Pâté de canard en croûte - nach Julia Child

Entbeinte, gefüllte Ente in einer Gebäckkruste

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Zutaten für Portionen

Ente, frisch
  Salz und Pfeffer
  Piment
  Thymian
2 EL Cognac
2 EL Portwein
Trüffeln, aus der Konserve (optional)
3 EL Öl
½ Tasse Zwiebel(n), gewürfelt
2 EL Butter
½ Tasse Portwein, Madeira oder Cognac
850 g Hackfleisch, gemischtes aus Schwein und Kalb
Ei(er), 2 für die Füllung, 2 für den Teig
Knoblauchzehe(n) (optional)
550 g Mehl
60 g Pflanzenfett
120 g Butter
¼ TL Zucker
60 ml Wasser, kaltes
Ei(er) zum Bestreichen

Zubereitung

Das Rezept für entbeinte, gefüllte Ente ist vor allem durch den Film "Julie und Julia" bekannt geworden. Ich habe bisher nirgends eine deutsche Übersetzung des Rezeptes gefunden und mich nun daran gesetzt.

Das Rezept teilt sich in drei Teile: die Ente an sich, die Füllung und der Teig drumherum. Das Rezept sollte vor der Zubereitung mindestens einmal gelesen werden. Den Teig am besten einen Tag vorher zubereiten und auch das Entbeinen der Ente hat es in sich - beim ersten Mal etwa 45 Minuten dafür einplanen.

Die Ente entbeinen (dazu gibt es diverse Anleitungen im Internet und auch bei Chefkoch.de), das Fleisch an der dicksten Stelle der Brust sowie an den Schenkeln abschneiden und in Würfel von einem Zentimeter schneiden. Die Würfel zurück in die Ente geben, mit ½ Teelöffel Salz und 1/8 Teelöffel Pfeffer, sowie einer Prise Piment würzen, mit Cognac und Port benetzen. Wenn vorhanden, die Trüffel und ihren Saft hinzufügen. Die Ente zusammenklappen, in eine Schüssel geben und kalt stellen.

Für die die Füllung die halbe Tasse Zwiebeln langsam in der Butter 8 bis 10 Minuten braten, bis sie weich und glasig (aber nicht braun) sind. In eine Schüssel geben. Die halbe Tasse Portwein in die Pfanne geben und auf die Hälfte reduzieren, dann zu den Zwiebeln geben. Alle anderen Zutaten (Hackfleisch, 2 leicht geschlagene Eier, 1,5 TL Salz, 1/8 TL Pfeffer, eine große Prise Piment, ½ TL Thymian, eine durchgepresste Knoblauchzehe) hinzufügen und energisch mit einem Holzlöffel schlagen bis die Mixtur eine hellere Beschaffenheit erhält und sorgfältig gemischt ist. Einen kleinen Löffel voll anbraten und probieren. Nachwürzen falls nötig. Entenfleisch und Trüffel hinzufügen und kalt stellen.

Für den Teig Mehl, Pflanzenfett und Butter, 1,5 Teelöffel Salz, ¼ TL Zucker, 2 Eier) schnell mit einem Messer hacken, bis die Fette die Größe von Haferflocken haben. Diesen Schritt nicht übertreiben, da das Fett später noch weiter vermengt wird. Das Wasser hinzufügen und schnell mit einer Hand kneten. Die Finger sind dabei geschlossen und leicht hohl. Zusätzlich mit Wasser benetzen, falls es noch unverknetete Reste gibt. Diese dann zu dem fertigen Teig hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen. Der Teig soll nur gerade so zusammenhalten und formbar, aber nicht klebrig sein.

Den Teig anschließend auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit dem Handballen, nicht mit der Handfläche, diese ist zu warm, schnell den Teig auf die Fläche pressen weg vom Körper in 15 Zentimeter langen „Schlieren“. Dies ist die letzte Vermischung von Fett und Mehl (auch Fraisage genannt). Mit einem Teigschaber den Teig zurück in eine Masse bringen und wieder zu einer Kugel formen. Leicht mit Mehl besprenkeln und in Wachspapier wickeln. Den Teig für eine Stunde ins Gefrierfach legen oder für zwei Stunden (besser über Nacht) in den Kühlschrank legen.

