran denken, nicht die in 24 Stunden in der Kühle gebildeten kleinen Gasbläschen im Teig zu zerkneten! Sie sorgen letztlich für die "Fluffigkeit" der Pizza.

Nun jede Pizza mit der kalten Pizzasauce dünn bestreichen und nach Belieben mit Käse und evtl. weiteren Zutaten belegen.

Den Ofen auf Oberhitze umstellen und die Pizza mit einem Ofenschieber, einer Palette oder einem Küchenfreund auf den Stein schieben. Den Ofen schnell wieder schließen und vor dem Ofen bleiben. Nach 2-3 Minuten wird der Käse goldbraun und der Teig ist leicht gebräunt, dann ist die Pizza perfekt. Hier aber immer ein bisschen nach Gefühl arbeiten, da jeder Ofen etwas anders ist.

Ebenso die anderen Pizzen backen, jede sofort servieren und dazu einen leichten Rotwein reichen.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 24.05.10
Rezept-Statistiken: 76.405 (10)* gelesen
356 (0)* gespeichert
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

Hellcat1980 Tellerwäscher


Mitglied seit 29.12.2005
1 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

maeselchen Kaltmamsell sagt:  
26.05.2010 10:35
Hallo Hellcat,

wo bekommt man denn italienisches (Farina Tipo 00) Mehl?

maeselchen

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Hellcat1980 Tellerwäscher sagt:  
26.05.2010 10:52
Hallo maeselchen,
"Zum Mehl ist noch zu sagen, dass beste Ergebnisse nach langer Erfahrung mit dem Farina Tipo 00 (vom Großhändler, italienischen Feinkostladen oder online bezogen) erzielt werden."

Gruss hellcat

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birgitbatke Tellerwäscher sagt:  
11.11.2010 14:41
Hallo maeselchen,

habe mich just gerade bei Chefkoch registrieren lassen, weil ich genau diese deine Frage beantworten kann: bei Hagen Grote kann man dieses Mehl als 3Kg Einheit bestellen, ist heute angeliefert worden und wird am Wochenende ausprobiert.

Gruß Birgit

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marinale25a Tellerwäscher sagt:  
10.01.2011 23:08
Hilfreiche Antwort:

@maeselchen

das Mehl gibts recht günstig auch bei gustino schon ab 1kg

Grüße mari

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Deevane Tellerwäscher sagt:  
12.06.2011 17:29
hmm kann man den Teig nicht auch mit normalem Mehl machen? Ist das so ein riesen Unterschied? Würde heute gerne Pizza machen und dieses Rezept ausprobieren hab aber nur normales Mehl hier....jetzt trau ich mich nicht...

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Hellcat1980 Tellerwäscher sagt:  
13.06.2011 22:41
Hallo Deevane,
entschuldige bitte die späte Antwort. Wie bereits beschrieben, habe ich schon mit so einigen Mehlsorten herumexperimentiert. Mehle vom Typ 405-550 habe ich schon mit variablen Wasser- und Hefemengen systematisch auf ihre Pizzatauglichkeit hin überprüft. Wirklich zufriedenstellend war auf der Suche nach dem perfekten Pizzateig leider lediglich das tipo 00. Ich denke es liegt an der feineren Mahlung, bin aber Feuerwehrmann und kein Bäcker-nagel mich also bitte nicht fest.Letztendlich ist aber das Mehl nur ein Teil des Ganzen und es lassen sich mit discounter- Mehl des Types 405 sicherlich auch wohlschmeckende Mafiatorten produzieren. Ich würde den Wasseranteil allerdings etwas reduzieren, um der etwas gröberen Mahlung rechnung zu tragen. Und denk´immer daran, 90 Prozent einer guten Pizza macht die Leidenschaft aus ;-) gutes Gelingen

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Matthiman123 Tellerwäscher sagt:  
18.01.2012 14:56
Die Pizza ist Super lecker.
Man sollte sie auf jeden Fall mal außprobieren.
Ich kann sie nur weiter empfehlen.

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dahitman Tellerwäscher sagt:  
01.02.2012 14:49
Hi,

also ich bin nun seit 2 Jahren am experimentieren wie ich die perfekte pizza mache und hab vor kurzem ein sehr zufriedenstellendes ergebnis erziehlt.

Das rezept ist sehr ähnlich zu dem hier beschriebenen. Ich kann aus eigener erfahrung sagen, dass es wirklich viel bringt den teig in einer luftdichten box über nacht im kühlschrank zu lagern. ich habe den eindruck, dass sich dabei eine leichte säure entwickelt, welche typisch für echt italienische pizza ist. wenn man den teig nur 1 stunde gehen lässt ist er meist etwas süßlich.

Auch das mit dem pizzastein kann ich bestätigen. Hab seit einiger zeit selber einen, ofen auf maximum (ca. 270°C) und die pizza ist nach 7 minuten fertig und boden und rand sind perfekt.

Zum Mehl: laut einem Italiener der mal pizzabäcker war ist das mehl tipo 00 identisch zum typ 405 in deutschland.


einziger kritikpunkt an diesem rezept sind die tomaten. von dem bereits erwähnten pizzabäcker habe ich folgendes rezept erhalten:
frische tomaten grob würfeln (pro pizza ca. 1-2 je nach größe und gusto). ordentlich olivenöl in eine pfanne und die tomaten dazu geben (in die kalte!!! pfanne mit dem öl). dann auf höchster stufe so lange kochen, bis die soße eindickt. dann sofort pfanne vom herd nehmen. wenn man es zu lange kocht wirds wieder flüssiger. das ganze nur mit salz würzen! ich mach es immer ordentlich salzig, da der teig ja kaum salzig ist und man sie soße ja nicht einzeln isst.

Wichtig ist es einen trockenen Mozzarella zu verwenden! ich hab bis vor kurzem immer den normalen mozzarella aus dem supermarkt verwendet. das problem dabei ist, dass dieser beim backen sehr viel flüssigkeit verliert. es gibt aber auch sogenannten schnittfesten mozzarella der weniger wasser enthält, sich super reiben lässt und die pizza nicht in ne suppe verwandelt. leider hab ich diesen bisher nur bei der metro gefunden. daher bin ich dazu übergegangen geriebenen mozzarella in tüten zu kaufen. das ergebnis ist ganz gut und auf jeden fall besser als mit dem wässrigen mozzarella.

Noch einen tip zum schluß: immer gute und frische zutaten nehmen. auch wenns etwas teurer kommt es lohnt sich. ich nehm zum beispiel immer frische champignons und vom gekochten schicken den italienischen (cotto).

guten Appetit!

noch etwas: achtet nicht zu sehr auf die mengenangaben beim teig sondern eher darauf welche konsistenz der teig nach dem kneten hat. es nütz euch nix wenn der teig zwar exakt nach anleitung zubereitet ist aber zu trocken oder zu klebrig ist.

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