Wasabi Erbsen à la pijotre

Knabbersnack: Erbsen umhüllt mit scharfem japanischem Meerrettich

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Zutaten für Portionen

250 g Erbsen, grüne Trockenerbsen
4 TL Sesampaste, (Tahini)
1 EL Senf oder 2 TL Senfpulver
5 TL Wasabipaste
3 TL Wasabipulver
1 EL Zucker

Zubereitung

Die Erbsen über Nacht (mindestens 12 Stunden) in Wasser einweichen und dann abtropfen lassen. In einen Topf füllen und mit Wasser bedecken. Auf kleiner Flamme etwa 1,5 Stunden köcheln lassen. Die grundsätzliche Zubereitungszeit hängt von der Größe der Erbsen und deren Art ab, steht aber meist auf der Packung der Trockenerbsen abgedruckt. Ich habe darauf geachtet, dass die Erbsen noch ein wenig Biss haben.

Nun werden die gegarten Erbsen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt und bei etwa 100°C Umluft sanft im Ofen getrocknet. Hier sollte man zwischendurch mal probieren - meine Erbsen habe ich nach rund 20 Minuten aus dem Ofen genommen. Wenn die Erbsen wieder einen trockenen Charakter haben, werden sie noch einmal bei 150°C Umluft 10-15 Minuten geröstet. Hier heißt es aufpassen, damit die Erbsen nicht zu dunkel werden. Eine schnellere Alternative ist das kurze Anrösten in der Pfanne. Aber Vorsicht, bei meinen ersten Versuchen sind mir einige verbrannt.

In der Zwischenzeit bereite ich die Paste für den Wasabimantel vor. Die Zutaten Tahini, Senf, Wasabipaste, Wasabipulver und Zucker in einer Schüssel vermengen und ggf. esslöffelweise mit Wasser zu einem Püree verrühren. Die notwendige Konsistenz erzielt man am besten, wenn man sich vorstellt, dass die Erbsen vollständig mit der Masse umhüllt werden sollen. Ist der Brei zu fest, tut man sich schwer, die Erbsen nachher damit zu umschließen. Ist er zu flüssig, läuft er wieder an den Erbsen herab. Sollte die Masse zu flüssig geworden sein, so kann man mit dem Wasabipulver korrigieren (das Pulver gibt nur wenig Schärfe). Ich denke richtig ist, wenn der Brei gerade noch vom Löffel abtropft. Für die Schärfe ist auch der eigene Geschmack entscheidend. Ich habe mit 5 TL Wasabipaste meinen Geschmack ganz gut getroffen. Jetzt kommt das Wichtigste: die Erbsen in den fertigen Brei geben und gut umrühren, sodass alle Erbsen damit benetzt sind.

Dann wieder auf dem Backblech sorgfältig verteilen und bei nur maximal 70°C Umluft die Hülle in 3 Stunden kross trocknen. Im Internet kursieren die unterschiedlichsten Rezepte. Gerade der letzte Punkt ist ganz entscheidend. Da reichen die Temperaturangaben von 100°C - 170°C. Kann man machen und dadurch mächtig viel Zeit einsparen, aber der Breimantel ist sehr empfindlich. Meine Versuche mit höheren Temperaturen haben dazu geführt, das ich zeitweise meine Küche nicht mehr betreten konnte, weil die ätherischen Öle im Wasabianteil in die Luft abgegeben wurden und nicht in meinem leckeren Snack blieben. Dadurch hat zum ersten der Geschmack stark gelitten und die Schärfe war völlig weg. Mein dringender Rat - nehmt euch die Zeit! Erst so erhaltet ihr einen leckeren Snack und könnt bei Freunden und Bekannten sicherlich punkten.

Als letztes noch ein Tipp zum Aufbewahren: in einer geschlossenen Dose luftdicht verpackt halten sie sich über ein paar Tage. Dem im Handel zu beziehenden Industrieprodukt liegen kleine Trockensäckchen bei. Gut wenn ihr noch das ein oder andere habt - legt es dazu.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 23.04.10
Rezept-Statistiken: 7.590 (2)* gelesen
101 (0)* gespeichert
181 (0)* gedruckt
4 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

pijotre Tellerwäscher


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Kommentare anderer Nutzer

anij Chefkoch sagt:  
09.01.2011 00:42
Ich finde die Aussage, das Wasabipulver gäbe nur wenig Schärfe etwas irreführend!
Ich benutze es schon seit Jahren anstelle der Paste aus der Tube und konnte noch nicht feststellen, dass es nur wenig Schärfe entwickelt, IM GEGENTEIL!
Sobald das Pulver mit Wasser in Berührung kommt wird es so scharf, dass selbst ein kleiner Teelöffel Pulver die Augen schlimmer zum Tränen bringt, als eine Zwiebel.

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SpongeStone Smutje sagt:  
09.07.2011 23:02
Hi

ohne Einweichen
Ich habe meine Erbsen ohne sie eingeweicht zu haben im geschlossenen Topf über einen längeren Zeitraum gekocht. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber es dürften 2 Stunden gewesen sein.

ohne Paste
Auch die Paste habe ich aus Wasabipulver hergestellt. (Wie sinnlos, da erst Paste draus zu machen, da ja eh alles zusammengerührt wird.)

nicht scharf?
Die Erbsen sind jedoch kein wenig scharf. Entweder es liegt daran, dass ich Pulver verwendet hab oder meine Geschmacksnerven sind heute mittag abgestorben, als ich ein wenig selbst gemachtes Chiliöl gekostet hab und daraufhin prompt atemnot bekam, weil's so scharf geworden ist. o_O MIILLLLCHHHH!!! :-D

Ohne Umluft
Da mein Ofen Umluft nicht beherrscht, habe ich sie auf einem Handtuch auf dem Blech ausgebreitet und bei 100° die Ofentür einen Spalt auf gelassen. Das hat wunderbar geklappt.

Geröstet im Wok
Da der Röstprozess ohne Umluft vermutlich nach hinten losgehen würde, habe ich sie im Wok unter dauerhaftem rühren geröstet. Das hat sehr gut geklappt. Wenn man die Erbsen vorsichtig aus dem Wok in die Wasabipaste schüttet, bleiben die beim rösten schwarz gewordenen kleinen Fitzelchen im Wok liegen. :-)

Zurück im Ofen
Fertiggebacken habe ich sie bei 80° ober unterhitze bis sie richtig knusprig waren. 3 Stunden könnten passen.

untreu
Man braucht hier keine Angst zu haben, dass sie hinterher untrennbar zusammenkleben. Ich für meinen Teil habe darauf geachtet, dass die Erbsen nur nebeneinander und nicht übereinander liegen. Auch wenn sie sich berühren lassen sie sich hinterher sehr einfach und unbeschadet zertrennen.

Snack
Als Snack sind die Erbsen echt spitze. Schön knusprig, leicht würzig mit definitivem Suchtfaktor, auch ohne schärfe!

Danke für dieses liebevoll geschriebene Rezept! :-)

MfG
Schwamm

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