Die Ente mit der Hautseite nach unten aufspreizen. Die Füllung in die Mitte geben und in die Form eines Laibes bringen. Die Entenhaut über den Laib falten und mit Nadel und Küchengarn zunähen. Das Küchengarn 3 bis 4 Mal um den Körper der Ente wickeln, um ihr eine zylindrische Form zu geben.

3 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, bis es kurz vor dem Rauchen ist. Die Ente langsam von allen Seiten bräunen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Die Fäden sollten an der Ente bleiben, um sie beim Backen in Form zu halten.

Nun den Teig ausrollen: Da der Teig einen hohen Buttergehalt hat, muss er so schnell wie möglich ausgerollt werden, damit er nicht weich wird. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Wenn der Teig hart ist, sanft mit dem Nudelholz „schlagen“. Zwei Drittel vom Teig ausrollen und in eine ovale Form, etwa 3 Millimeter dick bringen. Auf Backpapier legen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Ente auf den ovalen Teig mit der Brust nach oben legen. Den Teig um die Ente falten. Den Rest des Teiges 3 Millimeter dick ausrollen und eine ovale Form ausschneiden, so dass der Teig auf die Ente passt. Die Ecken des unteren Teiges mit geschlagenem Ei bestreichen und das obere Oval darauf drücken. Die Ecken aneinander kleben oder drücken, um die Verpackung zu versiegeln. Zum Verzieren aus den Teigresten kleine Kreise (3 Zentimeter Durchmesser) ausstechen und fächerförmige Linien einritzen. Den Teig mit geschlagenem Ei bestreichen.

Ein kleines Loch in die Mitte des Teiges machen und Backpapier einführen, sodass Dampf entwichen kann. Ein Fleischthermometer einführen (bis zur Füllung). Die Ente in der Mitte des Ofens bei 175 Grad zwei Stunden backen (oder bis das Thermometer etwa 80 Grad anzeigt).

Danach die Ente aus dem Ofen nehmen und einige Stunden bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Kruste wird weich, wenn die Ente zu schnell in den Kühlschrank gestellt wird.

Servieren: Den oberen Teig vorsichtig abheben. Die Ente wird während des Backens geschrumpft sein, sodass sie sich leicht aus dem unteren Teig herausheben lässt. Die äußeren Fäden entfernen. Danach auch die Fäden an der Unterseite entfernen. Die Ente entweder so zerteilen oder erst zurück in die Kruste geben und dann tranchieren.
Arbeitszeit: ca. 3 Std.
Ruhezeit: ca. 2 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 29.03.10
Rezept-Statistiken: 14.609 (0)* gelesen
83 (0)* gespeichert
429 (0)* gedruckt
5 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

Mikadazukasa Tellerwäscher


Mitglied seit 13.05.2009
0 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

vwlissy Kartoffelschäler sagt:  
25.01.2011 23:40
Hallo,

wäre bei diesem Rezept nicht eher Geflügelhackfleisch angesagt??

L.G. vwlissy

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Mikadazukasa Tellerwäscher sagt:  
25.01.2011 23:57
Hm, da muss ich dir zustimmen - Geflügelhack würde den Geschmack der Ente wohl besser unterstreichen. Ich habe hier lediglich das Originalrezept wiedergegeben. Aber es ist ja eh langweilig, sich immer ans Rezept zu halten ;) Daher viel Spaß beim Rumprobieren :)

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Zinnsoldatin Tellerwäscher sagt:  
05.12.2011 09:27
ist es eigentlich wichtig, ob man beim entbeinen der ente auf dem rücken oder der brust beginnt?
sorry, hab dn film gesehen, dort schneiden sie zuerst in den rücken.
plane die ente fürs nächste weihnachtsfest, will nix verkehrt machen.

