Zutaten

200 g Roggenschrot, kein Mehl!
1 Würfel Hefe
1 Beutel Natursauer, vom Bäcker oder z. B. von Seitenbacher, auf 30° vorgewärmt
Knoblauchzehe(n), fein gehackt
2 TL, gestr. Salz
1/2 TL, gestr. Zucker
1 Liter Wasser, lauwarm, ca. 30°
  Für die Suppe:
2 Liter Wasser
750 g Schweinefleisch, (Brustspitz ohne Knochen oder KasselerFrühstücksbauch)
350 g Fleischwurst oder Krakauer, gewürfelt
1 m.-große Karotte(n), fein gewürfelt
4 m.-große Kartoffel(n), gewürfelt
1/2 Stange/n Lauch, fein gewürfelt
1 Stück(e) Knollensellerie, fein gewürfelt
  Salz und Pfeffer
  Maggi
 n. B. Majoran
Portionen
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 3 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Zurek, gesprochen wie das französische Wort Jour, ist eine herzhafte Suppe, die praktisch in jedem Imbiss und in jedem Restaurant Polens zu bekommen ist. Diese populäre Suppe gibt es in verschiedenen regionalen Variationen. Die Besonderheit ist ihr leicht säuerlicher Geschmack, der durch das vergorene Roggenschrot (kein Roggenmehl!) zustande kommt.

Nachfolgend das Grundrezept zum Gären von Zurek. Das vergorene Roggenschrot sollte nur verwendet werden, wenn es nach der Gärzeit angenehm sauer riecht. Nur dann kann man das Ergebnis Zurek nennen! Auf gar keinen Fall sollte man an Essig zur Säurebildung denken!

Für den Zurek: das Roggenschrot in ein Einmachglas oder besser noch in ein Tongefäß geben. In die Mitte eine Mulde drücken und den Natursauerteig und die zerbröckelte Hefe, das Salz und den Zucker mit 2 EL warmem Wasser in die Mulde geben und mit ein wenig vom Schrot zu einem Brei verrühren. Leicht mit Mehl bestreuen und warten, bis sich nach ca. 15 Minuten Risse in diesem Brei bilden. Danach den Knoblauch und das lauwarme Wasser dazugeben und alles miteinander verrühren. Das Gefäß mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und das Tuch mit einer Schnur oder einem Gummiring befestigen. Das Gefäß für 2 besser jedoch 3 Tage zum Gären an einen warmen, zugfreien Ort stellen.

Für die Suppe: die Zutaten für die Brühe sind regional unterschiedlich. Ich bevorzuge folgende Variante: die geräucherten, nicht zu fetten Brustspitzen mit etwas Salz im Wasser zum Kochen bringen. Nach ca. 20 Minuten das Fleisch aus der Brühe nehmen und klein Würfeln. Danach Fleisch, Karotte, Sellerie und Lauch in die Brühe geben und nochmals ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Kartoffeln und die Krakauer Wurst hinein geben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Danach den Zurek in die Brühe schütten und aufkochen lassen. Wenn die Suppe zu dick sein sollte, einfach mit kochendem Wasser verdünnen. Mit Salz, Pfeffer, Maggi und nach Belieben auch Majoran abschmecken.

Wenn etwas übrig bleibt, kann man es gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Aufgewärmt schmeckt die Suppe übrigens noch besser!
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