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Mikadazukasa Tellerwäscher sagt:  
05.12.2011 10:28
Am Rücken zu beginnen, macht, meiner Meinung nach, wenig Sinn. An der Brust kann man das Fleisch langsam von den Rippen lösen. Am Rücken hat man nicht so richtig einen Knochen, an dem man sich "voran arbeiten" kann. Aber schau am besten Mal bei Google oder Chefkoch wie man eine Ente am besten entbeint, so ganz sicher bin ich mir nämlich nicht.

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Mondkatze87 Tellerwäscher sagt:  
20.12.2011 10:54
Hallo!

Ich möchte zu Weihnachten dieses tolle Rezept nachkochen, bin aber überfragt mit der Entengröße!

Wie viel sollte der Vogel denn wiegen, bei der Menge an Füllung?
Ich habe schon überall im Netz gesucht, aber keine gescheite Antwort gefunden^^°

3-4 Kilo? Oder mehr/weniger?

Brauche die Antwort leider dringend, die frischen Enten sind immer schnell weg und ich wollte heute noch eine besorgen...

LG

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Mikadazukasa Tellerwäscher sagt:  
20.12.2011 11:23
Hilfreiche Antwort:

So richtig helfen kann ich dir leider nicht. Ich schätze, dass meine Ente damals so 3 Kilogramm hatte und ich beinahe zu viel Füllung hatte. Wobei es ja leichter ist, eher noch etwas Füllung rauszulassen, als dann zu wenig Füllung zu haben. Also, je nach dem wie viele Mäuler du zu versorgen hast, lohnt sich vielleicht eine größere Ente und dann hat man eben weniger Füllung (in Bezug auf die Ente).

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Mondkatze87 Tellerwäscher sagt:  
20.12.2011 11:42
Ok! Das hilft mir schon mal weiter; dann werden wir auch so ca. 3 Kilo besorgen -> Wir sind 4 Erwachsene und 2 Kinder, alle mit großem Magen ;)

Zwei kleine Fragen hätte ich aber noch...
Für den Teig soll man die Fette samt Mehl, Gewürzen und Eiern "hacken"? Hab ich das richtig gelesen?

Und wenn die Füllung fertig ist, kann man die auch gleich weiter verarbeiten oder muss/sollte sie auf jeden Fall in den Kühlschrank?

Vielen lieben Dank schon mal!

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Mondkatze87 Tellerwäscher sagt:  
20.12.2011 11:50
Oh, entschuldige, mir fällt noch eine 3. Frage ein!

Ist die Temperaturangabe für Umluft oder Ober-/Unterhitze???

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Mikadazukasa Tellerwäscher sagt:  
20.12.2011 12:04
Zu der ersten Frage: Ja, man soll die Fette tatsächlich hacken. Erscheint merkwürdig, aber so stand es im Originalrezept.

Zu der zweiten Frage: Die Füllung in den Kühlschrank zu stellen, lohnt sich auf jeden Fall. So entfaltet sich das Aroma der Zutaten viel besser!

Zu der dritten Frage: Sicher bin ich mir nicht, aber ich würde Ober-/Unterhitze wählen. Im Auge behalten sollte man das Ganze ja sowieso :-P

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TKY Tellerwäscher sagt:  
06.01.2012 10:59
Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass die Ente auskühlen soll ? Wird sie dann kalt gegessen oder nochmal erwärmt ? Hast du sie schon mal warm gegessen ? Isst man den Teig mit oder ist der nur Deko ?

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Mikadazukasa Tellerwäscher sagt:  
10.01.2012 09:02
Also laut Julia Child ist man die Ente tatsächlich kalt. Aber wir haben sie warm gegessen, direkt aus dem Ofen, was sehr lecker war. Den Teig kann man mitessen, passt auch perfekt zur Ente, hat aber natürlich nicht allzu viel Eigengeschmack.

Viel Spaß beim Nachkochen! :-)

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